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len Linum usitatissimum

len

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Malpighiales (Malpighiales)
Rodzina Linaceae
Rodzaj Linum
Gatunek Linum usitatissimum
Nazwa naukowa Linum usitatissimum L.
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Der **Flachs** (*Linum usitatissimum*) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Leingewächse (Linaceae), die durch schlanke Stängel mit Wuchshöhen von bis zu 1,2 Metern charakterisiert ist.[1][2] Als eine der ältesten domestizierten Kulturpflanzen wird die Art traditionell sowohl zur Gewinnung von Bastfasern für die Textilherstellung (Leinen) als auch für ihre ölhaltigen Samen (Leinsamen) angebaut. Die Pflanze bildet schmale, lanzettliche Blätter und meist blaue Blüten aus, die sich zu Kapseln mit glatten, ölreichen Samen entwickeln.[1]

Analiza społeczności

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Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 23.04.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Samen enthalten reichlich Alpha-Linolensäure (ALA), eine essentielle Omega-3-Fettsäure, sowie Lignane mit antioxidativen Eigenschaften. - Das Genom von *Linum usitatissimum* umfasst eine Größe von etwa 370 Megabasenpaaren (Mb). - Die Blütenmorphologie zeichnet sich durch fünf freie, 6 bis 9 mm lange Kelchblätter mit fein bewimperten Innenrändern sowie zehn Staubblätter und einen oberständigen Fruchtknoten aus fünf verwachsenen Fruchtblättern aus. - Historisch wurde das aus den Bastfasern gewonnene Leinen aufgrund seiner Haltbarkeit und Atmungsaktivität spezifisch für Segel und Verbandsmaterialien genutzt. - Die flachen, eiförmigen bis tropfenförmigen Samen sind glatt und glänzend bei einer Länge von 4 bis 6 mm. - Öllein-Sorten werden gezielt auf einen hohen Ölgehalt von etwa 40 Prozent in den Samen gezüchtet. - Im Jahr 2014 betrug die weltweite Leinsamenproduktion rund 2,65 Millionen Tonnen, wobei Kanada einen Anteil von 33 Prozent hielt. - Der Anbau von Faserleinen in Europa nahm im Jahr 2024 eine Fläche von 185.000 Hektar ein.[8]

