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Koronkowe Chrysopidae

Koronkowe

Taksonomia

Królestwo Tiere (Animalia)
Typ Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasa Insekten (Insecta)
Rząd Neuroptera (Neuroptera)
Rodzina Chrysopidae
Gatunek Chrysopidae
Nazwa naukowa Chrysopidae
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Die **Florfliegen** (*Chrysopidae*) sind eine kosmopolitisch verbreitete Familie der Insekten aus der Ordnung der Netzflügler (*Neuroptera*), die etwa 1.416 Arten umfasst.[1][2] Sie gelten als bedeutende Nützlinge in der biologischen Schädlingsbekämpfung, da ihre Larven räuberisch leben und sich vorwiegend von weichhäutigen Arthropoden wie Blattläusen ernähren, während die adulten Tiere oft Pollen und Nektar aufnehmen. Charakteristisch für die Imagines sind der schlanke, meist grün gefärbte Körper, die dachartig gefalteten Flügel mit netzartiger Aderung sowie die markanten goldenen Augen.[3]

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Ostatnio 17.06.2026
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Fakten (kompakt)

- Mit 82 Gattungen stellen die Florfliegen nach den Ameisenlöwen (*Myrmeleontidae*) die zweitgrößte Familie innerhalb der Ordnung der Netzflügler dar. - Die evolutionäre Geschichte der Familie reicht weit zurück, wobei Fossilienfunde ihre Existenz und räuberische Rolle bereits im Jura belegen. - Die Larven mancher Arten tarnen sich aktiv, indem sie Debris oder Reste von Beutetieren als „Müllpakete“ („trash packets“) auf ihrem Rücken umhertragen. - Die Fraßleistung der Larven ist enorm; einzelne Individuen können bis zu 80 Beutetiere pro Tag vertilgen. - Die Verpuppung erfolgt geschützt innerhalb von seidenen Kokons. - In gemäßigten Klimazonen überwintern die Tiere je nach Strategie als Präpuppe, Puppe oder als Adultus. - Anatomisch weist der Thorax der Adulten ein Pronotum auf, das breiter ist als der Kopf. - Das Abdomen besteht aus 8 bis 10 sichtbaren Segmenten und besitzt keine Cerci, was typisch für die Familie ist. - Die Mundwerkzeuge der Imagines sind vom haustellaten Typ, angepasst an das Saugen von Flüssigkeiten, und verfügen über gut entwickelte Maxillarpalpen. - Bei einigen Spezies, etwa innerhalb der Gattung *Chrysopa*, existiert ein Sexualdimorphismus, der sich in unterschiedlichen Flügelmarkierungen an der Basis des Pterostigmas äußert. - *Chrysoperla carnea* wird weltweit massenhaft gezüchtet und kommerziell für den integrierten Pflanzenschutz freigesetzt.[6]

