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Jasnota Album Lamium

Jasnota

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Lamiales (Lamiales)
Rodzina Lamiaceae
Rodzaj Lamium
Gatunek Lamium album
Nazwa naukowa Lamium album L.
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Die Weiße Taubnessel (*Lamium album*) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet die gemäßigten Zonen Eurasiens umfasst.[1][2] Sie besiedelt bevorzugt nährstoffreiche, frische Böden an Wegrändern oder in Hecken und fungiert ökologisch als bedeutende Nektarquelle für langrüsselige Insekten wie Hummeln. Das Erscheinungsbild der Blätter ähnelt stark dem der Großen Brennnessel (*Urtica dioica*), jedoch besitzt die Art keine Brennhaare, worauf die Bezeichnung als „taube“ (nicht brennende) Nessel verweist.[1][3]

Analiza społeczności

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Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 08.05.2026
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Fakten (kompakt)

- In der traditionellen Medizin wird die Pflanze als krampflösendes, adstringierendes und entzündungshemmendes Mittel bei Beschwerden wie Bluthochdruck, Menorrhagie und Frakturen eingesetzt[8] - Pharmakologische Untersuchungen dokumentieren antioxidative, antimikrobielle und antivirale Eigenschaften der Inhaltsstoffe[8] - Die oberirdischen Pflanzenteile sind essbar und werden kulinarisch in mediterranen Gerichten oder Salaten verarbeitet[8] - Die Ausbreitung der Samen erfolgt durch Ameisen (Myrmekochorie), die durch ein ölreiches Anhängsel (Elaiosom) an den Nüsschen angelockt werden[8] - Im Gegensatz zu manchen anderen Samen verschleimen die Nüsschen von *Lamium album* bei Nässe nicht[8] - Die Blätter dienen nicht nur Insekten, sondern auch Weichtieren (Mollusken) als Nahrungsquelle[8] - Der Kelch ist röhrig-glockenförmig, misst 9 bis 15 Millimeter und besitzt Zähne, die länger sind als die Kelchröhre selbst[8] - Die Länge der Blattstiele nimmt zur Spitze hin ab: Während untere Blätter bis zu 8 Zentimeter lange Stiele haben, sind es oben nur noch 1 bis 6 Zentimeter[8]

