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Klasa
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Rząd
Käfer (Coleoptera)
Rodzina
Ripiphoridae
Rodzaj
Metoecus
Gatunek
Metoecus paradoxus
Nazwa naukowa
Metoecus paradoxus (Linnaeus, 1761)
Zaakceptowana nazwa
Einleitung
*Metoecus paradoxus*, auch bekannt als Wespenfächerkäfer, ist eine Käferart aus der Familie der Fächerkäfer (Ripiphoridae).[1] Die Larven von *M. paradoxus* leben als Parasitoide in den Nestern von sozialen Wespen, vor allem in denen der Gemeinen Wespe (*Vespula vulgaris*) und gelegentlich der Deutschen Wespe (*Vespula germanica*). Der Gattungsname *Metoecus* leitet sich vom altgriechischen Wort *metoikos* (μέτοικος) ab, was so viel wie „fremder Bewohner“ bedeutet und auf die parasitäre Lebensweise in fremden Nestern anspielt.[1] Ein weiterer Trivialname ist „Eyelash Bug“ (engl. für Wimpernwanze), der sich auf die fächerartigen Antennen der Männchen bezieht, die wie Wimpern aussehen.[1]
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Fakten (kompakt)
- Adulte *Metoecus paradoxus* variieren in der Körperfarbe, wobei 21 verschiedene Varianten festgestellt wurden, die oft mit Geschlecht und Wirtsart zusammenhängen. - Die Eier von *Metoecus paradoxus* sind etwa 0,5 mm groß. - Die Triungulinid-Larven sind 0,5–0,75 mm lang und haben lange Beine mit Saugnäpfen. - Die Puppenruhe von *Metoecus paradoxus* dauert etwa 3,5 Wochen innerhalb der versiegelten Brutzelle. - Adulte Weibchen von *Metoecus paradoxus* sind 7–12 Tage aktiv, während Männchen etwa 8 Tage aktiv sind. - *Metoecus paradoxus* recycelt Kohlenwasserstoffe von ihren Beutetieren, um das Cuticular-Profil von *Vespula vulgaris* teilweise nachzuahmen, was zu reduzierter Aggression von Wirtsarbeiterinnen führt. - *Metoecus paradoxus* überproduziert Nonacosan (n-C29), ein Pheromon, das mit *Vespula*-Königinnen assoziiert ist, was auf eine Mimikry des chemischen Bouquets der Wirtskönigin hindeutet, um Arbeiterinnenangriffe zu unterdrücken. - Die Familie Ripiphoridae, zu der *Metoecus paradoxus* gehört, umfasst weltweit etwa 400 Arten in 38 Gattungen. - Die Larven von *Metoecus paradoxus* zeigen Hypermetamorphose, um Wirtsnester auszubeuten. - Die Art wurde 1761 von Carl Linnaeus als *Mordella paradoxa* beschrieben, basierend auf Exemplaren aus Schweden. - Die adulten Käfer schlüpfen typischerweise 2 Tage nach den Wirtswespen. - Imagines von *Metoecus paradoxus* sind über mehrere Nestwaben verteilt, aber selten in den ältesten oder neuesten.[8]
Name & Einordnung
*Metoecus paradoxus* ist eine Art parasitärer Käfer aus der Familie der Ripiphoridae (Fächerkäfer). Die Art wurde ursprünglich 1761 von Carl Linnaeus als *Mordella paradoxa* beschrieben, basierend auf Exemplaren aus Schweden. Charles Dejean überführte die Art 1834 in die neu errichtete Gattung *Metoecus*, wobei *Mordella paradoxa* durch Monotypie zur Typusart bestimmt wurde. Der Gattungsname *Metoecus* leitet sich vom altgriechischen Wort *metoikos* (μέτοικος) ab, was so viel wie „Beisasse“ oder „Fremder“ bedeutet und auf die parasitäre Lebensweise der Art in den Nestern sozialer Wespen anspielt, als würde sie in einem fremden Zuhause leben. Das Artepitheton *paradoxus* stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „paradox“ oder „entgegen der Erwartung“. Es spiegelt die ungewöhnliche Morphologie des Käfers wider – mit fliegenartigen Flügeln und verkürzten Flügeldecken – sowie seine rätselhafte Lebensweise, aus Wespennestern zu schlüpfen, was frühe