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Johanniskraut Hypericum perforatum

Johanniskraut

Taxonomische Klassifikation

Reich Pflanzen (Plantae)
Stamm Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasse Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Ordnung Malpighiales (Malpighiales)
Familie Hypericaceae
Gattung Hypericum
Art Hypericum perforatum
Wissenschaftlicher Name: Hypericum perforatum L.
Akzeptierter Name
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Einleitung

Das Johanniskraut (*Hypericum perforatum*) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae), die ursprünglich in den gemäßigten Breiten Eurasiens und Nordafrikas beheimatet ist. Während die Art als bedeutende Arzneipflanze zur Behandlung von Depressionen genutzt wird, gilt sie in eingeschleppten Gebieten wie Nordamerika und Australien als invasives Weideunkraut, das durch den Inhaltsstoff Hypericin Phototoxizität bei Nutztieren auslösen kann. Morphologisch lässt sich *Hypericum perforatum* durch den zweikantigen Stängel sowie die dicht verteilten, durchscheinenden Blattdrüsen von verwandten Arten wie dem Gefleckten Johanniskraut (*Hypericum maculatum*) abgrenzen.[1]

Fakten (kompakt)

- Eine einzelne Pflanze produziert jährlich bis zu 100.000 Samen, die im Boden über ein Jahrzehnt lang keimfähig bleiben und so zur Invasivität beitragen. - Die sternförmigen, gelben Blüten erreichen einen Durchmesser von etwa 2 cm und bestehen aus fünf Kronblättern sowie zahlreichen Staubblättern. - Neben Hypericin enthalten die oberirdischen Pflanzenteile Hyperforin, ein Phloroglucin-Derivat, das durch die Hemmung der Neurotransmitter-Wiederaufnahme antidepressiv wirkt. - Zum phytochemischen Profil der Art gehören zudem Flavonoide wie Quercetin und Rutin. - Klinische Meta-Analysen zeigen, dass standardisierte Extrakte in Dosierungen von 300 bis 1.800 mg pro Tag bei kurzzeitiger Anwendung eine mit Standard-Antidepressiva vergleichbare Wirksamkeit aufweisen. - Die Einnahme induziert Cytochrom-P450-Enzyme wie CYP3A4 sowie P-Glykoprotein, was zu signifikanten Wechselwirkungen mit Medikamenten wie oralen Kontrazeptiva, Antikoagulanzien und Antiretroviralia führen kann. - Historisch wird die Art in der europäischen Tradition seit der Antike nicht nur bei psychischen Beschwerden, sondern auch zur Wundheilung eingesetzt.[9]

