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Drzewo tkankowe Davidia involucrata

Drzewo tkankowe

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Cornales (Cornales)
Rodzina Nyssaceae
Rodzaj Davidia
Gatunek Davidia involucrata
Nazwa naukowa Davidia involucrata Baill.
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

*Davidia involucrata*, im Deutschen als Taschentuchbaum oder Taubenbaum bekannt, ist ein sommergrüner Baum und die einzige Art der monotypischen Gattung *Davidia* innerhalb der Familie der Nyssaceae.[1][2] Dieses phylogenetische Relikt („lebendes Fossil“) stammt aus den bergigen Mischwäldern Südwestchinas und ist dort als geschützte Art der Klasse I klassifiziert. Markantes Merkmal sind die auffälligen weißen Hochblätter, die den Blütenstand umgeben und optisch an Taschentücher oder fliegende Tauben erinnern.[1]

Analiza społeczności

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Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 07.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Zytogenetische Untersuchungen haben für die Art einen diploiden Chromosomensatz von 2n = 42 bestätigt. - Der Karyotyp setzt sich detailliert aus 20 metazentrischen, 16 submetazentrischen, 4 subtelozentrischen und 2 telozentrischen Chromosomen zusammen. - Innerhalb der Ordnung Cornales zeigen phylogenetische Analysen eine enge Gruppierung mit den Gattungen *Nyssa* und *Camptotheca*. - Die Einführung in die westliche Kultur erfolgte erstmals um 1896 in Frankreich durch die Baumschule Vilmorin und im Jahr 1900 in Großbritannien durch Ernest Wilson. - Es existieren selektierte Kultivare wie 'Sonoma' und 'Aya Nishiki', die sich durch Merkmale wie Panaschierung oder abweichende Hochblattgrößen auszeichnen. - In der Gartenbaupraxis wird der Baum den USDA-Winterhärtezonen 6 bis 8 zugeordnet, wobei Exemplare des Typs *vilmoriniana* bis Zone 5 winterhart sein können.[8] - Die früher postulierten Varietäten *var. involucrata* und *var. vilmoriniana* werden in modernen taxonomischen Behandlungen oft nicht mehr unterschieden, da die Merkmale fließend ineinander übergehen. - Obwohl keine formale IUCN-Bewertung vorliegt, deuten Modelle darauf hin, dass der Klimawandel zu einer Verschiebung und Verkleinerung der geeigneten Habitate führen könnte.[8]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Davidia involucrata*, wobei die Erstbeschreibung im Jahr 1871 durch den Botaniker Henri Ernest Baillon erfolgte. Sie ist die einzige Art der monotypischen Gattung *Davidia* und wird heute auf Basis molekularphylogenetischer Untersuchungen der Familie der Nyssaceae zugeordnet. Historisch wurde das Taxon häufig in die Familie der Hartriegelgewächse (Cornaceae) gestellt, eine Klassifikation, die durch neuere Analysen revidiert wurde. Der Gattungsname ehrt den französischen Missionar und Naturforscher Armand David, der die Pflanze 1869 in der chinesischen Provinz Sichuan entdeckte. Das Artepitheton *involucrata* leitet sich vom lateinischen Begriff *involucrum* (Hülle) ab und bezieht sich auf die auffälligen, hüllblattartigen Brakteen, die den Blütenstand umgeben.[1] Im deutschsprachigen Raum sind die Trivialnamen Taschentuchbaum sowie Taubenbaum gebräuchlich.[2][1] Diese Bezeichnungen entsprechen den internationalen Namen wie "dove tree" oder "handkerchief tree", welche die Ähnlichkeit der weißen Hochblätter mit Taschentüchern oder flatternden Tauben beschreiben. Zu den bekannten Synonymen zählen *Davidia laeta*, *Davidia tibetana* und *Davidia vilmoriniana*.[1] Insbesondere *Davidia vilmoriniana* wurde lange als eigenständige Varietät (*var. vilmoriniana*) geführt, gilt jedoch aufgrund fließender Übergänge bei der Blattbehaarung heute meist als konspezifisch mit der Typusart. Als "lebendes Fossil" repräsentiert *Davidia involucrata* ein Relikt der tertiären Flora, deren fossile Nachweise bis in die Oberkreide vor etwa 80 Millionen Jahren zurückreichen.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Davidia involucrata ist ein sommergrüner Baum, der typischerweise Wuchshöhen von 10 bis 20 Metern erreicht, wobei außergewöhnliche Exemplare bis zu 25 Meter hoch werden können. In der Jugend bildet die Art eine breit-pyramidale Krone aus, die sich mit zunehmendem Alter abrundet und ausbreitet. Die Rinde ist orange- bis graubraun gefärbt, schuppig und blättert in großen, unregelmäßigen Platten ab, wodurch hellere innere Schichten sichtbar werden. Die wechselständigen, einfachen Laubblätter sind eiförmig bis breit-oval, besitzen eine herzförmige Basis sowie eine zugespitzte Blattspitze (Apex). Sie messen 8 bis 15 cm in der Länge sowie 7 bis 12 cm in der Breite und weisen einen gesägten Blattrand auf. Die Blattoberseite ist hellgrün, während die Unterseite je nach Form behaart oder seidig erscheinen kann; die Blattstiele sind charakteristisch rot und 4 bis 7 cm lang. Zerriebene junge Blätter verströmen oft einen angenehmen Duft. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni, wobei kleine, blütenblattlose Blüten mit roten Staubbeuteln in kompakten, kugeligen Köpfchen von etwa 2 cm Durchmesser erscheinen. Diese Blütenstände hängen an bis zu 7 cm langen Stielen und werden von zwei auffälligen, ungleich großen weißen Hochblättern (Brakteen) umhüllt. Das größere Hochblatt erreicht eine Länge von bis zu 16 cm, das kleinere etwa 8 cm, was optisch an Taschentücher oder fliegende Tauben erinnert. Als Früchte bilden sich hängende, eiförmige bis birnenförmige Steinfrüchte, die 3 bis 4 cm lang und 1,5 bis 2 cm breit sind. Diese reifen von einer purpur-grünen zu einer blassbraunen Färbung und enthalten einen gerippten, holzigen Endokarp mit 6 bis 10 Samen. Zytogenetische Untersuchungen belegen einen diploiden Chromosomensatz von 2n = 42.[1] Frühere taxonomische Unterscheidungen zwischen *var. involucrata* und *var. vilmoriniana* basierend auf der Blattbehaarung werden heute oft als fließende Übergänge ohne taxonomische Validität betrachtet.[1]

