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Ślimak rzymski Pomatia helisy

Ślimak rzymski

Taksonomia

Królestwo Tiere (Animalia)
Typ Weichtiere (Mollusca)
Klasa Schnecken (Gastropoda)
Rząd Stylommatophora (Stylommatophora)
Rodzina Helicidae
Rodzaj Helix
Gatunek Helix pomatia
Nazwa naukowa Helix pomatia Linnaeus, 1758
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Die **Weinbergschnecke** (*Helix pomatia*) ist eine große, terrestrische Lungenschnecke aus der Familie der Helicidae.[1][2] Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Zentral- und Südosteuropa, wo sie bevorzugt kalkreiche Habitate wie lichte Wälder und Gebüsche besiedelt.[2] Während die Art ökologisch als Zersetzer und Pflanzenfresser fungiert, wird sie vom Menschen seit der Antike als Delikatesse geschätzt und kulinarisch oft als „Burgundy snail“ oder Escargot bezeichnet.[1][2]

Analiza społeczności

OpenInsect
1
Obserwacji w ostatnich 12 miesiącach
Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 26.04.2026
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Fakten (kompakt)

- Das Gehäuse erreicht Dimensionen von 30 bis 50 mm in sowohl Höhe als auch Durchmesser. - Die Schale weist typischerweise eine gelbliche oder bräunliche Grundfärbung auf, die oft mit dunkleren radialen oder spiraligen Bändern verziert ist. - Morphologisch ist das Gehäuse durch einen eng offenen Nabel (Umbilicus) gekennzeichnet. - Individuen dieser Art können ein hohes Alter von bis zu 20 Jahren erreichen. - Systematisch wird *Helix pomatia* heute der Unterklasse Heterobranchia zugeordnet, nachdem sie früher klassisch den Pulmonata zugerechnet wurde.[5] - Genetische Analysen bestätigten *Helix lucorum* und *Helix thessalica* als eng verwandte Schwesterarten, wobei *H. thessalica* früher oft als Synonym oder Unterart betrachtet wurde. - Trotz der globalen Einstufung als „nicht gefährdet“ (least concern) ist die Art in mehreren europäischen Ländern gesetzlich geschützt. - Lokale Bestandsrückgänge werden neben der Absammlung auch durch Lebensraumverlust infolge von Landwirtschaft und Urbanisierung verursacht.[5]

Name & Einordnung

Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Art erfolgte im Jahr 1758 durch Carl von Linné in seinem fundamentalen Werk *Systema Naturae* unter dem bis heute gültigen Binomen *Helix pomatia*.[2][1] Das Art-Epitheton *pomatia* leitet sich vom griechischen Wort *poma* für „Deckel“ ab. Diese Benennung verweist auf das kalkhaltige Epiphragma, mit dem die Schnecke ihre Gehäusemündung während der Überwinterung oder Trockenruhe temporär verschließt, obwohl sie keinen dauerhaften Operculum-Deckel besitzt.[1] Im deutschsprachigen Raum ist die Bezeichnung Weinbergschnecke etabliert, während die Art international im Englischen als „Roman snail“ oder „Burgundy snail“ bekannt ist.[1][2] Taxonomisch wird *Helix pomatia* innerhalb der Familie Helicidae der Unterfamilie Helicinae und der Überfamilie Helicoidea zugeordnet. Historisch wurde die Art lange der Unterklasse Pulmonata (Lungenschnecken) zugerechnet, bevor neuere kladistische Analysen ihre Position innerhalb der Heterobranchia festigten.[3] Die Klassifikation gilt als weitgehend stabil, wobei molekularbiologische Untersuchungen die Abgrenzung zu nahen Verwandten wie *Helix thessalica* präzisiert haben, die früher teilweise als Synonym oder Unterart betrachtet wurde, heute jedoch aufgrund genetischer Divergenz als eigenständig gilt.[2] Phylogenetische Studien bestätigen zudem eine enge Verwandtschaft zur Türkischen Schnecke (*Helix lucorum*).[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