Name & Einordnung

Das Echte Johanniskraut (*Hypericum perforatum*) wurde 1753 von Carl von Linné in seinem Werk *Species Plantarum* wissenschaftlich erstbeschrieben.[2] Der Gattungsname *Hypericum* leitet sich aus dem Griechischen *hyper* (über) und *eikon* (Bild) ab, was auf den antiken Brauch verweist, die Pflanzen zur Abwehr böser Geister über religiöse Bilder zu hängen. Das Art-Epitheton *perforatum* (lateinisch für „durchlöchert“) bezieht sich auf die zahlreichen durchscheinenden Öldrüsen der Blätter, die im Gegenlicht wie feine Nadelstiche wirken.[1] Der deutsche Trivialname Johanniskraut sowie die englische Entsprechung St. John's wort verweisen auf die Blütezeit, die ihren Höhepunkt um den Johannistag (24. Juni) erreicht. In Nordamerika ist die Art aufgrund ihrer invasiven Ausbreitung historisch auch als Klamath weed oder goatweed bekannt, während im Französischen der Name *millepertuis* (Tausendlöcher) die Blattstruktur betont.[1] Taxonomisch wird die Art der Familie Hypericaceae zugeordnet und innerhalb der Gattung in die Sektion *Hypericum* (sensu stricto) gestellt, deren Typusart sie ist.[3] Phylogenetische Untersuchungen ordnen *Hypericum perforatum* einem eurasischen Subclade zu, der eng mit *Hypericum maculatum* und *Hypericum tetrapterum* verwandt ist. Um die morphologische Variabilität abzubilden, unterteilte der Botaniker Norman K.B. Robson die Art in vier anerkannte Unterarten: *subsp. perforatum*, *subsp. microphyllum*, *subsp. veronense* und *subsp. songaricum*.[3] Historisch wurde die Pflanze bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. von Dioskurides in der *De Materia Medica*, vermutlich unter der Bezeichnung Askuron, erwähnt.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Hypericum perforatum* wächst als ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 cm erreicht und durch vegetative Vermehrung dichte Horste bildet.[1] Der Habitus ist durch aufrechte, im oberen Bereich stark verzweigte Stängel geprägt, die im Gegensatz zu vielen verwandten Arten im Querschnitt rund bis leicht zweikantig sind.[1][3] Die Stängel verfärben sich mit zunehmender Reife oft rötlich oder rostfarben und sind wie die gesamte Pflanze unbehaart (glabros). Die gegenständig angeordneten, sitzenden Laubblätter besitzen eine länglich-elliptische Form und erreichen eine Länge von 1 bis 3 cm. Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal sind die zahlreichen durchscheinenden Öldrüsen auf der Blattspreite, die im Gegenlicht wie feine Perforationen wirken.[1] Zusätzlich sind die Blattränder oft mit schwarzen Drüsenpunkten besetzt, was die Art von ähnlichen Taxa abgrenzt.[3] Das Wurzelsystem besteht aus einer bis zu 1,5 m tiefen Pfahlwurzel sowie verholzten Rhizomen, aus denen adventive Triebe entspringen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September, wobei die Blüten in endständigen, schirmrispigen Trugdolden angeordnet sind. Die zwittrigen, sternförmigen Blüten weisen einen Durchmesser von 1,5 bis 2,5 cm auf und besitzen fünf leuchtend gelbe Kronblätter. Charakteristisch für die Kronblätter sind die schwarzen Drüsenpunkte entlang der Ränder sowie ihre Länge von 8 bis 12 mm.[1] Im Zentrum der Blüte befinden sich 50 bis 100 Staubblätter, die auffällig zu drei Bündeln verwachsen sind.[1][3] Der oberständige Fruchtknoten trägt drei zurückgebogene Griffel und entwickelt sich zu einer dreifächerigen Kapselfrucht. Die eiförmigen, 5 bis 8 mm langen Kapseln enthalten zahlreiche, etwa 1 mm große Samen mit einer dunkelbraunen, netzartigen Oberfläche.[1] Zur Abgrenzung gegenüber *Hypericum maculatum* dient vor allem der Stängelquerschnitt, da dieser bei *H. maculatum* deutlich vierkantig ausgeprägt ist.[3] Zudem fehlen *H. maculatum* die dicht verteilten durchscheinenden Punkte auf den Blättern.[3] Von *Hypericum hirsutum* unterscheidet sich *H. perforatum* durch das Fehlen jeglicher Behaarung auf Stängeln und Blättern. *Hypericum tetrapterum* lässt sich durch seine vier geflügelten Stängelkanten und die geringere Anzahl an Staubblättern sicher unterscheiden.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Während *Hypericum perforatum* in seinem nativen Verbreitungsgebiet als wertvolle Arzneipflanze gilt, wird die Art in Regionen wie Nordamerika, Australien und Südafrika als invasive Spezies klassifiziert.[1] Durch die Bildung dichter Bestände verdrängt die Pflanze native Vegetation und reduziert die Biodiversität in Grasländern erheblich. In der Landwirtschaft verursacht sie ökonomische Schäden durch die Minderung der Futterqualität auf Weiden, wobei allein in New South Wales historische Verluste von über 22 Millionen Dollar verzeichnet wurden.[1][5] Das enthaltene Hypericin wirkt phototoxisch und löst bei Weidetieren nach Sonneneinstrahlung schwere Dermatitis, Hautablösungen und in extremen Fällen Blindheit aus. Besonders gefährdet sind unpigmentierte Hautpartien bei Schafen, Rindern und Pferden, wobei bereits die Aufnahme von 1 % des Körpergewichts symptomatisch wirken kann.[5] Ein Befall ist an den leuchtend gelben Blütenständen und den klebrigen Samenkapseln erkennbar, die an Tierfell oder Kleidung haften und so die Ausbreitung begünstigen. Die Bekämpfung wird durch ein langlebiges Samenreservoir im Boden erschwert, da Samen über ein Jahrzehnt keimfähig bleiben. Mechanische Maßnahmen wie Mähen oder Abbrennen sind oft kontraproduktiv, da die Pflanze aggressiv aus Rhizomen und Wurzelkronen regeneriert.[1] Erfolgreiches Management in Invasionsgebieten setzt auf biologische Kontrolle, insbesondere durch die Einführung spezialisierter Fressfeinde wie der Käfer *Chrysolina quadrigemina*. Diese Käfer defoliieren die Pflanzen und reduzieren die Samenproduktion, was Populationen in Zielgebieten um über 90 % verringern kann.[5][3] Chemische Bekämpfung erfordert integrierte Ansätze, da die Pflanze variabel auf Herbizide reagiert, wenngleich spezifische Resistenzen selten sind. Präventivmaßnahmen konzentrieren sich auf die Vermeidung von Bodenstörungen und die Kontrolle von Saatgutverunreinigungen, da die Einführung oft über kontaminiertes Futter erfolgt.[1] Trotz des Schadpotenzials wird die Art landwirtschaftlich kultiviert, um pharmazeutische Extrakte gegen Depressionen oder für innovative Anwendungen wie funktionelles Fischfutter zu gewinnen.[1][6]

