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Was machen Bienen im Winter? Überwinterung im Bienenstock
marzec 11, 2026 Patricia Titz

Was machen Bienen im Winter? Überwinterung im Bienenstock

Wenn die Tage kürzer werden, die Temperaturen sinken und der erste Frost die Landschaft überzieht, verschwinden die Insekten scheinbar spurlos aus unserer Umwelt. Während wir Menschen uns in beheizte Räume zurückziehen, stehen Honigbienen, Wildbienen und Hummeln vor der größten Herausforderung ihres Lebenszyklus: dem Überleben der kalten Jahreszeit. Das faszinierende Schauspiel des sommerlichen Blütenbesuchs weicht einer verborgenen, aber hochkomplexen Überlebensstrategie im Inneren des Bienenstocks oder in versteckten Nischen der Natur. Anders als viele andere Insekten fallen Honigbienen nicht in eine Kältestarre, sondern leisten den gesamten Winter über aktive Schwerstarbeit, um ihr Volk und vor allem ihre Königin am Leben zu erhalten. Dieser Artikel beleuchtet die erstaunlichen biologischen und physikalischen Prozesse, die sich im winterlichen Bienenstock abspielen, erklärt die gravierenden Unterschiede zwischen Honig- und Wildbienen und zeigt auf, wie Imker und Gartenbesitzer die Tiere in dieser kritischen Phase unterstützen können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kein Winterschlaf: Honigbienen bleiben den gesamten Winter über aktiv und bilden eine wärmende "Wintertraube" um ihre Königin.
  • Spezielle Winterbienen: Im Spätsommer schlüpfen langlebige Winterbienen, die über ein spezielles Fett-Eiweiß-Polster verfügen und mehrere Monate alt werden.
  • Aktive Wärmeproduktion: Durch das Zittern ihrer Flugmuskulatur erzeugen die Bienen im Inneren der Traube Temperaturen von über 20 Grad Celsius, selbst bei starkem Frost.
  • Hygiene im Stock: Bienen sammeln ihren Kot monatelang in der Kotblase und entleeren diese erst bei Temperaturen über 10 °C beim sogenannten Reinigungsflug.
  • Wildbienen-Strategie: Im Gegensatz zur Honigbiene überwintern die meisten Wildbienen solitär als Puppe oder Larve, bei Hummeln überlebt nur die begattete Jungkönigin.

Die Vorbereitung: Der Wandel im Spätsommer

Die Vorbereitungen auf den Winter beginnen im Bienenstock lange bevor das erste Laub von den Bäumen fällt. Bereits im August, wenn das Trachtangebot in der Natur spürbar nachlässt, leitet das Bienenvolk drastische Maßnahmen ein, um das Überleben der Kolonie zu sichern. Eine der auffälligsten Veränderungen ist die sogenannte "Drohnenschlacht". Da männliche Bienen (Drohnen) nicht bei der Nektarsuche helfen, keine Brut pflegen und im Winter lediglich wertvolle Futterreserven verbrauchen würden, werden sie ab August systematisch von den Futterplätzen abgedrängt[2]. Die Arbeiterinnen verweigern ihnen die Nahrung, zerren sie schließlich aus dem Stock und lassen sie verhungern. Heimkehrende Drohnen werden von den Wächterbienen nicht mehr eingelassen. Ab diesem Zeitpunkt besteht das Bienenvolk ausschließlich aus weiblichen Tieren: der Königin und ihren Arbeiterinnen.

