Popularne wyszukiwania
Wpis w leksykonie
Ziele francuskie Galinsoga parviflora
Szybka nawigacja
Taksonomia
Królestwo
Pflanzen (Plantae)
Typ
Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa
Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd
Asterales (Asterales)
Rodzina
Asteraceae
Rodzaj
Galinsoga
Gatunek
Galinsoga parviflora
Nazwa naukowa
Galinsoga parviflora Cav.
Zaakceptowana nazwa
Einleitung
*Galinsoga parviflora* ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Korbblütler (*Asteraceae*), deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet in Mittel- und Südamerika liegt.[1] Die Art hat sich weltweit in gemäßigten und tropischen Regionen als invasives Unkraut etabliert, das bevorzugt auf gestörten, nährstoffreichen Böden und in landwirtschaftlichen Kulturen auftritt.[1][2] Häufig wird sie mit der verwandten Art *Galinsoga quadriradiata* verwechselt, unterscheidet sich jedoch durch ihre weitgehend kahlen bis spärlich behaarten Stängel und stumpfe Pappusschuppen ohne Grannen.[2][3]
Ziele francuskie Obrazy i zdjęcia prawdziwych obserwacji
8 zdjęćSezonowość i trend popytowy
Na podstawie Silberkraft TrendIndex – naszego własnego modelu na podstawie danych wyszukiwania i obserwacji naturalnych
Działalność sezonowa
rozwój na przestrzeni lat
Fakten (kompakt)
- Die Blütenköpfchen weisen einen Durchmesser von lediglich 3 bis 4 mm auf und setzen sich aus fünf weißen Zungenblüten sowie zentralen gelben Röhrenblüten zusammen. - Eine einzelne Pflanze besitzt ein enormes Reproduktionspotenzial und kann über mehrere Generationen hinweg bis zu 400.000 Samen pro Saison produzieren. - Die als Achänen ausgebildeten Früchte sind etwa 1,5 bis 2 mm lang und leicht behaart, um die Windausbreitung zu erleichtern. - Im Boden behalten die Samen ihre Keimfähigkeit für einen Zeitraum von weniger als drei Jahren. - Ethnobotanisch wird die Art in verschiedenen Kulturen zur Behandlung von Beschwerden wie Erkältungen, Grippe, Malaria, Durchfall, Wunden und Leberschmerzen genutzt. - Medizinische Anwendungen erfolgen meist durch Abkochungen oder Umschläge aus Blättern, Stängeln oder der gesamten Pflanze.[11] - Innerhalb der Art existiert neben der Hauptform die Varietät *Galinsoga parviflora* var. *semicalva*, die sich durch schmalere und weniger gezahnte Blätter auszeichnet. - Phylogenetische Untersuchungen ordnen die Gattung der Subtribus Galinsoginae zu, wo sie eng mit den Gattungen *Sabazia* und *Alloispermum* verwandt ist. - Im englischen Sprachraum sind neben „Kew weed“ auch Trivialnamen wie „gallant soldier“ oder „lesser Peruvian daisy“ verbreitet.[11]
Name & Einordnung
Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Galinsoga parviflora* Cav., wobei das Autorenkürzel auf den spanischen Botaniker Antonio José Cavanilles verweist.[4][5] Cavanilles beschrieb die Spezies erstmals im Jahr 1795 in seinem Werk *Icones et Descriptiones Plantarum*. Sie fungiert als Typusart der Gattung *Galinsoga*, die bereits 1794 von Hipólito Ruiz López und José Antonio Pavón y Jiménez aufgestellt wurde. Der Gattungsname ehrt den spanischen Arzt und Botaniker Ignacio Mariano Martínez de Galinsoga (1766–1797), einen Direktor des Real Jardín Botánico de Madrid. Das Art-Epitheton *parviflora* leitet sich aus dem Lateinischen *parvus* (klein) und *flos* (Blume) ab und bezieht sich auf die kleinen Blütenköpfe der Pflanze.[5] Innerhalb der Art wird neben der typischen Varietät *Galinsoga parviflora* var. *parviflora* auch die Varietät *semicalva* unterschieden, die schmalere und weniger gezähnte Blätter aufweist. Phylogenetisch wird die Gattung der Subtribus Galinsoginae innerhalb der Tribus Heliantheae in der Familie der Asteraceae (Korbblütler) zugeordnet.