Beschreibung

Davidia involucrata stellt als einzige Art der monotypischen Gattung Davidia eine botanische Besonderheit innerhalb der Familie der Nyssaceae dar.[3] Dieser sommergrüne Laubbaum wird oft als "lebendes Fossil" bezeichnet, da er ein überlebendes Element der tertiären Flora ist, die einst weite Teile der Nordhalbkugel dominierte.[1][3] In seinem natürlichen Habitat in den feuchten Bergmischwäldern Südwestchinas erreicht der Baum Wuchshöhen von meist 10 bis 20 Metern, wobei außergewöhnliche Exemplare bis zu 25 Meter hoch werden können.[1] Während junge Bäume eine breit-pyramidale Krone ausbilden, entwickelt sich im Alter eine weitausladende, eher rundliche Wuchsform.[5] Charakteristisch für das Erscheinungsbild ist die orange-braune, schuppige Borke, die sich in großen, unregelmäßigen Platten ablöst und hellere Innenschichten freilegt.[1] Eine einzigartige anatomische Anpassung zeigt sich in der Reproduktionsbiologie: Die eigentlichen Blüten sind klein, blütenblattlos und produzieren keinen Nektar, weshalb der Baum auf eine visuelle Schauvorrichtung angewiesen ist.[3] Zwei große, ungleich lange weiße Hochblätter (Brakteen), die wie Taschentücher oder Tauben im Wind flattern, umgeben den Blütenstand und absorbieren UV-Licht, um Bestäuber wie Bienen der Gattungen Apis oder Xylocopa anzulocken.[1][6] Die Art ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch), wobei sich männliche und zwittrige Blüten in einem kompakten, kugeligen Köpfchen befinden.[5] Nach der Bestäubung entwickeln sich hängende, birnenförmige Steinfrüchte, die einen gefurchten, verholzten Kern mit mehreren Samen enthalten.[3] Die frühe Entwicklungsphase der Pflanze ist durch eine ausgeprägte doppelte Samenruhe (Dormanz) gekennzeichnet, die eine warme und anschließende kalte Stratifikation erfordert.[4] In der Natur erfolgt die Keimung daher oft erst nach ein bis drei Jahren, wobei die Sämlinge zunächst sehr langsam wachsen und hochsensibel auf Trockenheit reagieren.[1][2] Erst nach einer langen Jugendphase von 10 bis 20 Jahren tritt die Geschlechtsreife und damit die erste Blüte ein, was die natürliche Regeneration erschwert.[3] Zytogenetische Untersuchungen bestätigen einen diploiden Chromosomensatz von 2n = 42, wobei früher unterschiedene Varietäten wie var. vilmoriniana heute meist als fließende Übergänge innerhalb der Art betrachtet werden.[1] Fossilfunde belegen, dass Vorläufer der Gattung bereits in der späten Kreidezeit existierten und im Paläozän auch in Nordamerika verbreitet waren, bevor sich das Areal auf Ostasien beschränkte.[1][3] Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1871 durch Henri Ernest Baillon basierend auf Funden des Missionars Armand David, dem die Gattung ihren Namen verdankt. Im Vergleich zu verwandten Gattungen wie Nyssa unterscheidet sich Davidia signifikant durch die spektakulären Involukralblätter, die in dieser Form einzigartig in der Ordnung Cornales sind.[3]

