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Chomik europejski Cricetus cricetus
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Taksonomia
Królestwo
Tiere (Animalia)
Typ
Chordatiere (Chordata)
Klasa
Säugetiere (Mammalia)
Rząd
Nagetiere (Rodentia)
Rodzina
Cricetidae
Rodzaj
Cricetus
Gatunek
Cricetus cricetus
Nazwa naukowa
Cricetus cricetus (Linnaeus, 1758)
Zaakceptowana nazwa
Einleitung
Der **Feldhamster** (*Cricetus cricetus*) ist ein zur Familie der Wühler (Cricetidae) gehörendes Nagetier und die einzige rezente Art der Gattung *Cricetus*.[1][2] Das Verbreitungsgebiet des robusten Einzelgängers erstreckt sich von den Vogesen in Westeuropa über die osteuropäischen Steppen bis nach Nordchina, wobei er bevorzugt offene Landschaften und Getreidefelder besiedelt.[2][3] Während die Art historisch als massiver Ernteschädling bekämpft wurde, gilt sie heute aufgrund starker Bestandsrückgänge als streng geschützt und wird von der IUCN als vom Aussterben bedroht („Critically Endangered“) gelistet.[2][1] Charakteristische Merkmale sind der plumpe Körperbau mit kurzen Beinen, die zum Nahrungstransport genutzten Backentaschen sowie die markante, oft schwarze Färbung der Unterseite.[2]
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Name & Einordnung
Der Feldhamster (*Cricetus cricetus*) wurde wissenschaftlich erstmals im Jahr 1758 von Carl Linnaeus in der 10. Auflage der *Systema Naturae* unter dem Basionym *Mus cricetus* beschrieben. Er ist heute die einzige rezente Art der monotypischen Gattung *Cricetus* innerhalb der Familie der Wühler (Cricetidae).[2][1] Der wissenschaftliche Name stellt ein Tautonym dar, bei dem sich der Gattungsname im Art-Epitheton wiederholt. Etymologisch basiert der Begriff „cricetus“ auf einer neulateinischen Adaption slawischer Bezeichnungen wie dem tschechischen *křeček* oder dem urslawischen *xoměstorъ*, was sinngemäß ein „hamsterndes Tier“ beschreibt und auf die Nutzung der Backentaschen zur Nahrungsspeicherung verweist. Taxonomisch wurde die Art später von der Gattung *Mus* abgetrennt, um ihre morphologische Eigenständigkeit gegenüber den Langschwanzmäusen zu verdeutlichen. In der modernen Systematik gelten historische Synonyme wie *Cricetus frumentarius* oder *Heliomys jeudii* als ungültig. Molekularbiologische Untersuchungen stellen *Cricetus* in eine paläarktische Klade gemeinsam mit den Gattungen *Cricetulus* und *Allocricetulus*, womit sie sich genetisch von Zwerghamstern (*Phodopus*) und Mittelhamstern (*Mesocricetus*) abgrenzt. Fossilfunde der Gattung reichen bis in das späte Miozän zurück, während *Cricetus cricetus* vorwiegend durch Überreste aus dem Quartär und späten Pleistozän in Mittel- und Osteuropa belegt ist. Im englischen Sprachraum sind neben „European hamster“ auch die Trivialnamen „Black-bellied hamster“ (Schwarzbauchhamster), „Eurasian hamster“ und „Common hamster“ etabliert.[2]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Feldhamster (*Cricetus cricetus*) zeichnet sich durch einen robusten, plumpen Körperbau mit kurzen Beinen und einem stummelartigen Schwanz aus, der deutlich kürzer als der Körper ist. Adulte Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 165 bis 320 mm, wobei der Schwanz zwischen 27 und 68 mm misst.[3][2] Das Körpergewicht variiert saisonal und geschlechtsspezifisch, wobei Männchen durchschnittlich 451 g und Weibchen 359 g wiegen, vor dem Winterschlaf jedoch bis zu 860 g erreicht werden können.[3] Das dichte Fell ist oberseits rötlich-braun bis graubraun gefärbt, während der Kopfbereich oft rostgelb erscheint. Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal ist die schwarze Färbung von Brust und Bauch, die im Kontrast zu weißen Flecken an Schnauze, Lippen, Kehle, Wangen und Füßen steht.[3][2] Die Unterwolle weist einen blaugrauen Ton auf und bildet Teil einer dreischichtigen Fellstruktur. Der Kopf ist stumpf geformt und trägt kleine, abgerundete Ohren sowie gerade, steife Tasthaare.