[5] Im deutschen Sprachraum wird die Gattung als Franzosenkraut bezeichnet.[1] Im Englischen sind Trivialnamen wie „smallflower galinsoga“ oder „gallant soldier“ gebräuchlich, wobei letzterer eine volksetymologische Verballhornung des Gattungsnamens darstellt.[2][1] Historisch trug die Pflanze in Großbritannien auch den Namen „Kew weed“, da sie 1796 aus Peru in die Royal Botanic Gardens, Kew, eingeführt wurde und von dort verwilderte.[1] Internationale lokale Bezeichnungen umfassen „guascas“ in Kolumbien, „piojito“ in Mexiko sowie „mwamuna aligone“ in Malawi.[1][3][6]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Galinsoga parviflora ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 60 cm erreicht und einen aufrechten, verzweigten Habitus aufweist.[1][5] Die schlanken, gestreiften Stängel sind kahl bis spärlich behaart und variieren in der Färbung von grün bis rötlich.[5][2] Die gegenständig angeordneten Blätter besitzen eine eiförmige bis lanzettliche Form mit einer Länge von 0,8 bis 11 cm sowie einer Breite von 1 bis 3 cm.[1][5] Während die unteren Blätter an bis zu 1 cm langen Stielen sitzen, sind die oberen Blätter oft sitzend und schmaler geformt.[5] Die hellgrünen Blattspreiten sind insbesondere an der Unterseite spärlich behaart und weisen gesägte Ränder mit feiner Wimperung auf. Die kleinen Blütenköpfchen haben einen Durchmesser von 3 bis 5 mm und stehen in lockeren, endständigen oder achselständigen Trugdolden an schlanken, behaarten Stielen. Jedes Köpfchen besteht typischerweise aus fünf weißen, dreilappigen Zungenblüten, die etwa 2 bis 3 mm lang sind und 10 bis 50 gelbe Röhrenblüten umschließen. Die als Achänen ausgebildeten Früchte sind schwarz, 1,5 bis 2 mm lang und leicht behaart.[1][5] Ein wichtiges mikroskopisches Bestimmungsmerkmal ist der Pappus der inneren Röhrenblüten, der aus stumpfen, gefransten Schuppen ohne grannenartige Spitzen besteht.[5][2] Das Wurzelsystem ist faserig und flach ausgebildet, was eine schnelle Verankerung in gestörten Böden ermöglicht.[5] Die Art wird häufig mit dem Behaarten Franzosenkraut (*Galinsoga quadriradiata*) verwechselt, das jedoch dicht behaarte Stängel und Pappusschuppen mit deutlichen Grannenspitzen aufweist.[2][5] Im Gegensatz zu *Bidens pilosa* fehlen den Früchten von *G. parviflora* die widerhakenbesetzten Grannen, und von *Ageratum conyzoides* unterscheidet sie sich durch das Vorhandensein weißer Zungenblüten.[2][3] Auch fehlt ihr die für viele *Erigeron*-Arten typische grundständige Blattrosette.[3] Seltene Hybriden zwischen *G. parviflora* und *G. quadriradiata* können durch intermediäre Behaarungsmerkmale identifiziert werden.[3]
Beschreibung
Galinsoga parviflora ist eine einjährige, krautige Pflanze, die ursprünglich aus den Andenregionen Südamerikas und Mesoamerika stammt und sich durch einen extrem schnellen Lebenszyklus auszeichnet.[4][2] Im natürlichen Habitat erreicht sie typischerweise Wuchshöhen von 10 bis 60 cm und bildet einen aufrechten, verzweigten Habitus aus, der besonders auf nährstoffreichen, gestörten Böden gedeiht.[5] Die Stängel sind schlank, gestreift und im Gegensatz zu verwandten Arten meist kahl oder nur spärlich behaart, wobei sie oft grün bis rötlich gefärbt sind.[3] Ein charakteristisches Merkmal ist die gegenständige Anordnung der eiförmigen bis lanzettlichen Blätter, die gesägte Ränder aufweisen und an den unteren Stängelteilen gestielt sind, während sie nach oben hin sitzend und schmaler werden. Das Wurzelsystem ist faserig und flach, was eine rasche Etablierung unmittelbar nach der Keimung ermöglicht. Die Entwicklung der Pflanze verläuft rasant: Die Keimung erfolgt bereits 3 bis 5 Tage nach Bodenbearbeitung bei Temperaturen zwischen 16 und 20°C.