Die erwachsene Musca domestica erreicht eine Körperlänge von 4 bis 8 mm, wobei Weibchen in der Regel größer als Männchen sind. Der Körper ist überwiegend grau gefärbt und weist am Thorax vier charakteristische, schmale schwarze Längsstreifen auf.2 Der halbkugelförmige Kopf wird von großen, rötlichen Komplexaugen dominiert, die ein weites Sichtfeld ermöglichen.1 Ein deutlicher Sexualdimorphismus zeigt sich im Augenabstand: Bei Männchen stoßen die Augen dorsal fast zusammen, während sie bei Weibchen durch einen breiteren Spalt getrennt sind. Die Mundwerkzeuge sind als leckend-saugender Rüssel (Proboscis) ausgebildet, der am Ende ein Labellum mit Pseudotracheen zur Aufnahme verflüssigter Nahrung besitzt.21 Die kurzen Antennen sind dreigliedrig und tragen eine Borste (Arista).1 Ein wichtiges Bestimmungsmerkmal der häutigen Flügel ist die vierte Längsader, die einen scharfen Knick nach oben aufweist.2 Hinter den Flügeln befinden sich die Schwingkälbchen (Halteren), die als Stabilisatoren dienen.1 Das Abdomen ist eiförmig, grau bis gelblich gefärbt und zeigt eine dunkle mittlere Rückenlinie sowie unregelmäßige seitliche Zeichnungen.21 Die Unterseite des Hinterleibs erscheint bei Männchen gelblich. Weibchen verfügen über einen teleskopartigen Legebohrer (Ovipositor), der aus den hinteren Segmenten gebildet wird.2 Die Beine enden in fünfgliedrigen Tarsen, die mit Krallen und Haftpolstern (Pulvillen) für den Halt auf glatten Oberflächen ausgestattet sind.21 Die Eier sind länglich, weiß und messen etwa 1 bis 1,2 mm. Die beinlosen, zylindrischen Larven (Maden) wachsen über drei Stadien von 1 mm auf bis zu 12 mm heran. Die Verpuppung erfolgt in einem tönnchenförmigen, rotbraunen Puparium von 6 bis 9 mm Länge, das aus der erhärteten Haut des letzten Larvenstadiums besteht.2