Name & Einordnung

Die Art *Linum usitatissimum* L. wird taxonomisch der Gattung *Linum* (Lein) innerhalb der Familie Linaceae (Leingewächse) zugeordnet.[1][2] Im deutschsprachigen Raum sind die Trivialnamen Flachs und Gemeiner Lein etabliert, während international die englischen Bezeichnungen „flax“ oder „common flax“ dominieren.[1][3] Die Gattung *Linum* umfasst etwa 14 Genera und rund 230 meist krautige Spezies.[1] Als direkter wilder Vorfahre und engster Verwandter gilt *Linum usitatissimum* subsp. *biennis* (auch *L. bienne* oder Wilder Lein), dessen Fasernutzung archäologisch bis in das Jungpaläolithikum zurückreicht. Genetisch ist die kultivierte Art diploid mit einem Chromosomensatz von 2n=30 und besitzt eine Genomgröße von etwa 370 Mb. Innerhalb der Spezies werden morphologisch unterschiedliche Varietäten unterschieden: der hochwüchsige, wenig verzweigte Faserlein und der kürzere, stark verzweigte Öllein (Leinsaat). Diese Differenzierung basiert auf selektiver Züchtung für spezifische Nutzungsziele wie Fasern oder Öl und stellt keine fundamentale taxonomische Abgrenzung dar.[1] In der wissenschaftlichen Nomenklatur ist der Artname *Linum usitatissimum* L. als akzeptierter Status geführt.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Linum usitatissimum ist eine einjährige krautige Pflanze, die durch aufrechte, schlanke Stängel gekennzeichnet ist, welche Wuchshöhen von 30 bis 120 cm erreichen und einen Durchmesser von bis zu 2 mm aufweisen.[1][2] Die Stängel sind typischerweise zylindrisch geformt und je nach Nutzungstyp entweder kaum verzweigt oder im oberen Bereich stark verästelt.[2] Die wechselständigen, einfachen Laubblätter sind lanzettlich bis linear-lanzettlich geformt und sitzen ohne Blattstiel direkt am Stängel an.[1][2] Die Blütenstände erscheinen als endständige oder achselständige Trauben oder Trugdolden. Jede Blüte besitzt fünf freie, eiförmige Kelchblätter (Sepalen) von 6 bis 9 mm Länge, deren innere Ränder fein bewimpert sind.[2] Die fünf Kronblätter (Petalen) sind meist blau, gelegentlich auch weiß oder blass gefärbt, und überragen die Kelchblätter an Länge.[1][2] Der generative Apparat umfasst zehn Staubblätter und einen oberständigen Fruchtknoten aus fünf verwachsenen Fruchtblättern. Nach der Befruchtung entwickelt sich eine trockene, aufspringende Kapsel (Bol). Die darin enthaltenen Samen sind klein, flach und eiförmig bis tropfenförmig, mit einer glatten, glänzenden Oberfläche und einer Länge von 4 bis 6 mm.[2] Die Färbung der Samen variiert je nach Sorte von Goldgelb bis Rötlich-Braun.[5] Unterirdisch bildet die Pflanze ein tiefreichendes Wurzelsystem aus, das bis zu 120 cm in den Boden eindringen kann. Es existieren deutliche morphologische Unterschiede zwischen den Zuchtformen: Faserleinsorten sind höherwüchsig (bis 125 cm) mit minimaler Verzweigung zur Maximierung der Bastfasern. Im Gegensatz dazu bleiben Ölleinsorten (Leinsaat) kürzer (bis 70 cm), verzweigen sich reichlich und bilden mehr Blütenstände für einen höheren Samenansatz aus.[1] Taxonomisch ist die Art diploid mit einem Chromosomensatz von 2n=30.[2]

Beschreibung

