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Cladosporium Cladosporium

Cladosporium
Średnie ryzyko Alergizujący Uciążliwy Może ugryźć Zagrożenie fizyczne

Taksonomia

Królestwo Pilze (Fungi)
Typ Ascomycota (Ascomycota)
Klasa Dothideomycetes (Dothideomycetes)
Rząd Capnodiales (Capnodiales)
Rodzina Cladosporiaceae
Rodzaj Cladosporium
Gatunek Cladosporium
Nazwa naukowa Cladosporium Link, 1816
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

*Cladosporium* ist eine artenreiche Gattung dunkel pigmentierter Schimmelpilze (Dematiaceae), die taxonomisch zur Familie der Cladosporiaceae gestellt wird.[1][2] Die weltweit verbreiteten Arten leben überwiegend als Saprotrophe auf verrottendem organischem Material, treten jedoch auch als Pflanzenschädlinge, Endophyten oder opportunistische Krankheitserreger auf. Besondere Bedeutung haben Vertreter der Gattung als häufige Auslöser von Inhalationsallergien sowie als Verursacher von Blattfleckenkrankheiten und Lebensmittelfäule.[3][1] Von morphologisch ähnlichen Gattungen wie *Fusicladium* oder *Pseudocercospora* lässt sich *Cladosporium* durch spezifische, kronenartige Narbenstrukturen an den Konidien abgrenzen.[3]

Analiza społeczności

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Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 10.04.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Gattung wird taxonomisch der Klasse der Dothideomycetes zugeordnet. - Ein charakteristisches mikroskopisches Merkmal sind die korona-artigen (kronenförmigen) Narben an den konidiogenen Loci und Hila. - Die Konidien zeigen eine hohe Variabilität mit Längen von 2 bis 75 μm und können null bis sieben Septen aufweisen. - Neuere Forschungen deuten darauf hin, dass *Cladosporium sphaerospermum* durch die Produktion von Adenosin-5′-monophosphat (AMP) Darmentzündungen bei Morbus Crohn lindern könnte.[9] - Neben systemischen Infektionen können Arten wie *C. sphaerospermum* und *C. cladosporioides* spezifische Krankheitsbilder wie Keratitis (Hornhautentzündung) und Onychomykose (Nagelpilz) verursachen. - Die Gattung wird als Quelle für bioaktive Sekundärmetabolite erforscht, die potenzielle krebshemmende Eigenschaften besitzen.[9]

