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ginkgo Miłorząb dwuklapowy

ginkgo

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Ginkgoopsida (Ginkgoopsida)
Rząd Ginkgoales (Ginkgoales)
Rodzina Ginkgoaceae
Rodzaj Ginkgo
Gatunek Ginkgo biloba
Nazwa naukowa Ginkgo biloba L.
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

*Ginkgo biloba* ist ein sommergrüner Baum und der einzige heute noch existierende Vertreter der Abteilung Ginkgophyta sowie der Familie Ginkgoaceae.[1] Diese als „lebendes Fossil“ bezeichnete Nacktsamer-Art stammt ursprünglich aus China und weist eine seit über 200 Millionen Jahren morphologisch weitgehend unveränderte Struktur auf.[1][2] Charakteristisch sind die fächerförmigen Blätter mit gabeliger Aderung; historisch wurde die Spezies auch unter dem Synonym *Salisburia adiantifolia* geführt.[3] Aufgrund seiner hohen Toleranz gegenüber Umweltbelastungen wird der Baum weltweit als Ziergehölz kultiviert und für medizinische Extrakte genutzt.[4][1]

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Ostatnio 22.03.2026
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Fakten (kompakt)

- Die evolutionäre Linie der Art reicht bis in das Perm zurück, womit sie der einzige Überlebende der Ordnung Ginkgoales aus dem Mesozoikum ist. - Einzelne Individuen können ein extrem hohes Alter von bis zu 3.000 Jahren erreichen. - Das Holz von *Ginkgo biloba* ist leicht und spröde, weshalb es in China und Japan historisch für die Fertigung von Schachspielen und Hackklötzen verwendet wurde. - In der Gartenbaukultur werden männliche Sorten wie 'Autumn Gold' und 'Princeton Sentry' bevorzugt, um die Geruchsbelästigung durch die fleischigen Samenmäntel weiblicher Bäume zu vermeiden. - Die verarbeiteten Samen, bekannt als Ginkgo-Nüsse, sind ein traditionelles Nahrungsmittel der ostasiatischen Küche, während der Rohverzehr toxisch wirken kann. - Auf kräftigen Langtrieben können die Blätter eine Breite von 10 bis 15 cm erreichen, während sie an Kurztrieben meist nur 5 bis 8 cm messen. - Die charakteristische Aderung der Blätter ähnelt der des Frauenmanhaarfarns, was zum englischen Trivialnamen „maidenhair tree“ führte. - Die Art ist in den USDA-Klimazonen 3 bis 8 winterhart und toleriert neben Luftverschmutzung auch Salz und Hitze. - Die Blattstiele sind schlank, flexibel und 2 bis 6 cm lang, was den Blättern erlaubt, im Wind zu flattern. - Während an Kurztrieben im Frühjahr 6 bis 11 Blätter entstehen, werden an Langtrieben im Sommer 8 bis 26 sogenannte Spätblätter gebildet. - Der Laubabwurf im Herbst erfolgt rapide durch die Bildung einer spezifischen Abszissionszone an der Basis des Blattstiels.[6]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name *Ginkgo biloba* wurde 1771 von Carl von Linné in dessen Werk *Mantissa Plantarum* validiert, wobei er die Gattungsbezeichnung aus Engelbert Kaempfers *Amoenitatum Exoticarum* (1712) übernahm.[4][1] Der Gattungsname leitet sich vom japanischen Begriff *ginkyō* (Silberaprikose) ab, einer Transliteration des chinesischen *yīnxíng*, wobei Kaempfer vermutlich ein Transkriptionsfehler der regionalen Aussprache unterlief.