Beobachter verblüffte. Junior-Synonyme umfassen *Ripiphorus angulatus* Panzer, 1805, *Metoecus affinis* Fischer von Waldheim, 1832, und *Metoecus atripennis* Pic, 1916. Derzeit werden keine Synonyme anerkannt, wobei *Metoecus paradoxus* (Linnaeus, 1761) als gültiger Name akzeptiert wird. Die Art wird im Deutschen als Wespenfächerkäfer bezeichnet. Im Englischen wird *Metoecus paradoxus* u.a. als 'wasp nest beetle' (Wespen-Nestkäfer) oder 'eyelash bug' (Wimpern-Käfer) bezeichnet. Letzterer Name rührt von den fächerartigen Antennen der Männchen her, die an Wimpern erinnern.[1]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Adulte *Metoecus paradoxus* weisen eine Länge von 8 bis 13 mm auf. Ihr Körperbau ist länglich und fliegt ähnlich. Der Kopf ist relativ klein mit mittelgroßen Augen. Männchen haben auffällige, pectinate (kammartige) Antennen, bei denen das dritte bis zehnte Segment lange, fadenförmige Verlängerungen aufweisen. Die Antennen der Weibchen sind subpectinat. Der Prothorax ist so breit wie lang und hat eine mittlere Furche. Die Elytren sind schmal, spitz zulaufend und 2,5 bis 3,0 mal so lang wie der Prothorax. Sie bedecken weder den gesamten Hinterleib noch die Hinterflügel. Die Beine sind verlängert und zum Festhalten im Nest angepasst. Die Färbung adulter Tiere ist sehr variabel, wobei bis zu 21 verschiedene Muster bekannt sind, die oft vom Geschlecht und der Wirtsart abhängen. Häufige Formen sind ein dunkelbrauner Kopf und Körper, die durch hellere, orangefarbene Flügeldecken kontrastiert werden, wobei Männchen insgesamt dunkler orange erscheinen können. Die Larven (Triungulin) sind etwa 0,5–0,75 mm lang und besitzen lange, gut entwickelte Beine mit Saugnäpfen, die es ihnen ermöglichen, sich an den Körpern von Arbeiterwespen festzuklammern. Die Larven sind sklerotisiert, um sie während der Ausbreitungsphase zu schützen. Ältere Larven sind beinlos und madenartig. Die Puppen erreichen eine Größe, die den schlüpfenden adulten Käfern ähnelt, etwa 8–13 mm Länge.[1]
Beschreibung
*Metoecus paradoxus*, bekannt als Wespenfächerkäfer, ist eine parasitisch lebende Käferart aus der Familie der Ripiphoridae. Die Art ist ein obligater Parasit sozialer Wespen, hauptsächlich der Gemeinen Wespe (*Vespula vulgaris*) und gelegentlich der Deutschen Wespe (*Vespula germanica*). Die Käfer zeichnen sich durch eine ungewöhnliche, fliegenähnliche Gestalt aus. Die Imagines erreichen eine Körperlänge von 8 bis 13 mm. Ihr Körperbau ist geprägt durch einen kleinen Kopf mit mittelgroßen Augen, einen Prothorax, der so breit wie lang ist und eine mittige Furche aufweist, sowie schmale, zugespitzte Flügeldecken (Elytren), die den Hinterleib und die Flügel nicht vollständig bedecken. Die Fühler der Männchen sind auffällig gefächert (pectinat), wobei die Segmente drei bis zehn lange, fadenförmige Verlängerungen tragen, während die Fühler der Weibchen gesägt (subpectinat) sind. Die Färbung der Käfer variiert stark, wobei bis zu 21 verschiedene Farbmuster bekannt sind, die oft mit dem Geschlecht und der Wirtsart zusammenhängen.