Name & Einordnung

Die Gattung *Cladosporium* wurde im Jahr 1816 durch Heinrich Friedrich Link innerhalb der Hyphomyceten aufgestellt. Als Typusart gilt *Cladosporium herbarum*, welche später im Jahr 1931 als Lectotypus festgelegt wurde. Die ursprüngliche Beschreibung Links basierte auf früheren Beobachtungen dematiöser Pilze, wie etwa Persoons *Dematium herbarum* aus dem Jahr 1794.[1] Im 19. Jahrhundert wuchs die Anzahl der beschriebenen Taxa rasant an, sodass Saccardo bis 1886 bereits 110 Arten verzeichnete. Eine entscheidende taxonomische Revision erfolgte 1952 durch G.A. de Vries, der die Gattung *Heterosporium* aufgrund morphologischer Übereinstimmungen mit *Cladosporium* synonymisierte und neun Kernarten definierte. Aktuelle molekularbiologische Untersuchungen stellen *Cladosporium* sensu stricto in die Familie der Cladosporiaceae innerhalb der Klasse der Dothideomycetes.[1] Neuere phylogenetische Arbeiten, wie jene von Abdollahzadeh et al. (2020), schlagen zudem die Etablierung der Ordnung Cladosporiales vor.[2] Die Gattung umfasst heute etwa 350 akzeptierte Arten, nachdem historische Synonyme und kryptische Artkomplexe, wie der *Cladosporium herbarum*-Komplex, durch Multilocus-Sequenztypisierung neu geordnet wurden. Bekannte Teleomorphe (sexuelle Stadien) wurden der Gattung *Davidiella* zugeordnet, die phylogenetisch eng mit den anamorphen Stadien verknüpft ist. Aufgrund ihrer olivbraunen bis schwarzen Pigmentierung werden diese Pilze allgemein als dematiöse Hyphomyceten oder dunkel pigmentierte Schimmelpilze klassifiziert.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Kolonien von *Cladosporium*-Arten wachsen langsam und erreichen auf Nährmedien nach sieben Tagen bei 25 °C typischerweise einen Durchmesser von 1–2 cm. Die Oberfläche erscheint samtig, wildlederartig oder flockig und weist eine olivgrüne bis dunkel grün-schwarze Färbung auf, während die Unterseite meist oliv-schwarz gefärbt ist. Durch die reichhaltige Sporenproduktion wirken ältere Kolonien oft pudrig.[1] Mikroskopisch sind die vegetativen Hyphen septiert, verzweigt und durch Melanineinlagerungen oliv-braun bis schwarz-braun pigmentiert, mit einer Breite von meist 1–3 μm.[3] Charakteristisch sind die makronematen Konidiophore, die aufrecht stehen, pigmentiert sind und oft eine knickig-gewundene (genikulate) Verlängerung durch sympodiales Wachstum zeigen. Die Konidien entstehen in einfachen oder verzweigten akropetalen Ketten, wobei Ramokonidien als sekundäre Konidiophore fungieren können.[1] Die Sporen variieren in der Form von subglobos bis zylindrisch, sind 2–75 μm lang und können unseptiert bis mehrfach septiert (0–7 Septen) sein.[3] Ein entscheidendes Bestimmungsmerkmal ist die Struktur der konidiogenen Loci und der Konidiennarben (Hila), die koronaartig aufgebaut sind. Diese bestehen aus einem zentralen konvexen Dom, der von einem erhabenen periklinen Rand umgeben ist, und erscheinen dunkel sowie lichtbrechend. Dieses Merkmal grenzt die Gattung von morphologisch ähnlichen Gruppen wie *Devriesia* oder *Pseudocercospora* ab.[1] Innerhalb der Gattung lassen sich Artenkomplexe oft mikroskopisch differenzieren. *Cladosporium herbarum* zeichnet sich durch knotige Konidiophore und warzige, 0–2-fache septierte Konidien (5–15 × 2.5–6 μm) aus. Im Gegensatz dazu besitzt *Cladosporium sphaerospermum* meist kugelige bis subglobose Konidien (4–7 × 3–5 μm) mit feinwarziger Oberfläche. *Cladosporium cladosporioides* hingegen bildet glatte, kaum pigmentierte Konidien aus.[1] Da sich viele der über 350 Arten morphologisch stark ähneln, ist für eine exakte Artbestimmung oft eine molekularbiologische Analyse der ITS-Region sowie der Gene für Aktin oder den Elongationsfaktor 1-α notwendig.[2]

