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Karaluch argentyński Blaptica dubia

Karaluch argentyński
Średnie ryzyko Uciążliwy Alergizujący Wektor choroby Zagrożenie fizyczne

Taksonomia

Królestwo Tiere (Animalia)
Typ Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasa Insekten (Insecta)
Rząd Schaben (Blattodea)
Rodzina Blaberidae
Rodzaj Blaptica
Gatunek Blaptica dubia
Nazwa naukowa Blaptica dubia (Serville, 1838)
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Die **Argentinische [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe)** (*Blaptica dubia*) ist eine zur Familie der Blaberidae gehörende Schabenart, die ursprünglich im südlichen Südamerika verbreitet ist.[1] Während sie in der Terraristik weltweit als Futterinsekt genutzt wird, gilt sie im Schädlingsmanagement als Material-, Hygiene- und Gesundheitsschädling, der Krankheiten übertragen und Lebensmittel verderben kann.[1][2] Taxonomisch ist die Art auch unter historischen Synonymen wie *Blaptica interior* bekannt.[1]

Fakten (kompakt)

Hier sind einige Fakten über die Argentinische [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) (*Blaptica dubia*): - *Blaptica dubia*, auch bekannt als Dubia-[Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe), gehört zur Familie der Blaberidae. - Sie stammt aus Südamerika, einschließlich Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay.[1] - Adulte *B. dubia* erreichen eine Länge von 4,0–4,5 cm. - Die Körperfarbe variiert von dunkelbraun bis schwarz, oft mit helleren orangefarbenen Flecken oder Streifen. - Männchen haben voll entwickelte Flügel, die den Hinterleib bedecken, während Weibchen kurze Flügelstummel haben. - Juvenile haben keine Haftstrukturen (Arolia) an ihren Tarsen, was sie am Klettern auf glatten Oberflächen hindert. - Die Entwicklung von Nymphen zu Adulten dauert 4–6 Monate, bei Temperaturen von 32 °C oder höher. - Weibchen gebären lebende Junge, wobei sie 20–40 Nymphen für 60–90 Tage austragen. - Die Lebenserwartung beträgt 1–2 Jahre, wobei sich die Weibchen etwas länger fortpflanzen.[1] - In ihrem natürlichen Lebensraum bewohnt *B. dubia* warme, feuchte Umgebungen wie Waldböden, verrottendes Holz und unter Rinde. - Sie ernährt sich als Frugivore von verrottenden Früchten, Blättern, Getreide und Gemüse. - Optimale Temperaturen liegen bei 24–35 °C, wobei die Zucht unterhalb von 20 °C aufhört.[1] - *B. dubia* wird oft als nahrhaftes Futtertier für Reptilien und Amphibien verwendet, da sie einen hohen Proteingehalt (47,50%–54,32% Trockengewicht) aufweist. - Die Art ist ovovivipar, d.h. die Eier entwickeln sich im Mutterleib.[1] - Die globale Verbreitung der Art beschleunigte sich im späten 20. Jahrhundert durch den internationalen Handel mit Heimtieren und Reptilien, wo sie in den 1990er und frühen 2000er Jahren als lebendes Futterinsekt an Popularität gewann.[1]

Namen & Einordnung (kurz)