[1] Bereits vier Wochen nach der Keimung können lebensfähige Samen produziert werden, was der Art erlaubt, mehrere Generationen innerhalb einer einzigen Vegetationsperiode hervorzubringen.[2] Die Blütenköpfchen sind mit 3 bis 5 mm Durchmesser sehr klein und bestehen aus etwa fünf weißen Zungenblüten, die einen gelben Scheibenblütenkern umgeben. Obwohl Insektenbestäubung durch Fliegen und Bienen vorkommt, ist die Pflanze selbstkompatibel (autogam), was den Samenansatz auch bei fehlender Bestäuberaktivität garantiert.[1] Ein entscheidendes Unterscheidungsmerkmal zur ähnlichen *Galinsoga quadriradiata* offenbart sich unter dem Mikroskop: Die Pappusschuppen der Scheibenfrüchte sind bei *G. parviflora* stumpf und gefranst, aber ohne Grannen, während *G. quadriradiata* grannenartige Spitzen aufweist.[7][3] Im Vergleich zu *Bidens pilosa* fehlen den Früchten von *G. parviflora* die widerhakenbewehrten Grannen, stattdessen besitzen sie haarige Schuppen.[3] Anatomisch nutzt die Pflanze allelopathische Anpassungen, indem sie Substanzen wie 1,4-Cyclohexandicarbonsäure über die Wurzeln abgibt, um die Keimung von Konkurrenzpflanzen zu hemmen. Die Art ist frostempfindlich und stirbt bei den ersten Frösten ab, sichert ihren Bestand jedoch durch eine enorme Samenproduktion von bis zu 400.000 Samen pro Pflanze, die im Boden überdauern. Historisch ist die Art in Großbritannien als „Kew weed“ bekannt, da sie 1796 aus Peru in die Royal Botanic Gardens in Kew eingeführt wurde und von dort aus verwilderte. Die Erstbeschreibung erfolgte 1795 durch den spanischen Botaniker Antonio José Cavanilles basierend auf in botanischen Gärten kultivierten Exemplaren.[1]
Verhalten
Das Verhalten von *Galinsoga parviflora* ist durch eine hohe Anpassungsfähigkeit und schnelle Reaktionen auf Umweltreize geprägt. Die Keimung der Samen wird durch Lichtexposition stimuliert (positive Photoblastie), weshalb die Art nur an der Bodenoberfläche oder aus sehr geringen Tiefen von maximal einem Zentimeter keimt.[2][1] Dieses Verhalten sichert das Wachstum in gestörten Böden, wobei warme Temperaturen zwischen 12 und 36 °C den Prozess zusätzlich beschleunigen.[1] Als Überlebensstrategie absolviert die Pflanze ihren Lebenszyklus extrem rasch innerhalb von etwa 40 Tagen, was die Bildung mehrerer Generationen pro Vegetationsperiode ermöglicht.[2] In der Interaktion mit anderen Pflanzenarten zeigt *Galinsoga parviflora* ein aggressives Konkurrenzverhalten durch Allelopathie.[3] Die Pflanze gibt über Wurzelexsudate und wässrige Extrakte chemische Verbindungen wie 1,4-Cyclohexandicarbonsäure ab. Diese Substanzen hemmen die Keimung und das Keimlingswachstum benachbarter Arten, wie beispielsweise Luzerne (*Medicago sativa*) oder Hafer (*Avena sativa*), um bis zu 40 %. Hinsichtlich der Fortpflanzung ist die Art flexibel und nutzt sowohl Selbstbestäubung (Autogamie) als auch Insekten wie Fliegen und Bienen für die Fremdbestäubung. Die Ausbreitung der Früchte erfolgt passiv durch Wind (Anemochorie) oder durch Anhaftung an Tieren und Menschen (Zoochorie/Anthropochorie), begünstigt durch die haarige Struktur der Achänen. Gegenüber abiotischen Faktoren zeigt die Pflanze eine strikte Frostempfindlichkeit, wobei das Wachstum bei erstem Frost sofort eingestellt wird und das Individuum abstirbt.[1] Zudem interagiert *Galinsoga parviflora* als Wirtspflanze mit diversen Insekten und dient Schädlingen wie Blattläusen und Nematoden als Habitat.[3]
Ökologie