*Linum usitatissimum*, allgemein als Flachs oder Gemeiner Lein bekannt, ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Linaceae, die sich durch ihren schlanken, aufrechten Wuchs und ihre historische Doppelnutzung als Faser- und Öllieferant auszeichnet. Im Feldanbau variiert das Erscheinungsbild stark je nach Nutzungsrichtung: Faserleinsorten bilden unverzweigte, bis zu 1,20 Meter hohe Stängel, um möglichst lange technische Fasern zu gewinnen, während Ölleinsorten kürzer bleiben (bis 70 cm) und sich stark verzweigen, um eine hohe Anzahl an Blüten und Kapseln zu produzieren.[1][2] Die zylindrischen Stängel erreichen selten mehr als 2 mm im Durchmesser und tragen wechselständige, lanzettliche Blätter, die ohne Blattstiel direkt am Stängel sitzen.[1][3] Ein entscheidendes anatomisches Merkmal sind die im Rindenparenchym eingelagerten Bastfaserbündel, die aus 65–85 % Cellulose bestehen und durch einen geringen Ligninanteil von 2–5 % eine hohe Zugfestigkeit bei gleichzeitiger Flexibilität aufweisen.[1][2] Diese Fasern werden traditionell durch die Röste gewonnen, einen biologischen Prozess, bei dem Mikroorganismen die Pektine abbauen, welche die Faserbündel mit dem holzigen Kern verbinden.[3] Das Wurzelsystem bildet eine tiefreichende Pfahlwurzel aus, die 90 bis 120 cm in den Boden eindringen kann, was der Pflanze eine gewisse Trockentoleranz verleiht, obwohl sie empfindlich auf Staunässe reagiert.[2] Die Blütenstände erscheinen als endständige Rispen oder Trugdolden mit fünfzähligen Blüten, deren Kronblätter meist azurblau, seltener weiß gefärbt sind und sich als Reaktion auf lange Tageslichtperioden öffnen.[1][3] Obwohl die Blüten zwittrig sind und zehn Staubblätter sowie einen oberständigen Fruchtknoten enthalten, ist die Art überwiegend selbstbestäubend (autogam), wobei Protandrie (Vormännlichkeit) gelegentliche Fremdbestäubungen ermöglicht.[2][5] Nach der Befruchtung entwickelt sich eine trockene, aufspringende Kapsel (Bol), die in fünf Fächer unterteilt ist und bis zu zehn glatte, flache Samen enthält.[1][3] Die Samenoberfläche besitzt eine schleimbildende Epidermis, die bei Kontakt mit Wasser aufquillt, eine Anpassung, die historisch auch medizinisch genutzt wurde.[1] Der Lebenszyklus vom Keimling bis zur Reife umfasst in gemäßigten Klimazonen etwa 100 bis 120 Tage, wobei die Pflanze als Langtagpflanze eine Photoperiode von 14 bis 16 Stunden für die Blüteninduktion benötigt.[3][2] Im Gegensatz zu seinem wilden Vorfahren *Linum bienne*, der seine Samen bei Reife verstreut, zeichnet sich kultivierter Flachs durch geschlossene Kapseln aus, was eine effiziente Ernte ermöglicht. Genetisch handelt es sich um eine diploide Art mit einem Chromosomensatz von 2n=30, deren Genomgröße etwa 370 Mb beträgt.[2] Archäobotanische Funde datieren die Domestizierung in den Fruchtbaren Halbmond auf 9000–7000 v. Chr. zurück, womit Flachs zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit zählt.[1][2] Unter dem Mikroskop lassen sich die Elementarfasern durch ihre Feinheit von 1,4–1,7 dtex charakterisieren, während technisch genutzte Faserbündel deutlich gröber sind.[2]