Beschreibung

Cladosporium ist eine artenreiche und kosmopolitisch verbreitete Gattung der dematiaceous Hyphomyceten (Dunkelpilze), die taxonomisch zur Familie Cladosporiaceae innerhalb der Ordnung Capnodiales zählt.[1] Mit rund 350 akzeptierten Arten (Stand 2024) gehört sie zu den am häufigsten vorkommenden Pilzgruppen in terrestrischen und aquatischen Ökosystemen weltweit. Charakteristisch für die Gattung ist die Pigmentierung der Hyphen und Konidien, die olivgrün bis schwarzbraun erscheinen und den Kolonien in ihrem natürlichen Lebensraum eine typische samtige bis flockige Textur verleihen. Diese Pigmentierung dient unter anderem dem Schutz vor UV-Strahlung und ermöglicht das Überleben in exponierten Habitaten. Ökologisch fungieren die meisten Vertreter als Saprotrophe, die organisches Material wie Pflanzenreste, Holz und Laub zersetzen und somit eine zentrale Rolle im Nährstoffkreislauf spielen.[3] Ein entscheidendes anatomisches Merkmal, das *Cladosporium* sensu stricto von morphologisch ähnlichen Gattungen abgrenzt, sind die makronematen Konidiophoren mit ihren diagnostisch relevanten „koronaten“ Narbenstrukturen. Diese Konidienansatzstellen zeichnen sich durch einen zentralen konvexen Dom aus, der von einem erhabenen, periklinen Rand umgeben ist.[1] Der Lebenszyklus wird fast ausschließlich durch das asexuelle anomorphe Stadium bestimmt, in dem sich Konidien in verzweigten, akropetalen Ketten bilden. Diese Sporen sind bemerkenswert leicht und klein, was eine passive Verbreitung durch den Wind über weite Distanzen begünstigt und zu ihrer Allgegenwart in der Außen- und Innenraumluft führt. Spezielle Ramokonidien – mehrzellige sekundäre Konidien – fungieren dabei als Ausgangspunkt für weitere Verzweigungen der Sporenketten und beschleunigen die Kolonisierung neuer Substrate. Die Gattung zeigt eine extreme physiologische Anpassungsfähigkeit und umfasst xerophile sowie psychrophile Arten, die bei geringer Wasseraktivität, hohem Salzgehalt oder Temperaturen bis −5 °C gedeihen können.[3] Historisch wurde die Gattung 1816 von Heinrich Friedrich Link mit der Typusart *Cladosporium herbarum* aufgestellt, wobei die taxonomische Abgrenzung lange Zeit durch über 500 Synonyme erschwert war.[1] Erst umfassende Revisionen im 20. und 21. Jahrhundert, insbesondere durch molekularphylogenetische Studien, klärten die Systematik und integrierten teleomorphe Stadien (ehemals *Davidiella*) in einen kohärenten Gattungsbegriff.[1] Neben ihrer ökologischen Bedeutung sind Vertreter der Gattung als Endophyten bekannt, die das Pflanzenwachstum fördern können, aber auch als Erzeuger bioaktiver Sekundärmetabolite wie Cladosporin von biotechnologischem Interesse sind.[3][7] Gleichzeitig stellen sie als opportunistische Pathogene und potente Allergenquellen eine Relevanz für die Humanmedizin dar.[3]

Verhalten

Die primäre Fortbewegung von *Cladosporium* erfolgt passiv durch die Freisetzung von Konidien, die durch Wind über weite Distanzen transportiert werden und so eine globale Verbreitung ermöglichen. Auf Substraten zeigt der Pilz ein expansives Myzelwachstum durch septierte Hyphen, die in gemischten Pilz-Bakterien-Matrizen Biofilme zur verbesserten Adhäsion und zum Schutz bilden können.[3] Spezifische Verhaltensanpassungen zeigen sich bei hyperparasitischen Interaktionen, bei denen *Cladosporium*-Hyphen ein gerichtetes Wachstum hin zu den Sporen von Rostpilzen aufweisen. Dieser Angriff umfasst das Umschlingen der Keimschläuche oder Sporen des Wirts sowie das Eindringen mittels appressorienartiger Strukturen zur enzymatischen Zersetzung der Zellwände.[1] Einige Stämme zeigen pathogenes Verhalten gegenüber Insekten und können beispielsweise den Asiatischen Zitrusblattfloh (*Diaphorina citri*) infizieren und abtöten.[7] Als Endophyten besiedeln *Cladosporium*-Arten Pflanzengewebe wie Wurzeln und Triebe, ohne Schäden zu verursachen, und integrieren sich in das Kernmikrobiom des Wirts.[5] Zur Verteidigung und Konkurrenz produzieren sie bioaktive Sekundärmetabolite wie Cladosporin, das durch chemische Interferenz das Wachstum konkurrierender Pilze hemmt.[3] Bei Umweltstress, wie etwa Trockenheit, verfallen die Konidien in einen Ruhezustand (Dormanz), um Austrocknung zu überstehen, bis wieder günstige Feuchtigkeitsbedingungen für die Keimung herrschen.[1]

