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Akebia Akebia quinata

Akebia

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Ranunculales (Ranunculales)
Rodzina Lardizabalaceae
Rodzaj Akebia
Gatunek Akebia quinata
Nazwa naukowa Akebia quinata (Houtt.) Decne.
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

*Akebia quinata*, auch als Akebie bekannt, ist eine laubabwerfende bis halbimmergrüne, verholzende Kletterpflanze aus der Familie der Lardizabalaceae.[1][2] Die ursprünglich in den gemäßigten Wäldern Ostasiens beheimatete Art wird als Zierpflanze sowie für ihre essbaren Früchte und medizinische Nutzung kultiviert, gilt jedoch in Regionen wie den östlichen USA als invasive Spezies, die heimische Vegetation verdrängt. Innerhalb der Gattung unterscheidet sie sich primär durch ihre fünfzähligen gefingerten Laubblätter von der meist dreiblättrigen *Akebia trifoliata*.[2]

Fakten (kompakt)

- Die Unterseite der gefingerten Laubblätter ist im Gegensatz zur dunkelgrünen Oberseite blaugrün bereift (glauk). - Die wurstförmigen, violetten Fruchtschoten erreichen eine Länge von bis zu 10 cm und enthalten essbares weißes Fruchtfleisch mit schwarzen Samen. - In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) werden die Stängel unter der Bezeichnung „Mu Tong“ zur Behandlung von Harnwegsbeschwerden und Entzündungen eingesetzt. - Wissenschaftliche Untersuchungen analysieren Extrakte der Pflanze auf potenzielle therapeutische Wirkungen im Management von Diabetes und Fettleibigkeit. - *Akebia quinata* hybridisiert natürlich mit der verwandten Art *Akebia trifoliata*, woraus die Nothospezies *Akebia × pentaphylla* entsteht. - Diese Hybride zeichnet sich durch eine intermediäre Variation der Fiederblättchenanzahl aus, die zwischen drei und fünf pro Blatt liegt. - Der japanische Name „akebi“ (アケビ) bedeutet übersetzt „sich öffnende Frucht“, was auf das charakteristische Aufplatzen der reifen Schoten Bezug nimmt. - Taxonomisch wird die Art der Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales) und der Klasse der Magnoliopsida zugeordnet. - Die Pflanze gedeiht in den USDA-Klimazonen 4 bis 8 und toleriert nährstoffarme Böden.[11]