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Beschreibung

Helix pomatia ist eine große, lungenatmende Landschnecke aus der Familie der Helicidae, die sich durch ihren globulären Gehäusebau und den weichen, bis zu 100 mm langen Körper auszeichnet.[1][3] Als simultaner Hermaphrodit verfügt jedes Individuum über eine Zwitterdrüse (Ovotestis), die sowohl Eizellen als auch Spermien produziert, wobei die Geschlechtsreife morphologisch erst nach 3 bis 5 Jahren durch die Bildung einer verdickten, weißen Gehäuselippe angezeigt wird.[3][2] Im aktiven Zustand streckt sich der cremefarbene bis graubraune Weichkörper aus dem Gehäuse, wobei die charakteristische Runzelung der Haut die Oberfläche vergrößert und Feuchtigkeit speichert. Der Kopf trägt zwei Paar retrahierbare Fühler: Das längere, obere Paar besitzt an den Spitzen Lichtsinnesorgane (Augen), während das kürzere, untere Paar primär dem Tast- und Geruchssinn dient. Eine zentrale anatomische Anpassung ist die Radula im Schlundkopf, eine mit tausenden mikroskopischen Chitinzähnchen besetzte Reibezunge, die pflanzliche Nahrung effizient zerkleinert. Zur Fortbewegung nutzt die Art ihren breiten, muskulösen Fuß, der durch wellenförmige Kontraktionen und die Absonderung von Schleim aus der Fußdrüse ein Gleiten über raue Untergründe ermöglicht und gleichzeitig vor Austrocknung schützt.[3] Die Entwicklung verläuft direkt ohne freischwimmendes Larvenstadium; aus den 5,5–6,5 mm großen Eiern schlüpfen nach 3–5 Wochen vollständig entwickelte Jungschnecken mit einer Gehäusehöhe von 5–7 mm. Diese Schlüpflinge besitzen bereits einen embryonalen Gehäuseumgang und beginnen unmittelbar mit der Nahrungsaufnahme, wobei sie in den ersten Jahren einem hohen Prädationsdruck durch Käfer und kleine Wirbeltiere ausgesetzt sind. Ein physiologisches Alleinstellungsmerkmal ist die Bildung eines kalkhaltigen Epiphragmas, eines temporären Deckels, mit dem die Schnecke ihre Gehäusemündung während der Überwinterung (Hibernation) oder bei Sommertrockenheit (Aestivation) luftdicht verschließt.[2] Im Gegensatz zu permanenten Opercula anderer Schneckengruppen wird dieses Epiphragma bei Wiederaufnahme der Aktivität abgeworfen.[1] Während der Paarung kommt ein etwa 5 mm langer Kalkpfeil (Liebespfeil) zum Einsatz, der in den Partner gestoßen wird, um hormonhaltiges Sekret zu übertragen, welches den Reproduktionserfolg steigert.[3] Genetische Untersuchungen positionieren *Helix pomatia* in enger Verwandtschaft zu *Helix lucorum* und *Helix thessalica*, wobei sich die Arten in Kontaktzonen des Balkans genetisch abgrenzen lassen, obwohl seltene Hybridisierung möglich ist.[2][3] Historisch wurde die Art bereits 1758 von Carl von Linné in seinem Werk *Systema Naturae* beschrieben und wird heute basierend auf molekularen Daten der Unterklasse Heterobranchia zugeordnet. Die Langlebigkeit der Art ist bemerkenswert, da Individuen in freier Wildbahn ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen können, was eine K-strategische Fortpflanzungsweise mit geringer Nachkommenzahl und hoher Investition in das Überleben begünstigt.[2]