[1] Der Lebenszyklus von *M. paradoxus* ist univoltin, das heißt, es wird nur eine Generation pro Jahr ausgebildet. Die Weibchen legen im Herbst 600 bis 700 Eier in Gruppen von 10 bis 500 in Ritzen von verrottendem Holz ab. Die etwa 0,5 mm großen Eier überwintern, bevor im Frühsommer die Triungulinus-Larven schlüpfen. Diese Larven sind etwa 0,5 bis 0,75 mm lang, besitzen lange Beine mit Saugnäpfen und nutzen Phoresie, um sich an den Körper von Arbeiterwespen anzuheften und so in das Wespennest zu gelangen. Dort entwickeln sie sich zunächst als Endoparasiten, indem sie sich von der Hämolymphe einer einzelnen, ausgewachsenen Wespenlarve ernähren, bevor sie zu externen Fressern werden und schließlich die gesamte Wirtslarve konsumieren. Die Verpuppung erfolgt in der versiegelten Brutzelle der Wirtslarve und dauert etwa 3,5 Wochen. Die Imagines schlüpfen von Ende Juli bis Anfang Oktober, typischerweise zwei Tage nach den Wirtswespen.[1] Die adulten Käfer sind nur 7 bis 12 Tage (Weibchen) bzw. 8 Tage (Männchen) aktiv. Eine wichtige Anpassung an den parasitären Lebensstil ist die chemische Mimikry.[1] Die Käfer rezyklieren Kohlenwasserstoffe von ihren Beutetieren, um ihr eigenes Cuticular-Hydrocarbon-Profil teilweise an das von *V. vulgaris* anzupassen. Sie produzieren auch übermäßig Nonacosan (n-C29), ein Pheromon, das mit *Vespula*-Königinnen assoziiert ist, was darauf hindeutet, dass sie den chemischen Duft der Wirtskönigin nachahmen, um Angriffe der Arbeiterinnen zu unterdrücken. Trotz Befallsraten von bis zu 80 % der Wespennester und der Parasitierung von 1 bis 18 % der versiegelten Brutzellen hat der Käfer nur geringe Auswirkungen auf die Wespennestpopulationen, da nur ein begrenzter Anteil der Zellen parasitiert wird. Die Art ist in ganz Europa verbreitet. Der Gattungsname *Metoecus* leitet sich vom altgriechischen Wort „metoikos“ (μέτοικος) ab, was so viel wie „Ansiedler“ oder „Fremder“ bedeutet und auf die parasitäre Lebensweise in den Nestern sozialer Wespen anspielt. Das Artepitheton *paradoxus* stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „paradox“ oder „wider Erwarten“, was auf die ungewöhnliche Morphologie und die rätselhafte Lebensweise des Käfers hinweist.[1]
Verhalten
Die Larven von *Metoecus paradoxus* nutzen Phoresie, um in die Nester von *Vespula vulgaris* zu gelangen, indem sie sich an Arbeiterwespen heften, die Holzfasern für den Nestbau sammeln. Diese mobilen Larven des ersten Stadiums sind mit gut entwickelten Beinen ausgestattet, die zum Festhalten geeignet sind. Sie spreizen ihre Körper ab und strecken ihre Beine aus, um vorbeikommende Wespen zu ergreifen, wobei sie sich über die Tarsen sichern und so den Transport zurück zum Nest ermöglichen. Im Nest angekommen, lösen sich die Larven von der Wirtswespe und suchen rasch nach einer unbesetzten Brutzelle, die eine voll entwickelte Wespenlarve enthält, in die sie eindringen, um den Parasitismus einzuleiten.[6] Um innerhalb der Kolonie zu überleben, wenden die Larven von *M. paradoxus* Taktiken an, die die Exposition gegenüber aggressiven Nestwächtern minimieren, hauptsächlich durch den schnellen Umzug in versiegelte Brutzellen, wo sie unentdeckt fressen können. Zunächst fungieren sie als Endoparasitoide und konsumieren den Wirt von innen, bevor die Zelle verschlossen wird. Nach dem Versiegeln wechseln sie zum Ektoparasitismus, wodurch sie der Entdeckung weiter entgehen, indem sie in der Neststruktur über mehrere Waben hinweg verborgen bleiben und insbesondere die ältesten und neuesten Schichten meiden. Sie bevorzugen nicht-reproduktive Arbeiterbrut in den mittleren Saisonwaben, wodurch Konflikte mit den Fortpflanzungsbemühungen der Kolonie reduziert und selektives Fressen an einer Wirtslarve pro Individuum ermöglicht wird.[6]
Ökologie