Name & Einordnung

Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Akebia quinata* (Thunb. ex Houtt.) Decne.[1][2] Die Erstbeschreibung erfolgte im Jahr 1779 durch den niederländischen Naturforscher Maarten Houttuyn unter dem Basionym *Rajania quinata*. Diese Klassifizierung basierte auf einem Exemplar, das von Carl Peter Thunberg in Japan gesammelt wurde. Im Jahr 1839 überstellte der französische Botaniker Joseph Decaisne die Art in die Gattung *Akebia* und etablierte damit die heute gültige Binomialnomenklatur. Der Gattungsname *Akebia* ist eine Latinisierung des japanischen Trivialnamens „akebi“ (アケビ), was übersetzt „sich öffnende Frucht“ bedeutet und die aufplatzenden Balgfrüchte beschreibt. Das Art-Epitheton *quinata* leitet sich vom lateinischen Wort *quinque* (fünf) ab und bezieht sich auf die charakteristischen fünf Fiederblättchen der gefingerten Laubblätter.[1] Im Deutschen wird die Pflanze als Akebie bezeichnet.[3] International, besonders im englischen Sprachraum, ist der Name „chocolate vine“ (Schokoladenwein) geläufig, der auf den schokoladenartigen Duft der Blüten anspielt. Auch die Bezeichnung „five-leaf akebia“ wird verwendet, um die Blattstruktur hervorzuheben. In der traditionellen chinesischen Nomenklatur trägt die Art den Namen „Mu Tong“ (hohles Holz), was auf die leichte Struktur der Stängel verweist. Historische Namen wie *Akebia pentaphylla* gelten als Synonyme oder wurden fälschlicherweise angewandt, da sie sich eigentlich auf die Hybride *Akebia* × *pentaphylla* beziehen.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Akebia quinata ist eine laubabwerfende bis halbimmergrüne, verholzende Kletterpflanze, die Wuchshöhen von 8 bis 15 Metern, gelegentlich bis zu 20 Metern erreicht.[2] Die schlanken, graubraunen Stämme werden bis zu 2 cm dick, weisen deutliche Lentizellen auf und winden sich rechtsdrehend (gegen den Uhrzeigersinn) um Stützen. Die wechselständigen Blätter sind handförmig zusammengesetzt und bestehen meist aus fünf elliptischen bis verkehrteiförmigen Fiederblättchen, wobei Variationen von drei bis sieben Blättchen vorkommen.[2][4] Die einzelnen Fiederblättchen sind 3 bis 8 cm lang sowie 2 bis 5 cm breit und besitzen eine abgerundete Basis sowie eine eingekerbte oder abgerundete Spitze.[4] Oberseits ist das Laub dunkelgrün und glänzend, während die Unterseite blaugrün bereift (glauk) erscheint; der Neuaustrieb zeigt oft eine bronzefarbene Tönung.[2][3] Die Art ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch) und bildet im Frühjahr hängende, 3 bis 5 cm lange Blütentrauben aus.[4][6] Die an der Basis sitzenden weiblichen Blüten sind mit 2 bis 3 cm Durchmesser größer und besitzen drei bis fünf breite, purpurfarbene bis rötliche Kelchblätter sowie drei bis neun Fruchtblätter.[4] Die an der Spitze befindlichen männlichen Blüten sind mit etwa 1 cm Durchmesser kleiner, weisen drei bis sechs purpurbraune, blütenblattartige Kelchblätter und sechs bis sieben Staubblätter auf.[4][6] Nach erfolgreicher Bestäubung entwickeln sich 5 bis 11 cm lange und 3 bis 4 cm breite, wurstförmige Balgfrüchte von violetter Färbung. Zur Reife im Herbst platzen diese Früchte längs auf und geben ein weißes, geleeartiges Fruchtfleisch frei, in das zahlreiche (bis zu 200) schwarze oder braune, etwa 1 cm große Samen eingebettet sind.[2][3] Das Wurzelsystem ist faserig, wobei die Pflanze an den Stängelknoten bei Bodenkontakt Adventivwurzeln bildet, was die vegetative Ausbreitung begünstigt.[2] Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit *Akebia trifoliata*, die jedoch typischerweise drei Fiederblättchen aufweist, während *A. quinata* primär durch ihre Fünfzähligkeit charakterisiert ist.[2][4] Hybriden wie *Akebia × pentaphylla* zeigen intermediäre Merkmale mit einer variablen Anzahl von drei bis fünf Blättchen pro Blatt.[2]