[1][3] Das Art-Epitheton *biloba* entstammt dem Lateinischen („zweilappig“) und beschreibt die charakteristischen, durch eine zentrale Einkerbung geteilten Blätter.[4] Ein historisches Synonym ist *Salisburia adiantifolia*, das 1797 von James Edward Smith publiziert wurde, bevor sich die heutige taxonomische Einordnung festigte.[3] Als einzige rezente Art der Familie Ginkgoaceae und der Ordnung Ginkgoales nimmt *Ginkgo biloba* eine isolierte Stellung innerhalb der Samenpflanzen ein.[1] Aufgrund der morphologischen Konstanz seit dem Jura, vor über 170 Millionen Jahren, wird die Art als „lebendes Fossil“ bezeichnet und repräsentiert den letzten Überlebenden einer im Mesozoikum artenreichen Linie.[2][1] Phylogenetische Analysen weisen sie als eigenständige Gruppe der Nacktsamer (Ginkgophyta) aus, die das Merkmal begeißelter Spermien unter den rezenten Samenpflanzen nur noch mit den Palmfarnen teilt.[2] International ist die Bezeichnung „Maidenhair tree“ geläufig, die auf die Ähnlichkeit der Blätter mit dem Frauenhaarfarn anspielt. Im asiatischen Raum sind Trivialnamen wie *báiguǒ* (weiße Frucht) oder *icho* verbreitet, die auf die silbrigen Samen Bezug nehmen.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Ginkgo biloba* ist ein langlebiger, sommergrüner Baum, der typischerweise Wuchshöhen von 15 bis 24 Metern erreicht und eine pyramidenförmige bis breit ausladende Krone entwickelt. Die Rinde adulter Exemplare ist grau, rau und tief gefurcht, was dem Stamm ein stark texturiertes Erscheinungsbild verleiht. Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal ist der Dimorphismus der Zweige, der sich in 2 bis 75 cm langen Langtrieben und extrem gestauchten, nur 1 bis 2 mm jährlich wachsenden Kurztrieben äußert. Die Blätter sind fächerförmig, 5 bis 8 cm breit und weisen oft eine zentrale Einkerbung auf, die sie zweilappig (bilobat) erscheinen lässt. Sie besitzen eine offene dichotome Aderung, bei der sich die Nerven von der Basis aus gabeln, ohne Querverbindungen zu bilden. Im Herbst färbt sich das sattgrüne Laub vor dem Abwurf leuchtend goldgelb. Da die Art diözisch ist, befinden sich die männlichen und weiblichen Fortpflanzungsorgane auf getrennten Bäumen (Sexualdimorphismus). Männliche Individuen bilden im Frühjahr kätzchenartige, 1,2 bis 2,2 cm lange Pollenstrobili, die in Gruppen an den Kurztrieben stehen. Weibliche Bäume tragen Samenanlagen an 4 bis 5 cm langen Stielen, wobei meist zwei Samenanlagen pro Stiel angelegt sind. Die reifen Samen ähneln mirabellenartigen Früchten, sind 2,5 bis 3,5 cm lang und besitzen eine fleischige, gelb-orange Außenhülle (Sarcotesta). Diese Hülle verströmt aufgrund von Buttersäure und Hexansäure einen penetranten, ranzigen Geruch. Das Wurzelsystem ist tiefreichend angelegt und trägt zur Widerstandsfähigkeit des Baumes bei. Morphologisch ist *Ginkgo biloba* unverwechselbar und grenzt sich durch die breiten Blätter und das Fehlen echter Zapfen deutlich von anderen Gymnospermen wie Koniferen ab.[4]

