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Siarkowy motyl Gonepteryx rhamni

Siarkowy motyl

Taksonomia

Królestwo Tiere (Animalia)
Typ Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasa Insekten (Insecta)
Rząd Schmetterlinge (Lepidoptera)
Rodzina Pieridae
Rodzaj Gonepteryx
Gatunek Gonepteryx rhamni
Nazwa naukowa Gonepteryx rhamni (Linnaeus, 1758)
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Der Zitronenfalter (*Gonepteryx rhamni*) ist ein Schmetterling aus der Familie der Weißlinge (Pieridae), dessen Verbreitungsgebiet sich über die gesamte Paläarktis von Europa bis nach Sibirien und Nordafrika erstreckt.[1][2] Die Art zeichnet sich durch einen deutlichen Sexualdimorphismus aus, bei dem Männchen schwefelgelbe und Weibchen blass grünlich-weiße Flügel besitzen, die im geschlossenen Zustand durch ihre Form und Aderung einem Blatt ähneln.[3][1] Mit einer Lebensdauer von bis zu 13 Monaten gehört die Imago zu den langlebigsten Tagfaltern und überwintert in dichter Vegetation wie Efeu oder Stechpalmen. Phylogenetisch steht der Zitronenfalter in enger Verwandtschaft zum Kleopatra-Falter (*Gonepteryx cleopatra*), mit dem er eine basale Gruppe innerhalb der Unterfamilie Coliadinae bildet.[1]

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Ostatnio 28.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Die leuchtend gelbe Färbung der männlichen Falter gilt etymologisch als möglicher Ursprung für das englische Wort "butterfly" (Butter-Fliege). - Taxonomisch wird die Art der Unterfamilie Coliadinae und der Tribus Coliadini zugeordnet, wobei sie eine basale Position innerhalb der Gruppe einnimmt. - Phylogenetische Analysen des mitochondrialen Genoms bestätigen eine enge Verwandtschaft zum Kleopatra-Falter (*Gonepteryx cleopatra*). - Auf den Vorderflügeln der Männchen befindet sich ein charakteristischer orangefarbener Fleck, der sie zusätzlich zur Grundfärbung kennzeichnet. - Die Eiablage erstreckt sich über einen Zeitraum von März bis Juni, woraufhin die Raupenentwicklung etwa drei bis fünf Wochen in Anspruch nimmt. - Das Schlüpfen der neuen Faltergeneration (Imagines) erfolgt im Spätsommer zwischen Juni und September. - Zu den genutzten Nektarpflanzen zählen ergänzend Hasenglöckchen, Löwenzahn und Karden. - Die IUCN stuft den Bestand in Europa als "nicht gefährdet" (Least Concern) ein, wenngleich lokale Rückgänge durch Habitatverlust und intensivierte Landwirtschaft verzeichnet werden. - Im Vereinigten Königreich ist die Art in England und Wales häufig, in Schottland und Irland seltener, zeigt jedoch eine rezente Ausbreitungstendenz nach Norden.[7] - Neben den bereits bekannten Unterarten existieren weitere lokale Formen wie *G. r. gravesi* in Irland und *G. r. gilgitica* in Nordindien sowie Pakistan.[7]