Name & Einordnung

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Familie *Chrysopidae* erfolgte im Jahr 1815 durch den britischen Zoologen William Elford Leach, zeitgleich mit der Aufstellung der Typusgattung *Chrysopa*.[1] Im Deutschen trägt die Familie den Trivialnamen „Florfliegen“, während sie im englischen Sprachraum aufgrund ihrer Erscheinung als „green lacewings“ bezeichnet wird.[3][4] Historisch wurden diese Insekten in frühen Klassifikationen oft wegen ähnlicher Flügeladerung mit den Taghaften (Hemerobiidae) zusammengefasst.[1] Eine bedeutende Erweiterung der bekannten Taxa erfolgte im frühen 20. Jahrhundert durch den spanischen Entomologen Longinos Navás, dessen zahlreiche Neubeschreibungen jedoch zunächst zu einer taxonomischen Unübersichtlichkeit führten.[1] Die moderne Systematik basiert maßgeblich auf einer Revision durch Stephen J. Brooks aus dem Jahr 1997, welche die Unterteilung in die drei rezenten Unterfamilien Nothochrysinae, Apochrysinae und Chrysopinae festigte. Phylogenetisch gehören die Florfliegen zum Kladus Myrmeleontiformia innerhalb der Netzflügler (*Neuroptera*) und gelten als Schwestergruppe der Ameisenjungfern (Myrmeleontidae).[3] Der Fossilbericht der Familie reicht bis in das Mittlere Jura zurück, wobei Funde der Gattung *Mesypochrysa* aus China ein Alter von etwa 165 Millionen Jahren aufweisen. Mit heute rund 1.416 beschriebenen Arten in 82 Gattungen stellen die *Chrysopidae* die zweitgrößte Familie ihrer Ordnung dar.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Adulte *Chrysopidae* sind zarte, weichhäutige Insekten mit einer Körperlänge von typischerweise 10 bis 20 mm. Ihre Grundfärbung ist ein prominentes Grün, bedingt durch Biliverdin im Integument, wobei sich dieser Farbton saisonal ins Bräunliche wandeln oder nach dem Tod rasch verblassen kann.[3][4] Der Körper ist mit feinen Borsten (Setae) bedeckt, was besonders an Kopf, Thorax und Antennen zu einer samtigen Textur führt.[4] Der Kopf trägt große, auffällige Komplexaugen, die golden oder kupferfarben schimmern.[3][4] Die langen, fadenförmigen Antennen bestehen aus Scapus, Pedicellus sowie einer vielgliedrigen Geißel und erreichen oft fast die Länge des gesamten Körpers. Die Mundwerkzeuge sind vom haustellaten Typ und zum Saugen von Flüssigkeiten angepasst, unterstützt durch gut entwickelte Maxillarpalpen. Am Thorax fällt das Pronotum auf, das breiter als der Kopf ist und Flügeln sowie Beinen strukturellen Halt bietet.[4] Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal sind die vier transparenten Membranflügel mit einer dichten, netzartigen Aderung, die in Ruhestellung dachartig über dem Abdomen getragen werden.[3][4] Das Abdomen besteht aus 8 bis 10 sichtbaren Segmenten und besitzt keine Cerci, was die Familie innerhalb der Neuroptera abgrenzt. Ein Sexualdimorphismus zeigt sich bei manchen Arten wie in der Gattung *Chrysopa* durch Unterschiede in der Flügelform oder spezifische schwarze Markierungen an der Basis des Pterostigmas.[4] Die länglichen Eier werden auf 5 bis 10 mm langen, dünnen Seidenstielen abgelegt, um sie vor Fressfeinden wie Ameisen zu schützen. Larven besitzen einen länglichen, abgeflachten (campodeiformen) Körper und sichelförmige Mandibeln, die zum Anstechen und Aussaugen weichhäutiger Beute dienen.[3][4] Während ihrer Entwicklung über drei Stadien wachsen sie von 1–2 mm auf 10–12 mm heran, wobei die Sklerotisierung zunimmt.[4] Larven bestimmter Gattungen wie *Mallada* tarnen sich aktiv mit Debris oder Beuteresten, die an hakenförmigen Rückenborsten befestigt werden.[3][4] Die Verpuppung erfolgt in einem seidenen Kokon, wobei die Puppe exarat ist und funktionsfähige Mandibeln (decticous) besitzt.[4]

Beschreibung

Die *Chrysopidae* sind eine weltweit verbreitete Familie zarter Insekten innerhalb der Ordnung *Neuroptera*, die sich durch ihre filigranen, netzartigen Flügeladern und oft auffällig goldglänzenden Augen auszeichnen.[3][4] Im natürlichen Lebensraum fallen die adulten Tiere meist durch ihre lebhafte grüne Färbung auf, die durch das Pigment Biliverdin im Integument erzeugt wird und eine effektive Tarnung in der Vegetation bietet. Diese Färbung ist jedoch variabel und kann sich saisonal zur Anpassung an die Umgebung oder postmortal zu bräunlichen Tönen wandeln. In Ruhestellung werden die vier transparenten Flügel dachartig über dem weichhäutigen Abdomen zusammengefaltet, was ein typisches Feldmerkmal darstellt. Anatomisch auffällig sind die langen, fadenförmigen Antennen, die oft die Körperlänge übertreffen und als hochsensible Sinnesorgane zur Wahrnehmung von pflanzlichen Duftstoffen dienen, um geeignete Habitate zu lokalisieren. Ein fundamentaler Unterschied besteht zwischen den grazilen Imagines und den robusten Larvenstadien, die als campodeiforme, abgeflachte Räuber für die Jagd auf weichhäutige Beute optimiert sind. Die Larven besitzen markante, sichelförmige Mandibeln, mit denen sie Beutetiere wie Blattläuse anstechen und Verdauungsenzyme injizieren, um das Körperinnere anschließend als Flüssigkeit aufzusaugen. Ihre Entwicklung verläuft über drei Larvenstadien, wobei die Körpergröße von wenigen Millimetern im ersten Stadium auf bis zu 12 mm im dritten Stadium anwächst und die Sklerotisierung zunimmt. Eine besondere Verhaltensanpassung zeigen Larven bestimmter Gattungen wie *Mallada*, die sich aktiv mit Detritus oder Beuteresten tarnen, indem sie diese an spezialisierten Hakenborsten auf ihrem Rücken befestigen. Dieses „Pakettragen“ dient nicht nur der optischen Tarnung, sondern bietet auch chemischen Schutz vor aggressiven Ameisen, die Blattlauskolonien verteidigen. Die Eiablage erfolgt auf charakteristischen, 5–10 mm langen Seidenstielen, eine evolutionäre Strategie, um die Eier vor bodenlebenden Räubern und Kannibalismus durch Geschwister zu schützen. Die Verpuppung findet in einem seidenen Kokon statt, der meist an der Unterseite von Blättern oder in Pflanzenresten verborgen wird. Während adulte Tiere vieler Arten wie *Chrysoperla* sich primär von Pollen, Nektar und Honigtau ernähren, sind die Larven fast ausschließlich karnivor. Ein Sexualdimorphismus ist bei einigen Arten vorhanden, etwa bei *Chrysopa*, wo sich Geschlechter durch spezifische Flügelmarkierungen oder die Form der Flügel unterscheiden können.[4] Historisch wurde die Familie bereits 1815 von William Elford Leach aufgestellt, wobei fossile Belege wie *Mesypochrysa* beweisen, dass die charakteristische Morphologie und räuberische Rolle bis in den Jura zurückreichen.[5][4]