*Galinsoga parviflora* ist eine sommerannuelle Pflanze, die warme, gemäßigte bis subtropische Klimate bevorzugt und empfindlich auf Frost reagiert, wobei das Wachstum beim ersten Frost endet.[5][1] Die Art gedeiht optimal auf stickstoffreichen, lehmigen und feuchten Böden mit einem pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 an offenen, sonnigen bis halbschattigen Standorten.[1][2] Als konkurrenzstarkes Unkraut verdrängt sie native Vegetation durch schnellen Ressourcenverbrauch und zeigt allelopathische Effekte, wobei Wurzelexsudate die Keimung anderer Pflanzen wie Luzerne oder Hafer hemmen können.[1][3] Wässrige Extrakte der Pflanze enthalten Verbindungen wie 1,4-Cyclohexandicarbonsäure, die das Wachstum von Keimlingen in der Umgebung signifikant unterdrücken.[8] Ökologisch fungiert das Franzosenkraut als Wirtspflanze für zahlreiche Insekten; in einer US-Studie wurden 122 Insektenarten auf der Pflanze dokumentiert, darunter Blattläuse und Weiße Fliegen (*Bemisia tabaci*).[3][2] Zudem dient die Art als Reservoir für diverse Pflanzenpathogene und Viren, wie das Gurkenmosaikvirus oder das Tomatenbronzefleckenvirus, sowie für Wurzelgallennematoden (*Meloidogyne incognita*).[2][7] Die Bestäubung erfolgt primär durch kleine Insekten wie Fliegen und Bienen, wobei die Pflanze auch selbstkompatibel ist und autogam Samen bilden kann. Im Nahrungsnetz dienen die Samen Vögeln als Futterquelle, während das Laub aufgrund seiner Schmackhaftigkeit und des Proteingehalts von Weidetieren wie Schafen und Rindern gefressen wird.[1]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Galinsoga parviflora gilt weltweit als bedeutendes Ackerunkraut, das über 20 Kulturpflanzenarten wie Tomaten, Mais und Kartoffeln durch intensive Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe schädigt.[2][1] Besonders in niedrig wachsenden Gemüsekulturen verursacht die Art Ertragsverluste von 10 bis 50 %, wobei bei Bohnen und Erdbeeren Ausfälle bis zur Hälfte der Ernte möglich sind.[7][2] Neben der direkten Konkurrenz fungiert die Pflanze als Wirt für zahlreiche Schädlinge wie Blattläuse, Thripse und Nematoden sowie für Pflanzenviren, darunter das Gurkenmosaikvirus und das Tomatenbronzefleckenvirus. Im ökologischen Landbau wird das Franzosenkraut aufgrund seiner enormen Samenproduktion von bis zu 400.000 Samen pro Pflanze und der schnellen Generationsfolge als hochprioritäres Problemunkraut eingestuft.[1][8] Präventive Maßnahmen konzentrieren sich auf die Erschöpfung der Samenbank im Boden, da die Samen eine kurze Lebensdauer von ein bis drei Jahren aufweisen.[2][1] Kulturmethoden wie das Mulchen mit schwarzer Folie oder Stroh sowie Fruchtfolgen mit konkurrenzstarken Pflanzen wie Mais unterdrücken effektiv die Keimung und Etablierung.[7][3] Mechanische Bekämpfung durch Hacken oder Striegeln im Keimblattstadium sowie der Einsatz von Zwischenfrüchten wie Buchweizen können den Auflauf um bis zu 98 % reduzieren.[3][1] In Weidesystemen oder an Feldrändern lässt sich die Biomasse durch Beweidung mit Schafen kontrollieren, da die Pflanze für Vieh schmackhaft und ungiftig ist.[1] Zur chemischen Bekämpfung werden im konventionellen Anbau Herbizide wie Metribuzin im Vorauflauf oder Glyphosat im Nachauflauf eingesetzt, wobei auf Resistenzbildungen zu achten ist.[9][1] In Ländern wie Frankreich und Brasilien wurden bereits Resistenzen gegen ALS-Hemmer sowie Glyphosat und Linuron dokumentiert, was ein integriertes Resistenzmanagement erfordert.[1][3] Biologische Bekämpfungsansätze sind bisher begrenzt verfügbar, wenngleich Forschungen zu Bioherbiziden aus Streptomyces-Arten und allelopathischen Pflanzenextrakten erste positive Ergebnisse zeigen.[9][1] Aufgrund des hohen Invasionspotenzials unterliegt die Art in bestimmten Regionen wie Australien Quarantänebestimmungen, die Überwachungsmaßnahmen und strikte Hygienevorschriften für Maschinen und Bodenmaterial umfassen.[10][1]
Wirtschaftliche Bedeutung