*Metoecus paradoxus* ist ein Parasitoid der sozialen Faltenwespen, insbesondere der Gemeinen Wespe (*Vespula vulgaris*) und gelegentlich der Deutschen Wespe (*Vespula germanica*). Die Käfer bevorzugen Habitate, die reich an verrottendem Holz sind, wie Waldränder und Gärten, da dort die Wirtswespen ihre Nester bauen. Die Weibchen legen ihre Eier in Spalten von verrottendem Holz ab, in der Nähe von Orten, an denen Arbeiterwespen Holz für den Nestbau sammeln. Die Käfer befallen hauptsächlich unterirdische Nester ihrer Wirte, können sich aber auch an Nester in Dachböden anpassen.[1] *M. paradoxus* befällt hauptsächlich *Vespula vulgaris* und *Vespula germanica*, wobei in Großbritannien bis zu 50 % bzw. 13 % der untersuchten Nester befallen sind.[1] Gelegentlich parasitiert er auch andere *Vespula*-Arten wie *V. flaviceps* und *Dolichovespula saxonica*, jedoch keine *Polistes*-Wespen, Honigbienen, Hummeln oder Ameisen.[1] Ökologisch gesehen ist *M. paradoxus* ein wenig wirksamer Parasitoid, wobei die Parasitierungsrate typischerweise zwischen 1 % und 18 % der versiegelten Wirtszellen pro Nest liegt. Die Auswirkungen auf die Wirtspopulationen sind gering, da nur ein geringer Anteil der Zellen parasitiert wird. Die Art spielt möglicherweise eine Rolle bei der langfristigen Regulierung der lokalen *Vespula*-Populationen, indem sie einen konstanten, geringen Druck auf das Überleben der Brut ausübt.[1]
Bedeutung, Schäden & Prävention
*Metoecus paradoxus* ist ein Parasitoid sozialer Wespen und befällt hauptsächlich die Gemeine Wespe (*Vespula vulgaris*) und gelegentlich die Deutsche Wespe (*Vespula germanica*). Die Käferlarven entwickeln sich in den Wespennestern, indem sie sich zunächst von der Hämolymphe der Wespelarven ernähren und diese später vollständig verzehren. Trotz Befallsraten von bis zu 80 % der Wespennester und der Beeinträchtigung von 1–18 % der verdeckelten Brutzellen hat der Käfer insgesamt geringe Auswirkungen auf die Wespenpopulationen, da nur ein begrenzter Anteil der Zellen parasitiert wird.[1] *M. paradoxus* wird daher nicht als Schädling im herkömmlichen Sinne betrachtet, sondern als ein natürlicher, wenn auch geringfügiger, Regulator der Wespennester. Es sind keine direkten Schäden an menschlichen Gütern oder der Gesundheit bekannt, die durch *Metoecus paradoxus* verursacht werden.[1] Da *M. paradoxus* ein Parasit von Wespen ist, zielen Präventionsmaßnahmen indirekt auf die Reduzierung von Wespennestern in der Nähe von menschlichen Siedlungen ab. Dazu gehören das Abdichten von Gebäudestrukturen, um das Nisten von Wespen zu verhindern, und die Beseitigung von Nahrungsquellen, die Wespen anlocken könnten.[1] Ein Monitoring von *M. paradoxus* kann durch die Untersuchung von Wespennestern auf den Befall durch die Käferlarven erfolgen. Da der Käfer jedoch keine wirtschaftliche Bedeutung hat, werden in der Regel keine spezifischen Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen. Stattdessen konzentrieren sich die Bemühungen auf die Kontrolle der Wespennester selbst, falls diese eine Belästigung darstellen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass *Metoecus paradoxus* eine medizinische oder gesundheitliche Relevanz für den Menschen hat. Es sind keine rechtlichen Aspekte wie Quarantäne- oder Meldepflichten im Zusammenhang mit diesem Käfer bekannt.[1]
Wirtschaftliche Bedeutung