[3] In den Backen befinden sich mit Fell ausgekleidete Taschen, die von der Mundöffnung bis zu den Schultern reichen und zur Nahrungsaufbewahrung stark dehnbar sind.[3][2] Das Gebiss folgt der Zahnformel 1/1, 0/0, 0/0, 3/3 und besteht aus kontinuierlich wachsenden Schneidezähnen sowie Mahlzähnen. Die Vorderpfoten sind mit kräftigen Krallen ausgestattet, die an die grabende Lebensweise in schweren Böden angepasst sind. Es besteht ein Sexualdimorphismus, bei dem Männchen in der Regel größer und schwerer als Weibchen sind. Jungtiere kommen als Nesthocker blind und nackt zur Welt und wiegen bei der Geburt etwa 2 bis 3 Gramm.[3] Das Jugendhaar ist nach etwa 12 Tagen voll entwickelt, und die Augen öffnen sich zwischen dem 13. und 15. Lebenstag.[3][2] Als größte rezente Art der Unterfamilie Cricetinae im Verbreitungsgebiet ist *Cricetus cricetus* durch seine Größe und die unverwechselbare Bauchfärbung eindeutig von anderen Hamsterarten abgrenzbar.[3]
Beschreibung
Der Feldhamster (*Cricetus cricetus*) ist die einzige rezente Art der Gattung *Cricetus* und stellt den größten Vertreter der Unterfamilie Cricetinae in Eurasien dar.[2][1] Als robustes, solitär lebendes Nagetier ist die Art primär an offene Steppen- und Kulturlandschaften angepasst, wo sie komplexe, bis zu acht Meter lange Bausysteme anlegt. Eine zentrale anatomische Anpassung sind die bis zu den Schultern reichenden Backentaschen, die den Transport von Nahrungsvorräten ermöglichen, welche bis zu 60 % des Körpergewichts entsprechen können. Diese fellbedeckten Taschen können zudem mit Luft gefüllt werden, um beim Durchqueren von Gewässern Auftrieb zu bieten. Der Körperbau ist mit kurzen, kräftigen Gliedmaßen und starken Krallen sowie einem stumpfen Kopf spezifisch auf das Graben in festen Böden wie Löss ausgelegt. Das Gebiss umfasst kräftige Schneidezähne und Mahlzähne, die zum Nagen harter Pflanzenteile und Zermahlen von Samen geeignet sind. Ein unter Nagetieren einzigartiges Merkmal ist die Fellfärbung mit rötlich-braunem Rücken und einem markanten schwarzen Bauch, der als Kontrastsignal dient. Die Entwicklung der Jungtiere verläuft nesthockertypisch: Sie werden nackt, blind und mit einem Gewicht von nur 2 bis 3 Gramm geboren.[2] Das Fellwachstum setzt etwa ab dem siebten Tag ein, während sich Augen und Gehörgänge zwischen dem 13. und 15. Lebenstag öffnen. Die Entwöhnung erfolgt nach drei bis vier Wochen, woraufhin die Jungtiere das mütterliche Revier verlassen. Obwohl die physiologische Geschlechtsreife bereits nach etwa 80 Tagen eintreten kann, erfolgt die Fortpflanzung meist erst im Folgejahr nach dem ersten Winterschlaf. Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich in der Körpermasse, wobei Männchen mit durchschnittlich 451 Gramm schwerer sind als Weibchen mit 359 Gramm. Zudem unterscheiden sich die Geschlechter im Jahreszyklus, da Männchen oft bereits im September und damit früher als die Weibchen in den Winterschlaf treten. Historisch wurde die Art 1758 von Carl Linnaeus zunächst als *Mus cricetus* beschrieben, bevor sie aufgrund ihrer distinkten Morphologie in eine eigene Gattung gestellt wurde.[2]
Verhalten
Der Feldhamster bewegt sich an der Oberfläche meist durch langsames Laufen fort und ist auf das Graben komplexer Tunnelsysteme in tiefgründigen Böden spezialisiert. Diese unterirdischen Baue können eine Länge von über acht Metern erreichen und verfügen über getrennte Kammern für Nestbau, Nahrungsvorräte und Kotablage. Die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, wobei sich die Aktivitätsphasen oft auf die frühen Morgen- und Abendstunden konzentrieren, um das Prädationsrisiko zu minimieren. Eine zentrale Verhaltensanpassung ist das Eintragen von Nahrung mithilfe dehnbarer Backentaschen, die bis zu 60 % des eigenen Körpergewichts fassen können. Gefüllte Backentaschen verleihen den Tieren zudem Auftrieb, was ihnen das gelegentliche Schwimmen durch Gewässer ermöglicht. Die gesammelte Nahrung wird in unterirdischen Vorratskammern eingelagert, wobei einzelne Individuen historisch bis zu 90 kg Getreide und Samen anhäufen konnten. *Cricetus cricetus* lebt solitär und zeigt ein ausgeprägtes Territorialverhalten, bei dem der eigene Bau aggressiv gegen Eindringlinge verteidigt wird.