Ökologie

Cladosporium-Arten agieren primär als ubiquitäre Saprophyten, die weltweit in Böden, der Luft und auf verrottendem organischen Material vorkommen und als Destruenten wesentlich zum Nährstoffkreislauf beitragen.[1][3] Die Gattung zeichnet sich durch eine hohe ökologische Plastizität aus und besiedelt neben terrestrischen Habitaten auch extreme Umgebungen wie Salzseen, marine Sedimente und die Tiefsee. Spezifische Anpassungen ermöglichen Arten wie *Cladosporium cladosporioides* das Überleben unter xerophilen Bedingungen mit niedriger Wasseraktivität (0,88–0,90 a_w) sowie in psychrophilen Temperaturbereichen bis −5 °C. Die Verbreitung der Konidien erfolgt passiv über den Wind, wobei in gemäßigten Zonen während der warmen Jahreszeit Konzentrationen von über 18.000 Sporen pro Kubikmeter Luft gemessen werden.[1] Als Endophyten sind Vertreter der Gattung fester Bestandteil des Kernmikrobioms vieler Pflanzen, darunter Citrus und Reis, wo sie oft ohne pathogene Effekte das Gewebe besiedeln.[5] Manche endophytische Stämme, wie das Isolat *Cladosporium* BF-F, fördern aktiv das Wirtspflanzenwachstum durch die Sekretion von Phytohormonen wie Indol-3-Essigsäure.[6] Eine bedeutende Rolle im Nahrungsnetz spielen *Cladosporium*-Arten als Mykoparasiten, die Rostpilze wie *Puccinia striiformis* befallen und deren Sporenwände enzymatisch degradieren.[1][7] Diese hyperparasitische Aktivität kann die Infektiosität von Pflanzenpathogenen in landwirtschaftlichen Systemen natürlich regulieren.[8] Darüber hinaus zeigen bestimmte Stämme entomopathogene Eigenschaften und können Insekten wie den Asiatischen Zitrusblattfloh (*Diaphorina citri*) infizieren.[7] Abhängig vom ökologischen Kontext treten einige Arten jedoch auch als Phytopathogene auf, die Blattfleckenkrankheiten verursachen oder als Sekundärbesiedler Läsionen anderer Erreger nutzen.[1][3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Gattung *Cladosporium* nimmt eine ambivalente ökologische und ökonomische Rolle ein, da sie sowohl als Materialschädling, Allergen und Pflanzenpathogen als auch als Nützling in der biologischen Schädlingsbekämpfung fungiert.[3][5] Medizinisch ist der Pilz hochrelevant als Auslöser von Typ-I-Überempfindlichkeitsreaktionen, wobei die Sporenexposition häufig zu allergischer Rhinitis und Asthma-Exazerbationen führt, insbesondere im Sommer und Herbst.[1] Bei immungeschwächten Personen können opportunistische Infektionen wie Phaeohyphomykose oder pulmonale Erkrankungen auftreten, wenngleich diese selten sind.[3] Demgegenüber zeigen neuere Forschungen protektive Effekte von *C. sphaerospermum* bei Morbus Crohn, da der Pilz durch die Produktion von Adenosin-5′-monophosphat (AMP) Darmentzündungen moduliert.[1] In der Landwirtschaft verursachen Arten wie *C. allii* und *C. cladosporioides* ökonomische Schäden durch Blattfleckenkrankheiten an *Allium*-Gewächsen und Zitrusfrüchten sowie durch Fäulnis an Lagerobst.[3][5] Zudem stellt die Kontamination von Getreide wie Gerste mit dem Mykotoxin Cladosporin ein Risiko für die Lebensmittelsicherheit und Malzqualität dar.[5] Im Innenraum dient der Pilz als Indikator für Feuchtigkeitsprobleme, da er Textilien, Farben und Wasserleitungen besiedelt und dort Biofilme bildet.[1] Präventive Maßnahmen konzentrieren sich auf die Regulierung der Luftfeuchtigkeit und Entfernung organischer Substrate, während medizinisch spezifische Immuntherapien mittels Peptidsequenzen entwickelt wurden.[7] Die chemische Bekämpfung im Pflanzenschutz erfolgt durch Fungizide wie Quinone-outside-Inhibitoren (QoI) oder Triazolone, wobei Resistenzmanagement essenziell ist.[1][7] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM) wird *Cladosporium* als Hyperparasit gegen Rostpilze eingesetzt, dessen Anwendung die Krankheitsentwicklung um 40–80 % reduzieren kann.[1] Darüber hinaus finden spezifische Stämme als Bio-Insektizide gegen den Asiatischen Zitrusblattfloh oder als wachstumsfördernde Endophyten Anwendung.[7][6]