Biologie & Lebenszyklus

Hypericum perforatum ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die einen mehrjährigen Lebenszyklus durchläuft und Wuchshöhen von 30 bis 100 cm erreicht. Das vegetative Wachstum beginnt im Frühjahr mit dem Austrieb aus dem Wurzelstock, gefolgt von der Blütezeit, die in der nördlichen Hemisphäre von Juni bis September andauert. Die Fortpflanzung erfolgt fakultativ apomiktisch, wobei in europäischen Populationen bis zu 97 % der Samen ungeschlechtlich gebildet werden, ergänzt durch Selbstbestäubung und Fremdbestäubung durch Insekten. Eine einzelne Pflanze besitzt eine hohe Fertilität und produziert jährlich zwischen 15.000 und 33.000 Samen, wobei jede Kapsel etwa 400 bis 500 Samen enthält. Die Samen bleiben im Boden über ein Jahrzehnt keimfähig (Samenbankdauer 6 bis 30 Jahre) und keimen optimal bei konstanten 15 °C, vorzugsweise im Herbst, Winter oder Frühjahr auf gestörten Böden. Neben der Samenproduktion breitet sich die Art vegetativ durch Rhizome und laterale Wurzelsprosse aus, die sich jährlich bis zu einem Meter horizontal ausdehnen und neue Kronen bilden. Individuelle Pflanzen können ein Alter von 10 bis 20 Jahren erreichen und bilden durch die Kombination aus sexueller und asexueller Vermehrung ausgedehnte Kolonien. Physiologisch ist die Art an gemäßigte Klimazonen angepasst, benötigt eine Vegetationsperiode von 160 bis 220 Tagen und toleriert Frost bis zu -15 °C. Die Blüten bieten Nektar und Pollen als Belohnung und ziehen diverse Bestäuber an, darunter Honigbienen (*Apis mellifera*), Hummeln (*Bombus* spp.) sowie Schwebfliegen und Schmetterlinge.[1] Zu den spezialisierten Fressfeinden gehören Blattkäfer der Gattung *Chrysolina* (z. B. *C. quadrigemina*), deren Larven und Imagines die Pflanzen entlauben und als biologische Kontrollmittel eingesetzt werden. Weitere Antagonisten sind der Rüsselkäfer *Anthonomus rutilus*, dessen Larven sich in den Blütenständen entwickeln und die Samenproduktion mindern, sowie Blattläuse wie *Aphis chloris*. Pilzliche Pathogene wie der Rostpilz *Melampsora hypericorum* oder Anthracnose verursachende *Colletotrichum*-Arten können die Vitalität der Pflanzen beeinträchtigen. Gegenüber generalistischen Herbivoren, insbesondere Säugetieren, schützt sich die Pflanze durch die Akkumulation toxischer Verbindungen wie Hypericin, die bei Fraß Photosensibilisierung auslösen. Eine ökologische Assoziation besteht gelegentlich zwischen Ameisen und den auf der Pflanze lebenden Blattläusen, wobei die Ameisen durch ihre Anwesenheit indirekt andere Herbivoren abwehren können.[1]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Berlin-Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, Deutschland

