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Getreidemotte Sitotroga cerealella

Hohes Risiko Lästling Kann beißen Physische Gefahr

Taxonomische Klassifikation

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie Gelechiidae
Gattung Sitotroga
Art Sitotroga cerealella
Wissenschaftlicher Name: Sitotroga cerealella (Olivier, 1789)
Akzeptierter Name
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Einleitung

Die Getreidemotte (*Sitotroga cerealella*) ist ein weltweit verbreiteter Kleinschmetterling aus der Familie der Palpenmotten (Gelechiidae), der als bedeutender Vorratsschädling an Getreide gilt. Die Larven entwickeln sich im Inneren ganzer Körner von Mais, Weizen oder Reis, was sowohl auf dem Feld als auch in Lagerbeständen zu erheblichen Gewichts- und Qualitätsverlusten führt.[1] Historisch ist die Art auch unter dem Namen Angoumois-Getreidemotte bekannt, benannt nach der französischen Provinz Angoumois, wo sie im 18. Jahrhundert erstmals als Schädling beschrieben wurde.[2] Von anderen vorratsschädlichen Palpenmotten unterscheidet sie sich durch die stark gefransten Hinterflügel und die blassgelben Vorderflügel mit apikalen schwarzen Punkten.[1]

Fakten (kompakt)

- Die Getreidemotte (*Sitotroga cerealella*) ist ein weltweit verbreiteter Schädling von Getreideprodukten.[6] - *Sitotroga cerealella* gehört zur Familie der Palpenmotten (Gelechiidae) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge (Lepidoptera). - Die Art wurde ursprünglich 1789 von Guillaume-Antoine Olivier als *Alucita cerealella* beschrieben. - August Heinemann klassifizierte sie 1870 in die Gattung *Sitotroga* um. - Der Name „Angoumois grain moth“ leitet sich von der historischen Provinz Angoumois in Frankreich ab, wo die Art erstmals als bedeutender Schädling identifiziert wurde. - Erwachsene [Motten](/pages/lexikon/motten) haben eine Flügelspannweite von 12 bis 20 mm. - Die Körperlänge der adulten *Sitotroga cerealella* beträgt etwa 4–6 mm. - Die Vorderflügel sind blassgelb bis goldbraun und weisen oft einige schwärzliche Schuppen oder Flecken in der Nähe der Spitze auf. - Weibchen sind etwas größer als Männchen und haben einen breiteren, unpigmentierten Hinterleib. - Die Antennen der Männchen weisen mehr Sensillen auf, was ihnen ein kammartiges Aussehen für die Pheromonerkennung verleiht. - Die Eier sind oval, etwa 0,5 mm lang und verfärben sich von cremeweiß nach rötlich. - Die Larven sind cremefarben bis gelblich-weiß und erreichen eine Länge von bis zu 4 mm. - Die Larven entwickeln sich vollständig innerhalb der Getreidekörner. - Die Entwicklung vom Ei zum adulten Tier dauert unter optimalen Bedingungen (25–30 °C und 70–80 % relative Luftfeuchtigkeit) 4–7 Wochen. - Unterhalb von 16 °C stoppt die Entwicklung. - Die Weibchen legen 40 bis 200 Eier einzeln oder in kleinen Gruppen auf der Oberfläche von Getreidekörnern ab. - Die Larven fressen das Stärke-Endosperm und höhlen das Innere der Körner aus. - *Sitotroga cerealella* befällt hauptsächlich Getreide wie Mais, Weizen, Reis und Sorghum. - In unbehandelten Getreidelagern kann es zu Verlusten von über 40 % kommen. - Die Art ist weniger verbreitet in nördlichen Breitengraden aufgrund von Temperaturbeschränkungen. - *Sitotroga cerealella* kann bis zu 600 Meter weit [fliegen](/pages/lexikon/fliegen), um neue Nahrungsquellen zu finden. - Die Art wird durch den internationalen Handel mit befallenem Getreide verbreitet. - Pheromonfallen werden zur Überwachung und Bekämpfung eingesetzt. - Trichogramma-[Schlupfwespen](/pages/lexikon/schlupfwespen) werden zur biologischen Bekämpfung der Eier eingesetzt. - Die Bekämpfung umfasst auch die Reinigung von Lagereinrichtungen und die schnelle Umschlagshäufigkeit von Getreidebeständen. - Die Art kann bis zu 6–8 Generationen pro Jahr in tropischen Umgebungen entwickeln. - Die Larven können bei niedrigen Temperaturen in eine Diapause eintreten, die 4–5 Monate dauert. - Adulte Motten sind nachtaktiv und werden von Licht angezogen, besonders von blauem und UV-Licht. - Die Art verursacht einen Gewichtsverlust von 10-30% in befallenem Getreide. - Die Fraßaktivität der Larven verunreinigt das Getreide mit Kot, Seidenfäden und Exuvien, was Schimmelwachstum fördert.[1] - Die Getreidemotte dient als Wirtstier für die Massenzucht von Nützlingen wie *Trichogramma achaeae*. - Eine Vorrichtung mit Leuchtdioden kann die Getreidemotte anlocken.[2]