Verhalten

Als pflanzlicher Organismus zeigt *Linum usitatissimum* spezifische physiologische Verhaltensweisen als Reaktion auf Umweltreize. Die Art reagiert photoperiodisch sensibel als quantitative Langtagpflanze und benötigt Tageslängen von 14 bis 16 Stunden, um die Blüte zu initiieren.[3] Das Fortpflanzungsverhalten ist überwiegend autogam (selbstbestäubend), wobei die Pflanze jedoch Protandrie (Vormännlichkeit) aufweist, um gelegentliche Fremdbestäubungen mit verwandten Arten zu ermöglichen.[2] Während der Blütezeit interagiert *Linum usitatissimum* aktiv mit der Fauna, indem die blauen Blüten Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge anziehen, was die lokale Insektenvielfalt fördert.[1] Zur chemischen Abwehr gegen Fressfeinde akkumulieren die Samen cyanogene Glykoside wie Linamarin und Linustatin, die bei Gewebeverletzung durch Fraß enzymatisch toxischen Cyanwasserstoff freisetzen.[2] Zusätzlich produziert die Pflanze hohe Konzentrationen an Lignanen, insbesondere Secoisolariciresinol-Diglucosid (SDG), die als Antioxidantien fungieren und potenziell zur Stressabwehr beitragen.[1] Als Anpassung an Trockenstress entwickelt die Pflanze ein bis zu 1,2 Meter tiefes Pfahlwurzelsystem, das den Zugriff auf tieferliegende Wasserreserven ermöglicht.[2] Das Wachstumsverhalten variiert adaptiv je nach Zuchttyp: Faserleinsorten maximieren das vertikale Wachstum bei minimaler Verzweigung, während Ölleinsorten eine starke Verzweigung zur Erhöhung des Samenansatzes ausbilden.[1] Trotz chemischer Abwehr interagiert die Pflanze als Wirt mit spezifischen Schädlingen wie der Kartoffelblattlaus (*Macrosiphum euphorbiae*), deren Befall physiologische Stressreaktionen auslöst und die Samenentwicklung hemmt.[2]