Beschreibung

Ginkgo biloba ist der einzige rezente Vertreter der Abteilung Ginkgophyta und wird oft als „lebendes Fossil“ bezeichnet, da die Art morphologisch seit über 200 Millionen Jahren nahezu unverändert geblieben ist. In seinem natürlichen Lebensraum in China erreicht der sommergrüne Baum typischerweise Wuchshöhen von 15 bis 24 Metern und bildet eine pyramidale, im Alter oft unregelmäßig ausladende Krone aus.[4][1] Ein charakteristisches Merkmal der Wuchsform ist der ausgeprägte Dimorphismus der Verzweigung: Während Langtriebe für das rasche Höhenwachstum sorgen, wachsen die Kurztriebe nur wenige Millimeter pro Jahr und tragen die Blätter in dichten Büscheln.[1][2] Diese Architektur resultiert aus einer hormonellen Regulation, die je nach Lichtverfügbarkeit entweder kompaktes Wachstum an Kurztrieben oder Elongation an Langtrieben fördert.[1] Anatomisch nimmt die Art eine einzigartige Stellung zwischen Farnen und Nadelgehölzen ein, was sich besonders in der Befruchtung durch frei schwimmende, begeißelte Spermatozoiden manifestiert – ein Merkmal, das unter den Samenpflanzen nur noch bei Palmfarnen (Cycadales) zu finden ist.[1][2] Die Art ist strikt diözisch, wobei männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane auf getrennten Individuen gebildet werden.[4] Männliche Bäume entwickeln im Frühjahr kätzchenartige Pollenzapfen an den Kurztrieben, während weibliche Bäume paarweise angeordnete Samenanlagen an langen Stielen tragen. Der Entwicklungszyklus ist archaisch und langwierig: Nach der Windbestäubung im Frühjahr wachsen die Pollenschläuche über Monate hinweg, bevor die Befruchtung durch die mobilen Spermien erst im Herbst kurz vor dem Samenfall erfolgt. Die reifen Samen ähneln äußerlich gelben Steinfrüchten, bestehen jedoch aus einer fleischigen Außenschicht (Sarkotesta), die aufgrund von Buttersäure und Hexansäure einen penetranten, ranzigen Geruch verströmt. Dieser Geruch dient ökologisch der Anlockung von tierischen Verbreitern wie Schleichkatzen, die das Fruchtfleisch fressen und den harten Kern ausscheiden. Eine bemerkenswerte physiologische Anpassung ist die hohe Resistenz gegen Umweltschadstoffe, Trockenheit und Schädlinge, bedingt durch sekundäre Pflanzenstoffe wie Ginkgolide und Bilobalid, die als Fraßgifte wirken. Das Genom der Art ist ungewöhnlich groß und reich an repetitiven Sequenzen sowie spezifischen Abwehrgenen, was Individuen ein Alter von bis zu 3.000 Jahren ermöglicht. Historisch wurde die Art 1712 durch Engelbert Kaempfer für die westliche Wissenschaft beschrieben, wobei der Gattungsname auf einem Transkriptionsfehler des japanischen Begriffs für „Silberaprikose“ beruht. Im Gegensatz zu vielen anderen Gymnospermen besitzt Ginkgo biloba keine nahen lebenden Verwandten und repräsentiert eine evolutionär isolierte Linie, die Massenaussterben überdauerte.[1]

Verhalten

Das Fortpflanzungsverhalten von *Ginkgo biloba* weist eine für Samenpflanzen seltene Besonderheit auf, da die männlichen Bäume begeißelte, mobile Spermien produzieren. Diese Spermien besitzen etwa 1.000 Geißeln und schwimmen aktiv durch eine Nährflüssigkeit innerhalb der Samenanlage, um die Eizellen zu erreichen und zu befruchten.[2] Als passiver Abwehrmechanismus synthetisiert der Baum spezifische sekundäre Pflanzenstoffe wie Ginkgolide und Bilobalid, die als Fraßhemmer und Insektizide wirken.[2][4] Diese chemische Verteidigung schützt die Pflanze effektiv vor Herbivoren wie Blattläusen und Raupen, weshalb in natürlichen Beständen kaum Schädlingsbefall beobachtet wird. Zur Verbreitung der Samen setzt *Ginkgo biloba* auf chemische Signale, indem die fleischige Samenschale (Sarkotesta) durch Butan- und Hexansäuren einen intensiven, ranzigen Geruch verströmt. Dieses olfaktorische Signal lockt spezifische tierische Dispersoren wie den Larvenroller (*Paguma larvata*) oder Marderhunde an, die das Fruchtfleisch verzehren, den harten Samen jedoch unversehrt lassen. Das Wachstumsverhalten der Äste reagiert plastisch auf Umweltreize, wobei Schatten die Bildung von Kurztrieben begünstigt, während hohe Lichtintensität das Längenwachstum von Langtrieben stimuliert. Der herbstliche Blattabwurf wird als Reaktion auf verkürzte Tageslängen und sinkende Temperaturen hormonell durch Ethylen und Abscisinsäure eingeleitet.[2] Darüber hinaus interagiert das Wurzelsystem mit endogenen Pilzen wie *Fusarium solani*, deren antimikrobielle Eigenschaften zur Krankheitsresistenz des Baumes beitragen können.[4]