Verhalten

Als primäre Strategie zur Anlockung von Bestäubern nutzt *Davidia involucrata* visuelle Reize durch zwei große, weiße Hochblätter, die die unscheinbaren Blütenstände umgeben.[1] Diese Hochblätter flattern im Wind, was an fliegende Tauben oder Taschentücher erinnert und die Aufmerksamkeit von Bienen der Gattungen *Apis*, *Xylocopa* und *Halictus* auf sich zieht.[1][3] Ergänzend zur Bewegung absorbieren die Hochblätter ultraviolettes Licht, wodurch sie als optische Signalgeber fungieren, um Insekten gezielt zu den nektarlosen Blüten zu leiten.[3] Die Präsentation des Pollens auf den zurückgebogenen Antherenwänden erfolgt über einen Zeitraum von fünf bis sieben Tagen.[1] Ein komplexes physiologisches Verhalten zeigt sich in der doppelten Samenruhe (Dormanz), die eine Keimung oft über ein bis drei Jahre verzögert.[1][3] Diese Anpassung erfordert nacheinander warme und kalte Stratifikationsphasen, um die Entwicklung der Keimwurzel und des Sprosses zu initiieren.[3] Junge Blätter weisen chemische Besonderheiten auf und verströmen beim Zerreiben einen angenehmen Duft. Auf Umweltstress reagiert die Art empfindlich; Sämlinge zeigen eine geringe Toleranz gegenüber Trockenheit oder Staunässe und benötigen konstante Feuchtigkeit. In der Interaktion mit der Begleitflora wird die natürliche Verjüngung von *Davidia involucrata* stark durch die Konkurrenz von wucherndem Bambus im Unterholz unterdrückt.[1]