Galinsoga parviflora verursacht weltweit signifikante wirtschaftliche Schäden als Unkraut in über 20 Kulturpflanzenarten, darunter Tomaten, Mais, Sojabohnen und Baumwolle.[2] In niedrig wachsenden Gemüsekulturen und bewässerten Feldern führen Infestationen zu Ertragsverlusten von 10 bis 50 %, abhängig von der Bestandsdichte und den Umweltbedingungen. Während konkurrenzstarke Kulturen wie Mais Einbußen von etwa 10–20 % verzeichnen, können empfindliche Bestände wie Bohnen und Erdbeeren Ertragsreduktionen von bis zu 50 % erleiden.[2][7] Für den ökologischen Landbau stellt die Art eine besondere ökonomische Herausforderung dar, da der Verzicht auf synthetische Herbizide und die schnelle Reproduktion der Pflanze die Arbeitskosten für manuelle Bekämpfung erhöhen.[7] Neben der direkten Ressourcenkonkurrenz fungiert die Pflanze als Wirt für wirtschaftlich relevante Schädlinge, darunter Blattläuse, Thripse und Wurzelgallennematoden.[2][3] Zudem dient sie als Reservoir für Pflanzenviren wie das Cucumber mosaic virus und das Tomato spotted wilt virus, wodurch Krankheitszyklen in benachbarten Nutzkulturen verstärkt werden.[2] Demgegenüber steht ein regionaler wirtschaftlicher Nutzen als Nahrungsmittel, etwa als Marktgemüse in Ostafrika oder als essentielle Zutat für das traditionelle Gericht „Ajiaco“ in Kolumbien.[2][3] In einigen landwirtschaftlichen Systemen wird die stickstoffreiche Biomasse zudem als proteinreiches Futter für Vieh genutzt.[2] Neuere Forschungen deuten auf ein wirtschaftliches Potenzial in der Entwicklung von Bioherbiziden hin, da wässrige Extrakte der Pflanze die Keimung anderer Unkräuter hemmen können.[1]
Biologie & Lebenszyklus
Galinsoga parviflora ist eine extrem schnellwüchsige, einjährige krautige Pflanze, die ihren gesamten Lebenszyklus unter günstigen Bedingungen in etwa 40 Tagen vollenden kann. Aufgrund dieser raschen Entwicklung sind mehrere Generationen innerhalb einer einzigen Vegetationsperiode vom zeitigen Frühjahr bis zum ersten Frost möglich.[2] Die Keimung der Samen erfolgt optimal bei Temperaturen zwischen 16 und 30 °C und ist lichtabhängig, weshalb die Keimlinge nur an der Bodenoberfläche oder aus Tiefen von maximal einem Zentimeter auflaufen.[1] Die Blütezeit beginnt bereits 24 bis 60 Tage nach dem Auflaufen und setzt sich kontinuierlich bis in den Herbst fort.[2] Fortpflanzungsbiologisch ist die Art selbstkompatibel und nutzt vorwiegend Selbstbestäubung (Autogamie), wobei auch eine Fremdbestäubung durch Insekten wie Fliegen und Bienen stattfindet. Eine einzelne Pflanze produziert durchschnittlich 5.000 bis 10.000 Achänen, wobei große Exemplare bis zu 400.000 Samen hervorbringen können.[2] Die Samen reifen sehr schnell und werden bereits vier bis sechs Tage nach der Blüte durch Wind (Anemochorie) oder mechanische Vektoren verbreitet.[1] Im Boden bleiben die Samen weniger als drei Jahre keimfähig, keimen jedoch bei Bodenstörungen rasch wieder aus.[2] Physiologisch ist das Franzosenkraut sehr frostempfindlich und stirbt bei den ersten Minustemperaturen ab. Die Pflanze stellt hohe Ansprüche an das Substrat und bevorzugt fruchtbare, feuchte Lehmböden mit hohem Gehalt an Stickstoff, Phosphor und Kalium.[1] Ökologisch interagiert G. parviflora als Wirtspflanze für diverse Schädlinge wie Blattläuse, Weiße Fliegen und Wurzelgallennematoden.[1] Zudem fungiert sie als Reservoir für Pflanzenviren, darunter das Gurkenmosaikvirus und das Tomatenbronzefleckenvirus.[2] Über Wurzelausscheidungen entfaltet die Art eine allelopathische Wirkung, die das Wachstum benachbarter Pflanzen wie Luzerne hemmen kann.[1]
Vorkommen & Lebensraum