Ökologie

In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet in China besiedelt *Ginkgo biloba* Mischwälder auf Berghängen und in Tälern, wobei die Art eine Nische in feuchten, störungsanfälligen Habitaten besetzt.[1][2] Die Bestäubung der diözischen Bäume erfolgt anemophil durch den Wind im Frühjahr.[4] Für die Samenverbreitung spielt die Zoochorie eine entscheidende Rolle: Der fleischige Samenmantel (Sarkotesta) lockt durch kurzkettige Fettsäuren wie Buttersäure Säugetiere an, darunter den Larvenroller (*Paguma larvata*) und den Marderhund.[1][4] Diese Tiere verzehren die Sarkotesta und scheiden den harten Samen unversehrt aus, was essenziell ist, da das intakte Fruchtfleisch die Keimung hemmt. Gegenüber Insektenfraß zeigt *Ginkgo biloba* eine ausgeprägte Resistenz, die auf toxische Sekundärmetabolite wie Ginkgolide und Bilobalid zurückzuführen ist; diese wirken als Antifeedants gegen Herbivoren wie Blattläuse und Raupen.[1] Während oberirdischer Schädlingsbefall selten ist, sind die Wurzeln von Sämlingen anfällig für unterirdische Schädlinge wie Engerlinge und Maulwurfsgrillen. Die ökologischen Interaktionen umfassen zudem endophytische Pilze wie *Fusarium solani*, die im Pflanzengewebe leben und antimikrobielle Potenziale aufweisen.[4] Abiotisch zeichnet sich die Art durch eine hohe Toleranz gegenüber Luftschadstoffen wie Ozon und Schwefeldioxid sowie Salzstress aus, was ihr Überleben in urbanen Ökosystemen begünstigt.[1][4] Jüngste Modellierungen deuten jedoch darauf hin, dass extreme Hitze infolge des Klimawandels die physiologischen Funktionen wie den Gasaustausch beeinträchtigt und geeignete Habitate in höhere Breiten oder Lagen verschieben könnte.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Ginkgo biloba wird aufgrund seiner hohen Toleranz gegenüber Luftschadstoffen und Krankheitserregern primär als wertvoller Nützling in der Stadtbegrünung klassifiziert.[4] Die ausgeprägte Resistenz gegenüber Insektenfraß basiert auf sekundären Pflanzenstoffen wie Ginkgoliden und Bilobalid, die als natürliche Insektizide und Antifeedants wirken.[1] Trotz der allgemeinen Widerstandsfähigkeit sind Sämlinge anfällig für unterirdische Schädlinge wie Engerlinge oder Maulwurfsgrillen, was in der Anzucht Schutzmaßnahmen erfordert. Zur Bekämpfung dieser Wurzelschädlinge werden chemische Tauchbäder mit Fungiziden und Insektiziden oder spezielle Substratzusätze eingesetzt.[4] Als abiotischer Schadfaktor führt extremer Hitzestress im Zuge des Klimawandels zu physiologischen Beeinträchtigungen wie einer reduzierten Stomatadichte.[2] Medizinisch relevant ist die fleischige Samenschale (Sarcotesta) weiblicher Bäume, die bei Hautkontakt durch enthaltene Ginkgolsäuren allergische Kontaktdermatitis auslösen kann.[1] Die Samen enthalten zudem das Neurotoxin 4'-O-Methylpyridoxin (Ginkgotoxin), das bei Verzehr großer Mengen oder im rohen Zustand zu Krämpfen führen kann.[2] Um die Geruchsbelästigung durch die bei der Reife nach Buttersäure riechenden Früchte zu vermeiden, werden im öffentlichen Raum präventiv fast ausschließlich männliche Klone gepflanzt.[4] Die vegetative Vermehrung durch Veredelung gewährleistet dabei die Geschlechtsbestimmung und verhindert die unerwünschte Samenbildung.[3] Interessanterweise dient G. biloba selbst als Quelle für Pflanzenschutzmittel, wobei Derivate der Ginkgolide zur Schädlingsbekämpfung in Kulturen wie Mais entwickelt wurden.[4] Bei der medizinischen Nutzung von Extrakten ist aufgrund der plättchenhemmenden Wirkung Vorsicht bei der gleichzeitigen Einnahme von Antikoagulanzien geboten, um Blutungsrisiken zu minimieren.[5]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Ginkgo biloba* im Kontext von Schädlingen und Nützlingen ist primär durch seine Nutzung als Quelle für natürliche Pflanzenschutzmittel sowie seine eigene hohe Resistenz geprägt. Aufgrund enthaltener Terpenoide wie Ginkgolide und Bilobalid weist die Art eine ausgeprägte Widerstandsfähigkeit gegenüber Insektenfraß auf, was Pflegekosten in der urbanen Forstwirtschaft minimiert.[1][2] Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken als potente Antifeedants gegen diverse Herbivoren, darunter Blattläuse und Raupen.[1] Die chemischen Abwehrmechanismen der Pflanze werden agrochemisch verwertet, indem spezifische Inhaltsstoffe oder deren Derivate als patentierte Pestizide, beispielsweise zum Schutz von Maiskulturen, eingesetzt werden. Neben chemischen Extrakten besitzen auch endogene Pilze des Ginkgo-Baums eine wirtschaftliche Relevanz als biologische Kontrollmittel. So können Präparate auf Basis dieser Symbionten bei der Ingwerproduktion die Ausfälle durch bakterielle Welke signifikant von bis zu 40 % auf unter 10 % reduzieren.[4] Im Materialschutz finden Blattextrakte zudem Anwendung als umweltfreundliche Holzschutzmittel, die aufgrund antifungaler Eigenschaften die Haltbarkeit von Hölzern verlängern.[5] Trotz der Robustheit adulter Bäume entstehen im kommerziellen Anbau Kosten durch den notwendigen Schutz empfindlicher Jungpflanzen. Das Wurzelsystem von Setzlingen erfordert spezialisierte Behandlungen, etwa durch Tauchbäder, um Schäden durch unterirdische Schädlinge wie Engerlinge und Maulwurfsgrillen abzuwenden.[4]