Ökologie

Davidia involucrata besiedelt montane Mischwälder in Höhenlagen von 1.100 bis 2.600 Metern, die durch kühle, neblige Bedingungen und hohe Luftfeuchtigkeit geprägt sind. Die Art bevorzugt gut durchlässige, humusreiche und saure Böden (pH 5,0–6,5) über Sandstein oder Schiefer, wobei sie empfindlich auf Staunässe oder Trockenheit reagiert.[1] In ihrem natürlichen Habitat vergesellschaftet sich der Baum häufig mit Nadelhölzern wie *Pinus yunnanensis* sowie verschiedenen *Quercus*-Arten und bildet gemischte Laub-Nadelholz-Bestände.[4] Die nektarlosen Blüten werden primär von pollensammelnden Bienen der Gattungen *Apis*, *Xylocopa* und *Halictus* bestäubt. Dabei fungieren die auffälligen weißen Hochblätter als visuelle Locksignale, die UV-Licht absorbieren und Bestäuber zu den ansonsten unscheinbaren Blütenköpfen leiten.[3] Die Ausbreitung der Samen erfolgt überwiegend über kurze Distanzen durch Schwerkraft. Die natürliche Verjüngung ist oft gering, da Sämlinge im Unterwuchs starker Konkurrenz durch wuchernden Bambus ausgesetzt sind, der ihr Überleben hemmt. Zusätzlich belasten saurer Regen und die damit verbundene Aluminiumtoxizität die Populationen in den von Natur aus sauren Böden. Als phylogenetisches Relikt der tertiären Paläo-Tropen besetzt *Davidia involucrata* heute eine fragmentierte ökologische Nische, die durch den Klimawandel weiter bedroht ist.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Davidia involucrata wird primär als wertvolles Ziergehölz in Parks und Gärten geschätzt und ist aufgrund seiner einzigartigen weißen Hochblätter Träger des "Award of Garden Merit" der Royal Horticultural Society.[1] Die Art gilt nicht als Schädling, sondern ist ein schützenswertes "lebendes Fossil" und in China als Wildpflanze der Klasse I streng geschützt.[1][7] Es liegen keine Berichte über ein Schadpotenzial für Bauwerke oder gesundheitliche Risiken für den Menschen vor; vielmehr dient der Baum als Habitat für Bestäuber wie Bienen.[3][1] Im natürlichen Habitat ist der Baum selbst durch Bambus-Überwucherung bedroht, welche die Verjüngung durch Unterdrückung der Sämlinge im Unterholz hemmt. Ein wesentlicher abiotischer Stressfaktor ist saurer Regen, der in den nativen Böden zu einer erhöhten Aluminiumtoxizität führt und die Populationen belastet. Präventive Maßnahmen in der Kultur umfassen die Wahl windgeschützter Standorte, da starke Winde die empfindlichen Hochblätter und das junge Laub schädigen können.[1] Für das Management der Bestände ist die Überwachung der genetischen Diversität entscheidend, da Klimamodelle einen signifikanten Rückgang geeigneter Habitate prognostizieren.[3] Die Vermehrung erfordert komplexe Protokolle zur Brechung der doppelten Samenruhe, wobei oft eine Warm-Kalt-Stratifikation über mehrere Monate notwendig ist.[6][3] Zur Optimierung der Anzucht wurden patentierte Verfahren entwickelt, die Winterknospen für eine schnelle Gewebekultur nutzen und so die Überlebensrate der Setzlinge steigern.[2] Rechtliche Aspekte konzentrieren sich auf den Schutz vor Übernutzung und Abholzung im Ursprungsgebiet, unterstützt durch ex situ-Erhaltungsprogramme in botanischen Gärten.[7][4]

Wirtschaftliche Bedeutung

Davidia involucrata besitzt keine forstwirtschaftliche Relevanz als Nutzholzlieferant und wird nicht für medizinische Zwecke kommerziell verwertet. Der ökonomische Schwerpunkt liegt ausschließlich auf der Nutzung als hochpreisiges Ziergehölz in Parkanlagen und Arboreten der gemäßigten Zonen. Aufgrund der ästhetischen Hochblätter erhielt die Art Auszeichnungen wie den Award of Garden Merit, was die Nachfrage im internationalen Pflanzenhandel stützt. Die Produktion in Baumschulen ist jedoch kostenintensiv, da die Samen eine doppelte Dormanz aufweisen und Sämlinge 10 bis 20 Jahre bis zur ersten Blüte benötigen. Zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit setzen Produzenten auf Veredelungen oder vegetative Vermehrung, um die Kulturdauer zu verkürzen.[1] Innovationsbestrebungen zeigen sich in Patenten zur Gewebekultur von Winterknospen, welche die Effizienz der Massenvermehrung für den Zierpflanzenmarkt steigern sollen.[2] Historisch führte der hohe Marktwert als botanische Rarität zu einer Übernutzung wilder Bestände, was heute staatliche Investitionen in Schutzprogramme notwendig macht.[7] In ökologischer Hinsicht fungiert der Baum als Pollenquelle für Wild- und Honigbienen der Gattungen Apis, Xylocopa und Halictus, liefert jedoch keinen Nektar für die Imkerei.[3]