Name & Einordnung

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Art erfolgte 1758 durch Carl von Linné unter dem Basionym *Papilio rhamni* in der zehnten Auflage der *Systema Naturae*.[1][2] Im Jahr 1815 transferierte William Elford Leach die Spezies in die von ihm neu aufgestellte Gattung *Gonepteryx*, publiziert in der *Edinburgh Encyclopaedia*. Der Gattungsname ist eine Ableitung aus den griechischen Wörtern *gonia* (Winkel) und *pteron* (Flügel), was die markant gewinkelten Flügelspitzen der Imago beschreibt. Das Art-Epitheton *rhamni* bezieht sich auf die Gattung der Wirtspflanzen *Rhamnus* (Kreuzdorn), auf die die Larven spezialisiert sind.[1] Systematisch wird *Gonepteryx rhamni* in die Familie der Weißlinge (Pieridae) und dort in die Unterfamilie Coliadinae gestellt.[3] Phylogenetische Analysen weisen der Gattung eine basale Position innerhalb der Tribus Coliadini zu, wo sie sich früh von anderen Gruppen wie *Colias* abspaltete.[2] Neben der weit verbreiteten Nominatform *G. r. rhamni* existieren geografische Unterarten wie *G. r. gravesi* in Irland, *G. r. nepalensis* im Himalaya-Gebiet und *G. r. matsakii* in Griechenland. Der englische Trivialname 'Brimstone' (ein archaischer Begriff für Schwefel) referenziert die leuchtend gelbe Färbung der Männchen. Es wird vermutet, dass diese auffällige Färbung ursächlich für die Entstehung des englischen Wortes 'butterfly' war.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Gonepteryx rhamni ist ein mittelgroßer bis großer Tagfalter, dessen Flügelspannweite zwischen 60 und 74 mm variiert.[2] Die Vorderflügel besitzen eine charakteristische, sichelartig zugespitzte Form, während die Hinterflügel am Innenrand gekerbt sind, was dem ruhenden Falter die Anmutung eines Blattes verleiht.[2][1] Ein deutlicher Sexualdimorphismus zeigt sich in der Grundfärbung: Die Männchen weisen eine leuchtend schwefelgelbe Färbung auf, die durch Pterin-Pigmente und strukturelle Irideszenz erzeugt wird.[4][1] Im Gegensatz dazu sind die Weibchen wesentlich blasser, mit einer hellgelben bis grünlich-weißen Flügelfärbung.[2][1] Beide Geschlechter tragen auf den Vorderflügeln je einen markanten orangefarbenen Fleck. Die Unterseite der Flügel ist blass gelbgrün und mit einer feinen Aderung versehen, die in Ruhestellung ein verwelktes Blatt imitiert und so eine effektive Tarnung bietet.[1] Der Kopf ist mit keulenförmigen Antennen ausgestattet, und die Facettenaugen ermöglichen ein trichromatisches Sehen, das auch den ultravioletten Bereich umfasst.[2][1] Die Eier sind kegelförmig, etwa 2,5 mm hoch und werden einzeln an den Wirtspflanzen abgelegt.[3] Die Larven entwickeln sich zu mattgrünen Raupen, die eine Länge von bis zu 40 mm erreichen und durch ihre Färbung auf dem Blattwerk schwer zu erkennen sind.[2][1] Zu den Merkmalen der Raupen zählen eine blassgelbe Rückenlinie, ein weißer Seitenstreifen auf Höhe der Stigmen sowie eine feine Behaarung mit weißen Borsten.[2] Die Puppe ist als Gürtelpuppe ausgebildet, misst 20 bis 25 mm und ähnelt in ihrer meist grünen Färbung und Form einem eingerollten Blatt.[2][3] Sie wird durch einen Kremaster am Hinterleibsende und einen seidenen Gürtel um den Thorax an der Pflanze befestigt.[2]