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Galinsoga parviflora* liegt in den Neotropen, mit einem Diversitätszentrum in den bergigen Regionen Mexikos und Zentralamerikas sowie den Anden Südamerikas.[5][4] Die Art wurde 1796 aus Peru in die Royal Botanic Gardens in Kew (London) eingeführt und verwilderte dort bereits im frühen 19. Jahrhundert, was ihr den englischen Beinamen „Kew weed“ einbrachte. Von Europa aus verbreitete sich die Pflanze durch den internationalen Handel mit Saatgut und landwirtschaftlichen Produkten weltweit.[1] Heute ist das Franzosenkraut kosmopolitisch in fast allen gemäßigten und subtropischen Klimazonen vertreten, fehlt jedoch in den Polarregionen.[5][1] In Europa gilt die Art als weit verbreiteter Neophyt, der sich vor allem in Siedlungsbereichen und landwirtschaftlichen Nutzflächen etabliert hat.[1] Die Pflanze besiedelt bevorzugt offene, gestörte Standorte wie Äcker, Gärten, Straßenränder und Schuttplätze. Sie gedeiht optimal auf feuchten, nährstoffreichen Lehmböden mit hoher Stickstoffversorgung und meidet dichten Schatten. Als frostempfindliche Art ist ihr Vorkommen stark an wärmere Jahreszeiten oder Klimazonen gebunden, wobei sie Temperaturen zwischen 15 °C und 30 °C bevorzugt.[2] *Galinsoga parviflora* tritt häufig als Unkraut in über 20 verschiedenen Kulturen auf, insbesondere in Gemüse- und Hackfruchtfeldern wie Kartoffeln oder Tomaten. Zudem fungiert sie als Wirtspflanze für diverse landwirtschaftliche Schädlinge wie Blattläuse, Nematoden sowie verschiedene Pflanzenviren. Während die Art in ihrem Ursprungsgebiet bis in montane Höhenstufen der Anden vorkommt, prognostizieren Modelle eine künftige Ausbreitung in hochgelegene Regionen wie Tibet infolge der globalen Erwärmung.[1]
Saisonalität & Aktivität
Galinsoga parviflora ist eine sommerannuelle Pflanze, deren aktiver Lebenszyklus in gemäßigten Breiten vom zeitigen Frühjahr bis zum Herbst andauert.[2] Die Keimung der Samen wird primär durch Licht und warme Bodentemperaturen ausgelöst, wobei das Optimum für die Entwicklung zwischen 16 und 30 °C liegt. Der Prozess erfolgt bevorzugt unter wechselnden Tages- und Nachttemperaturen, wobei Samen in Tiefen von mehr als 1 cm meist nicht auflaufen.[1] Aufgrund des raschen Wachstums erscheinen die ersten Blüten bereits 24 bis 60 Tage nach dem Auflaufen der Sämlinge. Diese kurze Entwicklungszeit, die unter günstigen Bedingungen in etwa 40 Tagen abgeschlossen sein kann, ermöglicht der Art die Ausbildung mehrerer Generationen innerhalb einer einzigen Vegetationsperiode. Die Hauptblütezeit erstreckt sich kontinuierlich vom späten Frühjahr bis in den frühen Herbst. Ein einzelnes Exemplar kann bis zum Ende der Saison Tausende von Samen produzieren, die sofort keimfähig sind.[2] Die vegetative Aktivität setzt sich fort, bis die frostempfindlichen Pflanzen beim ersten Frost absterben, da sie Kälte nicht tolerieren. In wärmeren, subtropischen Gebieten wie Südchina ist bei ausreichender Feuchtigkeit hingegen eine ganzjährige Keimung und Entwicklung möglich.[1] Das biologische Aktivitätsmaximum im Hochsommer spiegelt sich auch im öffentlichen Suchinteresse in Deutschland wider, das in den Monaten Juli und August seine Spitzenwerte erreicht.
Źródła i odniesienia
- https://www.cabidigitallibrary.org/doi/full/10.1079/cabicompendium.25299
- https://cals.cornell.edu/weed-science/weed-profiles/galinsogas
- https://floranorthamerica.org/Galinsoga_parviflora
- https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:208554-1
- http://floranorthamerica.org/Galinsoga_parviflora
- https://masaamerica.com/2022/10/12/piojito-galinsoga-parviflora/
- https://fruit.wisc.edu/2022/05/03/galinsoga-management-in-wisconsin-strawberry-production-another-weed-on-the-move/
- https://www.mdpi.com/2071-1050/16/11/4689
- http://www.cdms.net/ldat/ld86D001.pdf
- https://invasives.org.au/wp-content/uploads/2018/02/WWF-National-list-of-naturalised-Invasive-garden-plants-2004.pdf
- Literaturzusammenfassung: Galinsoga parviflora