Biologie & Lebenszyklus

Der Taschentuchbaum (*Davidia involucrata*) ist ein einhäusiger (monözischer) Baum, dessen kugeligen Blütenstände sowohl zwittrige als auch männliche Blüten enthalten. Da die Blüten keinen Nektar produzieren, erfolgt die Bestäubung primär durch pollensammelnde Bienen der Gattungen *Apis*, *Xylocopa* und *Halictus*. Die auffälligen weißen Hochblätter (Brakteen) absorbieren ultraviolettes Licht und fungieren so als optisches Signal, um Insekten zu den ansonsten unscheinbaren Blüten zu leiten.[3] Nach der Befruchtung entwickeln sich eiförmige bis birnenförmige Steinfrüchte, die einen verholzten Kern mit sechs bis zehn Samen enthalten. Die Ausbreitung der Diasporen erfolgt in der Natur überwiegend über kurze Distanzen durch die Schwerkraft.[1] Eine physiologische Besonderheit ist die ausgeprägte doppelte Dormanz der Samen, die eine sofortige Keimung verhindert. Um diese Keimruhe zu brechen, ist eine warme Stratifikationsphase von 12 bis 20 Wochen bei 15–20 °C, gefolgt von einer Kälteperiode von 12 bis 16 Wochen bei etwa 4 °C erforderlich.[3] Aufgrund dieser komplexen Anforderungen verläuft die Keimung unregelmäßig und kann ein bis drei Jahre in Anspruch nehmen.[1] Das initiale Wachstum der Sämlinge ist langsam, wobei sie eine geringe Toleranz gegenüber Trockenheit und Staunässe aufweisen.[5] Die reproduktive Reife tritt spät ein, sodass Bäume oft erst nach 10 bis 20 Jahren erstmals blühen. *Davidia involucrata* ist langlebig und kann ein Alter von annähernd 400 Jahren erreichen. In seinem natürlichen Habitat in montanen Mischwäldern wächst der Baum bevorzugt in Höhenlagen zwischen 1.100 und 2.600 Metern bei kühlen, feuchten Bedingungen. Dort bildet er oft Vergesellschaftungen mit Nadelhölzern wie *Pinus yunnanensis* sowie verschiedenen *Quercus*-Arten.[4] Die natürliche Verjüngung ist am Standort oft gering, da wuchernder Bambus im Unterholz das Aufkommen von Sämlingen unterdrückt. Zudem erschwert die Fragmentierung der Populationen den genetischen Austausch und das langfristige Überleben der Art in freier Wildbahn.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Davidia involucrata* beschränkt sich auf die bergigen Mischwälder in Südwest- und Südzentralchina. Vorkommen sind primär in den Provinzen Sichuan, Hubei, Guizhou, Hunan und Yunnan dokumentiert. Die Art besiedelt dort Höhenlagen zwischen 1.100 und 2.600 Metern, wobei sie Hänge, Täler und Standorte in Gewässernähe bevorzugt. Diese Habitate zeichnen sich durch ein kühles, nebliges Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit und jährlichen Niederschlagsmengen von oft über 1.000 mm aus. Der Baum gedeiht auf gut durchlässigen, humusreichen und sauren Böden (pH 5,0–6,5), die häufig über Sandstein- oder Schiefergestein entstanden sind. In den heimischen Laub- und Mischwäldern wächst *Davidia involucrata* oft in Gesellschaft von Nadelbäumen wie *Pinus yunnanensis* sowie verschiedenen Laubgehölzen, darunter *Quercus*-Arten.[4] Als tertiäres Relikt weist die Art heute ein stark fragmentiertes Verbreitungsmuster auf, obwohl Fossilfunde eine einst weite Verbreitung in der Nordhalbkugel (Laurasia) belegen. Die Einführung in die westliche Kulturlandschaft begann 1896 in Frankreich durch die Baumschule Vilmorin und wurde 1900 durch Ernest Wilson in Großbritannien intensiviert. Außerhalb Chinas ist der Taschentuchbaum heute weltweit als Ziergehölz in botanischen Gärten und Parks der gemäßigten Klimazonen verbreitet. Er wird erfolgreich in den USDA-Winterhärtezonen 6 bis 8 kultiviert und toleriert im etablierten Zustand Temperaturen bis etwa -20 °C. In Europa und Nordamerika finden sich zahlreiche kultivierte Exemplare, wobei die Art geschützte Standorte mit Halbschatten bevorzugt, um Blattschäden durch Wind oder starke Sonne zu vermeiden.[1] Die natürliche Verjüngung am Wildstandort ist oft gering, da dichte Bambusbestände im Unterholz das Aufkommen von Sämlingen erschweren.[4]