Gleichzeitig vollzieht sich ein entscheidender physiologischer Wandel bei der Aufzucht der neuen Brut. Die Bienen, die im Spätsommer und Frühherbst schlüpfen, unterscheiden sich maßgeblich von den Sommerbienen. Während eine Sommerbiene sich durch intensive Brutpflege und anstrengende Sammelflüge regelrecht abarbeitet und nach etwa sechs Wochen stirbt, sind die nun schlüpfenden "Winterbienen" auf Langlebigkeit programmiert[1]. Sie verausgaben sich kaum durch Sammelflüge, da die Bruttätigkeit der Königin im Oktober fast vollständig zum Erliegen kommt. Stattdessen nehmen diese Jungbienen gewaltige Mengen an eiweißreichem Pollen auf. Diese Nährstoffe lagern sie in ihrem Körper als sogenanntes Fett-Eiweiß-Polster ein[2]. Dieses Polster dient nicht nur als Energiereserve für die kalten Monate, sondern hält die Bienen physiologisch jung. Nur durch diesen Vorrat sind sie im zeitigen Frühjahr in der Lage, die Hypopharynxdrüsen (Futtersaftdrüsen) zu aktivieren und die erste neue Brut des Jahres mit Futtersaft zu versorgen, bevor frischer Pollen in der Natur verfügbar ist[6].

Achtung: Die Gefahr des Spätsommer-Hungers

Wenn in der intensiv genutzten Agrarlandschaft nach der Raps- und Obstblüte ab Juli eine "grüne Wüste" herrscht, finden die Bienen nicht mehr genug Pollen. Ein Mangel an hochwertigem Pollen im Spätsommer führt dazu, dass die Winterbienen ihr lebenswichtiges Fett-Eiweiß-Polster nicht ausreichend ausbilden können. Dies schwächt das Immunsystem des gesamten Volkes und ist eine der Hauptursachen für Völkerverluste im Winter[3].

Honigbiene sammelt im Spätsommer Pollen an einer lila Blume für die Winterreserven
Im Spätsommer fressen sich die schlüpfenden Winterbienen ein lebenswichtiges Fett-Eiweiß-Polster an.

Die Wintertraube: Ein Meisterwerk der Thermoregulation

Sobald die Außentemperaturen dauerhaft unter 10 bis 12 Grad Celsius fallen, stellen die Bienen ihre Ausflüge ein. Sie ziehen sich in das Innere ihrer Behausung (des Bienenstocks) zurück und rücken auf den Waben eng zusammen. Es beginnt die Phase der Winterruhe, die jedoch keinesfalls mit einem Winterschlaf zu verwechseln ist. Honigbienen bleiben den gesamten Winter über wach und aktiv. Um nicht zu erfrieren, bilden sie die sogenannte "Wintertraube"[1].

Diese kugelförmige Ansammlung von Tausenden von Bienen ist ein physikalisches und biologisches Wunderwerk. Im Zentrum der Traube, dem wärmsten Ort, befindet sich die Königin. Um sie herum sitzen die Bienen dicht an dicht. Die Wärmeproduktion erfolgt aktiv: Die Bienen entkoppeln ihre Flugmuskulatur von den Flügeln und lassen die Muskeln stark vibrieren – sie "zittern" sich und den Schwarm regelrecht warm[1]. Durch diese Muskelkontraktionen wird die im Honig gespeicherte chemische Energie in thermische Energie umgewandelt.

Die Struktur der Traube ist hochdynamisch. Die Bienen an der Außenseite der Traube bilden einen dichten, isolierenden Mantel. Sie stecken ihre Köpfe nach innen und drängen ihre behaarten Körper eng aneinander, um den Wärmeverlust an die kalte Umgebungsluft zu minimieren. An der äußersten Schicht der Wintertraube darf die Temperatur niemals unter 8 bis 10 Grad Celsius fallen, da die Bienen sonst in eine Kältestarre verfallen und von der Traube abfallen würden. Im Durchschnitt wird die Außenhaut der Traube auf etwa 13 °C gehalten[2]. Im Inneren der Traube herrschen hingegen wohlige 20 bis 25 Grad Celsius.