Verhalten

Adulte Tiere bestimmter Arten, wie jene des *Chrysoperla carnea*-Komplexes, zeigen ein ausgeprägtes Dispersionsverhalten und legen pro Nacht durchschnittlich 40 Kilometer zurück, um neue Habitate zu erschließen. Jüngste Beobachtungen dokumentieren saisonale Migrationen über offenes Wasser, wobei *Chrysoperla nipponensis* Distanzen von bis zu 100 km überwindet, etwa über die Straße von Bohai. Zur Orientierung und Wirtsfindung nutzen die Imagines olfaktorische Reize, indem sie flüchtige organische Verbindungen detektieren, die von befallenen Pflanzen emittiert werden. So reagiert beispielsweise *Chrysopa phyllochroma* stark auf Blattduftstoffe wie (Z)-3-Hexenol, was die Eiablage in der Nähe von Beuteansammlungen stimuliert.[4] Die Larven bewegen sich als aktive Jäger mit ihrem abgeflachten, campodeiden Körper geschickt durch die Vegetation, um Beutetiere mit ihren sichelförmigen Mandibeln zu ergreifen und enzymatisch zu verflüssigen.[3] Eine besondere Verhaltensanpassung zeigt sich bei Larven der Gattung *Mallada*, die Fremdmaterial oder Beutereste auf spezialisierten Hakenborsten am Rücken tragen. Dieses „Mülltragen“ dient der Tarnung und signifikant der Abwehr von Feinden, insbesondere von Ameisen. Larven von *Mallada desjardinsi* nutzen beispielsweise tote Blattlaus-Kadaver als chemische und physische Barriere, wodurch Angriffe durch Ameisen wie *Tetramorium tsushimae* um bis zu 58 % reduziert werden.[4] Innerhalb der Prädatorengilde kommt es häufig zu Konkurrenzverhalten, wobei Larven von *Chrysoperla carnea* in direkten Konflikten mit Marienkäfern oft dominieren, wenn die Beutedichte gering ist. In gemäßigten Breiten wird der Lebenszyklus durch eine reproduktive Diapause unterbrochen, die durch verkürzte Tageslängen und sinkende Temperaturen ausgelöst wird und das Überwintern in Kokons ermöglicht.[3]

Ökologie

Florfliegen besiedeln weltweit diverse Habitate, wobei sie arboreale Strukturen wie Wälder, Obstplantagen und Gärten bevorzugen, aber auch in Grasländern und ariden Gebieten vorkommen.[3][4] Die Larven fungieren als generalistische Prädatoren, die sich von weichhäutigen Arthropoden wie Blattläusen, Milben, Thripsen und Weißen Fliegen ernähren.[2][3] Im Gegensatz dazu nehmen die Adulten der meisten Arten primär Pollen, Nektar und Honigtau auf, wodurch sie in verschiedenen Lebensräumen zur Bestäubung beitragen.[3][4] Adulte Tiere nutzen pflanzliche flüchtige organische Verbindungen (z. B. (Z)-3-Hexenol) von beschädigten Pflanzen, um geeignete Eiablageplätze in der Nähe von Beutepopulationen zu lokalisieren. Einige Larven, beispielsweise der Gattung *Mallada*, tarnen sich aktiv mit Detritus oder Beuteresten, um sich vor aggressiven Ameisen wie *Tetramorium tsushimae* zu schützen. Diese Tarnung reduziert Angriffe durch Ameisen signifikant und ermöglicht den Larven den Zugang zu von Ameisen bewachten Blattlauskolonien. In Konkurrenzsituationen tritt intraguild predation auf; so dominieren Larven von *Chrysoperla carnea* bei Nahrungsknappheit oft gegenüber Marienkäfern wie *Hippodamia variegata*.[4] In gemäßigten Zonen überwintern viele Arten in einer reproduktiven Diapause als Präpuppe oder Imago, wobei die Aktivität im Frühjahr ab etwa 10 °C wieder aufgenommen wird. Die ökologische Toleranz der Familie zeigt sich auch in ihrer vertikalen Verbreitung, die von Meereshöhe bis in Hochgebirgslagen von über 3.000 Metern reicht.[4] Der Einsatz von Breitbandinsektiziden wie Organophosphaten stellt eine erhebliche Bedrohung dar und kann die Mortalität von Larven und Adulten drastisch erhöhen.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