Name & Einordnung

Der anerkannte wissenschaftliche Name der Art lautet *Lamium album* und wurde 1753 von dem schwedischen Botaniker Carl von Linné in seinem fundamentalen Werk *Species Plantarum* erstbeschrieben.[2] Die Art gehört zur Gattung *Lamium* (Taubnesseln) und fungiert als Typusart für die Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).[1] Der Gattungsname *Lamium* leitet sich vom griechischen Wort *laimos* („Schlund“ oder „Hals“) ab, was auf die röhrenförmige Struktur der Blütenkrone anspielt, oder alternativ vom lateinischen *lamium* für „Taubnessel“. Das Art-Epitheton *album* entstammt dem Lateinischen (*albus*) und beschreibt die charakteristische weiße Farbe der Blüten.[3] Der deutsche Trivialname „Weiße Taubnessel“ sowie das englische „white dead-nettle“ verweisen auf die vegetative Ähnlichkeit zur Großen Brennnessel (*Urtica dioica*), wobei der Zusatz „taub“ (bzw. „dead“) das Fehlen der Brennhaare und somit die Harmlosigkeit bei Berührung signalisiert.[1] In antiken Schriften, etwa bei Dioskurides, war die Pflanze unter Bezeichnungen wie *galeopsis* oder *galeobdolon* bekannt, was sich vermutlich auf die weaselartige Form der Blüte bezog. Im englischen Volksglauben wird die Art auch „White Archangel“ genannt, da ihre Blütezeit um den Festtag des Erzengels Michael beginnt.[3] Taxonomisch wird die Spezies heute in drei akzeptierte Unterarten gegliedert: die Nominatform *L. album* subsp. *album*, sowie die asiatischen Varianten *L. album* subsp. *barbatum* und *L. album* subsp. *crinitum*. Molekularbiologische Studien ordnen *Lamium album* in eine gut gestützte Klade innerhalb der eurasischen *Lamium*-Linie ein, zu der auch *Lamium purpureum* und *Lamium maculatum* zählen.[1] Historische Synonyme wie *Lamium vulgatum* Benth. finden heute keine taxonomische Verwendung mehr.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Lamium album ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 80 Zentimetern erreicht und durch kurze, kriechende Rhizome dichte Bestände bildet. Die aufrechten oder aufsteigenden Stängel sind im Querschnitt vierkantig, meist unverzweigt und oft an der Basis purpurn überlaufen sowie spärlich mit rückwärts gerichteten Haaren besetzt. Die gegenständig angeordneten Laubblätter besitzen eine dreieckige bis herzförmige Spreite von 3 bis 8 Zentimetern Länge und 2,5 bis 5 Zentimetern Breite. Ihre Blattränder sind grob gesägt oder gekerbt, wobei die Blattflächen dünn mit drüsenlosen Haaren bedeckt sind. Während die unteren Blätter bis zu 8 Zentimeter lange Stiele aufweisen, sind die oberen Stiele kürzer (1 bis 6 Zentimeter) und die obersten Blätter sitzen fast direkt am Stängel. Die Blüten stehen in dichten, quirligen Scheinkränzen aus 3 bis 12 Einzelblüten in den Achseln der oberen Laubblätter. Die 1,5 bis 2,5 Zentimeter lange, zygomorphe Krone ist charakteristisch weiß (selten hellrosa) und besitzt eine gebogene Röhre sowie eine helmförmige, behaarte Oberlippe von 8 bis 10 Millimetern Länge. Die Unterlippe ist herabgeschlagen und in zwei Seitenlappen geteilt, wobei vier Staubblätter aus der Kronröhre herausragen. Der röhrig-glockige Kelch misst 9 bis 15 Millimeter und endet in dreieckigen bis pfriemlichen Zähnen, die länger als die Kelchröhre sind. Nach der Befruchtung zerfällt die Klausenfrucht in vier eiförmige, dunkelbraune Teilfrüchte (Klausen), die 2 bis 3,5 Millimeter lang sind. Diese Nüsschen sind an der Basis dreikantig, am oberen Ende gestutzt abgerundet und besitzen ein ölhaltiges Anhängsel (Elaiosom) zur Verbreitung durch Ameisen.[1] Morphologische Variationen existieren zwischen den Unterarten, wobei sich beispielsweise *L. album* subsp. *barbatum* durch Merkmale der Behaarung und Blütengröße von der Nominatform unterscheidet. Eine Verwechslungsgefahr besteht vor allem im vegetativen Zustand mit der Großen Brennnessel (*Urtica dioica*), von der sich *Lamium album* jedoch durch das völlige Fehlen von Brennhaaren sicher unterscheiden lässt.[1]

Beschreibung

Lamium album ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die durch ihre ausgeprägte Ähnlichkeit mit der Großen Brennnessel (*Urtica dioica*) auffällt, jedoch keine Brennhaare besitzt. Im natürlichen Lebensraum bildet die Art durch kriechende Rhizome oft dichte, vegetative Bestände, die Wuchshöhen von 20 bis 80 Zentimetern erreichen.[1][3] Die aufrechten, vierkantigen Stängel sind typisch für Lippenblütler und tragen kreuzgegenständige, herzförmige bis dreieckige Blätter mit grob gesägten Rändern.[1][2] Ein wesentliches Erkennungsmerkmal im Feld ist die weiche Behaarung der Blattoberflächen, die im Gegensatz zur Brennnessel bei Berührung völlig harmlos ist, was ihr den Namen „Taubnessel“ einbrachte.[2][3] Anatomisch zeigt die Blüte eine hochspezialisierte Anpassung an Bestäuber: Die weiße Krone besitzt eine helmförmige Oberlippe, die die Staubblätter schützt, und eine zweigeteilte Unterlippe als Landeplatz.[4][3] Mikroskopische Untersuchungen der Unterlippe offenbaren Saftmale in Form von erhöhten epidermalen Papillen, die Flavonoide enthalten und Insekten optisch sowie olfaktorisch zum Nektar leiten. Der Nektar wird von einem ringförmigen Nektarium an der Basis des Fruchtknotens abgesondert, der reich an Zuckern und Polyphenolen ist. Die Art ist protandrisch (vormännlich), was bedeutet, dass die männlichen Organe vor den weiblichen reifen, um die Fremdbestäubung durch langrüsselige Insekten wie Hummeln zu fördern.[3] Nach der Befruchtung entwickeln sich Klausenfrüchte, die in vier kleine, dunkelbraune Teilfrüchte (Nüsschen) zerfallen.[1] Diese Samen besitzen ein Elaiosom (Ölkörperchen), eine anatomische Anpassung für die Myrmekochorie, bei der Ameisen die Samen aufgrund des nährstoffreichen Anhängsels verschleppen und so die Ausbreitung sichern.[4] Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzenarten blüht *Lamium album* über einen ausgedehnten Zeitraum von April bis in den späten Herbst, in milden Wintern sogar bis Dezember.[3] Die Pflanze dient zudem als Wirt für verschiedene Blattlausarten wie *Aphis lamiorum*, die die Stängel ganzjährig besiedeln, sowie als Nahrungsquelle für Mollusken.[1] Historisch wurde die Art bereits 1753 von Carl von Linné in *Species Plantarum* erstbeschrieben und als *Lamium album* taxonomisch fixiert.[2] Eine wissenschaftshistorische Besonderheit ist die Nutzung der weichen Blätter durch Mikhail Tsvet im frühen 20. Jahrhundert zur Extraktion von Chlorophyllen für die Entwicklung der Adsorptionschromatographie.[2] Phytochemisch unterscheidet sich die Art von verwandten Spezies durch spezifische Iridoide in den Drüsenhaaren der Krone sowie hohe Konzentrationen an Verbascosid.[3]