Wirtschaftliche Bedeutung

Wirtschaftlich relevant ist *Cladosporium* primär als Erreger von Nachernteverlusten und Materialschäden, gewinnt jedoch zunehmend Bedeutung in der Biotechnologie.[3][1] Im Agrarsektor verursachen Arten wie *C. cladosporioides* und *C. sphaerospermum* Fäulnis an gelagertem Obst, insbesondere bei Birnen und Zitrusfrüchten, sowie Qualitätsminderungen bei Getreide durch die Bildung von Mykotoxinen wie Cladosporin.[1][3] Spezifische Pathogene wie *C. allii* lösen Blattkrankheiten bei Zwiebelgewächsen aus, während *C. cucumerinum* im Gemüsebau den Einsatz chemischer Fungizide erfordert.[3][7] Im Bauwesen zählt die Gattung zu den häufigsten Innenraumschimmeln, die Farben, Textilien und Bausubstanz durch Biodegradation schädigen und in bis zu 45 % der Proben aus feuchten Gebäuden dominieren.[1] Die gesundheitlichen Folgekosten sind beträchtlich, da *Cladosporium*-Sporen als Hauptauslöser für allergische Rhinitis und Asthma gelten, was die Entwicklung spezifischer Immuntherapien vorantreibt.[1][7] Demgegenüber steht der ökonomische Nutzen in der biologischen Schädlingsbekämpfung: Hyperparasitische Stämme können den Befall durch Rostpilze auf Weizen und Soja um 40 bis 80 % reduzieren.[3] Zudem werden Isolate von *C. cladosporioides* patentrechtlich als Bio-Insektizide gegen den Asiatischen Zitrusblattfloh (*Diaphorina citri*) genutzt.[7] In der Pflanzenproduktion fungieren endophytische Stämme als mikrobielle Dünger, die das Wachstum von Tomaten fördern und die Salztoleranz von Bohnen erhöhen.[7][1] Jüngste biotechnologische Forschungen erschließen zudem das Potenzial von *C. sphaerospermum* zur Gewinnung entzündungshemmender Wirkstoffe wie Adenosinmonophosphat für die Behandlung chronischer Darmerkrankungen.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzung von *Cladosporium*-Arten erfolgt überwiegend asexuell durch Konidiogenese, bei der Konidien in verzweigten, akropetalen Ketten an spezialisierten Konidiophoren gebildet werden. Sexuelle Stadien (Teleomorphe) sind selten, wurden jedoch phylogenetisch der Gattung *Davidiella* zugeordnet, die Ascomata mit Ascosporen ausbildet. Die Keimung der Sporen erfordert eine Wasseraktivität (a_w) von mindestens 0,85 sowie moderate Temperaturen, wobei das Wachstumsoptimum bei etwa 25 °C liegt. Das Myzel wächst relativ langsam und bildet innerhalb von sieben Tagen bei 25 °C Kolonien mit einem Durchmesser von 1 bis 2 cm. Die vegetativen Hyphen und Konidien sind durch Melanineinlagerungen olivgrün bis braun pigmentiert, was physiologischen Schutz gegen UV-Strahlung bietet. Viele Vertreter wie *Cladosporium cladosporioides* sind psychrophil und xerophil, wodurch sie Temperaturen bis −5 °C und geringe Feuchtigkeit tolerieren können. Bei Trockenheit verfallen die Konidien in eine Dormanz, die ihnen ein langfristiges Überleben bis zur erneuten Verfügbarkeit von Feuchtigkeit ermöglicht.[1] Ernährungsphysiologisch agieren die Pilze primär als Saprotrophe, die organisches Material wie Pflanzenreste, Holz und Lebensmittel zersetzen.[3] Fakultativ besiedeln sie als Endophyten lebendes Pflanzengewebe, beispielsweise in Zitrusfrüchten oder Getreide, ohne dabei zwangsläufig Krankheitssymptome auszulösen.[5] Einige Stämme wirken jedoch als Pflanzenpathogene, die Blattfleckenkrankheiten verursachen, oder produzieren Mykotoxine wie Cladosporin, welche konkurrierende Pilze hemmen. Eine ökologische Besonderheit ist der Hyperparasitismus, bei dem *Cladosporium*-Arten die Sporen von Rostpilzen (*Pucciniales*) enzymatisch abbauen und deren Ausbreitung eindämmen.[1] Darüber hinaus zeigen bestimmte Isolate entomopathogene Eigenschaften und werden zur biologischen Bekämpfung von Insekten wie dem Asiatischen Zitrusblattfloh (*Diaphorina citri*) erforscht.[7] In feuchten Umgebungen können die Hyphen in gemischten mikrobiellen Gemeinschaften Biofilme bilden, die die Adhäsion und Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressfaktoren erhöhen.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Die Gattung *Cladosporium* weist eine kosmopolitische Verbreitung auf und kommt weltweit in gemäßigten, tropischen sowie polaren Regionen vor.[3][1] Primär besiedeln die Pilze als ubiquitäre Saprophyten den Erdboden und verrottendes Pflanzenmaterial, wo sie wesentlich zur Zersetzung organischer Substanz beitragen.[3] Aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit erschließen sie auch extreme Habitate, darunter hypersaline Umgebungen wie Salzseen und Marschen sowie marine Tiefseesedimente.[1][3] Arten wie *Cladosporium cladosporioides* verfügen über psychrophile und xerophile Eigenschaften, die ein Überleben bei Temperaturen bis zu -5 °C sowie in trockenen Gebieten mit geringer Wasseraktivität ermöglichen. Die Verbreitung erfolgt passiv über die Luft, wobei die Sporenkonzentrationen in der Atmosphäre sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten hohe Werte erreichen können. In den gemäßigten Klimazonen werden Spitzenwerte der Sporenbelastung typischerweise in den warmen, trockenen Sommer- und Herbstmonaten gemessen. Im Siedlungsbereich ist *Cladosporium* häufig in Innenräumen anzutreffen und besiedelt dort Substrate wie Farben, Textilien sowie feuchte Baumaterialien. Insbesondere *Cladosporium sphaerospermum* dominiert oft in wassergeschädigten Gebäuden und kann dort bis zu 45 % der isolierten Pilzstämme ausmachen.[1] Als Endophyten sind Vertreter der Gattung zudem fester Bestandteil des Mikrobioms zahlreicher Wirtspflanzen, darunter Zitrusgewächse, Getreidearten wie Reis und Gerste sowie Mangroven.[3][5] Neuere Untersuchungen belegen die enorme ökologische Bandbreite durch Funde in spezifischen Habitaten wie dem brasilianischen Atlantischen Regenwald oder ariden Gebieten im Irak.[1][6]