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Wirtschaftliche Bedeutung

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Biologie & Lebenszyklus

Der Lebenszyklus der Florfliegen ist holometabol und dauert unter warmen Bedingungen vier bis sechs Wochen, was mehrere Generationen pro Jahr ermöglicht.[3][2] Die Weibchen legen ihre länglichen Eier einzeln oder in Gruppen an 5–10 mm langen, seidenen Stielen ab, um das Gelege vor bodenlebenden Räubern wie Ameisen sowie vor Kannibalismus durch früh schlüpfende Artgenossen zu schützen.[4][2] Die Embryonalentwicklung dauert je nach Umgebungstemperatur zwischen 3 und 10 Tagen, bevor die aktiven Larven schlüpfen. Die Larven durchlaufen drei Stadien (Instare), wobei sie von anfänglich 1–2 mm auf 10–12 mm Körperlänge heranwachsen.[4] Mit ihrem abgeflachten, campodeiformen Körper und sichelförmigen Mandibeln stechen sie weichhäutige Beutetiere wie Blattläuse, Milben und Thripse an, um Verdauungsenzyme zu injizieren und die verflüssigte Nahrung aufzusaugen.[3] Eine einzelne Larve kann während ihrer Entwicklung über 500 Beutetiere vertilgen, wobei das dritte Larvenstadium den Großteil der Nahrungsaufnahme bewältigt. Larven bestimmter Gattungen wie *Mallada* tarnen sich aktiv mit Detritus oder Beuteresten, um sich vor Prädatoren und aggressiven Ameisen zu schützen. Die Verpuppung erfolgt in einem kugelförmigen Seidenkokon, oft an der Blattunterseite, wo die exarate Puppe für 10 bis 20 Tage ruht.[4] Während die Larven ausschließlich räuberisch leben, ernähren sich die Adulten der meisten Arten primär von Pollen, Nektar und Honigtau, um ihren Energiebedarf für die Fortpflanzung zu decken. Adulte der Gattung *Chrysopa* bilden hierbei eine Ausnahme, da sie fakultativ räuberisch leben und auch kleine Insekten fressen.[3] Zur Wahl geeigneter Eiablageplätze nutzen die Weibchen ihre Antennen, um flüchtige organische Verbindungen wahrzunehmen, die von schädlingsbefallenen Pflanzen emittiert werden.[4] In gemäßigten Zonen überwintern *Chrysopidae* als Präpuppen, Puppen oder Adulte in einer reproduktiven Diapause, die durch verkürzte Tageslängen und sinkende Temperaturen ausgelöst wird.[3] Einige Arten des *Chrysoperla carnea*-Komplexes unternehmen saisonale Wanderflüge über Distanzen von bis zu 40 Kilometern pro Nacht, um neue Habitate zu besiedeln.[4] Zu den natürlichen Mortalitätsfaktoren zählen Intraguild-Prädation durch Marienkäfer sowie Kannibalismus unter den Larven, insbesondere bei hoher Populationsdichte.[4][2]