Verhalten

Das Verhalten von *Lamium album* ist stark durch spezialisierte Interaktionen mit der Fauna zur Fortpflanzung und Ausbreitung geprägt. Die Orientierung von Bestäubern wird durch Nektarleitmarken auf der unteren Korollenlippe gesteuert, die aus erhöhten epidermalen Papillen bestehen und visuelle sowie olfaktorische Signale bereitstellen. Diese Strukturen leiten langrüsselige Insekten, insbesondere Hummeln (*Bombus* spp.) und Bienen, gezielt zur Nektarquelle im Röhreninneren. Um die genetische Vielfalt zu erhöhen, nutzt die Pflanze Protandrie (Vormännlichkeit), wodurch die zeitliche Trennung der Geschlechtsreife das Outcrossing fördert.[3] Die Ausbreitung der Samen erfolgt primär durch Myrmekochorie, ein Verhalten, bei dem Ameisen durch ölhaltige Anhängsel (Elaiosomen) an den Nüsschen angelockt werden.[4] Die Ameisen transportieren die Samen in ihre Nester, verzehren das nährstoffreiche Elaiosom und entsorgen den keimfähigen Samen, was die lokale Verbreitung sichert.[3] In Konkurrenzsituationen zeigt *Lamium album* allelopathisches Verhalten, indem Wurzelexsudate oder Extrakte die Keimung und das Wachstum benachbarter Pflanzen hemmen können. Die Art dient zudem als spezifischer Wirt für spezialisierte Herbivoren wie die Blattläuse *Aphis lamiorum* und *Cryptomyzus* spp., die Stängel und Blätter ganzjährig besiedeln.[1][4] Zur chemischen Abwehr produziert die Pflanze bioaktive Extrakte, die das Wachstum von pathogenen Pilzen wie *Fusarium culmorum* signifikant hemmen und deren Mykotoxinproduktion reduzieren.[6]