Beschreibung

Akebia quinata ist eine laubabwerfende bis halbimmergrüne, verholzende Liane aus der Familie der Lardizabalaceae, die ursprünglich in den gemäßigten Wäldern und Bergregionen Ostasiens beheimatet ist.[2][4] Charakteristisch für die Art ist ihr kräftiger, linkswindender Wuchs, bei dem sich die graubraunen, schlanken Stämme spiralförmig um Trägerpflanzen schlingen und Höhen von bis zu 12 Metern erreichen können. Im natürlichen Lebensraum besiedelt die Pflanze bevorzugt Waldränder und das Unterholz, wo sie durch ihre hohe Schattentoleranz dichte vegetative Matten bildet, die teilweise die einheimische Bodenvegetation überwachsen.[2] Das Artepitheton *quinata* (je fünf) verweist auf die markante Blattanatomie, die aus handförmig geteilten Blättern mit fünf elliptischen bis verkehrt-eiförmigen Teilblättern besteht.[2][1] Diese Blätter sind oberseits dunkelgrün glänzend und unterseits blaugrün bereift, wobei der Neuaustrieb oft eine bronzefarbene Tönung aufweist. Ein besonderes anatomisches Merkmal der Stämme ist ihre leichte, markhaltige Struktur, die im Chinesischen als „Mu Tong“ (durchlöchertes Holz) bezeichnet wird und traditionell als Symbol für den Durchfluss in der Medizin gilt. Die Art ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), wobei sich männliche und weibliche Blüten auf demselben Individuum in hängenden Trauben befinden. Die weiblichen Blüten sind an der Basis der Traube angeordnet und mit 2–3 cm Durchmesser deutlich größer als die apikal sitzenden männlichen Blüten. Da die Blüten keinen Nektar produzieren, erfolgt die Anlockung von Bestäubern wie Schwebfliegen primär durch einen ausgeprägten, schokoladenartigen Duft, wobei eine zeitliche Vorweiblichkeit (Protogynie) die Fremdbestäubung fördert. Erfolgreiche Befruchtung führt zur Bildung von wurstförmigen, violetten Balgfrüchten, die bei Reife im Herbst entlang einer Längsnaht aufplatzen und das essbare, weiße Fruchtfleisch mit den eingebetteten schwarzen Samen freigeben. Die Entwicklung vom Samen verläuft langsam; nach einer notwendigen Kaltstratifikation keimen die Sämlinge unregelmäßig und benötigen zwei bis drei Jahre, um sich zu kletterfähigen Pflanzen zu entwickeln. Historisch wurde die Art 1779 von Maarten Houttuyn zunächst als *Rajania quinata* beschrieben, basierend auf Aufsammlungen von Carl Peter Thunberg in Japan, bevor sie 1839 von Joseph Decaisne in die Gattung *Akebia* überführt wurde.[2] Abgrenzend zur verwandten *Akebia trifoliata*, die typischerweise drei Teilblätter besitzt, ist *A. quinata* durch die Fünfzähligkeit der Blätter definiert, wobei beide Arten hybridisieren und die Nothospezies *Akebia × pentaphylla* bilden können. Die Pflanze zeigt eine hohe phänotypische Plastizität und bleibt in milderen Klimazonen oft wintergrün, während sie in kälteren Regionen ihr Laub abwirft.[2]

Verhalten

*Akebia quinata* zeigt ein ausgeprägtes Kletterverhalten, bei dem sich die Sprossachsen dextral (gegen den Uhrzeigersinn) um Stützen oder Wirtspflanzen winden.[4] Zur vegetativen Ausbreitung nutzt die Pflanze Absenker, wobei Zweige bei Bodenkontakt an den Knoten Wurzeln schlagen und dichte Matten bilden. In Konkurrenzsituationen verhält sich die Art aggressiv, indem sie einheimische Lianen wie *Parthenocissus quinquefolia* überwächst, um Licht und Raum zu beanspruchen. Dieses Überwuchern führt in invasiven Beständen oft zur Verdrängung der Unterwuchsvegetation durch starke Beschattung und Veränderung des Mikroklimas. Im Fortpflanzungsverhalten zeigt die Pflanze eine ausgeprägte Protogynie, bei der die weibliche Blühphase der männlichen vorausgeht, um Selbstbestäubung zu minimieren und Fremdbestäubung zu fördern. Zur Kommunikation mit Bestäubern setzen die Blüten einen schokoladenartigen Duftstoff frei, bieten jedoch keinen Nektar als Belohnung an.[2] Stattdessen werden Insekten wie Schwebfliegen und solitäre Bienen primär durch das Pollenangebot der männlichen Blüten angelockt.[8] Für die Fernausbreitung interagiert die Pflanze mit Vögeln und Säugetieren, die das Fruchtfleisch konsumieren und die Samen via Endozoochorie ausscheiden. Gegenüber Fressfeinden zeigt *Akebia quinata* eine hohe Toleranz und regeneriert selbst nach starkem Verbiss durch Hirsche zügig.[2]