Biologie & Lebenszyklus

Ginkgo biloba ist eine diözische (zweihäusige) Pflanze, bei der sich männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane auf getrennten Individuen entwickeln.[4][1] Männliche Bäume bilden im zeitigen Frühjahr kätzchenartige Pollenzapfen, während weibliche Bäume paarweise angeordnete Samenanlagen auf langen Stielen tragen.[5] Die Bestäubung erfolgt anemophil (durch Wind) zwischen März und April, wobei die weiblichen Ovuli einen klebrigen Bestäubungstropfen absondern, um Pollen aus der Luft zu fangen. Eine evolutionäre Besonderheit unter den Samenpflanzen ist die Bildung multiflagellater, beweglicher Spermatozoiden, die Monate nach der Bestäubung aktiv zur Eizelle schwimmen.[2] Die Befruchtung findet erst zwischen September und Oktober statt, woraufhin sich Samen mit einer fleischigen, übelriechenden äußeren Schicht (Sarkotesta) und einem harten inneren Kern entwickeln. Die reifen Samen fallen im Spätherbst (Oktober bis November) ab, wobei das Embryowachstum zunächst pausiert. Für die Keimung ist eine natürliche Dormanzphase nötig, die durch eine Kälteperiode (Stratifikation) von etwa 60 Tagen bei 1–5 °C gebrochen wird.[1] Das vegetative Wachstum zeigt einen ausgeprägten Dimorphismus: Langtriebe dienen der räumlichen Ausdehnung, während gestauchte Kurztriebe die Blätter und Fortpflanzungsorgane tragen. Ginkgo-Bäume zeichnen sich durch extreme Langlebigkeit aus und erreichen oft ein Alter von über 1.000, in Einzelfällen bis zu 3.000 Jahren.[1] Diese Persistenz wird durch ein großes Genom unterstützt, das reich an Genfamilien für Stressresistenz und chemische Abwehr ist.[2] Zu den wichtigsten sekundären Pflanzenstoffen gehören Terpene (Ginkgolide, Bilobalid) und Flavonoide, die als Fraßhemmer wirken und den Baum vor Insektenbefall schützen.[1][4] Aufgrund dieser chemischen Abwehr besitzt die Art kaum natürliche Fressfeinde und zeigt eine hohe Resistenz gegenüber Schädlingen.[1] Physiologisch toleriert der Baum extreme Umweltbedingungen, darunter Trockenheit, Luftverschmutzung und Kälte bis zu -30 °C. In der Rhizosphäre können endophytische Pilze wie *Fusarium solani* vorkommen, die als biologische Antagonisten gegen pathogene Welkeerkrankungen wirken können.[4]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Ginkgo biloba* liegt in Südzentral- und Südostchina, wo die Art heute noch in Provinzen wie Zhejiang, Anhui und Guizhou vorkommt. Wilde Populationen sind extrem selten und beschränken sich auf isolierte Refugien, wie das Tianmushan-Naturschutzgebiet oder die Dalou-Berge.[2][1] In diesen natürlichen Habitaten wächst der Baum bevorzugt in gemischten Laubwäldern an Berghängen sowie in Tälern. Historisch wurde die Art bereits vor über einem Jahrtausend in Japan und Korea eingeführt, wo sie häufig in Tempelgärten kultiviert wurde. Der Transfer nach Europa erfolgte in den 1730er Jahren, gefolgt von einer Einführung in Nordamerika im Jahr 1784.[1] Heute ist *Ginkgo biloba* weltweit in gemäßigten Klimazonen etabliert und gedeiht vorwiegend in den Winterhärtezonen 3 bis 8. Aufgrund seiner bemerkenswerten Widerstandsfähigkeit gegenüber urbanen Stressfaktoren wie Luftverschmutzung, Ozon und Streusalz ist er ein weit verbreiteter Baum in städtischen Siedlungsbereichen. Das tiefe Wurzelsystem und die Rindenstruktur ermöglichen zudem ein Überleben auf verdichteten Böden, wie sie typischerweise im Straßenbegleitgrün vorkommen.[4] Während der Baum in Kultur weltweit häufig ist, gilt er in seinem natürlichen Wildbestand laut IUCN als stark gefährdet.[2] In einigen Gebieten außerhalb Asiens, beispielsweise im Südosten der Vereinigten Staaten, konnte eine schwache Einbürgerung beobachtet werden. Dort vermehrt sich die Art vereinzelt an gestörten Standorten ohne direktes menschliches Eingreifen.[4] Zukünftige Verbreitungsmuster könnten sich durch den Klimawandel in höhere Breitengrade oder Höhenlagen verschieben, da extreme Hitze die Physiologie der Pflanzen in ihren ursprünglichen Arealen belastet.[1]