[2] Die Aufzucht der Jungtiere erfolgt ausschließlich durch das Weibchen, das den Bau vehement verteidigt, während Männchen keine elterliche Fürsorge zeigen. Den Winter verbringen die Tiere im Bau im Winterschlaf, der aus Torporphasen besteht, die alle fünf bis sieben Tage durch Wachphasen zur Nahrungsaufnahme aus den Vorräten unterbrochen werden.[1]
Ökologie
Der Feldhamster (*Cricetus cricetus*) bewohnt primär offene Landschaften wie Steppen und Agrarflächen, wobei er strikt auf tiefgründige, stabile Böden wie Löss, Lehm oder Ton angewiesen ist, um seine Baue anzulegen. Diese komplexen Erdbauten, die tief in das Erdreich reichen, bieten Schutz vor Temperaturextremen sowie Überschwemmungen und werden in den Wohnkesseln mit weichen Pflanzenteilen ausgepolstert.[2][1] Zur Vermeidung von Prädation benötigt die Art eine ausreichende Vegetationsdeckung durch krautige Pflanzen oder Getreide mit einer Höhe von mindestens 30 cm.[1] In seiner ökologischen Nische agiert der Hamster als opportunistischer Allesfresser, dessen Nahrungsspektrum neben Feldfrüchten und Sämereien auch einen essenziellen tierischen Anteil umfasst.[2][1] Zum Beutespektrum gehören Wirbellose wie Würmer, Schnecken, Engerlinge, Maikäfer und Heuschrecken sowie kleine Wirbeltiere wie Frösche, Eidechsen und Jungvögel von Bodenbrütern.[2] Die Aufnahme tierischer Proteine ist kritisch für den Reproduktionserfolg und das Überleben während des Winterschlafs. Selbst stellt *Cricetus cricetus* eine wichtige Beute für Prädatoren wie Füchse, Greifvögel und Marder dar. Der Prädationsdruck ist besonders in fragmentierten Lebensräumen hoch, in denen schützende Pflanzenstrukturen fehlen.[1] Durch das Eintragen von bis zu 90 kg Nahrungsvorräten, darunter Getreidekörner, Erbsen, Bohnen und Klee, entzieht die Art der Umgebung erhebliche Mengen an Biomasse für die Überwinterung.[2][1]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Feldhamster (*Cricetus cricetus*) wird historisch als bedeutender Ernteschädling klassifiziert, gilt jedoch heute in weiten Teilen seines Verbreitungsgebietes als streng geschützte Art.[2][1] Die landwirtschaftlichen Schäden entstehen primär durch den direkten Fraß an Feldfrüchten sowie deren Einlagerung in unterirdischen Bauen, um nahrungsarme Jahreszeiten zu überdauern.[2] Das Nahrungsspektrum umfasst dabei Getreidekörner, Erbsen, Bohnen, Klee sowie Hackfrüchte.[2][1] Ein einzelnes Individuum kann in seinen Vorratskammern bis zu 90 Kilogramm Pflanzenmaterial horten, wobei durchschnittliche Einlagerungen für den Winterschlaf meist geringer ausfallen.[1] Historisch führten zyklische Massenvermehrungen mit Dichten von bis zu 300 Tieren pro Hektar zu erheblichen Ernteverlusten, was in der Vergangenheit systematische Bekämpfungskampagnen mittels Prämien, Fallen und Gift zur Folge hatte.[1][3] Aufgrund massiver Bestandseinbrüche verursacht die Art in Westeuropa heute kaum noch ökonomisch relevante Schäden und ist stattdessen als vom Aussterben bedroht eingestuft.[1] In Teilen Osteuropas, wie etwa in der Ukraine, können lokal noch höhere Dichten auftreten, die vereinzelt Konflikte mit der Landwirtschaft auslösen.[5] Rechtlich unterliegt *Cricetus cricetus* dem strengen Schutz durch Anhang IV der FFH-Richtlinie sowie der Berner Konvention, was das Töten der Tiere oder die Zerstörung ihrer Baue verbietet.[2][1] Das Management konzentriert sich daher auf Bestandserhaltungsmaßnahmen statt auf Bekämpfung, wobei Landwirte für hamsterfreundliche Bewirtschaftungsmethoden entschädigt werden.[4] Zu den effektiven Präventions- und Schutzmaßnahmen zählen das Anlegen von Blühstreifen, der Anbau von Luzerne oder Klee sowie eine verzögerte Mahd, um Deckung und Nahrung zu sichern.[6][1] Ein Monitoring der Populationen erfolgt üblicherweise durch die Kartierung der charakteristischen Baue sowie durch Lebendfallenfang im Rahmen wissenschaftlicher Erhebungen.[2]
