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Kolkwitzie Kolkwitzia amabilis

Kolkwitzie

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Dipsacales (Dipsacales)
Rodzina Caprifoliaceae
Rodzaj Kolkwitzia
Gatunek Kolkwitzia amabilis
Nazwa naukowa Kolkwitzia amabilis Graebn.
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Die **Kolkwitzie** (*Kolkwitzia amabilis*), auch als Perlmuttstrauch bekannt, ist die einzige Pflanzenart der monotypischen Gattung *Kolkwitzia* innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).[1][2] Dieser sommergrüne Strauch stammt ursprünglich aus China und gilt als seltene Reliktart.[1] Aufgrund der dekorativen Blüten wird die Art in gemäßigten Klimagebieten häufig als Zierstrauch in Parks und Gärten verwendet.[1][2]

Analiza społeczności

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Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 18.05.2026
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Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Kolkwitzia amabilis*, wobei die Autornennung „Graebn.“ auf den Erstbeschreiber verweist. In der taxonomischen Systematik wird das Taxon als akzeptierte Spezies geführt. Die Art ist der Gattung *Kolkwitzia* zugeordnet, für die im Deutschen der Trivialname Kolkwitzie verwendet wird. Systematisch gehört diese Gattung zur Familie der Caprifoliaceae. Diese Familie ist im deutschen Sprachraum als Geißblattgewächse bekannt. Die übergeordnete Einordnung erfolgt in die Ordnung der Dipsacales, welche auch als Kardenartige bezeichnet werden. Innerhalb der Klassifikation zählt die Pflanze zur Klasse der Magnoliopsida beziehungsweise den Zweikeimblättrigen. Zudem wird sie der Abteilung der Tracheophyta (Gefäßpflanzen) zugerechnet.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Kolkwitzie (*Kolkwitzia amabilis*) wächst als sommergrüner, aufrechter Strauch, der Wuchshöhen von 3 bis 4 Metern[6] oder bis zu 5 Metern erreicht. Er zeichnet sich durch einen dichten, vasenförmigen und fontänenartigen Wuchs mit aufrecht-überhängenden Zweigen aus.[7] Die Äste besitzen eine rotbraune[7] bis braune, abblätternde Rinde, wobei die in weiten Bögen übergeneigten Zweige anfangs fein behaart und später glatt sind. Alle Knospen sind gleich groß, etwa 2 bis 5 Millimeter lang, spitz eiförmig und stehen vom Zweig ab. Sie werden von vier bis fünf Paaren zugespitzter, brauner und mehr oder weniger dicht weiß behaarter Knospenschuppen bedeckt, wobei Endknospen fehlen. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sitzen an einem 2 bis 3 Millimeter langen, borstig behaarten Blattstiel. Die einfache Blattspreite ist eiförmig bis elliptisch, 3 bis 9 Zentimeter lang und am Rand entfernt gesägt bis meist ganzrandig sowie bewimpert. Die Blattoberseite ist dunkelgrün und leicht behaart, während die Nerven der Unterseite rau behaart sind; Nebenblätter fehlen. Die zwittrigen, zygomorphen Blüten stehen in 5 bis 7 Zentimeter breiten Trugdolden am Ende kurzer Seitenzweige zusammen. Die etwa 1,5 Zentimeter lange, glockige Kronröhre ist außen zartrosa und fein behaart, innen weiß und im bärtigen Schlund gelb-orange gefleckt. Die Frucht ist eine 0,7 bis 1 Zentimeter lange, einsamige Schließfrucht (Nüsschen), die dicht borstig behaart ist.[6] Aufgrund dieser dichten, gelben Borsten ähnelt die Frucht einem kleinen Igel, was sich auch im chinesischen Namen widerspiegelt.[7] An der Spitze der Frucht bleiben der lange Blütenbecherhals und die Kelchblätter beständig erhalten.[6]