Name & Einordnung

Der heute gültige wissenschaftliche Name der Art lautet *Sitotroga cerealella*, wobei die Erstbeschreibung im Jahr 1789 durch den französischen Entomologen Guillaume-Antoine Olivier erfolgte. Olivier klassifizierte die Spezies ursprünglich als *Alucita cerealella* innerhalb der Gattung *Alucita*, basierend auf Exemplaren aus der historischen französischen Provinz Angoumois.[3] Erst 1870 etablierte August Heinemann die Gattung *Sitotroga*, legte diese Spezies als Typusart fest und ordnete sie der Familie der Palpenmotten (Gelechiidae) zu.[3][1] Innerhalb dieser Familie ist die Zuweisung zur Unterfamilie Gegenstand wissenschaftlicher Diskussionen, wobei neben der historischen Einordnung in die Anacampsinae neuere phylogenetische Untersuchungen auf die Pexicopiinae oder Apatetrinae hindeuten.[3] Der deutsche Trivialname „Getreidemotte“ sowie die englische Bezeichnung „Angoumois grain moth“ referenzieren die ökonomische Relevanz als Schädling beziehungsweise den Ort der ersten wissenschaftlichen Erfassung.[3][2] Das Art-Epitheton *cerealella* verweist explizit auf die Entwicklung in Getreidekörnern. Aufgrund historischer Neuklassifikationen existieren mehrere Synonyme, darunter *Gelechia arctella* (Walker, 1864) und *Syngenomictis aenictopa* (Meyrick, 1927). Weitere dokumentierte, heute nicht mehr gültige Kombinationen umfassen *Gelechia melanarthra* (Lower, 1900) sowie *Epithectis palearis* (Meyrick, 1913).[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die adulte Getreidemotte (*Sitotroga cerealella*) ist ein kleiner, schlanker Falter mit einer Flügelspannweite von 12 bis 20 mm und einer Körperlänge von etwa 4 bis 6 mm.[2][1] Der Körper ist mit mäßig glänzenden, grauen bis braunen Schuppen bedeckt, was dem Tier ein insgesamt hellbraunes bis gelblich-braunes Erscheinungsbild verleiht. Am kleinen, hellbraunen Kopf befinden sich lange, schlanke und nach oben gebogene Labialpalpen, die spitz zulaufen und deutlich über den Kopf hinausragen, während der Rüssel reduziert und funktionslos ist. Die fadenförmigen Antennen bestehen aus 28 bis 34 Segmenten, erreichen etwa die Hälfte der Körperlänge und zeigen bei Männchen eine dichtere Besetzung mit Sensillen. Die langgestreckten, schmalen Vorderflügel sind blassgelb bis goldbraun gefärbt und weisen oft einige schwärzliche Schuppen oder Flecken nahe der Spitze sowie an der Basis auf.[1] Charakteristisch sind die helleren, trapezförmigen Hinterflügel, die – ebenso wie die Vorderflügel – an den Rändern mit einem dichten, langen Haarsaum (Fransen) besetzt sind.[2][1] Ein Sexualdimorphismus zeigt sich in der Größe und Abdomenform: Weibchen sind mit ca. 5,4 mm etwas größer und besitzen einen breiteren Hinterleib, während Männchen kleiner sind (ca. 4,3 mm) und ein spitzeres, schwärzliches Abdomen aufweisen.[1] Die ovalen, etwa 0,5 mm langen Eier sind anfangs cremeweiß, verfärben sich jedoch im Verlauf der Embryonalentwicklung rötlich und besitzen eine genetzte Oberflächenstruktur.[1][3] Die Larven leben endophag im Korn, sind cremefarben bis gelblich-weiß, besitzen einen kleinen, gelblich-braunen Kopf und erreichen im letzten Stadium eine Länge von bis zu 5 mm.[2][3] Sie verfügen über drei Beinpaare und einen gedrungenen Körper, der sich im Laufe der fünf bis sieben Larvenstadien verdickt. Die Verpuppung erfolgt innerhalb des Korns, wobei die 3 bis 4 mm lange, rotbraune Puppe in einem seidenen Kokon ruht.[3] Von ähnlichen Vorratsschädlingen wie Arten der Gattung *Gelechia* unterscheidet sich *S. cerealella* durch die Kombination aus trapezförmigen Hinterflügeln, der spezifischen Fransendichte und den apikalen schwarzen Markierungen.[1] Ein typisches Bestimmungsmerkmal bei Befall ist zudem das kreisrunde, etwa 1–2 mm große Schlupfloch im Getreidekorn, das oft von einem „Fenster“ in der Samenschale bedeckt war.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Getreidemotte (*Sitotroga cerealella*) ist als primärer Vorratsschädling klassifiziert, der weltweit Getreidebestände wie Mais, Weizen, Reis und Sorghum befällt.