*Metoecus paradoxus* hat als Parasit von Wespen eine geringe wirtschaftliche Bedeutung. Die Käfer befallen hauptsächlich die Brut von *Vespula vulgaris* (Gemeine Wespe) und *Vespula germanica* (Deutsche Wespe). Der Befall kann bis zu 18 % der Waben in einem Nest betreffen, wobei maximal 130 Käfer pro Nest gefunden wurden.[1] Trotz der hohen Befallsrate in manchen Nestern hat der Parasitismus von *M. paradoxus* nur geringe Auswirkungen auf die Wespennpopulationen, da nur ein geringer Anteil der Zellen betroffen ist. Es gibt keine Berichte über bedeutende wirtschaftliche Schäden, die durch diesen Käfer verursacht werden. Die Auswirkungen beschränken sich auf den Verlust einzelner Wespenlarven, was keine negativen Folgen für die menschliche Wirtschaft hat.[1] Es sind keine Bekämpfungsmaßnahmen gegen *M. paradoxus* erforderlich, da die Käferpopulationen sich selbst regulieren und keine wesentlichen Schäden verursachen.[1] Es gibt keine Hinweise darauf, dass *M. paradoxus* als Nützling eingesetzt wird oder positive wirtschaftliche Auswirkungen hat.[1]
Biologie & Lebenszyklus
Die Fortpflanzung von *Metoecus paradoxus* beginnt im Spätsommer, wenn die adulten Käfer die Nester ihrer Wirtswespen verlassen. Die Paarung findet im Herbst statt, wobei spezifische Verhaltensweisen bisher kaum dokumentiert sind. Nach der Paarung suchen die Weibchen geeignete Stellen zur Eiablage in der Nähe potenzieller Wirte. Die Weibchen legen ihre Eier in Spalten von verrottendem Holz ab, oft in kleinen Gruppen von 10 bis 500 Eiern. Die Anzahl der Eier pro Weibchen kann zwischen 600 und 700 liegen, möglicherweise abhängig von der Körpergröße des Weibchens. Die Eier werden im Herbst gelegt und überwintern. Im Frühjahr schlüpfen die mobilen Triungulin-Larven. Diese Larven zeigen phoretisches Verhalten und heften sich an Arbeiterwespen der Gattung *Vespula*, die Holzfasern für den Nestbau sammeln. Die Entwicklung von *Metoecus paradoxus* ist durch Hypermetamorphose gekennzeichnet. Die Larven durchlaufen mehrere Stadien, bevor sie sich verpuppen und als adulte Käfer schlüpfen. Die Triungulin-Larven sind etwa 0,5 mm lang und besitzen lange Beine mit blattartigen Pulvilli und Caudalcerci, die ihnen die Anheftung an Wespen erleichtern. Im Wespennest angekommen, dringen die Larven in Waben ein und leben zunächst endoparasitisch in Wespelarven und ernähren sich von deren Hämolymphe. Nach der Häutung zum zweiten Larvenstadium leben sie ektoparasitisch und fressen die Wirtslarve oder -puppe vollständig auf. Die Verpuppung erfolgt in der Wabe, nachdem die Larve den Wirt aufgefressen hat. Die gesamte Entwicklung von der Larve zum adulten Käfer dauert etwa 3,5 Wochen. *Metoecus paradoxus* ist univoltin, das heißt, es gibt eine Generation pro Jahr. Die adulten Käfer schlüpfen von Ende Juli bis Anfang Oktober. Die Triungulin-Larven von *Metoecus paradoxus* gelangen durch Phoresie in die Nester von *Vespula vulgaris*, indem sie sich an Arbeiterwespen anheften, die Holzfasern für den Nestbau sammeln. Die Larven suchen dann eine freie Brutzelle mit einer Wespelarve. Um im Nest zu überleben, verlagern sich die Larven schnell in versiegelte Brutzellen, wo sie unentdeckt fressen können. Zunächst leben sie endoparasitisch, später ektoparasitisch. Sie bevorzugen nicht-reproduktive Arbeiterinnenbrut in den mittleren Waben. Nur ein geringer Teil der Larven überlebt, da es bei Mehrfachbefall nur einen Parasiten pro Wirtslarve gibt. Der Befall betrifft 1–18 % der versiegelten Brutzellen. Die adulten Käfer imitieren durch ihre Cuticularhydrocarbone (CHCs) die Nestgeruchsprofile ihrer Wirte, insbesondere von *Vespula vulgaris*, um nicht entdeckt zu werden. Die Käfer nehmen CHCs aus den Wespelarven auf, die sie während ihres Larvenstadiums fressen.[6]
Vorkommen & Lebensraum