Ökologie

Ökologisch fungiert *Lamium album* als Zeigerpflanze für stickstoffreiche Böden und besiedelt bevorzugt feuchte, nährstoffhaltige Ruderalstandorte sowie Waldränder.[1][3] Die Art ist an Halbschatten angepasst und toleriert ein Mikroklima mit Boden-pH-Werten zwischen 6,0 und 8,0. Im Nahrungsnetz stellt die Pflanze eine essentielle Ressource für langrüsselige Insekten dar, insbesondere für im Frühjahr erwachende Hummelköniginnen (*Bombus* spp.), da sie bereits früh im Jahr reichlich Nektar und Pollen bietet.[3][7] Die Bestäubung wird durch komplexe Saftmale auf der Unterlippe gesteuert, während die Vormännlichkeit der Blüten die genetische Vielfalt durch Fremdbestäubung sichert.[3][4] Neben Bestäubern nutzen spezialisierte Herbivoren wie die Blattlaus *Aphis lamiorum* oder verschiedene Mollusken die vegetativen Teile als Nahrungsquelle.[1] Die Ausbreitung der Samen erfolgt überwiegend durch Myrmekochorie, indem Ameisen von den ölhaltigen Elaiosomen der Nüsschen angelockt werden.[3] Gegenüber anderen Pflanzenarten kann *Lamium album* durch allelopathische Wurzelexsudate die Keimung der Konkurrenz hemmen und dichte Bestände bilden.[6][1] In nicht-nativen Gebieten wie Alaska zeigt die Art invasives Potential in gestörten Habitaten, wo sie durch Ressourcenkonkurrenz die lokale Biodiversität beeinflussen kann.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Lamium album gilt primär als ökologisch wertvolle Ruderalpflanze und Bestäuberweide, wird jedoch in landwirtschaftlichen oder nicht-heimischen Kontexten aufgrund ihrer Wuchskraft als Unkraut klassifiziert.[1][3] Das Schadpotenzial ist generell gering, doch können dichte Rhizom-Bestände durch Ressourcenkonkurrenz und allelopathische Hemmung der Samenkeimung die native Flora verdrängen. Als Wirtspflanze dient sie verschiedenen Blattlausarten wie Aphis lamiorum und Cryptomyzus spp., die ganzjährig an den Stängeln siedeln.[1][4] Umgekehrt zeigen Blütenextrakte Potenzial im biologischen Pflanzenschutz, indem sie das Wachstum von Fusarium culmorum hemmen und die Mykotoxinproduktion bei Weizen reduzieren.[6] Im medizinisch-kosmetischen Bereich werden Extrakte zur Hautaufhellung sowie als Präbiotika zur Hemmung akne-verursachender Bakterien eingesetzt, während traditionelle Anwendungen die adstringierende Wirkung zur Wundheilung nutzen.[1][4] Die Pflanze ist ungiftig und besitzt keine Brennhaare, wobei der Verzehr großer Mengen abführend wirken kann.[4][3] In der Permakultur dient das Vorkommen der Art als biologischer Zeiger für stickstoffreiche, fertile Böden. Zur präventiven Eingrenzung im Gartenbau wird das Zurückschneiden verblühter Infloreszenzen vor der Samenreife empfohlen, um die Selbstaussaat zu blockieren. Etablierte Bestände lassen sich durch mechanische Entfernung der Rhizome oder Mulchen regulieren, da die Art schnittverträglich ist.[3] In eingeführten Verbreitungsgebieten wie Alaska wird L. album als potenziell invasive Art überwacht, die in Grasland eindringt, wobei keine föderalen Bekämpfungsanordnungen in Nordamerika bestehen.[1][4] Im nativen Areal gilt sie hingegen als „Least Concern“ (nicht gefährdet) und unterliegt keinen Quarantänebestimmungen.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Obwohl *Lamium album* in der konventionellen Landwirtschaft nicht als Hauptschädling gilt, tritt die Art in gestörten Habitaten und Gärten als Unkraut auf, insbesondere in ihrem eingeführten Verbreitungsgebiet in Nordamerika und Neuseeland.[1][3] In Alaska wird die Pflanze als mäßig invasiv eingestuft, da sie durch starkes Rhizomwachstum in Graslandschaften native Vegetation verdrängen und die Biodiversität lokal reduzieren kann.[1] Demgegenüber steht ein positiver wirtschaftlicher Nutzen als wichtige frühe Nahrungsquelle für Bestäuber wie Honigbienen und Hummeln, was die Stabilität von Bestäubungsdienstleistungen in angrenzenden Agrarlandschaften im Frühjahr unterstützt.[3] Neuere Forschungen aus dem Jahr 2024 weisen auf ein direktes Potenzial im biologischen Pflanzenschutz hin: Blütenextrakte von *Lamium album* zeigten signifikante antifungale Wirkungen gegen *Fusarium culmorum* in Weizenkulturen. Diese Extrakte reduzierten die Mykotoxinproduktion und schützten Keimlinge effektiv vor Wurzel- und Stängelfäule, was Perspektiven für die Entwicklung natürlicher Fungizide eröffnet.