Beschreibung

Die Kolkwitzie (*Kolkwitzia amabilis*) ist ein sommergrüner Strauch und der einzige Vertreter der monotypischen Gattung *Kolkwitzia* innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).[8] Als Reliktart stammt sie ursprünglich aus den bergigen Regionen Zentralchinas, wo sie wild heute nur noch äußerst selten in kleinen, verstreuten Populationen vorkommt, was ihre natürliche Regeneration am Standort erschwert.[7] Das allgemeine Erscheinungsbild ist durch einen dichten, aufrechten Wuchs geprägt, wobei sich die Zweige im Alter charakteristisch vasenförmig oder fontänenartig in weiten Bögen nach außen neigen. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen von 3 bis 4 Metern und besitzt eine rot-braune Rinde, die sich an älteren Ästen abblätternd löst.[8][7] Ein markantes anatomisches Merkmal sind die im späten Frühling oder Frühsommer erscheinenden Blütenstände, die den Strauch in eine Fülle von zartrosa Blüten hüllen.[7] Die Einzelblüten sind zygomorph, glockig verwachsen und weisen einen gelb-orangen, bartigen Schlund auf, der mit Saftmalen zur Orientierung für Bestäuber versehen ist.[8] Der chinesische Name der Pflanze, „Weishi“ (Igel-Frucht), leitet sich von den dicht mit gelben Borsten besetzten Früchten ab, die optisch an kleine Igel erinnern.[7][8] Bei diesen Früchten handelt es sich um einsamige Schließfrüchte (Achänen), an deren Spitze der flaschenförmige Blütenbecherhals sowie die Kelchblätter beständig erhalten bleiben. Im vegetativen Zustand lässt sich die Art an den gegenständig angeordneten, eiförmigen bis elliptischen Laubblättern erkennen, deren Unterseite entlang der Nerven rau behaart ist. Eine Besonderheit im Wuchsverhalten ist das Fehlen von Endknospen; das Längenwachstum wird stattdessen durch die darunterliegenden Seitenknospen fortgesetzt.[8] Chemotaxonomische Analysen bestätigen eine enge Verwandtschaft zur Gattung *Lonicera* (Heckenkirschen), da beide Gattungen spezifische sekundäre Metaboliten wie Bis-Iridoide teilen.[7] Historisch wurde die Art erst verhältnismäßig spät durch den Missionar Giuseppe Giraldi in der Provinz Shaanxi entdeckt und 1901 durch Karl Otto Graebner wissenschaftlich beschrieben, der die Gattung nach dem Botaniker Richard Kolkwitz benannte.[8]