Die Argentinische [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) (*Blaptica dubia*) ist eine Art aus der Familie der Blaberidae, die wissenschaftlich im Jahr 1838 von Jean Guillaume Audinet-Serville beschrieben wurde. Innerhalb der Systematik wird sie der Unterfamilie Blaberinae zugeordnet. Historisch wurden diverse Synonyme wie *Blaptica claraziana* (Saussure, 1864) und *Blaptica ligata* (Brunner von Wattenwyl, 1865) verwendet, die auf variierende morphologische Beschreibungen zurückgingen. Neuere morphometrische Analysen bestätigten zudem, dass die ehemals als kryptische Art geführte *Blaptica interior* (Hebard, 1921) konspezifisch mit *Blaptica dubia* ist.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Blaptica dubia ist eine mittelgroße Schabenart, bei der adulte Männchen etwa 40 bis 45 mm und Weibchen 50 bis 60 mm lang werden. Die glänzende Grundfärbung der Tiere ist schwarzbraun bis schwarz. Ein charakteristisches Merkmal ist das schwarze Halsschild, das am Vorderrand eine rostgelbe Binde oder bei hellem Licht sichtbare orangefarbene Flecken aufweist.[2][1] Es liegt ein ausgeprägter Sexualdimorphismus vor.[1] Männchen besitzen eine schmale, langovale Körperform und voll entwickelte Flügel, die den gesamten Hinterleib bedecken. Die breiter gebauten Weibchen verfügen hingegen lediglich über Stummelflügel, die etwa ein Viertel der Körperlänge einnehmen.[2][1] Die Antennen sind dünn und generell kürzer als der Körper.[2] Die Larven sind asselförmig, flügellos und besitzen keine Haftpolster (Arolien) an den Tarsen, weshalb sie an glatten Flächen wie Glaswänden nicht emporlaufen können.[2][1] Das erste Larvenstadium (L1) misst 5 bis 6 mm, während ausgewachsene Nymphen eine Länge von 40 mm erreichen. Ab einer Körperlänge von etwa 2 cm lassen sich die Geschlechter unterscheiden, da die Flügelanlagen der männlichen Larven doppelt so lang sind wie die der weiblichen.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Blaptica dubia* liegt primär in ihrer Nutzung als Futterinsekt für Reptilien, wobei sie aufgrund ihres hohen Proteingehalts geschätzt wird.[2][1] In der Schädlingskunde wird die Art dennoch als Material-, Hygiene- und Gesundheitsschädling eingeordnet. Potenzielle Schäden entstehen durch die Übertragung von Krankheiten sowie den Lebensmittelverderb durch Mikroorganismen. Das Vorkommen als Schädling konzentriert sich auf feuchtwarme Räume in gewerblichen Betrieben, Hafenanlagen oder Zoogeschäften, während Privathaushalte seltener betroffen sind.[2] Im Gegensatz zu anderen Schabenarten wie *[Blattella germanica](/pages/lexikon/deutsche-schabe)* ist *Blaptica dubia* kaum in der Lage, glatte Flächen wie Glaswände zu erklimmen, da ihr Haftstrukturen an den Tarsen fehlen.[2][1] Eine Etablierung im Freiland ist in kühleren Klimazonen ausgeschlossen, da die Fortpflanzung unter 15 °C stagniert und eine Überwinterung nur in beheizten Gebäuden möglich wäre. Präventiv wirkt zudem die Temperaturempfindlichkeit, da ab 35 °C eine Wärmestarre eintritt. Neben den Risiken sind beim Menschen seltene Fälle von Hypersensibilität gegenüber der Art dokumentiert. Forschungsergebnisse weisen jedoch auch auf einen potenziellen Nutzen hin, da das Darmmikrobiom der [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) antimikrobielle Wirkstoffe gegen Pathogene wie MRSA produziert.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzung von *Blaptica dubia* erfolgt ovovivipar, wobei die Weibchen die befruchteten Eier in einer Oothek im Körperinneren austragen, bis die Nymphen schlüpfen. Diese honigfarbene Eikapsel enthält durchschnittlich 15 bis 40 Eier und wird vom Muttertier phasenweise zur Thermoregulation oder Skerotisierung aus dem Hinterleib geschoben und wieder eingezogen.[2][1] Nach einer Tragzeit von etwa 60 bis 90 Tagen erfolgt die Lebendgeburt der Larven. Die hemimetabole Entwicklung umfasst sieben Larvenstadien (Instare), in denen die Nymphen flügellos bleiben und lediglich an Größe zunehmen.[1] Die Dauer der Larvenentwicklung ist stark temperaturabhängig und nimmt bei optimalen Werten zwischen 28 °C und 32 °C etwa vier bis sechs Monate in Anspruch.[2][1] Die Geschlechtsreife erreichen die Tiere circa sechs Wochen nach der letzten Häutung.[2] Adulte Exemplare weisen eine Lebensspanne von einem bis zwei Jahren auf, wobei Weibchen tendenziell langlebiger sind als Männchen.[2][1] Die Fortpflanzungsaktivität stagniert bei Temperaturen unter 20 °C, während Werte über 35 °C zu einer Wärmestarre führen.[2] In ihrem natürlichen Lebensraum ernährt sich *Blaptica dubia* omnivor, bevorzugt jedoch pflanzliche Kost wie verrottende Früchte, Blätter und Samen.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Blaptica dubia* umfasst die tropischen und subtropischen Regionen Südamerikas, insbesondere Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay.[1][2] In ihrem primären Habitat bewohnt die Art den Waldboden, wo sie sich vorwiegend in der Laubstreu, in Totholz oder unter Rinde aufhält.[4] Die Tiere sind an feuchtwarme Mikrohabitate angepasst und präferieren Temperaturen zwischen 24 °C und 35 °C sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von über 60 %.[1][2] Im Gegensatz zu typischen Vorratsschädlingen gilt *Blaptica dubia* als kaum synanthrop und besiedelt nur selten private Wohnräume, findet sich jedoch gelegentlich in dauerhaft beheizten Gebäuden wie Zoogeschäften oder gewerblichen Betrieben.[2] Eine Überwinterung im Freiland ist in gemäßigten Breiten nicht möglich, da die Art kälteempfindlich ist und Fortpflanzungsprozesse unterhalb von etwa 20 °C einstellt.[2][1] Durch den globalen Handel als Futterinsekt wurden vereinzelt Vorkommen außerhalb des Ursprungsgebiets dokumentiert, wobei isolierte Funde unter anderem aus Japan und Malta bekannt sind.[1]

Saisonalität & Aktivität

*Blaptica dubia* ist eine überwiegend nachtaktive Schabenart, die lichtexponierte Bereiche meidet und sich tagsüber bevorzugt in dunklen Verstecken aufhält.[2][1] Die Tiere gelten als träge und langsame Läufer, wobei die Männchen lediglich zu einem Gleitflug befähigt sind.[2] In gemäßigten Klimazonen ist eine Überwinterung im Freiland nicht möglich, weshalb sich Vorkommen außerhalb der Tropen auf beheizte Gebäude beschränken. Die physiologische Aktivität ist stark temperaturabhängig: Während das Entwicklungsoptimum zwischen 28 °C und 32 °C liegt, verfallen die Tiere bei Temperaturen über 35 °C in eine Wärmestarre. Unterhalb von 15 °C bis 20 °C wird die Fortpflanzung eingestellt.[2][1] Analysen des digitalen Suchinteresses in Deutschland deuten auf saisonale Schwankungen in der öffentlichen Aufmerksamkeit hin, mit einem relativen Maximum im April.[3]

Źródła i odniesienia

  1. https://www.gbif.org/species/1995681
  2. https://content.behrs-online.de/wissen/document-view/kom_qm-schaedlingsbekaempfer_schaedlingsbekaempfer_011_03_02_03_02/print
  3. Aggregierte Suchanfragedaten (Deutschland), 2024–2026.
  4. http://cockroach.speciesfile.org/species/1174202/distribution