Da die Bienen im äußeren Mantel nach einiger Zeit auskühlen, findet eine ständige, langsame Rotation statt. Die abgekühlten Bienen von außen drängen in das warme Zentrum der Traube, während aufgewärmte Bienen aus dem Inneren nach außen rücken, um die Isolationsschicht zu erneuern[2]. Je kälter es draußen wird, desto enger zieht sich die Traube zusammen, um die Oberfläche und damit den Wärmeverlust zu verringern. Die gesamte Traube wandert im Laufe des Winters extrem langsam über die Waben, immer dem Futtervorrat (dem eingelagerten Honig oder Zuckersirup) hinterher.

Dicht gedrängte Wintertraube aus tausenden Honigbienen auf einer Wabe im Bienenstock
In der Wintertraube erzeugen die Bienen durch aktives Muskelzittern Temperaturen von über 20 Grad Celsius.

Ernährung und Hygiene im winterlichen Bienenstock

Die Energie für die ständige Wärmeproduktion stammt aus den Futtervorräten. Ein durchschnittliches Bienenvolk benötigt für die Überwinterung etwa 15 bis 20 Kilogramm Futter. In der Natur wäre dies der selbst gesammelte Honig. In der Imkerei wird der entnommene Honig meist durch eine Zuckerlösung (Saccharose oder Invertzuckersirup) ersetzt, die die Bienen im Spätsommer einlagern und eindicken. Der Zucker dient als reiner "Brennstoff" für die Flugmuskulatur.

Ein großes Problem bei der Nahrungsaufnahme im Winter ist die Verdauung. Da die Bienen den Stock bei Kälte nicht verlassen können, müssen sie ihre Ausscheidungen im Körper behalten. Bienen sind extrem reinliche Tiere und würden niemals im Inneren ihres Stockes abkoten, da dies unweigerlich zu schweren Krankheiten wie der Ruhr oder der Nosemose (einer Pilzinfektion des Darms) führen würde[6]. Um dieses Problem zu lösen, verfügen Honigbienen über eine extrem dehnbare Kotblase (Enddarm). Diese kann im Laufe des Winters stark anschwellen und bis zu fast der Hälfte des Körpergewichts der Biene ausmachen.

Erst wenn an milden Wintertagen – oft im späten Januar oder Februar – die Außentemperatur auf über 10 bis 12 Grad Celsius ansteigt und die Sonne scheint, löst sich die Wintertraube auf. Die Bienen stürmen massenhaft aus dem Flugloch, um sich zu entleeren. Dieses Phänomen nennt man den "Reinigungsflug"[1]. Für Imker ist dies ein freudiges Ereignis, da es zeigt, dass das Volk noch lebt. Für Anwohner in der Nähe von Bienenständen kann es bedeuten, dass frisch gewaschene Autos oder im Schnee liegende Flächen plötzlich mit kleinen, gelblich-braunen Punkten übersät sind. Gleichzeitig nutzen die Bienen diesen Ausflug, um dringend benötigtes Wasser aufzunehmen.

Tipp für Spaziergänger im Winter

Wenn Sie an einem kalten Wintertag an Bienenstöcken vorbeikommen, verhalten Sie sich ruhig und klopfen Sie niemals an die Beute (den Bienenkasten). Jede Erschütterung alarmiert die Bienen. Sie lösen die schützende Wintertraube auf, um die vermeintliche Gefahr zu suchen. Dabei kühlen sie extrem schnell aus, fallen auf den kalten Boden des Stockes und erfrieren. Störungen im Winter können ein ganzes Volk das Leben kosten.

Der Vorfrühling: Das Brutgeschäft beginnt von Neuem

Der Rhythmus des Bienenvolkes richtet sich stark nach der Tageslänge und der Witterung. Bereits im Vorfrühling (oft schon Ende Januar oder im Februar), wenn die Tage wieder spürbar länger werden, beginnt die Königin im Zentrum der Wintertraube wieder mit der Eiablage. Dies ist ein kritischer Wendepunkt im Bienenjahr.