    11.01.2026

  • Germany

    09.01.2026

  • Fürstenfeldbruck, Bayern, Germany

    27.12.2025

  • Fürstenfeldbruck, Bayern, Germany

    26.12.2025

  • Berlin, DE-BE-BR, Deutschland

    29.11.2025

Daten: iNaturalist

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Hypericum perforatum* umfasst die gemäßigten und subtropischen Zonen Europas, Westasiens und Nordafrikas. Es erstreckt sich von den Azoren und Westeuropa über den Mittelmeerraum und Mitteleuropa bis nach China, Russland und in den westlichen Himalaya. In Mitteleuropa ist die Art weit verbreitet und heimisch, fehlt jedoch in den hochalpinen Lagen der Alpen.[1] Nach Nordamerika wurde die Pflanze im 18. Jahrhundert vermutlich über verunreinigtes Futter oder Schiffsballast eingeschleppt und ist heute in 49 US-Bundesstaaten sowie neun kanadischen Provinzen eingebürgert. Weitere anthropogene Ausbreitungen etablierten Populationen in Südamerika (Chile, Argentinien), Ostasien (Japan, Korea), Australien, Neuseeland und Südafrika. Die Art bevorzugt offene, sonnige Standorte und gilt als Charakterpflanze gestörter Habitate wie Wegränder, Magerwiesen und Bahndämme. Sie gedeiht in voller Sonne bis im Halbschatten auf gut durchlässigen, grob texturierten Böden wie sandigem Lehm oder Schotter und toleriert nährstoffarme Bedingungen. *Hypericum perforatum* bevorzugt neutrale bis leicht saure Bodenverhältnisse (pH 5–6,5) und zeigt auf alkalischen Substraten eine reduzierte Vitalität. Während die Pflanze dank ihres tiefen Wurzelsystems Trockenheit gut verträgt, reagiert sie empfindlich auf Staunässe und dichten Schatten. Zu den typischen natürlichen Lebensräumen zählen Waldränder, offene Gehölze und Trockenrasen, wo sie durch vegetative Vermehrung oft dichte Bestände bildet. Die vertikale Verbreitung reicht vom Meeresniveau bis in Höhenlagen von etwa 1.500 Metern, sofern die klimatischen Bedingungen eine ausreichend lange Vegetationsperiode zulassen.[1] In eingeschleppten Gebieten wie Australien und Nordamerika tritt die Pflanze in Weidelandschaften oft invasiv auf und verdrängt die native Vegetation.[1][5] Aggregierte Beobachtungsdaten bestätigen heute eine nahezu weltweite Präsenz mit hohen Vorkommensdichten in den gemäßigten Klimazonen.[1]

Saisonalität & Aktivität

Der Lebenszyklus von *Hypericum perforatum* beginnt mit dem vegetativen Wachstum im Frühjahr, wenn neue Triebe aus dem Wurzelstock austreiben. Die Blütezeit erstreckt sich auf der Nordhalbkugel von Juni bis September, wobei Pflanzen im ersten Wachstumsjahr in der Regel noch keine Blüten hervorbringen.[1] Phänologisch ist der Höhepunkt der Blüte oft eng mit dem Johannistag am 24. Juni verknüpft, was sich auch im Trivialnamen widerspiegelt. Nach der Bestäubung reifen die Kapselfrüchte vom Spätsommer bis in den November hinein, wobei sie von einem grünen, feuchten Zustand in eine trockene Form übergehen. Die Keimung der Samen erfolgt vorwiegend im Herbst, Winter oder Frühling auf gestörten Böden, wobei konstante Temperaturen um 15 °C optimal sind. Für eine vollständige Entwicklung benötigt die Art eine lange Vegetationsperiode von 160 bis 220 Tagen. Die Überwinterung erfolgt durch das persistente Wurzelsystem, wobei die Pflanze eine Frosttoleranz bis zu -15 °C aufweist.[1] Ergänzend zeigt das öffentliche Suchinteresse saisonale Spitzenwerte in den Monaten Juni und Juli, was mit der Hauptblütezeit korreliert.