[6] In der Landnutzung fungiert die Art zudem als Zeigerpflanze für stickstoffreiche, fruchtbare Böden, was eine erste Beurteilung der Bodenqualität ohne technische Analysen ermöglicht.[4] Kommerzielle Relevanz besitzt *Lamium album* in der dermatologischen Industrie, wo patentierte Extrakte aufgrund ihrer Tyrosinase-Hemmung in hautaufhellenden Produkten eingesetzt werden. Weitere Patente belegen die Nutzung als präbiotischer Wirkstoff, der selektiv das Wachstum Akne verursachender Bakterien hemmt, während die nützliche Hautflora gefördert wird.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Die Blüten von *Lamium album* sind protandrisch (vormännlich), was die Fremdbestäubung fördert, obwohl die Pflanze prinzipiell selbstkompatibel ist. Die Bestäubung erfolgt primär durch langrüsselige Insekten wie Hummeln (*Bombus* spp.) und Honigbienen, die durch Nektarhinweise auf der Unterlippe zum Nektarium an der Fruchtknotenbasis geleitet werden. Eine Fremdbestäubung führt zu einem mehr als doppelt so hohen Fruchtansatz im Vergleich zur Selbstbestäubung, was die genetische Vielfalt begünstigt.[3] Nach der Befruchtung bilden sich Klausenfrüchte, die in vier kleine, dunkelbraune Nüsschen zerfallen.[2] Diese Samen besitzen ein ölhaltiges Anhängsel (Elaiosom), das Ameisen anlockt, welche die Samen in ihre Nester tragen und so die Ausbreitung (Myrmekochorie) übernehmen. Neben der sexuellen Fortpflanzung breitet sich die Art vegetativ stark über kriechende Rhizome aus und bildet dichte, ausdauernde Bestände.[3] Die Blütezeit erstreckt sich in den nativen Verbreitungsgebieten meist von Mai bis September, kann aber in milderen Regionen von März bis Dezember andauern. Die Keimung der Samen erfolgt typischerweise innerhalb von 14 bis 21 Tagen bei Temperaturen zwischen 15 und 20 °C.[4] Physiologisch zeichnet sich die Staude durch eine hohe Kältetoleranz bis -34 °C (USDA-Zone 4) aus und gedeiht sowohl im Halbschatten als auch in der Sonne. Als frühblühende Art spielt *Lamium album* eine Schlüsselrolle in temperaten Nahrungsnetzen, indem sie im Frühjahr Pollen und Nektar für aus dem Winterschlaf erwachende Hummelköniginnen bereitstellt.[3] Die Blätter dienen Mollusken sowie spezifischen Blattlausarten wie *Aphis lamiorum* und *Cryptomyzus* spp. ganzjährig als Nahrungssubstrat.[1] Wurzelexsudate der Pflanze können zudem allelopathische Wirkungen entfalten, indem sie die Keimung und das Wachstum benachbarter Sämlinge hemmen.[6]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Lamium album* erstreckt sich über das gemäßigte Eurasien, von Westeuropa und den Britischen Inseln über Russland bis nach China und Japan.[2][3] Innerhalb dieses Areals dominiert die Nominatform *Lamium album* subsp. *album* in Europa und Westasien, während *subsp. barbatum* in Ostasien und *subsp. crinitum* im Himalaya sowie der Türkei vorkommen.[1][2] Als Neophyt wurde die Art nach Nordamerika eingeschleppt, wo sie sich insbesondere im Nordosten der USA, in Alaska und Kanada etabliert hat.[1] Auch in Island und Neuseeland bestehen stabile Populationen, wobei die Einbürgerung in Neuseeland bereits im Jahr 1872 dokumentiert wurde.[3][4] Die Ausbreitung in neue Gebiete erfolgt häufig anthropogen durch Gartenflüchtlinge oder kontaminiertes Erdreich in gestörte Areale.[1] *Lamium album* besiedelt bevorzugt nährstoffreiche, frische bis feuchte Böden mit hoher Stickstoffverfügbarkeit und guter Humusversorgung.[4][3] Die Pflanze toleriert pH-Werte zwischen 6,0 und 8,0 und gedeiht auf Substraten von sandigem Lehm bis zu schwerem Ton.[3] Optimale Wuchsbedingungen finden sich in halbschattigen Lagen wie lichten Wäldern, wobei bei ausreichender Bodenfeuchte auch sonnige Standorte toleriert werden.[2][3] Zu den typischen Habitaten zählen Ruderalflächen, Wegränder, Grabenböschungen, Hecken und Waldsäume.[2][4] In Siedlungsbereichen tritt die Weiße Taubnessel häufig in Gärten, auf Brachflächen und an landwirtschaftlichen Rändern auf.[4] In Mitteleuropa gilt der Bestand als weit verbreitet und stabil; so wird die Art in Großbritannien als nicht gefährdet („Least Concern“) geführt.[1] In der Schweiz hingegen ist sie im Mittelland und an der Nordalpenflanke als potenziell gefährdet, in den westlichen Zentralalpen sogar als verletzlich eingestuft.[3] Klimamodelle prognostizieren für Teile des asiatischen Verbreitungsgebiets im Himalaya bis 2070 einen potenziellen Habitatverlust von über 60 %.[4]