Ökologie

Als quantitative Langtagpflanze benötigt *Linum usitatissimum* kühle, gemäßigte Klimabedingungen mit Tageslängen von 14 bis 16 Stunden zur Blüteninduktion und optimalen Temperaturen zwischen 15 und 18 °C während der vegetativen Entwicklung.[3][2] Die Art bevorzugt gut durchlässige lehmige oder sandige Lehmböden und reagiert empfindlich auf Staunässe sowie schwere Tonböden, die das Wachstum hemmen können.[2] Das Wurzelsystem reicht bis zu 1,2 Meter tief in den Boden, was Bodenverdichtungen entgegenwirkt und zur Kohlenstoffsequestrierung von bis zu 3,7 Tonnen CO₂ pro Hektar beiträgt.[1] Obwohl *Linum usitatissimum* überwiegend selbstbestäubend (autogam) ist, ziehen die blauen Blüten Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge an, wobei Insektendichten von bis zu 2,3 Individuen pro Quadratmeter beobachtet wurden.[2][1] Zu den bedeutendsten natürlichen Feinden zählen pilzliche Pathogene wie *Fusarium oxysporum* f. sp. *lini*, der bodenbürtig ist und die Gefäßwelke verursacht, sowie der Rostpilz *Melampsora lini*.[2][1] Ein weiterer spezialisierter Schaderreger ist *Septoria linicola*, der Erreger der Pasmo-Krankheit, der bei hoher Luftfeuchtigkeit Läsionen an Stängeln und Kapseln hervorruft.[1] Im Nahrungsnetz dienen die Keimlinge als Beute für Erdraupen (Noctuidae-Larven), die die Pflanzen an der Bodenoberfläche abtrennen können. Kartoffelblattläuse (*Macrosiphum euphorbiae*) besiedeln ab Mitte Juli Stängel und Blätter, um Pflanzensaft zu saugen, und fungieren potenziell als Vektoren für Viren.[2] Aufgrund der Anfälligkeit für bodenbürtige Krankheiten erfordert die Art eine weite Fruchtfolge von drei bis vier Jahren mit Nicht-Wirtspflanzen wie Getreide oder Leguminosen, um die Anreicherung von Inokulum im Boden zu verhindern.[2][1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Linum usitatissimum ist anfällig für diverse Pathogene, wobei die Fusarium-Welke (*Fusarium oxysporum* f. sp. *lini*) als bodenbürtige Krankheit Wurzeln und Gefäßgewebe befällt, was zu Vergilbung und Absterben führt. Ohne Gegenmaßnahmen verursacht dieser Erreger Ertragsverluste von über 20 Prozent und kann ganze Felder vernichten.[2] Die Pasmo-Krankheit (*Septoria linicola*) manifestiert sich durch braune Läsionen an Stängeln und Kapseln, was die Samenqualität und Biomasse mindert.[1] Zu den tierischen Schädlingen zählen Erdraupen (Noctuidae-Larven), die Keimlinge an der Bodenlinie durchtrennen, sowie die Kartoffelblattlaus (*Macrosiphum euphorbiae*), die durch Saftentzug den Samenansatz stört. Ein wirtschaftlicher Schadensschwellenwert für Erdraupen liegt bei etwa 12 Larven pro Quadratyard, was einem Ertragsverlust von circa 10 Prozent entspricht.[2] Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes ist eine weite Fruchtfolge von drei bis vier Jahren essenziell, um das Inokulum im Boden zu reduzieren.[1] Der Anbau resistenter Sorten bildet die wichtigste präventive Strategie gegen Welke und Flachsrost (*Melampsora lini*).[2] Chemische Maßnahmen umfassen Saatgutbehandlungen zum Schutz der Keimlinge sowie den gezielten Einsatz von Fungiziden wie Pyraclostrobin bei hohem Befallsdruck.[7] Gesundheitlich relevant ist der Gehalt an cyanogenen Glykosiden (Linustatin, Neolinustatin) in rohen Samen, die bei der Verdauung toxischen Blausäurewasserstoff freisetzen können. Thermische Verfahren wie Rösten oder Extrusion senken den Cyanidgehalt um 70 bis 90 Prozent und minimieren das Vergiftungsrisiko. Obwohl selten, sind allergische Reaktionen bis hin zur Anaphylaxie nach dem Verzehr oder Hautkontakt dokumentiert.[2] Rechtliche Aspekte betreffen die strikte Überwachung auf nicht zugelassene gentechnisch veränderte Linien (z. B. CDC Triffid), deren Nachweis mittels PCR-Tests für Exporte in die EU erforderlich ist.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Flachs (*Linum usitatissimum*) ist eine global bedeutende Kulturpflanze mit einem Leinsamen-Marktvolumen von etwa 16,15 Milliarden USD im Jahr 2023 und einem Fasermarkt von über 630 Millionen USD.[5][2] Hauptproduzenten wie Russland, Kasachstan und Kanada dominieren den Samenmarkt, während Frankreich die Produktion hochwertiger Fasern anführt.[1][6] Die wirtschaftliche Rentabilität wird jedoch massiv durch Pathogene wie *Fusarium oxysporum* gefährdet, das Ertragsverluste von 20 % oder mehr verursachen und ohne Fruchtfolge ganze Felder vernichten kann. Auch Insektenschädlinge verursachen quantifizierbare Schäden; so korreliert eine Dichte von 12 Erdraupen-Larven pro Quadratyard mit einer Ertragsminderung von etwa 10 %.[2] Die Pilzkrankheit Pasmo (*Septoria linicola*) mindert unter feuchten Bedingungen sowohl die Samenqualität als auch den Biomasseertrag erheblich.[1] Ein historisch signifikanter wirtschaftlicher Schaden entstand 2009 durch die Kontamination kanadischen Flachses mit der gentechnisch veränderten Sorte "Triffid", was zu direkten Verlusten von über 15 Millionen USD und langfristigen Markteinbußen von über 100 Millionen USD durch EU-Importverbote führte.[2][1] Neben biotischen Stressfaktoren führten extreme Wetterereignisse im Jahr 2023 zu einem Rückgang der globalen Leinsamenproduktion um 26 %. Die industrielle Verwertung von Leinsamenöl in Farben und Linoleum sowie der Einsatz von Fasern in Automobil-Biokompositen sichern die anhaltende ökonomische Relevanz der Art.[2] Biotechnologische Patente zur samenspezifischen Genexpression zielen darauf ab, die Biosynthese wertvoller Inhaltsstoffe weiter zu optimieren und die Wertschöpfung zu steigern.[3]