Beschreibung

Gonepteryx rhamni ist ein mittelgroßer bis großer Tagfalter, der durch seine markante Flügelform und eine außergewöhnliche Langlebigkeit von bis zu 13 Monaten charakterisiert ist. Die Flügelspannweite beträgt 60 bis 74 Millimeter, wobei die Vorderflügelspitzen sichelartig ausgezogen sind, was dem ruhenden Falter das Aussehen eines welken Blattes verleiht.[1] Dieser Tarnmechanismus wird durch die sichtbare Flügeladerung auf der blassgelb-grünen Unterseite verstärkt, eine Anpassung an die Überwinterung in freier Vegetation.[1][3] Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich in der Färbung: Männchen besitzen leuchtend schwefelgelbe Flügeloberseiten, die durch Pterin-Pigmente hervorgerufen werden, während Weibchen blass grünlich-weiß gefärbt sind. Zusätzlich verfügen Männchen über nanostrukturelle Schuppen, die ultraviolettes Licht reflektieren und eine schwache Irideszenz erzeugen, die für die innerartliche Kommunikation relevant ist. Die Komplexaugen der Art sind trichromatisch und besitzen Rezeptoren für UV-, blaues und grünes Licht, was das Auffinden von Nektarquellen und Geschlechtspartnern erleichtert. Der Lebenszyklus beginnt mit der Ablage einzelner, flaschenförmiger Eier an den Triebspitzen oder Blattunterseiten der Wirtspflanzen. Die daraus schlüpfenden Larven sind mattgrün gefärbt, weisen einen hellen Seitenstreifen auf und sind mit feinen weißen Borsten bedeckt.[1] Sie ernähren sich oligophag von Kreuzdorn-Gewächsen (*Rhamnaceae*) und nutzen ihre Körperfärbung, um auf den Blattrippen sitzend optisch mit dem Untergrund zu verschmelzen.[1][3] Die Verpuppung erfolgt als Gürtelpuppe, die in einer aufrechten Position an einem Seidenfaden hängt und oft einem gekrümmten Blatt ähnelt. Physiologisch ist *Gonepteryx rhamni* an extrem kalte Bedingungen angepasst, indem die Imagines vor der Überwinterung Gefrierschutzmittel wie Glycerin in ihrer Hämolymphe anreichern. Dies ermöglicht das Überleben bei Temperaturen bis zu -20 °C während der mehrmonatigen Diapause in Efeu- oder Stechpalmendickichten. Taxonomisch wurde die Art ursprünglich 1758 von Carl von Linné als *Papilio rhamni* beschrieben, wobei das Artepitheton die Bindung an die Gattung *Rhamnus* würdigt. Der heutige Gattungsname *Gonepteryx*, eingeführt von William Elford Leach, leitet sich aus dem Griechischen ab und verweist auf die gewinkelten Flügel. Im Vergleich zur nahe verwandten Art *Gonepteryx cleopatra* fehlen den Männchen von *Gonepteryx rhamni* die großflächigen orangen Bereiche auf den Vorderflügeln.[1]

Verhalten

Männliche Falter von *Gonepteryx rhamni* zeigen ein ausgeprägtes Patrouillierverhalten, indem sie aktiv Waldränder und Hecken nach potenziellen Partnerinnen und Nektarquellen absuchen, wobei sie täglich weite Strecken zurücklegen.[2] Die Balz umfasst ausgedehnte Verfolgungsjagden in der Luft, bei denen das Männchen das Weibchen umkreist, bevor die Paarung am Boden oder in niedriger Vegetation stattfindet. Die Kopulation kann 24 bis 48 Stunden andauern, wobei das Paar oft gut getarnt unter Blättern verharrt und das Männchen eine Spermatophore überträgt. Weibchen paaren sich in der Regel nur einmal (Monandrie) und können während der Balz Duftdrüsen ausstülpen, um abweisende Pheromone freizusetzen, die weitere Männchen fernhalten.[5] Bei der Nahrungssuche nutzen die Falter sowohl visuelle Reize, basierend auf einem trichromatischen Farbsehen mit UV-Sensitivität, als auch olfaktorische Signale, um Nektarpflanzen wie Disteln oder *Buddleja* aus 1 bis 2 Metern Entfernung zu orten. Zur Orientierung während ihrer Wanderungen zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten nutzen sie polarisiertes Licht, was ihnen die Navigation unter verschiedenen Himmelsbedingungen ermöglicht. Eiablagebereite Weibchen prüfen potenzielle Wirtspflanzen (*Rhamnus*-Arten) durch Betrommeln der Blätter mit den Vorderbeinen, um chemische Qualitätsmerkmale über Geschmacksrezeptoren wahrzunehmen. In Ruheposition klappt *Gonepteryx rhamni* die Flügel stets zusammen, wodurch die blattähnliche Unterseite eine effektive Tarnung (Mimese) bietet. Bei Störung reagieren die Falter mit schnellen, unregelmäßigen Fluchtflügen, bei denen sie oft spiralförmig aufsteigen oder sich abrupt in dichtes Gebüsch fallen lassen. Während der Überwinterung verharren die Tiere monatelang regungslos in immergrünen Gehölzen wie Efeu, wobei sie ihren Stoffwechsel stark reduzieren und Temperaturen bis zu -20°C tolerieren.[1]