[2] Die Larven fressen endophag im Inneren des Korns, was zu Gewichtsverlusten von 10 bis 30 % und einer massiven Reduktion der Keimfähigkeit führen kann.[1] Neben dem direkten Substanzverlust mindern Verunreinigungen durch Kot, Spinnweben und Exuvien die Qualität und erzeugen einen charakteristischen muffigen Geruch. Ein Befall ist oft erst spät durch kleine, runde Ausbohrlöcher (1–2 mm) der schlüpfenden Falter sowie Gespinstbildung an der Kornoberfläche erkennbar. Präventive Maßnahmen basieren auf strikter Lagerhygiene und der Beseitigung von Getreiderückständen in Silos und Erntemaschinen, um Brutstätten zu eliminieren.[2] Physikalische Methoden wie die Trocknung des Lagerguts auf unter 14 % Feuchtigkeit oder die Kühlung auf unter 15 °C hemmen die Entwicklung der [Motten](/pages/lexikon/motten) effektiv.[1] Zur Überwachung werden Pheromonfallen oder Lichtfallen eingesetzt, wobei neuere technische Ansätze spezifische LED-Wellenlängen zur Anlockung nutzen.[2] Im Rahmen der biologischen Bekämpfung können Eiparasitoide der Gattung *Trichogramma* oder der Larvalparasitoid *Habrobracon hebetor* die Populationen signifikant unterdrücken.[1] Paradoxerweise dient die Getreidemotte in der Nützlingszucht selbst als wichtiges Wirtstier zur Massenvermehrung dieser Parasitoide.[2] Als chemiefreie Alternativen zeigen pflanzliche Extrakte wie Neemöl oder die Begasung mit Ozon hohe Wirksamkeit gegen alle Entwicklungsstadien.[1] Bei starkem Befall kommen Begasungsmittel wie Phosphin zum Einsatz, wobei zunehmende Resistenzen ein integriertes Management erfordern.[2] Eine nachhaltige Kontrolle wird durch Integrierten Pflanzenschutz (IPM) erreicht, der hermetische Lagerung, biologische Gegenspieler und physikalische Barrieren kombiniert.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Entwicklung von *Sitotroga cerealella* ist holometabol und stark temperaturabhängig, wobei der Zyklus unter optimalen Bedingungen von 25–30 °C und 70–80 % relativer Luftfeuchtigkeit in 4 bis 7 Wochen abgeschlossen wird. Unterhalb von 16 °C verlangsamt sich das Wachstum erheblich, und Larven können bei Kälte oder kurzen Photoperioden in eine 4- bis 5-monatige Diapause eintreten.[1][2] Adulte Falter sind kurzlebig (5–7 Tage), nehmen keine Nahrung auf und sind vorwiegend dämmerungs- sowie nachtaktiv. Die Paarung erfolgt kurz nach dem Schlupf, gesteuert durch weibliche Sexualpheromone wie (Z,E)-7,11-Hexadecadien-1-ol-acetat.[1] Ein Weibchen legt im Durchschnitt 40 bis 200 ovale Eier einzeln oder in Gruppen auf die Oberfläche von Getreidekörnern ab, die sich vor dem Schlupf rötlich verfärben.[2][3] Nach 4 bis 10 Tagen schlüpfen die Larven und bohren sich sofort in das Korn ein, wodurch die gesamte Entwicklung endophag verläuft.[2] Die Larven durchlaufen meist fünf bis sieben Stadien und ernähren sich vom Endosperm und Keimling ganzer Körner wie Mais, Weizen, Reis oder Sorghum.[1] Verarbeitete Produkte wie Mehl werden gemieden, da die Larven für ihre Entwicklung die intakte Kornstruktur benötigen.[2] Vor der Verpuppung bereitet die Larve ein Austrittsfenster in der Samenschale vor und spinnt einen Seidenkokon.[3] Das Puppenstadium dauert etwa 6 bis 12 Tage, bevor der Imago durch das vorbereitete Fenster schlüpft. In tropischen Regionen sind bis zu 10–12 Generationen pro Jahr möglich, während in gemäßigten Klimazonen meist 4–5 Generationen auftreten.[1] Adulte Tiere zeigen eine positive Phototaxis und reagieren spezifisch auf Lichtquellen wie LEDs.[2] Zu den natürlichen Feinden zählen Eiparasitoide der Gattung *Trichogramma* sowie Larvenparasitoide wie *Habrobracon hebetor*. Zudem wird die Population durch räuberische [Milben](/pages/lexikon/milben) (*Blattisocius tarsalis*) und entomopathogene Pilze wie *Beauveria bassiana* reguliert.[1][4]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Bodenseekreis, Baden-Württemberg, Germany