Verhalten

Die Aktivität von *Helix pomatia* ist stark an Umweltbedingungen gekoppelt, wobei die Tiere vorwiegend nacht- oder dämmerungsaktiv sind und ihre Hauptphase zwischen Mitternacht und 3:00 Uhr morgens haben, um Austrocknung zu vermeiden.[4] Die Fortbewegung erfolgt durch wellenförmige Muskelkontraktionen der breiten Fußsohle, unterstützt durch die Absonderung von Schleim aus der Fußdrüse, der die Reibung verringert und vor Feuchtigkeitsverlust schützt. Zur Orientierung und Nahrungssuche nutzt die Schnecke primär chemosensorische Neuronen in den Fühlern, um chemische Reize aus der Umgebung wahrzunehmen.[3] Bei der Bewegung hinterlassen Individuen eine Schleimspur, die die Navigation auf rauem Untergrund erleichtert und potenziell dem Verfolgen von Artgenossen dient. Das Nahrungsverhalten zeigt eine deutliche Präferenz für die Große Brennnessel (*Urtica dioica*) sowie Pflanzenstreu, was durch Feldstudien als Anpassung an kalzium- und proteinreiche Ressourcen bestätigt wurde.[4] Als Abwehrverhalten gegen Fressfeinde zieht sich *Helix pomatia* vollständig in ihr Gehäuse zurück und sondert Schleim ab, der aushärten kann oder den Körper schlüpfrig und ungenießbar macht.[1] In Trockenperioden (Ästivation) oder im Winter (Hibernation) verschließt die Schnecke ihre Gehäusemündung mit einem kalkhaltigen Epiphragma, um den Wasserverlust zu minimieren. Das Fortpflanzungsverhalten umfasst ein komplexes Vorspiel, bei dem sich die Partner umkreisen, mit den Fühlern berühren und einen kalkhaltigen Liebespfeil in den Körper des anderen stoßen. Dieser Pfeil überträgt ein hormonhaltiges Sekret, das den Fortpflanzungserfolg beeinflusst, woraufhin die Kopulation mehrere Stunden andauern kann. Zur Eiablage graben die Tiere im Sommer Höhlen in feuchten Boden, in die sie ihre Gelege deponieren und anschließend zum Schutz mit Erde bedecken.[2]

Ökologie

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Bedeutung, Schäden & Prävention

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Wirtschaftliche Bedeutung

*Helix pomatia* besitzt primär eine hohe positive wirtschaftliche Relevanz als Lebensmittelressource und wissenschaftlicher Modellorganismus, während sie als landwirtschaftlicher Schädling nur eine untergeordnete Rolle spielt. Der internationale Handel ist bedeutend, wobei Frankreich jährlich etwa 20.000 bis 40.000 Tonnen konsumiert, die zu 95 % aus Exportländern wie Polen und Ungarn importiert werden. In eingeführten Verbreitungsgebieten wie Nordamerika verursacht die Art lediglich gelegentliche Fraßschäden an landwirtschaftlichen Randkulturen und gilt nicht als invasiver Hauptschädling.[2] Eine wichtige industrielle Nische besetzt die Schnecke in der analytischen Chemie, wo ihre Verdauungssäfte zur Gewinnung von Arylsulfatasen für Hormon- und Toxikologiestudien kommerziell verwertet werden.[3] Aufgrund der Bioakkumulation von Schwermetallen in Hepatopankreas und Schale dient die Art zudem als kosteneffizienter Bioindikator zur Überwachung von Umweltbelastungen durch Blei, Nickel und Zink in Industriegebieten.[2] Neuere biotechnologische Ansätze nutzen die kalzinierten Schalen als heterogene Katalysatoren in der Biodieselproduktion, wobei in Studien hohe Ester-Ausbeuten aus Rapsöl erzielt wurden.[3] Darüber hinaus weist extrahiertes Mucin wirtschaftliches Potenzial in der pharmazeutischen Entwicklung auf, da es therapeutische Wirkungen bei entzündlichen Darmerkrankungen zeigte. Negative ökologische Auswirkungen beschränken sich meist auf die Konkurrenz mit nativen Schneckenarten in anthropogen gestörten Habitaten, ohne dass massive Bekämpfungskosten entstehen.[2]