Ökologie

Die Bestäubung von *Akebia quinata* erfolgt durch Insekten, wobei die nektarlosen Blüten primär Schwebfliegen (Syrphidae) und kleine Solitärbienen anlocken, die dort Pollen sammeln.[2][8] Da die Art einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch) ist, fördert die Protogynie (Vorweiblichkeit) die Fremdbestäubung, wenngleich Geitonogamie vorkommen kann. Die Ausbreitung der Samen geschieht hauptsächlich mittels Endozoochorie durch Vögel und Säugetiere, welche das süße Fruchtfleisch fressen und die keimfähigen Samen ausscheiden. Das Wurzelsystem geht arbuskuläre Mykorrhiza-Symbiosen mit Pilzen wie *Glomus geosporum* und *Glomus verruculosum* ein, was die Nährstoffaufnahme begünstigt. In Bezug auf Herbivorie wird das Laub gelegentlich von Hirschen beäst, die Pflanze gilt jedoch als weitgehend resistent und regenerationsfähig.[2] *Akebia quinata* besiedelt bevorzugt feuchte, gut durchlässige Böden in Waldunterwuchs und an Rändern, wobei sie eine hohe Schattentoleranz aufweist, aber auch in voller Sonne gedeiht.[4][3] In invasiven Kontexten konkurriert sie aggressiv mit heimischen Arten und überwächst beispielsweise die Selbstkletternde Jungfernrebe (*Parthenocissus quinquefolia*). Durch die Bildung dichter Matten verändert sie das Mikroklima, reduziert den Lichteinfall drastisch und verhindert so die Keimung und das Wachstum der nativen Bodenvegetation.[2] Betroffen sind vor allem Waldhabitate, Feuchtgebiete und Uferzonen, in denen sie die Artenvielfalt durch Verdrängung verringert.[2][7] Nennenswerte Schädlinge sind selten, gelegentlich treten jedoch Schildläuse oder bei hoher Feuchtigkeit Pilzkrankheiten wie Echter Mehltau auf.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Akebia quinata wird in Teilen der USA, Neuseelands und Europas als invasive Art eingestuft, da sie dichte Matten bildet, die heimische Vegetation verdrängen und das Unterholz beschatten. Durch ihr schnelles Wachstum überwuchert die Kletterpflanze Sträucher und Bäume, wobei sie heimische Arten wie den Wilden Wein (*Parthenocissus quinquefolia*) durch Licht- und Raumkonkurrenz verdrängt.[2] Aufgrund dieses Schadpotenzials führen US-Bundesstaaten wie Pennsylvania die Art als „noxious weed“ und Wisconsin verbietet Transport sowie Besitz gemäß der NR 40-Regelung. In Europa führt die European and Mediterranean Plant Protection Organization (EPPO) die Pflanze auf ihrer Warnliste, um eine weitere Ausbreitung in naturnahe Lebensräume zu verhindern.[7] Medizinisch werden die Stämme in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als „Mu Tong“ zur Behandlung von Harnwegsinfekten und Entzündungen genutzt, wobei moderne Patente auch Anwendungen gegen HIV-1 oder atopische Dermatitis beschreiben.[7][3] Bei der Verwendung von Handelsprodukten besteht jedoch ein Verwechslungsrisiko mit *Aristolochia*-Arten, die nierenschädigende Aristolochiasäuren enthalten, weshalb strenge Identitätskontrollen notwendig sind.[2] Zur Prävention empfehlen Fachstellen in gefährdeten Regionen den Verzicht auf Anpflanzungen oder die strikte Eindämmung im Gartenbau, um ein Entweichen in Wälder zu vermeiden.[10] Die mechanische Bekämpfung kleiner Bestände erfolgt durch wiederholtes Schneiden und Entfernen der Triebe, um die Wurzelreserven der Pflanze über die Zeit zu erschöpfen.[2] Für größere Befallsflächen hat sich die Blattapplikation von Glyphosat als effektiv erwiesen, wobei Studien eine vollständige Reduktion der Blattbedeckung nach zwei Behandlungen zeigten.[7] Spezifische biologische Bekämpfungsmittel sind derzeit nicht etabliert, sodass das Management primär auf integrierten mechanischen und chemischen Maßnahmen beruht. Ein Monitoring sollte sich auf Waldränder und Flussufer konzentrieren, da sich die Art dort vegetativ über Wurzelausläufer sowie durch vogelverbreitete Samen aggressiv ausbreitet.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Als invasive Art verursacht *Akebia quinata* in Teilen Nordamerikas ökologische und ökonomische Schäden, indem sie in forstwirtschaftlichen Flächen dichte Matten bildet und die natürliche Waldverjüngung durch Beschattung unterdrückt. Die Bekämpfung etablierter Bestände ist kostenintensiv; integrierte Maßnahmen gegen invasive Lianen in betroffenen US-Wäldern können Kosten von über 700 US-Dollar pro Acre verursachen.[2] Aufgrund dieser Risiken haben US-Bundesstaaten wie Wisconsin und Pennsylvania Handelsverbote erlassen, was den kommerziellen Absatz im dortigen Zierpflanzensektor einschränkt.[7] Demgegenüber steht die anhaltende Bedeutung im internationalen Gartenbau, wo die Pflanze weiterhin zur Fassadenbegrünung gehandelt wird.[2] Ein wachsendes wirtschaftliches Potenzial liegt in der pharmazeutischen Industrie, gestützt durch Patente zur Nutzung von Extrakten gegen HIV-1, Diabetes und atopische Dermatitis.[3] In China wird die Art zudem durch Zuchtprogramme als potenzielle Obstkultur entwickelt, wobei auch der hohe Samenölgehalt von bis zu 48,8 % für industrielle Anwendungen erforscht wird. Traditionelle Handwerkszweige wie die Korbfechterei aus den Stängeln haben hingegen an wirtschaftlicher Relevanz verloren.[9]