Ökologie

Der Zitronenfalter (*Gonepteryx rhamni*) besiedelt bevorzugt sonnige, feuchte Wiesen, Flussufer und Waldränder, die Bestände der notwendigen Wirtspflanzen aufweisen.[1][3] Die Larven sind oligophag und ernähren sich fast ausschließlich von den Blättern des Faulbaums (*Frangula alnus*) und des Purgier-Kreuzdorns (*Rhamnus cathartica*). Adulte Falter nutzen als Bestäuber ein breites Spektrum an Nektarquellen, wobei violette und gelbe Blüten wie Disteln, Flockenblumen (*Centaurea*) und im zeitigen Frühjahr Huflattich (*Tussilago farfara*) bevorzugt werden. Für die Überwinterung suchen die Tiere gezielt dichte, immergrüne Vegetation wie Efeu (*Hedera helix*) oder Stechpalme (*Ilex aquifolium*) auf, wo sie gut getarnt vor Fressfeinden ruhen.[1] In Gebirgsregionen wurde eine saisonale Höhenwanderung beobachtet, bei der die Falter zur Hibernation in kühlere, höhergelegene Waldgebiete aufsteigen, um physiologische Vorteile zu nutzen.[2] Zu den natürlichen Feinden zählen insektenfressende Vögel wie die Blaumeise (*Cyanistes caeruleus*), die insbesondere die Raupenbestände dezimieren können.[1] Ein erheblicher Selektionsdruck geht von parasitoiden Wespen aus, wobei Braconiden der Gattung *Cotesia* (*C. gonopterygis*, *C. risilis*) Larven parasitieren und lokal Mortalitätsraten von bis zu 45 % verursachen können. Weitere spezialisierte Parasitoide befallen unterschiedliche Entwicklungsstadien, darunter die Schlupfwespe *Hyposoter rhodocerae* bei Larven sowie *Pteromalus apum* bei Puppen und *Trichogramma cordubensis* bei Eiern. Während der Dämmerung und nächtlichen Ruhephasen sind adulte Falter zudem dem Prädationsrisiko durch Fledermäuse ausgesetzt. Die morphologische Anpassung der Falter, deren Flügelunterseiten im Ruhezustand welken Blättern gleichen, dient als effektive Tarnung (Mimese) im Habitat.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Gonepteryx rhamni wird nicht als Schädling klassifiziert, sondern gilt als ökologisch bedeutsamer Nützling, der keine ökonomischen Schäden an Nutzpflanzen verursacht.[1][3] Die Larven ernähren sich oligophag ausschließlich von Kreuzdorngewächsen wie dem Faulbaum (*Frangula alnus*) und dem Purgier-Kreuzdorn (*Rhamnus cathartica*).[1] Ein Befall ist lediglich an geringfügigen Fraßspuren an den Blättern dieser Wildgehölze erkennbar, wobei die gut getarnten, grünen Raupen oft entlang der Blattadern ruhen.[1][2] Aufgrund ihrer Bestäubungsleistung an Pflanzen wie Disteln und Flockenblumen besitzen die Adulttiere eine positive ökologische Bedeutung. Medizinische Gefahren für den Menschen oder eine Vektorfunktion sind nicht bekannt.