Biologie & Lebenszyklus

Linum usitatissimum ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Linaceae mit einem diploiden Chromosomensatz (2n=30).[2] Der Lebenszyklus von der Aussaat bis zur Ernte umfasst in der Regel 100 bis 120 Tage, wobei die Pflanze eine frostfreie Wachstumsperiode benötigt.[3] Die Keimung erfolgt ab einer Bodentemperatur von 7–8 °C, woraufhin sich die Keimlinge nach einer Abhärtungsphase kurzzeitig frosttolerant bis -8 °C zeigen. Das vegetative Wachstum verläuft optimal bei kühlen Tagestemperaturen zwischen 15 und 18 °C. Physiologisch reagiert Flachs als quantitative Langtagpflanze, die eine Tageslänge von 14 bis 16 Stunden benötigt, um die Blüte zu induzieren.[2] Das Wurzelsystem bildet eine Pfahlwurzel aus, die 90 bis 120 cm tief in den Boden reicht und etablierten Pflanzen eine moderate Trockentoleranz verleiht. Die reproduktive Phase ist durch zwittrige Blüten gekennzeichnet, die in endständigen Rispen oder Trugdolden angeordnet sind und fünf Kelchblätter sowie fünf meist blaue, selten weiße Kronblätter aufweisen.[1] Flachs ist überwiegend selbstbestäubend (autogam), ermöglicht jedoch durch Protandrie (Vormännlichkeit) auch eine Fremdbestäubung.[3] Aus dem oberständigen Fruchtknoten mit fünf verwachsenen Fruchtblättern entwickelt sich eine trockene, aufspringende Kapsel, die bis zu zehn Samen enthält.[1] Morphologisch werden Faserleinen-Typen, die bis zu 120 cm hoch und wenig verzweigt wachsen, von den kürzeren, stark verzweigten Öllein-Typen unterschieden.[3] Die physiologische Reife tritt ein, wenn sich etwa 75 % der Samenkapseln braun verfärben.[1] Zu den limitierenden Faktoren zählen pilzliche Pathogene wie Fusarium oxysporum f. sp. lini (Welke) und Melampsora lini (Rost), die Gefäßsysteme und Blattgewebe befallen. Insekten wie Erdraupen schädigen junge Keimlinge, während die Kartoffelblattlaus (Macrosiphum euphorbiae) im späteren Stadium Pflanzensaft saugt und Viren übertragen kann. Für ein optimales Wachstum benötigt die Pflanze gut durchlässige Lehmböden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 7,5 und reagiert empfindlich auf Staunässe.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Linum usitatissimum ist eine reine Kulturpflanze, deren Ursprung im Gebiet des Fruchtbaren Halbmonds in Westasien liegt, wo archäologische Belege für die Kultivierung bis in das präkeramische Neolithikum B (ca. 9000–7000 v. Chr.) zurückreichen.[2][3] Als wilder Vorfahre gilt der Zweijährige Lein (*Linum usitatissimum* subsp. *biennis*), dessen Fasern bereits vor etwa 30.000 Jahren im heutigen Georgien genutzt wurden. Von Vorderasien und Ägypten breitete sich der Anbau über prähistorische Handelsrouten nach Europa und Asien aus.[2] Im 17. Jahrhundert führten europäische Siedler die Pflanze schließlich in Nordamerika ein, wo sie zunächst zur Selbstversorgung mit Textilien diente.[2] Heute ist die Art weltweit in gemäßigten Klimazonen verbreitet, wobei die globalen Schwerpunkte der Leinsamenproduktion in Russland, Kasachstan und Kanada liegen.[2][3] Die Produktion von Faserflachs konzentriert sich hingegen stark auf Westeuropa, insbesondere auf Frankreich, Belgien und die Niederlande, wo maritime Klimaeinflüsse die Faserqualität begünstigen.[1] Als Lebensraum bevorzugt die Pflanze kühle, gemäßigte Standorte mit Tagestemperaturen zwischen 15 und 18 °C während der vegetativen Phase.[3] Für das Wachstum sind gut durchlässige, lehmige Böden oder sandige Lehme mittlerer Textur ideal, während schwere Tonböden gemieden werden. Der optimale Boden-pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,5, da saurere Bedingungen die Nährstoffverfügbarkeit einschränken können. Linum usitatissimum benötigt eine frostfreie Wachstumsperiode von etwa 100 bis 120 Tagen.[2] Die Art toleriert mäßige Trockenheit dank eines bis zu 1,2 Meter tief reichenden Wurzelsystems, reagiert jedoch empfindlich auf Staunässe, die Wurzelkrankheiten begünstigt.[1] Ein Jahresniederschlag von 400 bis 650 mm gilt als optimal für die landwirtschaftliche Nutzung.[4] Außerhalb gezielter Anbauflächen tritt Flachs gelegentlich unbeständig verwildert auf, etwa an Wegrändern oder auf Ruderalflächen. Da die domestizierten Formen auf nicht aufplatzende Samenkapseln selektiert wurden, ist eine dauerhafte Etablierung ohne menschliches Zutun in der freien Natur jedoch selten.[2] In landwirtschaftlichen Systemen wird Flachs in Fruchtfolgen integriert, wobei Anbaupausen von drei bis vier Jahren notwendig sind, um die Anreicherung bodenbürtiger Pilze im Boden zu verhindern.[1]