Biologie & Lebenszyklus

*Akebia quinata* ist eine monözische Pflanze, die eingeschlechtliche Blüten auf demselben Individuum ausbildet, wobei die größeren weiblichen Blüten basal und die kleineren männlichen Blüten apikal in den traubigen Blütenständen angeordnet sind. Die Blüten sind stark protogyn, sodass die weibliche Phase vor der männlichen eintritt, um die Fremdbestäubung zu fördern, da die Art weitgehend selbstinkompatibel ist. Da die Blüten keinen Nektar produzieren, erfolgt die Bestäubung primär durch Insekten wie Solitärbienen und Schwebfliegen (Syrphidae), die durch das Pollenangebot angelockt werden.[2] Die Blütezeit erstreckt sich im nativen und eingeführten Verbreitungsgebiet von März bis Mai, wobei die Blüte oft vor dem vollständigen Blattaustrieb erfolgt und 30 bis 60 Tage andauert.[3] Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich über einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten längliche, violette Balgfrüchte, die im Herbst (September bis Oktober) reifen.[2] Zur Reifezeit öffnen sich die Früchte entlang einer Längsnaht (Dehiszenz), um das essbare, weiße Fruchtfleisch und die darin eingebetteten Samen freizugeben.[4] Jede Frucht enthält zahlreiche (50 bis über 100) schwarze, eiförmige Samen, deren Verbreitung primär durch Endozoochorie erfolgt, indem Vögel und Säugetiere das Fruchtfleisch verzehren und die Samen ausscheiden.[2] Die Samen weisen eine Dormanz auf und benötigen zur Keimung eine Kälte-Stratifikation über mehrere Wochen bis Monate. Nach der Stratifikation erfolgt die Keimung bei Temperaturen von 15 bis 18 °C oft unregelmäßig über einen Zeitraum von ein bis drei Monaten.[5] Die Lebensfähigkeit der Samen ist unter natürlichen Bedingungen begrenzt und nimmt oft innerhalb von weniger als einem Jahr ab. Neben der sexuellen Fortpflanzung vermehrt sich *Akebia quinata* intensiv vegetativ durch ein rhizomartiges Wurzelsystem und Spross-Absenker, die bei Bodenkontakt an den Nodien Wurzeln bilden.[2] In einer Vegetationsperiode können die Triebe Längen von 3 bis 10 Metern erreichen, was zur Bildung dichter Matten führt, die andere Vegetation überwachsen.[7] Physiologisch zeichnet sich die Art durch eine hohe Kältetoleranz bis -30 °C aus (USDA-Zonen 4–8) und verhält sich in milderen Klimazonen halbimmergrün. *Akebia quinata* geht arbuskuläre Mykorrhiza-Symbiosen mit Pilzarten wie *Glomus geosporum* und *Glomus verruculosum* ein, was die Nährstoffaufnahme unterstützen kann. Adulte Pflanzen sind weitgehend resistent gegen Wildverbiss durch Hirsche, können jedoch gelegentlich von Schildläusen oder Echtem Mehltau befallen werden.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Akebia quinata* liegt in Ostasien und umfasst Zentral- sowie Ostchina, die koreanische Halbinsel und die japanischen Inseln Honshu, Kyushu und Shikoku.[6][1] In China ist die Art in zahlreichen Provinzen wie Anhui, Fujian, Sichuan und Zhejiang heimisch, wo sie primär in gemäßigten Waldrändern und Gebüschen vorkommt. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich dabei von Meereshöhe bis in Höhenlagen von etwa 1.500 Metern.[6] Historisch wurde die Pflanze 1845 durch den Sammler Robert Fortune im Vereinigten Königreich eingeführt und gelangte im selben Jahr auch als Zierpflanze nach Nordamerika. Heute ist die Art in Teilen Europas, darunter Frankreich, Belgien und Italien, sowie in Neuseeland und weiten Bereichen des östlichen Nordamerikas eingebürgert.[2] In den USA konzentrieren sich die Bestände auf den Südosten und die Mittelatlantik-Region, wobei sie in Staaten wie Pennsylvania und Wisconsin aufgrund ihres invasiven Charakters mittlerweile rechtlichen Restriktionen unterliegt.[2][7] *Akebia quinata* bevorzugt gut durchlässige, lehmige oder sandige Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,0 und 8,0, toleriert jedoch auch Lehmböden, solange keine Staunässe herrscht. Klimatisch ist die Pflanze an gemäßigte Zonen (USDA-Zonen 4 bis 8) angepasst und übersteht Temperaturen von -30 °C bis 30 °C.[2] Zu den typischen Habitaten zählen bewaldete Täler, Hänge und Flussufer, wo die Liane an Bäumen und Sträuchern emporrankt.[6][2] Aufgrund ihrer hohen Schattentoleranz kann sie dauerhaft im Unterwuchs von Wäldern existieren, wächst jedoch auch an gestörten Standorten wie Straßenrändern. Die Art zeigt zudem eine Toleranz gegenüber städtischer Luftverschmutzung, was eine Etablierung in innerstädtischen Bereichen ermöglicht. In eingeschleppten Gebieten tritt sie in Konkurrenz zu heimischen Arten wie der Wilden Weinrebe (*Parthenocissus quinquefolia*) und verdrängt diese durch dichte Mattenbildung.[2]