[1] Statt Bekämpfungsmaßnahmen stehen Fördermaßnahmen im Vordergrund, da die Art lokal durch Habitatfragmentierung und intensive Landnutzung unter Druck steht.[3][1] Zur Prävention von Bestandsrückgängen wird die Anpflanzung der larvalen Wirtspflanzen in Hecken und Waldrändern empfohlen.[1][6] Im Gartenbereich fördert das Bereitstellen von Nektarpflanzen wie Primeln sowie immergrünen Gehölzen (Efeu, Stechpalme) als Überwinterungsquartiere die Ansiedlung.[4][1] Ein Monitoring der Populationen erfolgt über standardisierte Programme wie das UK Butterfly Monitoring Scheme, das langfristige Bestandstrends erfasst.[3][2] Natürliche Feinde wie die Brackwespen *Cotesia gonopterygis* und *Cotesia risilis* regulieren die Bestände biologisch, indem sie hohe Parasitierungsraten bei den Larven verursachen.[1] Stickstoffeinträge wirken sich negativ auf die Habitate aus, weshalb eine Reduzierung von Düngemitteln in sensiblen Bereichen als indirekte Schutzmaßnahme gilt.[1][2] Rechtlich ist die Art in den meisten Gebieten nicht gefährdet, genießt jedoch in Nordirland unter der Wildlife Order 1985 gesetzlichen Schutz vor Entnahme und Störung.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Zitronenfalter (*Gonepteryx rhamni*) besitzt keine negative wirtschaftliche Bedeutung als Schädling in der Land- oder Forstwirtschaft.[2] Die Larven ernähren sich monophag von Blättern der Kreuzdorn-Arten (*Rhamnus cathartica*) und Faulbaum (*Frangula alnus*), die keine kommerziellen Nutzpflanzen darstellen. Im Gegensatz zu verwandten Arten der Familie *Pieridae* verursacht diese Spezies keine Schäden an Kohlkulturen oder anderem Gemüse.[1] Da die Weibchen ihre Eier einzeln ablegen, treten keine massenhaften Ausbrüche oder Kahlfraßschäden auf, die Bekämpfungsmaßnahmen erfordern würden.[2] Als Nützling leistet die Art hingegen einen ökologischen Beitrag zur Bestäubung von Wild- und Gartenpflanzen. Die Adulten nutzen vielfältige Nektarquellen wie Flockenblumen (*Centaurea*), Skabiosen (*Knautia arvensis*) und Löwenzahn.[1] Durch die Überwinterung als Imago gehört der Falter zu den ersten aktiven Bestäubern im Frühjahr, was besonders für frühblühende Pflanzen wie Huflattich (*Tussilago farfara*) relevant ist.[5] Wirtschaftliche Aspekte beschränken sich auf Investitionen im Naturschutzsektor, wie etwa die Finanzierung von Pflanzaktionen für Wirtspflanzen durch Initiativen wie das 'Brimstones and Buckthorn Project'.[1]