Saisonalität & Aktivität

Die phänologische Aktivität von *Ginkgo biloba* beginnt im Frühjahr mit der synchronen Entfaltung von 6 bis 11 vorgeformten Blättern an den Kurztrieben, gefolgt von der Produktion weiterer Blätter an den Langtrieben während des Sommers. Die reproduktive Phase startet mit der windabhängigen Bestäubung zwischen März und April, wenn die weiblichen Samenanlagen einen Bestäubungstropfen zur Aufnahme der Pollenkörner absondern. Der Befruchtungsprozess verläuft verzögert über vier bis fünf Monate und wird erst zwischen September und Oktober abgeschlossen, wenn die beweglichen Spermatozoiden die Eizellen erreichen.[2] Reife Samen, die durch eine fleischige und geruchsintensive Sarcotesta gekennzeichnet sind, fallen in der Regel von Oktober bis November vom Baum.[4] Im Herbst vollzieht sich der charakteristische Farbwechsel des Laubes zu einem leuchtenden Goldgelb, bevor der Blattabwurf durch hormonelle Prozesse wie die Ethylen-Produktion als Reaktion auf kürzere Tage und sinkende Temperaturen eingeleitet wird.[1] Nach dem Samenfall pausiert das Wachstum des Embryos in einer Ruhephase, die bis zur Keimung im folgenden Frühjahr andauert.[4] Für eine erfolgreiche Keimung ist eine Kältestratifikation von etwa 60 Tagen bei Temperaturen zwischen 1 und 5 °C erforderlich, um die Dormanz zu brechen.[1] Das Verzweigungsmuster zeigt zudem eine Abhängigkeit von der Lichtintensität, wobei beschattete Bereiche die Bildung von Kurztrieben begünstigen, während exponierte Standorte das Längenwachstum der Langtriebe fördern.[2] Das öffentliche Suchinteresse spiegelt diese biologischen Höhepunkte wider und zeigt ein signifikantes Maximum im Oktober, das zeitlich mit der Samenreife und der Herbstfärbung korreliert.[4]

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Pritzwalk, Brandenburg, Deutschland

    09.08.2025

  • Marburg Südbahnhof, 35039 Marburg, Allemagne

    08.07.2025

  • Deutschland

    07.07.2025

  • Deutschland

    03.05.2025

  • Deutschland

    12.10.2024

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

WO-2019224092-A1 Chemical Nieznany

Pestizid wirksame C15-Derivate von Ginkgoliden

Basf SE (2019)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Die Erfindung betrifft die Verwendung von chemisch modifizierten Derivaten der Ginkgolide als agrochemische Pestizide. Diese C15-Derivate zeigen eine wirksame Bekämpfung von Schädlingen in der Landwirtschaft. Das Patent umfasst sowohl die Verbindungen selbst als auch Mischungen und Saatgutbehandlungen. Es erweitert das Anwendungsspektrum von Ginkgo-Inhaltsstoffen durch chemische Synthese für den Pflanzenschutz. Die Innovation liegt in der spezifischen Modifikation zur Steigerung der pestiziden Wirkung.