Saisonalität & Aktivität

Die phänologische Aktivität von *Akebia quinata* beginnt im zeitigen Frühjahr, wobei die Blütezeit je nach Standortbedingungen von März bis Mai andauert.[4][2] Oft erscheinen die Blütenstände noch vor dem vollständigen Laubaustrieb, wobei die Blühdauer zwischen 30 und 60 Tagen variiert. Für die Bestäubung ist die Pflanze auf tagaktive Insekten angewiesen, da Bienen und Schwebfliegen die nektarlosen Blüten anfliegen.[2] Die Fruchtreife erfolgt saisonal verzögert im Spätsommer bis Frühherbst, typischerweise in den Monaten September und Oktober, wenn sich die Balgfrüchte öffnen.[4][3] Das vegetative Wachstum ist während der Vegetationsperiode äußerst intensiv, wobei die Triebe saisonale Zuwächse von 3 bis 10 Metern erreichen können.[2] Das Überwinterungsverhalten der Art ist temperaturabhängig: In kälteren Klimazonen (USDA-Zonen 4–5) verhält sie sich laubabwerfend, während sie in milderen Regionen halbimmergrün bleibt.[2][3] Die Pflanze toleriert Wintertemperaturen bis zu -30 °C, wobei Samen eine Kältestratifikation benötigen, um die Dormanz zu brechen und im Folgejahr zu keimen.[3][5] Ergänzend zeigt das öffentliche Suchinteresse eine klare Saisonalität mit Spitzenwerten in den Monaten April und Mai, was zeitlich exakt mit der Hauptblütezeit korreliert.