Saisonalität & Aktivität

Lamium album wächst als ausdauernde krautige Pflanze, die den Winter durch unterirdische Rhizome überdauert und Frost bis -34°C toleriert.[2] Der vegetative Austrieb beginnt im Frühjahr, wobei junge Blätter und Triebe traditionell in dieser Jahreszeit geerntet werden, bevor das Gewebe im Sommer faserig wird.[4] Die Blütezeit erstreckt sich in den nativen Arealen von April bis September. Unter milderen klimatischen Bedingungen, etwa in Teilen Westeuropas, kann die Blühphase von März bis in den Dezember reichen.[2] Diese frühe und langanhaltende Verfügbarkeit macht die Art zu einer Schlüsselressource für Insekten, die im zeitigen Frühjahr ihre Aktivität aufnehmen, wie etwa Hummelköniginnen nach der Hibernation. Die Bestäubung erfolgt tagsüber durch Nektar suchende Insekten, wobei die Blüten protandrisch sind, um Fremdbestäubung zu fördern.[3] Nach der Befruchtung reifen die Früchte heran, die durch ein ölhaltiges Elaiosom Ameisen zur Ausbreitung anlocken.[2] Neben der saisonalen Reproduktionsphase wird die Pflanze ganzjährig von bestimmten Blattlausarten wie Aphis lamiorum besiedelt.[1] Das digitale Suchinteresse korreliert stark mit dem sichtbaren Vegetationsbeginn und erreicht in den Monaten April und Mai seine Höchstwerte.[5]

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Dormagen

    01.01.2026

  • Deutschland

    28.12.2025

  • Eulental, Erkrath, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

    27.12.2025

  • Deutschland

    25.12.2025

  • Deutschland

    25.12.2025

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

CN-108420778-A Biological Nieznany

Eine Zusammensetzung mit hautaufhellender Funktion und deren Anwendung

Foshan Qianru Cosmetics Company Ltd. (2018)

Znaczenie: 6/10

Streszczenie

Das Patent beschreibt eine spezifische Kombination aus drei Extrakten: Bambus, Lamium album und Codium fragile. Diese Mischung wirkt synergistisch, um die Tyrosinase-Aktivität zu hemmen und Melanin abzubauen. Es ist besonders relevant, da Lamium album hier eine zentrale Rolle in einer definierten Wirkstoffkombination zur Hautaufhellung spielt.

RU-2377973-C2 Biological Nadany

Pflanzenextrakte mit präbiotischer Wirkung

Henkel AG & Company Kgaa (2004)

Znaczenie: 6/10

Streszczenie

Ein kosmetisches Präparat mit präbiotischer Wirkung, das unter anderem Lamium album Extrakt enthält. Es wurde nachgewiesen, dass diese Extrakte das Wachstum von Akne-verursachenden Propionibakterien hemmen, während sie die nützliche Hautflora unterstützen. Dies stellt eine direkte Anwendung der Pflanze zur Bekämpfung mikrobieller Ungleichgewichte dar.

DE-10333245-B4 Biological Nadany

Präbiotisch wirksame Pflanzenextrakte

Henkel Kgaa (2003)

Znaczenie: 6/10

Streszczenie

Verwendung von Pflanzenextrakten, spezifisch inklusive Lamium album, als präbiotische Wirkstoffe auf der Haut. Die Extrakte fördern selektiv das Wachstum nützlicher Bakterien (Koagulase-negative Staphylokokken) und hemmen schädliche Keime. Dies ist eine hochrelevante Anwendung zur biologischen Steuerung der Hautflora.

Źródła i odniesienia

  1. https://accs.uaa.alaska.edu/wp-content/uploads/Lamium_album_BIO_LAAL.pdf
  2. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:448792-1
  3. https://www.researchgate.net/publication/273632902_Adaptations_of_Lamium_album_L_flowers_to_pollination_by_Apoidea
  4. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC6571824/
  5. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  6. https://www.mdpi.com/2077-0472/14/5/647
  7. https://sussexwildlifetrust.org.uk/news/species-of-the-day-white-dead-nettle
  8. Literaturzusammenfassung: Lamium album