Biologie & Lebenszyklus

*Helix pomatia* ist ein simultaner Hermaphrodit, der sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane besitzt, wobei die Paarung in der Regel einmal jährlich im späten Frühling oder Frühsommer stattfindet.[1][2] Das komplexe Paarungsverhalten beinhaltet den Einsatz eines etwa 5 mm langen Kalkpfeils („Liebespfeil“), der Hormonsekrete in den Partner injiziert, um den Fortpflanzungserfolg zu begünstigen.[1] Die Eiablage erfolgt im Juni und Juli in selbst gegrabenen Erdhöhlen, in die Gelege von 40 bis 65 kugelförmigen, weißlichen Eiern mit einem Durchmesser von 5,5 bis 6,5 mm abgelegt werden.[2] Die Embryonalentwicklung verläuft temperaturabhängig und dauert bei Bodentemperaturen von 15–20 °C etwa drei bis fünf Wochen.[1] Es findet eine direkte Entwicklung ohne Larven- oder Puppenstadium statt, sodass fertig entwickelte Jungschnecken mit einer Gehäusegröße von 5–7 mm und einer ersten embryonalen Windung schlüpfen.[2] Das Wachstum erfolgt langsam durch die Anlagerung von Kalk, wobei jährlich etwa eine Gehäusewindung hinzugefügt wird, bis nach drei bis fünf Jahren die Geschlechtsreife erreicht ist.[1] Adulte Tiere besitzen 4–5 Windungen und stellen das Wachstum mit der Ausbildung einer verdickten, nach außen gebogenen Mündungslippe ein.[2] In der Natur können die Tiere ein Alter von bis zu 20 Jahren erreichen, wenngleich die durchschnittliche Lebensdauer aufgrund von Umweltfaktoren oft nur etwa fünf Jahre beträgt.[1] Die Ernährung ist herbivor und detritivor, wobei die Tiere mithilfe ihrer Radula frisches Pflanzenmaterial sowie Laub zerkleinern. Eine Feldstudie belegte eine signifikante Präferenz für die Große Brennnessel (*Urtica dioica*), die aufgrund ihres hohen Calcium- und Proteingehalts für den Gehäuseaufbau essenziell ist.[4] Im Verdauungstrakt unterstützen symbiotische Bakterien den Aufschluss der aufgenommenen Zellulose.[3] Physiologisch ist *Helix pomatia* an saisonale Extreme angepasst und überdauert Kälteperioden unter 10 °C in einer Winterstarre (Hibernation), bei der die Gehäuseöffnung tief verschlossen wird. Bei sommerlicher Trockenheit und Temperaturen über 25 °C tritt eine Ästivation ein, während der ein Epiphragma aus getrocknetem Schleim und Kalk den Wasserverlust minimiert.[2] Die Mortalität ist im Juvenilstadium am höchsten und wird primär durch Prädatoren wie Käfer, Vögel und Kleinsäuger sowie durch Kannibalismus innerhalb der Gelege verursacht.[1]

Vorkommen & Lebensraum

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Saisonalität & Aktivität

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Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Deutschland

    05.02.2026

  • Naturpark Südschwarzwald, Villingen-Schwenningen, Baden-Württemberg, Deutschland

    05.02.2026

  • Hamm, Otto-Wels-Straße, 59077 Hamm, Deutschland

    01.02.2026

  • Hamm, Pelkum Bahnhof, 59077 Hamm, Deutschland

    01.02.2026

  • Grünstadt, Westring, 67269 Grünstadt, Deutschland

    29.01.2026

Daten: iNaturalist

Źródła i odniesienia

  1. https://animaldiversity.org/accounts/Helix_pomatia/
  2. https://www.gbif.org/species/2294287
  3. https://academic.oup.com/zoolinnean/article/203/1/zlae027/7634235
  4. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/00222933.2023.2203335
  5. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)