Ökologie

Die Art *Kolkwitzia amabilis* ist eine wild selten vorkommende Reliktpflanze, deren natürliches Verbreitungsgebiet in chinesischen Provinzen wie Anhui, Gansu und Hubei liegt.[1][4] Sie besiedelt dort Höhenlagen zwischen 300 und 1300 Metern und ist an Berghängen, Straßenrändern sowie in artenreichen Wäldern und Gehölzgruppen zu finden.[1] Ökologisch bevorzugt der Strauch mäßig trockene bis frische Böden, die nährstoffreich und schwach sauer bis alkalisch sind, wobei reine Sande und Tone gemieden werden. Die Standorte sind typischerweise sonnig bis lichtschattig und die Art gilt als frosthart.[9] Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni, wobei die zwittrigen Blüten Saftmale besitzen, was auf eine Interaktion mit Bestäubern hindeutet.[1][9] Aufgrund der kleinen und verstreuten Wildpopulationen ist die natürliche Regeneration der Art erschwert, weshalb sie im „China Plant Red Data Book“ als selten geführt wird. Chemisch zeichnet sich *Kolkwitzia amabilis* durch spezifische Bis-Iridoid-Glykoside und Triterpenoide aus, die auch bei verwandten Arten der Familie Caprifoliaceae wie *Lonicera* vorkommen und chemotaxonomische Bedeutung haben.[4] Die borstig behaarten Früchte, die an kleine Igel erinnern, reifen im Spätsommer und dienen der Ausbreitung.[4][9]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Art *Kolkwitzia amabilis* wird primär als Zierpflanze in Parks und Gärten der gemäßigten Klimazonen genutzt und nicht als Schädling klassifiziert. Aufgrund ihrer dekorativen Blütenpracht ist sie unter dem Namen „Perlmuttstrauch“ oder im Englischen als „Beauty Bush“ bekannt.[6][10] Wirtschaftlich ist die Pflanze vor allem im Gartenbau von Bedeutung, während sie in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet in China als seltene Reliktart gilt. In der traditionellen chinesischen Medizin finden Arten der Familie Caprifoliaceae Anwendung, wobei neuere phytochemische Untersuchungen an *Kolkwitzia amabilis* spezifische bioaktive Inhaltsstoffe identifizierten. Aus Zweigen, Blättern und Blütenknospen wurden diverse Verbindungen isoliert, darunter Bis-Iridoid-Glykoside und Triterpenoide. Einige dieser Substanzen, wie Amabiliosid B und bestimmte Triterpenoide, zeigten in In-vitro-Studien hemmende Wirkungen auf die Enzyme Acetyl-CoA-Carboxylase 1 (ACC1) und ATP-Citrat-Lyase (ACL). Da diese Enzyme eine Schlüsselrolle in der Fettsäuresynthese und im Lipidstoffwechsel spielen, werden die Inhaltsstoffe als potenzielle therapeutische Ansätze zur Behandlung von Hyperlipidämie und kardiovaskulären Erkrankungen diskutiert.[10] Es sind keine spezifischen Schadbilder oder eine Toxizität für den Menschen bekannt, die über das pharmakologische Potenzial hinausgehen. Da die Wildpopulationen im „China Plant Red Data Book“ als selten gelistet sind, stehen Schutzmaßnahmen und der Erhalt der Biodiversität im Vordergrund, statt einer Bekämpfung.[10]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Relevanz von *Kolkwitzia amabilis* beschränkt sich nicht nur auf den Zierpflanzenbau, sondern erstreckt sich auch auf potenzielle pharmazeutische Anwendungen.[1] Als Zierstrauch wird die Art aufgrund ihrer dekorativen Blüten weltweit in Parks und Gärten der gemäßigten Breiten kultiviert, wobei sie in China, den USA und Europa weit verbreitet ist.[5][1] Die kommerzielle Einführung erfolgte historisch über englische Gärtnereien, wodurch der Strauch ab 1930 auch in Deutschland eine größere Verbreitung fand.[5] In der Traditionellen Chinesischen Medizin findet die Pflanze Anwendung zur Behandlung verschiedener Krankheiten, was auf einen ethnobotanischen Wirtschaftswert hindeutet. Aktuelle phytochemische Untersuchungen identifizierten in den Zweigen und Blütenknospen strukturell diverse Verbindungen wie Bis-Iridoid-Glykoside und Triterpenoide. Diese Inhaltsstoffe zeigen ein wirtschaftliches Potenzial für die Entwicklung neuer Medikamente, da sie hemmende Wirkungen auf Enzyme des Fettstoffwechsels besitzen. Spezifische Verbindungen könnten als therapeutische Mittel gegen Hyperlipidämie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen dienen. Die Pflanze wird daher als wertvolle natürliche Ressource für die Entdeckung neuer bioaktiver Wirkstoffe eingestuft.[1] Es liegen keine Berichte über wirtschaftliche Schäden durch *Kolkwitzia amabilis* als Schädling oder invasive Art vor.