Saisonalität & Aktivität

Als laubabwerfender Baum durchläuft *Davidia involucrata* einen ausgeprägten Jahreszyklus, dessen Aktivitätshöhepunkt in der Blütezeit von April bis Juni liegt.[1] Die Bestäubung erfolgt über einen kurzen Zeitraum von fünf bis sieben Tagen, in denen der Pollen auf den Antherenwänden präsentiert wird. In dieser Phase sind die Blüten tagsüber für Bestäuber wie Bienen der Gattungen *Apis*, *Xylocopa* und *Halictus* zugänglich, die durch die UV-absorbierenden Hochblätter angelockt werden. Nach der Befruchtung bilden sich Steinfrüchte, deren Samen eine komplexe physiologische Doppel-Dormanz aufweisen. Für eine erfolgreiche Keimung ist zunächst eine warme Stratifikationsphase von 12 bis 20 Wochen bei 15–20 °C erforderlich, gefolgt von einer Kälteperiode von 12 bis 16 Wochen bei etwa 4 °C. Aufgrund dieser Überwinterungs- und Reifungsmechanismen keimen die Samen oft erst nach ein bis drei Jahren.[3] Die Art toleriert Wintertemperaturen bis etwa -20 °C, bevorzugt während der Wachstumsphase jedoch kühle, feuchte Bedingungen zwischen 5 °C und 25 °C.[1] Die Generationenfolge ist langsam, da Sämlinge eine lange Jugendphase durchlaufen und oft erst nach 10 bis 20 Jahren die Blühreife erreichen.[3] Das saisonale öffentliche Interesse korreliert mit der sichtbaren Blüte, wobei Suchanfragen in den Monaten Mai und Juni ihren jährlichen Höchststand erreichen.[1]

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Lübeck, Schleswig-Holstein, Deutschland

    24.09.2025

  • Hahnheide-Schule, Trittau, Schleswig-Holstein, Deutschland

    24.09.2025

  • Herderschule – Gymnasium der Stadt Rendsburg, Rendsburg, Schleswig-Holstein, Deutschland

    22.09.2025

  • Lohe, Seevetal, Niedersachsen, Deutschland

    11.07.2025

  • Wanne, Tübingen, Baden-Württemberg, Deutschland

    27.06.2025

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

US-10624278-B2 Biological Nadany

Kultivierungsverfahren zur schnellen Vermehrung von Winterknospen der Davidia involucrata

Mianyang Teachers College, Mianyang Shuchuang Agricultural Technology Company Ltd. (2018)

Znaczenie: 6/10

Streszczenie

Das Patent beschreibt ein detailliertes Verfahren zur schnellen Vermehrung des Taschentuchbaums (Davidia involucrata) unter Verwendung von Winterknospen als Ausgangsmaterial. Der Prozess umfasst acht Schritte, beginnend bei der Sammlung und Sterilisation der Explantate über die Gewebekultur bis hin zur Bewurzelung und Akklimatisierung der Pflanzen. Durch diese Methode wird die Überlebensrate der Setzlinge signifikant erhöht und die künstliche Vermehrung dieser Zierpflanze effizienter gestaltet. Es werden spezifische Protokolle für das Wasser- und Düngemittelmanagement angewendet, um starke Setzlinge zu erzeugen. Dies ist besonders relevant für den Erhalt und die kommerzielle Produktion der Art.

Źródła i odniesienia

  1. https://www.treesandshrubsonline.org/articles/davidia/davidia-involucrata/
  2. https://patents.google.com/patent/US10624278B2/en
  3. https://arboretum.harvard.edu/arnoldia-stories/white-bracts-of-the-dove-tree-davidia-involucrata-umbrella-and-pollinator-lure/
  4. https://www.mdpi.com/1999-4907/15/2/272
  5. https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/davidia-involucrata
  6. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:430593-1
  7. https://news.cgtn.com/news/2022-04-19/China-National-Botanical-Garden-to-highlight-endangered-plants-19lZT9lLOhy/index.html
  8. Literaturzusammenfassung: Davidia involucrata