Biologie & Lebenszyklus

*Gonepteryx rhamni* ist eine univoltine Art, die eine einzige Generation pro Jahr hervorbringt und als Imago eine außergewöhnlich lange Lebensdauer von bis zu 13 Monaten erreicht.[2][1] Die Paarung erfolgt im Frühjahr nach der Überwinterung, wobei Männchen aktiv nach Weibchen suchen und eine langanhaltende Kopula von bis zu 48 Stunden vollziehen.[2] Weibchen legen 200 bis 300 flaschenförmige, blassgrüne Eier einzeln an die Blattunterseiten oder Zweigspitzen der Wirtspflanzen ab.[2][3] Die Larven sind oligophag und ernähren sich fast ausschließlich von Kreuzdorn (*Rhamnus cathartica*) und Faulbaum (*Frangula alnus*).[2][1] Die Entwicklung der Raupen umfasst vier bis fünf Larvenstadien und dauert temperaturabhängig etwa drei bis fünf Wochen, wobei die Tiere von 1 mm auf bis zu 40 mm heranwachsen.[2] Zur Tarnung sind die Raupen grün gefärbt und ruhen oft entlang der Blattadern, wodurch sie schwer von Prädatoren zu entdecken sind.[2][1] Die Verpuppung erfolgt als Gürtelpuppe, die mittels eines Seidenfadens und eines Kremasters an der Pflanze befestigt ist und ein eingerolltes Blatt imitiert. Das Puppenstadium währt etwa 10 bis 14 Tage, bevor die neuen Falter zwischen Juli und August schlüpfen.[2] Adulte Tiere nutzen ihren Rüssel zur Aufnahme von Nektar, wobei sie violette und gelbe Blüten wie Disteln (*Cirsium*), Flockenblumen (*Centaurea*) oder den Schmetterlingsflieder (*Buddleja*) bevorzugen.[1] Nach einer kurzen Fressphase im Sommer treten die Falter in eine reproduktive Diapause ein, die durch verkürzte Tageslängen und sinkende Temperaturen ausgelöst wird.[4] Die Überwinterung erfolgt als Imago in dichter Vegetation wie Efeu (*Hedera helix*) oder Stechpalme (*Ilex aquifolium*), wo die Tiere bis zu acht Monate regungslos verharren.[2] Physiologische Anpassungen wie die Einlagerung von Glycerol in die Hämolymphe ermöglichen eine Kältetoleranz bis zu -20 °C.[4] Ein bedeutender Mortalitätsfaktor sind parasitoide Wespen wie *Cotesia gonopterygis* und *Cotesia risilis*, die ihre Eier in die Raupen legen und Parasitierungsraten von bis zu 45 % verursachen können. Zusätzlich werden Larven von Vögeln wie Blaumeisen gefressen, während Eier oft Ameisen zum Opfer fallen.[1] Der Sexualdimorphismus der Flügelfärbung basiert auf unterschiedlichen Pterin-Pigmenten, wobei Männchen Xanthopterin für die Gelbfärbung und Weibchen Leucopterin für die weißliche Färbung einlagern.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Gonepteryx rhamni* umfasst weite Teile der Paläarktis und erstreckt sich von Nordafrika über Europa bis nach Sibirien, die Mongolei und Japan.[1][2] In Europa ist die Art von Irland im Westen bis nach Russland flächendeckend vertreten, fehlt jedoch in extremen nördlichen Breiten Skandinaviens oberhalb von etwa 64°N sowie in ariden Wüstengebieten wie der Sahara.[1] Während die Nominatform das Hauptareal besiedelt, finden sich in Randzonen spezifische Unterarten, wie etwa *G. r. nepalensis* im Himalaya oder *G. r. matsakii* in Griechenland. Infolge der klimatischen Erwärmung wurde in den letzten Jahrzehnten eine nordwärts gerichtete Arealerweiterung beobachtet, wobei sich die Verbreitungsgrenze in Finnland und Schweden bis 2019 um 50 bis 100 Kilometer verschoben hat.[1] Der Zitronenfalter besiedelt primär lichte Wälder, Heckenlandschaften und verbuschte Wiesen, ist aber auch regelmäßig in Parks und Gärten anzutreffen.[3] Die Habitatwahl ist eng an das Vorkommen der Raupenfutterpflanzen gebunden, insbesondere an Bestände des Faulbaums (*Frangula alnus*) und des Purgier-Kreuzdorns (*Rhamnus cathartica*).[2][3] Bevorzugt werden sonnige, feuchte Mikrohabitate wie Waldschneisen und Flussufer, die Schutz vor Austrocknung bieten und gleichzeitig eine ausreichende Sonneneinstrahlung gewährleisten. Die vertikale Verbreitung reicht vom Tiefland bis in Höhenlagen von etwa 2000 Metern in den Alpen. In Gebirgsregionen zeigt die Art ein saisonales Wanderverhalten, bei dem die Falter im Frühjahr zur Fortpflanzung in tiefere Lagen ziehen und im Sommer kühlere, höher gelegene Waldgebiete aufsuchen. Für die Überwinterung sind dichte Bestände immergrüner Vegetation essenziell, wobei die Tiere häufig gut getarnt in Efeu (*Hedera helix*) oder Stechpalmen (*Ilex aquifolium*) ruhen.[1] Auf den Britischen Inseln ist die Art in England und Wales weit verbreitet, während sie in Schottland und Irland seltener auftritt, dort jedoch ebenfalls Areale nach Norden erschließt. Durch gezielte Anpflanzungen von Wirtsgehölzen und Nektarpflanzen kann *Gonepteryx rhamni* auch im städtischen Siedlungsraum stabile Populationen aufbauen.[3]