Saisonalität & Aktivität

In gemäßigten Klimazonen zeigen *Cladosporium*-Arten eine ausgeprägte Saisonalität mit einem Aktivitätsmaximum in den wärmeren Monaten. Die Konzentration der luftgetragenen Sporen steigt während warmer, trockener Jahreszeiten stark an und übersteigt oft Werte von 18.000 Sporen pro Kubikmeter.[3] Insbesondere *Cladosporium herbarum* dominiert die Außenluftspora, wobei die höchsten Dichten im Sommer und Herbst verzeichnet werden. Die biologische Aktivität ist eng an die Temperatur gekoppelt, wobei die Konidienkeimung feuchte Umgebungen und Temperaturen zwischen 15 °C und 25 °C erfordert. Ein optimales Wachstum wird bei etwa 25 °C beobachtet, sofern eine Wasseraktivität (aw-Wert) von mindestens 0,85 gegeben ist. Trotz dieser Präferenz für Wärme beweist die Gattung eine hohe Anpassungsfähigkeit; Arten wie *Cladosporium cladosporioides* sind psychrophil und wachsen noch bei Temperaturen von bis zu −5 °C. Diese Kältetoleranz ermöglicht es bestimmten Arten, auch während der Kühllagerung aktiv zu bleiben und Fäulnis an Früchten zu verursachen. Bei Trockenheit oder ungünstigen Bedingungen verfallen die Konidien in ein Ruhestadium, um die Austrocknung bis zum erneuten Vorhandensein von Feuchtigkeit zu überdauern.[1] Während die Populationen im Außenbereich saisonal schwanken, werden Arten wie *Cladosporium sphaerospermum* ganzjährig in Innenräumen isoliert, insbesondere in feuchten Bereichen.[3] Das saisonale Muster der biologischen Aktivität spiegelt sich im öffentlichen Informationsbedarf wider, der laut Suchanfragen-Analysen in den Monaten Juli und August seinen Höhepunkt erreicht. Im Gegensatz dazu fällt das Interesse in den Wintermonaten Dezember und Februar auf die niedrigsten Werte ab.[4]