Vorkommen & Lebensraum

Florfliegen (*Chrysopidae*) sind kosmopolitisch verbreitet und besiedeln mit über 1.400 beschriebenen Arten alle Kontinente mit Ausnahme der Antarktis.[3][4] Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von den gemäßigten Zonen der Holarktis bis in die Subtropen und Tropen, wobei die höchste Artendichte in tropischen Regionen, insbesondere der Neotropis, zu finden ist. Während die Unterfamilie Chrysopinae weltweit in gemäßigten Breiten dominiert, ist die Verbreitung der Nothochrysinae weitgehend auf Amerika beschränkt und die Apochrysinae kommen vorwiegend in den Tropen der Alten Welt vor.[4] Die Insekten bevorzugen strukturreiche, vegetationsbestimmte Lebensräume und sind häufig in Wäldern, Buschland sowie auf krautigen Pflanzen anzutreffen.[3] Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit besiedeln sie jedoch auch offenere Ökosysteme wie Graslandschaften und zeigen Toleranz gegenüber unterschiedlichen Feuchtigkeitsgraden von ariden bis humiden Bedingungen. Die vertikale Verbreitung reicht vom Meeresspiegel bis in Hochgebirgslagen, wobei Nachweise von *Chrysopa*-Arten im Himalaya bis auf Höhen von 3.579 Metern dokumentiert sind.[4] In Kulturlandschaften sind Florfliegen regelmäßig in Obstplantagen, Gärten und landwirtschaftlichen Feldern präsent, wo sie ähnliche ökologische Nischen wie in natürlichen Habitaten besetzen.[3] Adulte Tiere bestimmter Arten, wie jene des *Chrysoperla carnea*-Komplexes, besitzen ein hohes Ausbreitungspotenzial und können Distanzen von durchschnittlich 40 Kilometern pro Nacht zurücklegen. Saisonale Wanderungen wurden unter anderem in Ostasien beobachtet, wo Arten wie *Chrysoperla nipponensis* Meeresstraßen wie die Bohai-Straße überqueren, um neue Habitate zu erschließen.[4] In gemäßigten Klimazonen überwintern die Tiere als Präpuppen, Puppen oder Imagines, wobei sie häufig Schutz in der Vegetation oder in menschengemachten Strukturen suchen. Durch den kommerziellen Einsatz im integrierten Pflanzenschutz werden Arten wie *Chrysoperla carnea* weltweit auch außerhalb ihres ursprünglichen lokalen Verbreitungsgebietes in Gewächshäusern und Freilandkulturen ausgebracht.[3]

Saisonalität & Aktivität

In gemäßigten Klimazonen zeigen *Chrysopidae* eine ausgeprägte Saisonalität, wobei die höchste Abundanz von Larven und Adulten in den Sommermonaten liegt, wenn das Beuteangebot am größten ist.[4] Die Familie ist in diesen Regionen meist multivoltin und bringt mehrere Generationen pro Jahr hervor, wobei der komplette Entwicklungszyklus vom Ei bis zum Adultus unter warmen Bedingungen etwa vier bis sechs Wochen dauert.[3] Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist dabei stark temperaturabhängig; so variiert die Inkubationszeit der Eier von drei Tagen bei Wärme bis zu zehn Tagen bei kühleren Temperaturen. Um die kalte Jahreszeit zu überbrücken, treten viele Arten in eine reproduktive Diapause ein, die durch verkürzte Tageslängen und sinkende Temperaturen reguliert wird.[4] Die Überwinterung erfolgt je nach Spezies als Präpuppe, Puppe im Kokon oder als Adulttier, wobei die Aktivität im Frühjahr ab Temperaturen von etwa 10 °C wieder aufgenommen wird. Während Adulte tagsüber oft ruhend an der Vegetation zu finden sind, werden sie vorwiegend in der Dämmerung aktiv, wohingegen Larven auch tagsüber auf Pflanzenoberflächen nach Beute suchen.[2] Einige Arten, wie jene des *Chrysoperla carnea*-Komplexes, unternehmen saisonale Wanderflüge über Distanzen von durchschnittlich 40 Kilometern pro Nacht, um neue Habitate zu besiedeln oder ungünstigen Bedingungen zu entkommen. Neuere Studien dokumentieren zudem weitreichende Migrationen über das Meer, bei denen Distanzen von bis zu 100 Kilometern zurückgelegt werden.[4] Diese biologischen Aktivitätsspitzen korrelieren mit dem öffentlichen Suchinteresse, das in den Monaten Mai und Juni signifikant ansteigt.

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Deutschland

    13.02.2026

  • Deutschland

    12.02.2026

  • Deutschland

    11.02.2026

  • Deutschland

    11.02.2026

  • Nordrhein-Westfalen, Deutschland

    10.02.2026

Daten: iNaturalist

Źródła i odniesienia

  1. http://tolweb.org/Chrysopidae/13154
  2. https://biodiversity.org.au/afd/taxa/NEUROPTERA
  3. https://biocontrol.entomology.cornell.edu/predators/Chrysoperla.php
  4. https://www.gbif.org/species/9265
  5. https://brucearchibald.org/wp-content/uploads/2021/10/makarkin-and-archibald-2013-chrysopidae.pdf
  6. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)