Saisonalität & Aktivität

Linum usitatissimum ist eine einjährige krautige Pflanze, die ihren gesamten Lebenszyklus innerhalb einer frostfreien Wachstumsperiode von 100 bis 120 Tagen vollendet.[2][3] Die saisonale Aktivität beginnt im Frühjahr mit der Keimung, sobald die Bodentemperaturen 7 bis 8 °C erreichen, wobei Jungpflanzen kurzzeitig Kälte bis -8 °C tolerieren. Als quantitative Langtagpflanze ist die generative Entwicklung photoperiodisch gesteuert und erfordert Tageslängen von 14 bis 16 Stunden zur Blüteninduktion. Die physiologische Aktivität ist stark temperaturabhängig, mit einem Optimum für das vegetative Wachstum zwischen 15 und 18 °C, während Hitze über 27 °C die Blütezeit verkürzt.[2] Im Jahresverlauf treten spezifische Schädlinge wie die Kartoffelblattlaus (*Macrosiphum euphorbiae*) typischerweise ab Mitte Juli auf, während Pilzpathogene wie *Septoria linicola* (Pasmo) oft erst spät in der Saison erscheinen und auf Stoppelresten überwintern.[2][1] Die Ernte von Öllein erfolgt bei physiologischer Reife, wenn sich etwa 75 % der Samenkapseln braun verfärbt haben.[1] Bei der Faserproduktion schließt sich an die Ernte oft eine 2- bis 6-wöchige Tauröste auf dem Feld an, deren Dauer von den Witterungsbedingungen abhängt. Das öffentliche Interesse an der Kulturpflanze korreliert mit diesen phänologischen Hauptphasen und zeigt Spitzenwerte in den Monaten April und Juni, was zeitlich der Aussaat und der Hauptblüte entspricht.[2]

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Wachtberg Burg Münchhausen, 53343 Wachtberg, Deutschland

    04.12.2025

  • Deutschland

    19.11.2025

  • LSG-Sevinghausen / Stalleicken in Bochum-Wattenscheid, 2, Sevinghausen, Bochum, North Rhine-Westphalia, Deutschland

    08.11.2025

  • Deutschland

    06.11.2025

  • Deutschland

    24.10.2025

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

EP-1925671-A1 Biological Nieznany

Samenspezifische Promotoren für Flachs (Linum usitatissimum L.)

Bioriginal Food & Science Corporation (2002)

Znaczenie: 9/10

Streszczenie

Dieses Patent beschreibt die Isolierung und Anwendung spezifischer Promotoren (Conlinin und ro-3 Desaturase) aus dem Flachs-Genom. Die Kernidee ist die Nutzung dieser regulatorischen Sequenzen, um eine starke Genexpression ausschließlich in den sich entwickelnden Samen der Pflanze zu steuern. Dies ermöglicht eine gezielte biotechnologische Modifikation der Fettsäure- und Proteinbiosynthese direkt im Speicherorgan. Die Methode ist besonders effektiv für die Entwicklung neuer Flachssorten mit optimierten Inhaltsstoffen für die Nahrungsmittel- oder Industrieanwendung. Es handelt sich um einen fundamentalen biotechnologischen Ansatz zur genetischen Verbesserung von Linum usitatissimum.

DE-3048507-A1 Chemical Nieznany

Verfahren zur Gewinnung von Flachs- und Hanfwachs sowie dessen Verwendung

Fuessener Textil AG (1980)

Znaczenie: 6/10

Streszczenie

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Extraktion von natürlichen Wachsen aus Flachs (Linum usitatissimum) und Hanf. Ziel ist die Gewinnung dieser Substanzen, die oft als Nebenprodukte bei der Faseraufbereitung anfallen, für die weitere industrielle oder kosmetische Nutzung. Das Patent beschreibt die Aufreinigung und die spezifischen Anwendungsmöglichkeiten des gewonnenen Flachswachses, beispielsweise in Hautpflegeprodukten. Es macht die Pflanze über die reine Faser- und Ölnutzung hinaus wirtschaftlich verwertbar. Die Methode ist praktisch anwendbar und erweitert die Wertschöpfungskette des Flachses.

Źródła i odniesienia

  1. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7238412/
  2. https://www.gbif.org/species/2873861
  3. https://patents.google.com/patent/EP1925671A1/en
  4. https://fieldcropnews.com/2025/10/flax/
  5. https://www.mdpi.com/2072-6643/15/2/317
  6. https://allianceflaxlinenhemp.eu/en/flax-linen-hemp-economic-observatory/2024-flax-hemp-market-figures
  7. https://plantdiseasehandbook.tamu.edu/industry-specialty/fiber-oil-specialty/flax/
  8. Literaturzusammenfassung: Flax