    05.09.2018

Daten: iNaturalist

Vorkommen & Lebensraum

Die Getreidemotte (*Sitotroga cerealella*) ist weltweit verbreitet (kosmopolitisch) und kommt auf allen Kontinenten mit Ausnahme der Antarktis vor. Der Schwerpunkt der Populationen liegt in tropischen und subtropischen Gebieten, da die Art wärmeliebend ist und Temperaturen um 30 °C für eine optimale Entwicklung bevorzugt.[1] Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet ist nicht abschließend geklärt; diskutiert werden sowohl tropische Ursprünge als auch eine Herkunft aus Europa, gestützt durch historische Funde des frühen 18. Jahrhunderts in Deutschland und der Schweiz. Die Erstbeschreibung erfolgte 1789 basierend auf Exemplaren aus der französischen Provinz Angoumois, doch war der Schädling in Europa bereits zuvor bekannt.[1] Über den transatlantischen Getreidehandel gelangte die Art im frühen 18. Jahrhundert nach Nordamerika und etablierte sich dort. In Europa ist *Sitotroga cerealella* heute fest etabliert, insbesondere in südlichen Ländern wie Italien, Spanien und Österreich. In nördlichen Regionen und kühleren Klimazonen ist die Verbreitung durch Kälte limitiert, da die Entwicklung unterhalb von 16 °C stagniert. In solchen Gebieten, wie etwa im nördlichen Nordamerika oder Teilen Nordeuropas, ist das Vorkommen oft auf beheizte Strukturen beschränkt oder tritt nur sporadisch auf. Der typische Lebensraum umfasst Getreidespeicher, Silos und Lagerhäuser, wobei die Art als Besonderheit auch stehendes Getreide auf dem Feld befällt (Pre-Harvest-Befall). Zu den primären Wirtspflanzen zählen ganze Körner von Mais, Weizen, Reis, Sorghum, Gerste, Hafer und Roggen. Die Larven sind zwingend auf intakte Körner angewiesen und können sich nicht in verarbeitetem Mehl entwickeln. Die lokale Ausbreitung erfolgt aktiv durch den Flug der Adulten, die Distanzen von bis zu 600 Metern zurücklegen, sowie passiv durch den Transport befallener Güter. Um in gemäßigten Breiten zu überleben, können die Larven in eine Diapause eintreten und so bis zu fünf Monate in Getreide oder Stroh überwintern.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die Aktivität und Entwicklungsgeschwindigkeit von *Sitotroga cerealella* wird primär durch die Umgebungstemperatur bestimmt, wobei das Optimum zwischen 25 und 30 °C liegt.[2][1] Die Art ist multivoltin und bildet in gemäßigten Klimazonen etwa vier bis fünf Generationen pro Jahr aus. In beheizten Lagerstätten können sich hingegen bis zu zehn oder zwölf Generationen jährlich entwickeln. Unterhalb von 16 °C verlangsamt sich der Stoffwechsel signifikant, und die Entwicklung kommt zum Erliegen. In kühleren Regionen überwintert die Art meist im Larvenstadium innerhalb von Getreidekörnern oder Pflanzenresten.[2] Dieser Ruhezustand (Diapause) wird durch niedrige Temperaturen und verkürzte Tageslängen im Herbst induziert und kann vier bis fünf Monate andauern.[2][1] Adulte Falter sind dämmerungs- und nachtaktiv, mit einem ausgeprägten Aktivitätsmaximum zwischen 17:00 und 22:00 Uhr. Tagsüber verhalten sich die Tiere ruhig, reagieren jedoch nachts positiv auf künstliche Lichtquellen.[2] Während der warmen Jahreszeiten im Frühling und Sommer [fliegen](/pages/lexikon/fliegen) die Adulten aus Lagern aus, um neue Wirtspflanzen zu finden. Dabei können sie Distanzen bis zu 600 Metern zurücklegen, um stehendes Getreide auf Feldern zu befallen.[1] Dieser Befall setzt sich oft bis in den Herbst fort, da warme Bedingungen eine schnelle Generationsfolge vor der Ernte begünstigen.[2] Daten zum öffentlichen Suchinteresse bestätigen diese Saisonalität mit Spitzenwerten im August und November, was zeitlich mit der Ernte und Einlagerung korreliert.