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Berlin-Bezirk Steglitz-Zehlendorf, Deutschland

    03.10.2025

  • Deutschland

    06.09.2025

  • Nürnberg, Bayern, Deutschland

    08.06.2025

  • Naturpark Frankenhöhe, Rothenburg ob der Tauber, Bavaria, Deutschland

    04.06.2025

  • Naturpark Frankenhöhe, Rothenburg ob der Tauber, Bavaria, Deutschland

    04.06.2025

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

CN-112843076-A Chemical Rejestracja

Verwendung von Akebia quinata Phenylethanoidglykosid B mit CCR5 als Ziel zur Herstellung von Anti-HIV-1-Medikamenten

The First Affiliated Hospital OF Henan University OF Tcm (2021)

Znaczenie: 6/10

Streszczenie

Das Patent beschreibt die Isolierung und Anwendung von Phenylethanoidglykosid B aus Akebia quinata. Diese Verbindung wirkt als Antagonist auf den CCR5-Rezeptor und zeigt Anti-HIV-1-Aktivität. Die Entwicklung basiert auf virtuellem Screening und Zytotoxizitätstests. Es stellt eine innovative Nutzung eines spezifischen Inhaltsstoffs der Pflanze für antivirale Medikamente dar.

KR-102224701-B1 Biological Nadany

Zusammensetzung zur Vorbeugung, Linderung oder Behandlung von Prostataerkrankungen mit Akebia quinata-Extrakt als Wirkstoff

(2018)

Znaczenie: 6/10

Streszczenie

Das Patent schützt die Verwendung von Akebia quinata-Extrakt zur Behandlung von Prostataleiden. Der Extrakt dient als effektiver Hauptbestandteil in der Zusammensetzung. Dies deutet auf eine spezifische pharmakologische Wirkung der Pflanze auf das Prostatagewebe hin. Es eröffnet eine medizinische Anwendungsmöglichkeit im urologischen Bereich.

US-10463706-B2 Chemical Nadany

Verfahren zur Herstellung von Akebia quinata-Extrakt und funktionelles Lebensmittel unter Verwendung desselben

Kim Song Bae (2017)

Znaczenie: 7/10

Streszczenie

Das Patent stellt eine Methode zur hocheffizienten Extraktion von Saponinen aus Akebia quinata vor. Dabei werden Fruchtfleisch und Samen kombiniert und mit Alkohol extrahiert, teilweise unter Zugabe von Ingwer. Dies erhöht die Ausbeute an physiologisch aktiven Komponenten erheblich. Es ermöglicht die Verwertung von Pflanzenteilen, die sonst oft ungenutzt bleiben.

CN-107802630-B Chemical Nadany

Anwendung von Akebia quinata Phenethylalkohol B und Zusammensetzung zur Herstellung von Medikamenten oder Lebensmitteln zur umfassenden Vorbeugung und Behandlung von Fettanomalien und Diabetes

(2017)

Znaczenie: 6/10

Streszczenie

Die Erfindung identifiziert Akebia quinata Phenethylalkohol B als Wirkstoff zur Senkung von Blutfetten und Blutzucker. Er kann allein oder in Kombination mit Lovastatin gegen Hyperlipidämie, Fettleber und Diabetes eingesetzt werden. Der Wirkstoff verbessert zudem die Glukosetoleranz und Insulinresistenz. Es wird auch eine stabile Injektionslösung beschrieben.

KR-102036826-B1 Biological Nadany

Zusammensetzung zur Vorbeugung oder Behandlung von atopischer Dermatitis mit Akebia quinata-Extrakten oder Fraktionen davon als Wirkstoff

(2017)

Znaczenie: 6/10

Streszczenie

Dieses Patent beschreibt den Einsatz von Akebia quinata-Extrakten zur Behandlung von atopischer Dermatitis (Neurodermitis). Der Extrakt oder dessen Fraktionen dienen als aktiver Wirkstoff zur Linderung von Hautentzündungen. Dies erweitert das therapeutische Spektrum der Pflanze auf chronische Hauterkrankungen. Es bietet eine potenzielle natürliche Alternative oder Ergänzung zu bestehenden Therapien.

Źródła i odniesienia

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:106376-1
  2. https://www.gbif.org/species/3033965
  3. https://patents.google.com/patent/CN112843076A/en
  4. http://floranorthamerica.org/Akebia_quinata
  5. https://sheffields.com/seeds/Akebia/quinata
  6. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=1&taxon_id=200008288
  7. https://dnr.wisconsin.gov/topic/Invasives/fact/FiveleafAkebia
  8. https://esj-journals.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1046/j.1440-1703.2002.00489.x
  9. https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/87559129.2025.2566150
  10. https://mipn.org/wp-content/uploads/2025/02/Emerging-Invasives-2020-2024.pdf
  11. Literaturzusammenfassung: Akebia quinata