Sobald die ersten Eier gelegt sind und sich Larven entwickeln, müssen die Bienen die Temperatur im Brutnest drastisch erhöhen. Während für das reine Überleben der erwachsenen Bienen im Zentrum der Traube etwa 20 °C ausreichen, benötigt die empfindliche Brut konstant 34,5 bis 35,5 Grad Celsius, um sich gesund zu entwickeln[2]. Diese enorme Heizleistung erfordert einen massiv ansteigenden Futterverbrauch. Nun zeigt sich, ob das Volk im Herbst ausreichend Vorräte angelegt hat.

Gleichzeitig benötigen die Ammenbienen nun Eiweiß, um den Futtersaft (Gelee Royal und Arbeiterinnensaft) für die Larven zu produzieren. Zunächst zehren sie von ihrem eigenen, im Herbst angelegten Fett-Eiweiß-Polster. Doch dieser Vorrat ist bald erschöpft. Daher sind die Bienen nun dringend auf die ersten Frühblüher in der Natur angewiesen. Sobald das Wetter es zulässt, fliegen die Sammlerinnen aus, um an Haselnuss, Schneeglöckchen, Krokussen, Weiden und Kornelkirschen frischen Pollen und Nektar zu sammeln[2]. Das Überleben des Volkes hängt in dieser Phase am seidenen Faden: Ein plötzlicher, langanhaltender Kälteeinbruch nach Beginn der Bruttätigkeit kann dazu führen, dass die Bienen die Brut nicht mehr wärmen können oder verhungern, weil sie auf der Brut sitzen bleiben und den Kontakt zum Futtervorrat abreißen lassen (sogenannter Futterabriss).

Die Aufgaben des Imkers in der kalten Jahreszeit

Während die Bienen im Stock ums Überleben kämpfen, ist die Winterzeit für Imkerinnen und Imker die ruhigste Phase des Jahres am Bienenstand. Ab September oder Oktober, wenn die Einfütterung abgeschlossen ist, werden die Völker in Ruhe gelassen. Es gibt jedoch eine essenzielle Aufgabe, die zwingend im Winter durchgeführt werden muss: Die Behandlung gegen die Varroamilbe (Varroa destructor).

Dieser aus Asien eingeschleppte Parasit ist die größte Bedrohung für die westliche Honigbiene. Die Milbe saugt an der Hämolymphe (dem "Blut") und dem Fettkörper der Bienen und überträgt dabei gefährliche Viren (wie das Flügeldeformationsvirus)[3]. Da sich die Milbe in der verdeckelten Bienenbrut vermehrt, sind Behandlungen im Sommer oft nur bedingt wirksam, da die Medikamente nicht durch die Wachsdeckel der Brutzellen dringen. Im November oder Dezember gibt es jedoch eine Phase, in der das Bienenvolk natürlicherweise brutfrei ist. Genau jetzt schlägt die Stunde des Imkers.

An einem kühlen, frostfreien Tag (oft um die Weihnachtszeit) wird der Bienenstock kurz geöffnet. Der Imker träufelt oder sprüht eine handwarme Lösung aus Oxalsäure (einer natürlich vorkommenden organischen Säure) direkt in die Wabengassen auf die Bienen der Wintertraube[1]. Die Bienen verteilen die Säure durch Körperkontakt in der gesamten Traube. Für die Bienen ist diese Säure in der richtigen Dosierung unschädlich, doch die Milben, die nun schutzlos auf den erwachsenen Bienen sitzen, sterben ab und fallen auf den Boden des Stockes. Diese Winterbehandlung ist entscheidend, damit das Volk im Frühjahr gesund und mit einer möglichst geringen Milbenlast in die neue Saison starten kann.