Wissenschaftliche Forschung & Patente

CN-104663327-A Biological Unbekannt

Verfahren zur hybriden Freisetzung von in großen und kleinen Eiern gezüchteten Trichogramma zur Schädlingsbekämpfung

University of Jilin Agricultural (2015)

Relevanz: 5/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt eine Methode zur biologischen Schädlingsbekämpfung durch die kombinierte Freisetzung von Schlupfwespen (Trichogramma). Dabei werden Wespen, die in großen Eiern gezüchtet wurden, mit solchen gemischt, die in kleinen Eiern wie denen der Getreidemotte (Sitotroga cerealella) herangezogen wurden. Die Getreidemotte dient hierbei als Wirtstier für die Massenzucht der Nützlinge und nicht als das primäre Ziel der Bekämpfung. Durch dieses hybride Verfahren sollen Kosten gesenkt und die Effizienz beim Pflanzenschutz gesteigert werden.

KR-101717246-B1 Monitoring Erteilt

Verfahren und Vorrichtung zum Anlocken der Getreidemotte, Sitotroga cerealella, unter Verwendung von Leuchtdioden

(2014)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Dieses Patent beschreibt eine spezifische Vorrichtung zum Anlocken der Getreidemotte (Sitotroga cerealella) mittels LED-Technologie. Es nutzt die biologische Reaktion (Phototaxis) der Motten auf bestimmte Lichtwellenlängen aus, um sie gezielt anzuziehen. Dies dient dem Monitoring des Befalls oder dem Massenfang in Getreidelagern. Die Methode ist besonders relevant, da sie eine chemiefreie, verhaltensbasierte Lösung spezifisch für diesen Schädling darstellt.

ES-2351449-A1 Biological Unbekannt

Verfahren zur Zucht einer einheimischen Parasitoidenart und deren Verwendung zur Bekämpfung von Lepidoptera-Ernteschädlingen

Agrocontrol 2007 S L (2009)

Relevanz: 5/10

Zusammenfassung

Die Erfindung betrifft die Zucht des Nützlings Trichogramma achaeae zur biologischen Bekämpfung von Schädlingen in kommerziellen Kulturen. Als Ersatzwirt für die Zucht dieser Schlupfwespen werden Eier der Mehlmotte oder der Getreidemotte (Sitotroga cerealella) verwendet. Die Innovation liegt in der Nutzung von Sitotroga als effektives Nährmedium, um eine lebensfähige Population der Nützlinge bereitzustellen. Das Patent fokussiert sich auf die Nutzung der Motte als Produktionsmittel, nicht auf deren Bekämpfung.

Quellen & Referenzen

  1. https://www.cabidigitallibrary.org/doi/full/10.1079/cabicompendium.50238
  2. https://extension.psu.edu/angoumois-grain-moth
  3. https://animalia.bio/angoumois-grain-moth
  4. https://www.entomoljournal.com/archives/2020/vol8issue5/PartJ/8-4-442-139.pdf