Wissenschaftliche Forschung & Patente

CN-107308203-A Chemical Unbekannt

Verfahren zur Herstellung von Hypericum Perforatum Extrakt mit hohem Dianthracen-Keton-Gehalt

Lanzhou Institute of Animal Science & Veterinary Pharmaceutics Caas (2017)

Relevanz: 6/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt eine Methode, den Gehalt an Dianthracen-Ketonen (Wirkstoffe) in Johanniskraut-Extrakten durch Bestrahlung mit Cobalt-60 zu erhöhen. Bei einer Dosis von 25kGY steigt der Wirkstoffgehalt signifikant an (über 100% Steigerung). Gleichzeitig dient der Prozess der Sterilisation des Endprodukts.

US-10499664-B2 Biological Erteilt

Fischfutterformulierung aus Hypericum perforatum, Rosmarinus officinalis oder einer Mischung davon

University of Santiago Chile (2016)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt eine Futterformulierung für Fische, die Extrakte aus Johanniskraut und/oder Rosmarin enthält. Die Kernidee ist die Verbesserung der Überlebensrate bei Stress und Pathogenbefall sowie eine bessere Futterverwertung. Es wirkt als natürlicher Zusatzstoff, der das Wachstum fördert, ohne die Smoltifizierungsfähigkeit (Anpassung an Salzwasser) der Fische zu beeinträchtigen.

GB-2483934-A Chemical Unbekannt

Botanische Extrakte gewonnen durch subkritische Wasserextraktion

Wheatley Gary William, Davison Kenneth (2010)

Relevanz: 6/10

Zusammenfassung

Es wird ein Extraktionsverfahren mittels subkritischem Wasser (hoher Druck, 150-200°C) für verschiedene Pflanzen, darunter Johanniskraut, vorgestellt. Die so gewonnenen Extrakte hemmen Enzyme wie Elastase und Kollagenase, was sie für Anti-Aging-Produkte und entzündungshemmende Mittel interessant macht. Die Methode vermeidet organische Lösungsmittel.

DE-202009018261-U1 Biological Unbekannt

Johanniskrautextrakte zur Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen

Finzelberg GmbH & Company KG (2009)

Relevanz: 7/10

Zusammenfassung

Beschrieben wird die Verwendung spezieller ethanolisch-wässriger Johanniskraut-Extrakte (70-90% Ethanol) zur Behandlung oder Vorbeugung neurodegenerativer Erkrankungen. Das Patent spezifiziert das Auszugsmittel, um ein optimales Wirkstoffprofil für diese Indikation zu erhalten. Es erweitert das Anwendungsspektrum von der Depression auf neurologische Degeneration.

EP-1522309-A1 Biological Unbekannt

Lipophile Extrakte von Hypericum perforatum zur Krebstherapie

Skalkos Dimitrios, Stavropoulos Nikolaos E (2003)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Hier wird die Verwendung lipophiler (fettlöslicher) Extrakte aus Johanniskraut zur Behandlung von Krebs, insbesondere Blasenkrebs, beschrieben. Das Patent umfasst sowohl die Herstellungsmethode der Extrakte als auch deren pharmazeutischen Einsatz. Die Innovation liegt in der spezifischen Aufreinigung der lipophilen Fraktion für onkologische Anwendungen.

Quellen & Referenzen

  1. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?kempercode=e198
  2. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:77172961-1
  3. https://herbaria.plants.ox.ac.uk/bol/plants400/Profiles/gh/Hypericum
  4. https://doi.org/10.1016/j.ympev.2013.02.007
  5. https://weeds.org.au/profiles/st-johns-wort/
  6. https://cdnsciencepub.com/doi/10.1139/b01-103
  7. https://www.frontiersin.org/journals/fungal-biology/articles/10.3389/ffunb.2024.1534080/full
  8. https://apsjournals.apsnet.org/doi/10.1094/PDIS.1998.82.6.711B
  9. Literaturzusammenfassung: Hypericum perforatum