Wirtschaftliche Bedeutung
Historisch wurde *Cricetus cricetus* in weiten Teilen seines Verbreitungsgebiets als bedeutender Landwirtschaftsschädling eingestuft, der Getreide, Hülsenfrüchte und Hackfrüchte verzehrt.[2] Der wirtschaftliche Schaden resultierte primär aus dem Eintragen massiver Wintervorräte, wobei in einzelnen Bauen bis zu 90 Kilogramm Nahrung gefunden wurden.[1] Während einer Aktivitätsperiode kann ein einzelnes Tier etwa 10 Kilogramm Samen und 15 Kilogramm Knollen verbrauchen oder einlagern, was bei hohen Populationsdichten zu erheblichen Ernteverlusten führte.[2][1] Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts reagierten Regierungen in Ländern wie Deutschland und Frankreich mit systematischen Bekämpfungsmaßnahmen und Kopfgeldprämien, um die Erträge zu schützen. Zudem besaß die Art eine ökonomische Relevanz im Pelzhandel, wobei der Fang in ländlichen Gebieten oft als Nebenerwerb diente. Aufgrund massiver Bestandsrückgänge spielt der Feldhamster heute in Westeuropa als Schädling kaum noch eine Rolle, während er in Teilen Osteuropas weiterhin lokal Schäden verursacht.[1] Der ökonomische Fokus hat sich in der EU von der Schadensabwehr hin zu den Kosten für Naturschutzmaßnahmen verlagert, etwa durch Ausgleichszahlungen an Landwirte für hamsterfreundliche Bewirtschaftung.[4] In Regionen wie dem Elsass führen strenge Schutzauflagen teils zu Konflikten mit der Landwirtschaft bezüglich Nutzungsbeschränkungen und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Aufwand.[1]
Biologie & Lebenszyklus
Der Feldhamster (*Cricetus cricetus*) ist ein überwiegend nachtaktiver Einzelgänger, der komplexe, tief in der Erde liegende Baue anlegt und diese mit weichen Pflanzenteilen auspolstert.[2][3] Die Art hält einen Winterschlaf, der bei älteren Tieren bereits Ende August beginnen kann und durch zyklische Torpor-Phasen mit einer Absenkung der Körpertemperatur auf etwa 6 °C gekennzeichnet ist.[2][1] Für diese Phase sowie zur Überbrückung nahrungsarmer Zeiten legen die Tiere umfangreiche Vorräte in ihren Bauen an, die bis zu 90 kg Getreide und Samen umfassen können. Die Ernährung ist omnivor mit Schwerpunkt auf pflanzlicher Kost wie Feldfrüchten, Getreidekörnern, Erbsen, Bohnen, Klee sowie Wurzeln und Knollen.[2][3] Ergänzend wird tierische Nahrung aufgenommen, darunter Regenwürmer, Schnecken, Engerlinge, Maikäfer, Heuschrecken sowie kleine Wirbeltiere wie Frösche, Eidechsen und Jungvögel von Bodenbrütern.[2] Die Paarungszeit erstreckt sich von April bis Juli, wobei unter optimalen Bedingungen zwei bis drei Würfe pro Jahr möglich sind. Nach einer Tragzeit von etwa 18 bis 21 Tagen (drei Wochen) bringt das Weibchen zwischen 4 und 18 Jungtiere zur Welt, wobei die Wurfgröße durchschnittlich bei 7 bis 10 Tieren liegt. Die Jungtiere sind Nesthocker und werden blind sowie nackt mit einem Geburtsgewicht von 2 bis 3 Gramm geboren.[2][1] Die Entwicklung verläuft rasch: Das Jugendhaar ist nach 12 Tagen voll entwickelt, und die Augen öffnen sich nach 14 bis 15 Tagen.[2] Nach 25 bis 30 Tagen sind die Jungtiere selbstständig und entwöhnt, wobei die physiologische Geschlechtsreife bereits nach 2,5 Monaten eintreten kann.[2][1] Die potenzielle Lebensdauer beträgt 6 bis 10 Jahre, wird jedoch in der Natur durch Prädation von Füchsen, Greifvögeln und Mardern oft stark verkürzt.[2][3]