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Deutschland

    24.08.2025

  • Deutschland

    25.02.2024

  • Dresden

    25.04.2026

  • Bad Mergentheim

    07.01.2026

  • Deutschland

    26.04.2008

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

CN-112760237-B Biological Nadany

Cladosporium cladosporioides Stamm mit starker Pathogenität gegenüber Diaphorina citri und dessen Anwendung

(2021)

Znaczenie: 6/10

Streszczenie

Hier wird ein Cladosporium-Stamm als Insektizid (Biokontrolle) eingesetzt. Der Pilz infiziert und tötet den Asiatischen Zitrusblattfloh (Diaphorina citri). Das Patent nutzt die Pathogenität von Cladosporium gegen Insekten, beschreibt aber keine Bekämpfung des Pilzes selbst.

CN-112195108-A Biological Rejestracja

Cladosporium cladosporioides Stamm MS2 und dessen Anwendung

Institute OF Microbiology Guangxi Academy OF Agricultural Sciences (2020)

Znaczenie: 6/10

Streszczenie

Das Patent beschreibt den neuen Pilzstamm Cladosporium cladosporioides MS2. Dieser Stamm wird nicht bekämpft, sondern als nützliches Agens eingesetzt, um das Pflanzenwachstum bei Tomaten zu fördern und die bakterielle Welke zu verhindern. Er kolonisiert die Wurzeln und stärkt die Widerstandskraft der Pflanze. Die Innovation liegt in der Nutzung des Pilzes als biologisches Stärkungsmittel.

CN-111705004-A Biological Rejestracja

Herstellung und Regenerationsverfahren von Protoplasten des Biokontrollpilzes Acremonium cladosporium gegen Wurzelgallennematoden

Tianjin Institute OF Plant Prot (2020)

Znaczenie: 5/10

Streszczenie

Das Patent beschreibt eine labortechnische Methode zur Herstellung von Protoplasten aus dem Pilz Acremonium cladosporium. Dieser Pilz dient als biologisches Bekämpfungsmittel gegen Wurzelgallennematoden. Die Innovation betrifft die Optimierung der Zucht und genetischen Manipulation dieses Nützlings, nicht dessen Bekämpfung.

CN-104610177-A Chemical Nieznany

Herstellung und Anwendung von Triazolon-Verbindungen

University of Zhejiang Shuren (2015)

Znaczenie: 10/10

Streszczenie

Die Erfindung betrifft neue chemische Verbindungen aus der Gruppe der Triazolone. Diese zeigen eine starke fungizide Wirkung und werden spezifisch zur Bekämpfung von Cladosporium cucumerinum (Gurkenkrätze) sowie anderen Pilzkrankheiten eingesetzt. Es ist ein klassisches chemisches Pflanzenschutzmittel.

US-9850281-B2 Biological Nadany

Cladosporium-Peptide

Circassia Ltd. (2013)

Znaczenie: 7/10

Streszczenie

Das Patent identifiziert spezifische Peptidsequenzen aus Cladosporium-Schimmelpilzen. Diese werden zur Immuntherapie (Impfung/Desensibilisierung) bei Menschen eingesetzt, die allergisch auf diesen Pilz reagieren. Es ist eine medizinische Methode zur Bekämpfung der gesundheitlichen Auswirkungen des Pilzes.

Źródła i odniesienia

  1. https://www.gbif.org/species/2518208
  2. https://doi.org/10.1016/j.simyco.2020.04.004
  3. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3390897/
  4. Aggregierte Suchinteresse-Zeitreihe (Cladosporium, DE)
  5. https://www.mdpi.com/2073-4395/11/2/392
  6. https://maxapress.com/article/doi/10.48130/SIF-2023-0005
  7. https://patents.google.com/patent/CN112195108A/en
  8. https://apsjournals.apsnet.org/doi/pdf/10.1094/PHYTO.2001.91.5.457
  9. Literaturzusammenfassung: Cladosporium (2024)