*Metoecus paradoxus*, auch bekannt als Wespenfächerkäfer, ist eine paläarktische Art, die in Europa und Teilen Asiens weit verbreitet ist. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Europas, darunter Österreich, Belgien, Bosnien und Herzegowina, die Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, Lettland, Litauen, die Niederlande, Norwegen, Polen, Russland, die Slowakei, Spanien, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich ostwärts bis nach Aserbaidschan, Kasachstan, die Türkei und Japan. Die Art kommt in nördlichen und zentralen europäischen Regionen vor und ist an gemäßigte Klimate angepasst. Jüngste Beobachtungen bestätigen das Vorkommen in Zentralfinnland.[1] Obwohl *M. paradoxus* hauptsächlich auf die Paläarktis beschränkt ist, gibt es Anzeichen für eine Ausbreitung nach Norden, beispielsweise in Finnland, wo die Anzahl der Beobachtungen in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat. Die Ausbreitung wird durch die Abhängigkeit von bestimmten Wirtswespen der Gattung *Vespula* begrenzt. Neuere Aufzeichnungen bestätigen das Vorkommen in peripheren paläarktischen Regionen wie Israel. *Metoecus paradoxus* bevorzugt Habitate, die mit dem Verhalten seiner Wirtswespen übereinstimmen, wie beispielsweise Waldränder, Gärten und andere Orte, an denen soziale Wespen ihre Nester bauen. Die Weibchen legen ihre Eier in Gruppen von 10–50 in Spalten von verrottendem Holz ab. Die Käfer befallen hauptsächlich unterirdische Nester ihrer Wirte, passen sich aber auch an Nester in Dachböden und von Menschen geschaffenen Strukturen an.[1] Als obligater Parasitoid von Vespinae-Wespen ist *M. paradoxus* hauptsächlich mit *Vespula vulgaris* (Gemeine Wespe) und *Vespula germanica* (Deutsche Wespe) assoziiert.[1] Gelegentlich parasitiert er auch andere *Vespula*-Arten wie *V. flaviceps* und *Dolichovespula saxonica*, jedoch keine *Polistes*-Wespen, Honigbienen, Hummeln oder Ameisen. Die Parasitierungsraten liegen typischerweise zwischen 1 % und 18 % der versiegelten Wirtszellen pro Nest.[1]
Saisonalität & Aktivität
Die Imagines von *Metoecus paradoxus* schlüpfen im Spätsommer, typischerweise von Anfang August bis Ende September, wobei Aufzeichnungen von Ende Juli bis Anfang Oktober in gemäßigten Regionen reichen. Die Art ist univoltin, was bedeutet, dass sie einen Lebenszyklus von etwa einem Jahr hat und eine Generation pro Saison hervorbringt. Die Eier werden im Herbst abgelegt und überwintern. Im Frühjahr schlüpfen die Eier und es entwickeln sich bewegliche Triungulin-Larven. Die Larven zeigen phoretisches Verhalten und heften sich an Arbeiterwespen der Gattung *Vespula*, um in deren Nester zu gelangen. Die gesamte Entwicklung von der Larve bis zum adulten Käfer dauert etwa 3,5 Wochen. Die Verpuppung findet innerhalb der Waben der Wirtsnester statt. Die adulten Käfer verlassen die Nester tagsüber zur Paarung. Die Fortpflanzungsaktivität findet von Juli bis September in gemäßigten Zonen statt, was mit dem saisonalen Rückgang der Wespennester zusammenfällt.[1]
Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech
Źródła i odniesienia
- https://journal.fi/msff/article/view/122940
- https://natuurtijdschriften.nl/pub/1012223/EB1996056007001.pdf
- https://wbrc.org.uk/worcrecd/Issue13/metoecus.htm
- http://ij-entomology.online/ojs/index.php/ije/article/view/91
- http://www.ammbiol.com/fileadmin/user_upload/08Batelka_AmmSB92_1-2.pdf
- https://www.biolib.cz/en/taxon/id14330/
- https://species.nbnatlas.org/species/NBNSYS0000024934
- Literaturzusammenfassung: Metoecus paradoxus