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet des Feldhamsters (*Cricetus cricetus*) erstreckt sich über weite Teile der Paläarktis, beginnend in Westeuropa bis nach Zentralasien.[1] Das Areal reicht geographisch von Belgien und Ostfrankreich über Mittel- und Osteuropa bis zum Jenissei-Fluss und dem Altai-Gebirge in Russland und China.[1][2] Die Art besiedelt dabei vorwiegend Regionen zwischen dem 45. und 60. nördlichen Breitengrad und ist von Meereshöhe bis in Höhenlagen von 1.500 Metern anzutreffen.[1] In Deutschland und den angrenzenden Ländern ist das Vorkommen heute stark fragmentiert, wobei die Verbreitung historisch von den Vogesen bis zum Ural reichte. Als ursprünglicher Bewohner von Steppen und Waldsteppen bevorzugt *Cricetus cricetus* offene, trockene Landschaften ohne dichten Baumbewuchs. Er hat sich erfolgreich an landwirtschaftliche Lebensräume angepasst und besiedelt heute vornehmlich Getreidefelder sowie Anbauflächen für Leguminosen und Hackfrüchte. Eine entscheidende Voraussetzung für geeignete Habitate ist die Bodenbeschaffenheit, wobei tiefgründige, bindige Böden wie Löss, Lösslehm oder Lehm essenziell sind. Diese stabilen Substrate ermöglichen das Anlegen komplexer, mehrkammeriger Bausysteme, die tief in das Erdreich reichen und mit weichen Pflanzenteilen ausgepolstert werden.[1][2] Sandige oder zu lockere Böden werden aufgrund der Einsturzgefahr der Baue gemieden, ebenso wie feuchte Gebiete mit hohem Grundwasserspiegel. Die Vegetation muss dem Hamster ausreichend Deckung bieten, wobei Pflanzenhöhen ab 30 cm bevorzugt werden, um Schutz vor Fressfeinden zu gewährleisten. Neben den dominierenden Agrarhabitaten wurden Populationen auch in städtischen Bereichen dokumentiert, beispielsweise in Parkanlagen und Gärten der Stadt Wien. In Westeuropa ist das Verbreitungsgebiet durch intensive Landnutzung mittlerweile in isolierte Restvorkommen zerfallen, während die Bestände in den östlichen Steppengebieten noch großflächiger sind.[1]
Saisonalität & Aktivität
Der Feldhamster (*Cricetus cricetus*) ist überwiegend nachtaktiv, wobei sich die Aktivität oft auf die Dämmerungsphasen am Morgen und Abend konzentriert.[2][1] Die aktive Saison beginnt nach dem Winterschlaf, aus dem adulte Männchen meist Mitte März und Weibchen im April erwachen. Die Paarungszeit erstreckt sich von April (IV) bis Juli (VII), während die Wurfzeit zwischen Mai (V) und Juli (VII) liegt. Pro Jahr bringt das Weibchen in dieser Zeit zwei bis drei Würfe zur Welt. Die Überwinterung erfolgt als Winterschlaf, der durch Phasen der Starre (Torpor) und periodische Aufwachphasen zur Nahrungsaufnahme gekennzeichnet ist. Der Beginn der Ruhephase variiert; während sich ältere Tiere bereits ab Ende August zurückziehen, fallen adulte Männchen typischerweise im September und Weibchen oft erst später in den Winterschlaf. Die gesamte Ruheperiode in den unterirdischen Bauen dauert im Durchschnitt von Oktober bis April. Während der aktiven Phase zeigen Weibchen eine deutlich höhere Zeitinvestition in die Nahrungssuche als Männchen, um Reserven für die Laktation und den Winter anzulegen.[2]
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Zobacz wszystkie szczegółyŹródła i odniesienia
- https://www.gbif.org/species/2438704
- https://animalia.bio/european-hamster
- https://animaldiversity.org/accounts/Cricetus_cricetus/
- https://webgate.ec.europa.eu/life/publicWebsite/project/LIFE12-BIO-FR-000979/alsace-life-hamster-demonstration-project-to-preserve-european-biodiversity-in-alsace
- https://bioone.org/journals/journal-of-vertebrate-biology/volume-62/issue-3/fozo.v62.i3.a6.2013/The-common-hamster-Cricetus-cricetus-in-Ukraine--evidence-for/10.25225/fozo.v62.i3.a6.2013.full
- http://www.italian-journal-of-mammalogy.it/Saving-the-common-hamster-Cricetus-cricetus-from-extinction-in-Alsace-France-potential%2C77174%2C0%2C2.html