Abgesehen von dieser Behandlung beschränkt sich die Arbeit des Imkers im Winter auf Tätigkeiten abseits der Bienen:

  • Gewichtskontrolle: Durch kurzes Anheben der Beute (des Bienenkastens) an der Rückseite prüft der Imker im späten Winter (Februar/März), ob noch genug Futter vorhanden ist[1]. Bei drohendem Hungertod muss mit Futterteig notgefüttert werden.
  • Materialpflege: Rähmchen werden gereinigt, desinfiziert und mit neuen Wachsmittelwänden versehen. Defekte Beuten werden repariert und gestrichen.
  • Honigvermarktung: Der im Sommer geerntete Honig wird gerührt, abgefüllt und etikettiert.
  • Weiterbildung: Der Winter ist die klassische Zeit für Imkerkurse, das Lesen von Fachliteratur und die Planung der kommenden Saison.

Kontrastprogramm: Wie überwintern Wildbienen und Hummeln?

Während die Honigbiene als hochsozialer Staat überwintert, sieht die Strategie bei den rund 600 in Deutschland heimischen Wildbienenarten völlig anders aus. Die allermeisten Wildbienen leben solitär (als Einzelgänger). Ihre Lebensdauer als erwachsenes, fliegendes Insekt beträgt oft nur wenige Wochen im Frühjahr oder Sommer. In dieser Zeit paaren sie sich, bauen Nester, legen Eier und versorgen diese mit einem Pollenvorrat, bevor sie sterben.

Der Winter wird bei diesen Arten nicht als erwachsenes Insekt, sondern in einem Ruhestadium verbracht. Je nach Art überwintern Wildbienen als Ruhelarve (Vorpuppe) oder bereits als fertig entwickelte, aber noch in der Brutzelle ruhende Biene (Imago). Die Nester befinden sich im Boden (etwa 70% der Arten sind Bodennister), in hohlen Pflanzenstängeln, in Totholz oder sogar in leeren Schneckenhäusern[4]. Um bei starkem Frost nicht zu erfrieren, produzieren die ruhenden Insekten eine Art körpereigenes Frostschutzmittel (Glycerin oder andere Alkohole), das verhindert, dass sich tödliche Eiskristalle in ihrer Hämolymphe bilden.

Hummeln, die ebenfalls zu den Wildbienen zählen, bilden zwar im Sommer kleine Staaten, doch diese sind nur einjährig. Im Spätsommer stirbt das gesamte Hummelvolk ab – die alte Königin, die Arbeiterinnen und die Männchen. Einzig die jungen, frisch begatteten Jungköniginnen überleben. Sie fressen sich im Herbst noch einmal richtig satt und suchen sich dann ein sicheres Winterquartier, beispielsweise in verlassenen Mäuselöchern, unter Laubhaufen oder in lockerer Erde[4]. Dort fallen sie in eine echte Kältestarre (Diapause). Erst die wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings wecken sie auf. Dann machen sie sich völlig auf sich allein gestellt auf die Suche nach Nektar und einem neuen Nistplatz, um einen neuen Staat zu gründen.

Tipp: So helfen Sie Bienen durch den Winter

Jeder Garten- oder Balkonbesitzer kann einen Beitrag zum Überleben der Bienen leisten:

  • Spätblüher pflanzen: Efeu, Astern, Fetthenne (Sedum) und ungefüllte Dahlien bieten im September und Oktober lebenswichtigen Pollen für die Aufzucht der Winterbienen[4].
  • Frühblüher setzen: Krokusse, Schneeglöckchen, Winterlinge und Weiden sind die erste Nahrung nach dem Winter und retten Völker vor dem Verhungern.
  • Garten nicht "aufräumen": Lassen Sie markhaltige Stängel (z.B. von Brombeeren, Disteln, Königskerzen) über den Winter stehen. Schneiden Sie Stauden erst im Frühjahr zurück. Diese Stängel sind die Überwinterungsquartiere vieler Wildbienen[4].
  • Laub und Totholz liegen lassen: Ein unaufgeräumter Haufen aus Laub und Ästen in einer ruhigen Gartenecke ist das perfekte Winterquartier für Hummelköniginnen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Halten Bienen einen Winterschlaf?