Saisonalität & Aktivität

*Gonepteryx rhamni* ist eine univoltine Art, die nur eine Generation pro Jahr hervorbringt, wobei die Adulten eine für Tagfalter außergewöhnlich lange Lebensdauer von bis zu 13 Monaten erreichen können. Die Überwinterer erscheinen als eine der ersten Schmetterlinge im zeitigen Frühjahr, oft schon im März oder April, sobald die Temperaturen etwa 10 °C überschreiten.[3][1] Dabei schlüpfen die Männchen in der Regel etwa drei Wochen vor den Weibchen aus der Winterruhe, was auf eine niedrigere thermische Aktivitätsschwelle zurückzuführen ist.[1] Nach der Eiablage im Frühling entwickeln sich die Larven über einen Zeitraum von drei bis fünf Wochen, primär in den Monaten Mai und Juni.[3] Die neue Faltergeneration schlüpft im Hochsommer zwischen Juni und September, ist jedoch nur für eine kurze Phase von zwei bis drei Wochen aktiv, um Fettreserven anzulegen.[3][1] Bereits im Spätsommer (August oder September) begeben sich die Tiere in eine ausgedehnte Diapause, die sieben bis acht Monate andauert.[3] Die Überwinterung erfolgt im Adultstadium in dichter Vegetation wie Efeu (*Hedera helix*) oder Stechpalme (*Ilex aquifolium*), wo die Falter starr und gut getarnt verharren. Physiologische Anpassungen, wie die Anreicherung von Glycerin in der Hämolymphe, ermöglichen den Faltern eine Kältetoleranz bis zu -20 °C während der Ruhephase.[1] In gebirgigen Regionen wurde eine saisonale Höhenwanderung beobachtet, bei der sich die Tiere zur Fortpflanzung in tiefergelegene Gebiete begeben und zur Sommerruhe in kühlere, höhergelegene Wälder ziehen.[3] Das öffentliche Suchinteresse an der Art spiegelt diesen phänologischen Zyklus wider und zeigt deutliche Spitzenwerte in den Monaten April und Juli, korrespondierend mit dem Erscheinen der Überwinterer beziehungsweise der neuen Generation.

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald, Beilstein, Baden-Württemberg, Deutschland

    07.02.2026

  • Windhagen Kapelle, 53578 Windhagen, Deutschland

    07.02.2026

  • Einach, 77723 Gengenbach, Deutschland

    07.02.2026

  • Germany

    31.01.2026

  • Deutschland

    22.12.2025

Daten: iNaturalist

Źródła i odniesienia

  1. https://www.gbif.org/species/1920712
  2. https://animalia.bio/gonepteryx-rhamni
  3. https://butterfly-conservation.org/butterflies/brimstone
  4. https://www.mdpi.com/2073-4425/14/1/72
  5. https://rcannon992.com/2019/07/31/courting-brimstones-wing-walking/
  6. https://maccwildnetwork.org.uk/butterfly-projects
  7. Literaturzusammenfassung: Gonepteryx rhamni