Biologie & Lebenszyklus

Die Kolkwitzie (*Kolkwitzia amabilis*) ist ein sommergrüner Strauch, der Wuchshöhen zwischen 3 und 5 Metern erreicht. Der Lebenszyklus folgt einer saisonalen Phänologie, wobei die Blütezeit in den Monaten Mai bis Juni beziehungsweise im Frühsommer liegt.[2][7] Die zwittrigen, zygomorphen Blüten stehen paarweise oder einzeln und besitzen fruchtbare sowie sterile Fächer im Fruchtknoten, wobei nur eine fertile Samenanlage enthalten ist. Nach der Befruchtung entwickeln sich 0,7 bis 1 Zentimeter lange, einsamige Schließfrüchte (Achänen), die von August bis September reifen.[2] Diese Früchte sind dicht mit gelben Borsten besetzt, was ihnen ein igelartiges Aussehen verleiht und zum chinesischen Trivialnamen „Weishi“ (Igel-Frucht) führte.[7] Die Samen weisen einen kleinen, geraden Embryo und viel Endosperm auf.[2] Die natürliche Regeneration der Art am Wildstandort ist eingeschränkt, da die Populationen klein und verstreut sind.[7] Zytologisch liegt ein diploider Chromosomensatz von 2n = 32 vor.[2] Physiologisch produziert die Pflanze diverse sekundäre Metaboliten, darunter Bis-Iridoid-Glykoside und Triterpenoide, die chemotaxonomisch die Nähe zur Gattung *Lonicera* bestätigen.[7] Als Reliktart besiedelt sie in China Höhenlagen von 300 bis 1300 Metern und bevorzugt mäßig trockene bis frische, nährstoffreiche Böden.[2][7]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Kolkwitzia amabilis* liegt in China und umfasst die Provinzen Anhui, Gansu, Henan, Hubei, Shaanxi, Shanxi sowie möglicherweise Hebei.[1] In seinem natürlichen Habitat gilt das Gehölz als Reliktart und ist wildlebend äußerst selten anzutreffen. Aufgrund kleiner und verstreuter Populationen, die die natürliche Regeneration erschweren, wird die Art im „China Plant Red Data Book“ als selten geführt und steht unter nationalem Schutz.[4] Die vertikale Verbreitung in den Ursprungsgebieten erstreckt sich auf Höhenlagen zwischen 300 und 1300 Metern. Dort besiedelt der Strauch Berghänge, Straßenränder sowie artenreiche Wälder und Gehölzgruppen.[1] Die Pflanzen bevorzugen mäßig trockene bis frische, nährstoffreiche Böden, deren pH-Wert von schwach sauer bis alkalisch reichen kann, wobei Sande und Tone gemieden werden. Standörtlich gedeiht *Kolkwitzia amabilis* in sonnigen bis lichtschattigen Lagen und weist eine gute Frosthärte auf. Historisch wurden erste fruchtende Exemplare zwischen 1890 und 1895 durch den Missionar Giuseppe Giraldi in der Provinz Shaanxi gesammelt. Die Einführung in die westliche Gartenkultur erfolgte um 1900 durch den Pflanzensammler Ernest Henry Wilson, der Samen aus der Provinz Hubei nach England sandte.[5] Heute wird die Art weltweit in den gemäßigten Klimagebieten, darunter in den USA und Europa, häufig als Zierstrauch in Parks und Gärten kultiviert.[4][5] In Deutschland erreichte das Gehölz erst um 1930 eine größere Verbreitung.[5]

Saisonalität & Aktivität

Die Kolkwitzie (*Kolkwitzia amabilis*) ist ein sommergrüner Strauch, dessen Vegetationszyklus durch den Laubabwurf im Winter geprägt ist. Die Blütezeit erstreckt sich über das späte Frühjahr und den Frühsommer, wobei die Hauptblüte in den Monaten Mai bis Juni liegt. Diese phänologische Phase korreliert zeitlich exakt mit dem höchsten öffentlichen Interesse, das in den Monaten Mai und Juni signifikante Spitzenwerte erreicht. Nach der Bestäubung entwickeln sich die Früchte, deren Reifeprozess im Spätsommer zwischen August und September abgeschlossen ist. Wissenschaftliche Sammlungen dokumentieren das Vorhandensein von Blütenknospen bereits im April sowie die Ernte von belaubten Zweigen bis in den November.[1]

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Penzberg, Bayern, Deutschland

    03.10.2025

  • Frauenplan, Weimar, Thüringen, Deutschland

    30.09.2025

  • Plankstadt

    01.08.2025

  • Deutschland

    26.07.2025

  • Berlin, Deutschland

    10.07.2025

Daten: iNaturalist

Źródła i odniesienia

  1. https://doi.org/10.3390/molecules29245980
  2. Roloff, A.; Bärtels, A.: Flora der Gehölze. 3. Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6
  3. https://www.gbif.org/species/2888706
  4. Wan, J. et al.: Bis-Iridoid Glycosides and Triterpenoids from Kolkwitzia amabilis. Molecules 2024, 29, 5980. https://doi.org/10.3390/molecules29245980
  5. Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Eugen Ulmer, Stuttgart 2008.
  6. Wikipedia-Artikel: Kolkwitzie (Kolkwitzia amabilis), basierend auf dem bereitgestellten OCR-Text.
  7. Wan, J. et al.: Bis-Iridoid Glycosides and Triterpenoids from Kolkwitzia amabilis and Their Potential as Inhibitors of ACC1 and ACL. Molecules 2024, 29, 5980. https://doi.org/10.3390/molecules29245980
  8. Wikipedia OCR (Kolkwitzie)
  9. Roloff et al.: Flora der Gehölze. Eugen Ulmer, Stuttgart 2008.
  10. Wan, J.; Zhao, Z.-Y.; Wang, C. et al.: Bis-Iridoid Glycosides and Triterpenoids from Kolkwitzia amabilis and Their Potential as Inhibitors of ACC1 and ACL. Molecules 2024, 29, 5980. https://doi.org/10.3390/molecules29245980