CN-108624527-A Biological Nieznany

Wachstumsförderndes Präparat aus Ginkgo-Quellen zur Vorbeugung der bakteriellen Ingwerwelke

Hunan University OF Science & Eng (2018)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Dieses Patent beschreibt ein biologisches Präparat zur Bekämpfung der bakteriellen Welke bei Ingwer, basierend auf endogenen Pilzen des Ginkgo-Baums (Fusarium solani T). Die Kernidee ist die Nutzung der natürlichen antimikrobiellen Eigenschaften der Ginkgo-Symbionten als Ersatz für chemische Pestizide. Das Mittel reduziert die Krankheitsrate signifikant von bis zu 40% auf unter 10%. Es fördert gleichzeitig das Wachstum der Pflanzen und senkt die Kosten für Landwirte. Da es sich um ein biologisches Mittel handelt, werden Rückstandsprobleme vermieden.

CN-108713555-A Chemical Nieznany

Ein Mittel zum Eintauchen von Ginkgo-Wurzeln zur Insektenprävention und dessen Herstellungsverfahren

Hebei Academy of Forestry Science (2018)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Das Patent beschreibt eine Tauchlösung für die Wurzeln von Ginkgo-Setzlingen, um diese vor unterirdischen Schädlingen wie Engerlingen und Maulwurfsgrillen zu schützen. Die Mischung enthält Organophosphate, Fungizide, Wurzelwachstumsförderer und superabsorbierende Harze. Durch das Eintauchen bildet sich eine schützende Schlammschicht um die Wurzeln, die Feuchtigkeit speichert und Schädlinge abwehrt. Dies erhöht die Überlebensrate der Setzlinge beim Umpflanzen erheblich. Es kombiniert Pflanzenschutz direkt mit der Pflanzung.

US-10440953-B2 Chemical Nadany

Bekämpfung von Schädlingen in Mais durch Ginkgolide und Bilobalid

Basf SE (2016)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Dieses Patent beschreibt die Nutzung spezifischer Ginkgo-Inhaltsstoffe (Ginkgolide und Bilobalid) zum Schutz von Maispflanzen. Die Substanzen werden auf die Pflanze oder das Saatgut aufgebracht, um Schädlinge abzuwehren. Es zeigt, dass die Abwehrmechanismen des Ginkgo-Baums auf landwirtschaftliche Nutzpflanzen übertragen werden können. Die Methode bietet eine Alternative zu synthetischen Standard-Insektiziden. Es ist eine direkte Anwendung von Ginkgo-Derivaten als Pflanzenschutzmittel.

CN-106106576-A Chemical Nieznany

Anorganisches Mittel für Saatbeeterde zur Kultivierung von Ginkgo-Setzlingen

Guzhen Yupeng Ecological Agriculture Culture Park Company Ltd. (2016)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Hier wird ein komplexer Bodenzusatz für die Anzucht von Ginkgo-Setzlingen beschrieben. Die Mischung enthält neben Nährstoffen auch diverse pflanzliche Komponenten wie Ephedra, Sophora und Chili, die pestizide und fungizide Wirkungen haben. Das Mittel versorgt die Setzlinge mit Nährstoffen und schützt sie gleichzeitig vor Krankheiten und Schädlingen. Dies vereinfacht den Pflanzprozess und reduziert den Arbeitsaufwand. Es ist eine präventive Maßnahme im Anbau.

Źródła i odniesienia

  1. https://www.britannica.com/plant/ginkgo-tree
  2. https://ucmp.berkeley.edu/seedplants/ginkgoales/ginkgomm.html
  3. https://kwanten.home.xs4all.nl/name.htm
  4. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/ginkgo-biloba/
  5. https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/ginkgo-biloba
  6. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)