Nein, Honigbienen halten keinen Winterschlaf und fallen auch nicht in eine Kältestarre. Sie bleiben den gesamten Winter über aktiv, rücken zu einer dichten "Wintertraube" zusammen und erzeugen durch Muskelzittern aktiv Wärme, um den Stock und die Königin auf Überlebenstemperatur zu halten.

Erfrieren Bienen bei Minusgraden?

Ein gesundes, starkes Bienenvolk mit ausreichend Futtervorräten erfriert selbst bei strengstem Frost (z.B. -20 °C) nicht. Die Isolationsschicht der äußeren Bienen und die aktive Heizleistung im Inneren der Traube schützen das Volk. Bienen sterben im Winter meist nicht an Kälte, sondern an Nahrungsmangel (Verhungern) oder Krankheiten (wie der Varroamilbe).

Wo sind die männlichen Bienen (Drohnen) im Winter?

Im winterlichen Bienenstock gibt es keine männlichen Bienen. Sie werden bereits im Spätsommer (August) bei der sogenannten "Drohnenschlacht" von den Arbeiterinnen aus dem Stock vertrieben, da sie im Winter keinen Nutzen für das Volk haben und nur Futter verbrauchen würden.

Was fressen Bienen im Winter?

Bienen ernähren sich im Winter von den Vorräten, die sie im Sommer angelegt haben. In der Natur ist dies Honig. In der Imkerei wird der geerntete Honig durch den Imker durch speziellen Zuckersirup ersetzt, den die Bienen einlagern. Dieser Zucker liefert die notwendige Energie für die Wärmeproduktion.

Wann fliegen die Bienen nach dem Winter wieder aus?

Sobald die Außentemperaturen an sonnigen Tagen auf etwa 10 bis 12 Grad Celsius steigen, verlassen die Bienen den Stock zum ersten Mal. Dieser "Reinigungsflug" dient in erster Linie dazu, die über Monate angesammelten Kotmassen außerhalb des Stockes zu entleeren. Gleichzeitig wird Wasser gesammelt.

Wie überwintern Hummeln?

Bei den Hummeln stirbt das gesamte Volk (Arbeiterinnen, Drohnen und die alte Königin) im Spätsommer oder Herbst. Lediglich die jungen, frisch begatteten Königinnen überleben. Sie graben sich in die Erde ein (z.B. in verlassene Mäuselöcher) und verfallen dort in eine Kältestarre, bis sie im Frühjahr erwachen und einen neuen Staat gründen.

Fazit

Das Überleben der Bienen im Winter ist ein faszinierendes Zusammenspiel aus Biologie, Physik und sozialer Kooperation. Während die Honigbiene als Superorganismus durch aktive Wärmeproduktion und strenge Hygiene in der Wintertraube der Kälte trotzt, setzen Wildbienen und Hummeln auf Frostschutzmittel und Kältestarre in geschützten Nischen. Beide Strategien sind perfekt an unsere klimatischen Bedingungen angepasst, geraten jedoch durch Umweltveränderungen, Parasiten und Nahrungsmangel zunehmend unter Druck. Indem wir im Spätsommer für ein reiches Blütenangebot sorgen und im Herbst unsere Gärten nicht klinisch rein aufräumen, können wir einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass es im nächsten Frühjahr wieder überall summt und brummt.

Quellen und Referenzen

  1. Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL), "Was machen Honigbienen im Winter?", 2025.
  2. Länderinstitut für Bienenkunde / Humboldt-Universität zu Berlin, "Jahreszeitlicher Rhythmus im Bienenvolk".
  3. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Broschüre "Bienen - Unverzichtbar für Natur und Erzeugung", 2011.
  4. Deutsche Wildtier Stiftung, "Wildbienen - Schützen und fördern im Kleingarten", 2021.
  5. Bundesregierung, "Aktionsprogramm Insektenschutz - Gemeinsam wirksam gegen das Insektensterben", 2019.
  6. Universität Hohenheim, Landesanstalt für Bienenkunde, "Funktionelle Anatomie der Honigbiene", Vorlesungsskript, 2012.

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