- Männliche Exemplare klappen ihre extrem vergrößerten Cheliceren nicht nach unten, sondern nach innen ein.
- Die Cheliceren der Männchen erreichen eine Länge, die dem gesamten Oberkörper nahezu entspricht.
- Männliche Männchen setzen ihre großen Cheliceren sowohl bei ritualisierten Kommentkämpfen, bei denen keine Tiere zu Schaden kommen, als auch während der Balz ein.
- Bei den Weibchen sind die Endglieder des Pedipalpus zusätzlich dreieckig und abgeflacht, um den Kiefer einer Ameise zu imitieren.
- Die Cheliceren der Weibchen sind schwarz, nach vorne gerichtet, abgeplattet, gebogen, in der Mitte gezähnt und weisen einen metallischen Glanz auf.
- Die Art wird häufig in Gesellschaft von Ameisen, wie etwa an Buchenstümpfen zusammen mit der Vierpunkt-Drüsenameise (Dolichoderus quadripunctatus), angetroffen.3
Pająk skaczący mrówka Myrmarachne formicaria
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Klasyfikacja
Taksonomia
- Królestwo
- Animalia
- Typ
- Arthropoda
- Klasa
- Arachnida
- Rząd
- Araneae
- Rodzina
- Salticidae
- Rodzaj
- Myrmarachne
Przegląd
Einleitung
Die Ameisenspringspinne (Myrmarachne formicaria), auch Großkiefer-Ameisenspringer genannt, ist eine Webspinne aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) und wurde von der Arachnologischen Gesellschaft zur Spinne des Jahres 2019 gekürt. Durch ihren langgestreckten Körper und das fadenartig erhobene vorderste Beinpaar zeigt die Art eine ausgeprägte Ameisenmimikry, unterscheidet sich von echten Ameisen jedoch anatomisch durch die spinnentypischen acht Beine und die Körpergliederung.1
W skrócie
Fakten (kompakt)
Pająk skaczący mrówka: zdjęcia z prawdziwych obserwacji
Rozpoznawanie
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Die Ameisenspringspinne (Myrmarachne formicaria) erreicht eine Körperlänge von 5 bis 6,5 Millimetern und verdankt ihren Namen einer ausgeprägten Ameisenmimikry. Der langgestreckte und schlanke Körper ist in einen Vorder- und Hinterkörper gegliedert, wobei eine Einschnürung eine Wespentaille vortäuscht. Der Vorderkörper (Prosoma) verliert nach der letzten Augenreihe abrupt an Höhe und wechselt dort seine Färbung von schwarz zu rotbraun. Diese morphologische Besonderheit täuscht eine Dreiteilung in Kopf, Thorax und Abdomen wie bei echten Insekten vor. Der Hinterkörper (Opisthosoma) zeigt eine charakteristische Bänderung und ist in der vorderen Hälfte braun sowie in der hinteren Hälfte schwarz gefärbt. Von echten Ameisen unterscheidet sich die Art primär durch die spinnentypischen acht Beine sowie das Fehlen von Antennen. Das vorderste Beinpaar wird im lebenden Zustand typischerweise fühlerartig in die Luft gehoben, sodass die Tiere nur auf drei Beinpaaren laufen. Ein ausgeprägter Sexualdimorphismus zeigt sich insbesondere im Bau der Cheliceren und der Pedipalpen. Bei den Weibchen sind die Cheliceren schwarz, nach vorne gerichtet, abgeplattet, metallisch glänzend, gebogen, in der Mitte gezähnt und extrem vergrößert. Zusätzlich sind die Endglieder der weiblichen Pedipalpen dreieckig und abgeflacht, wodurch sie den Kiefer einer Ameise imitieren. Im Gegensatz dazu sind die männlichen Pedipalpen normal gebaut, während ihre Cheliceren extrem verlängert sind und die Länge des gesamten Oberkörpers erreichen können. Die Männchen klappen diese riesigen Cheliceren bei intraspezifischen Auseinandersetzungen nach innen. Larvale Stadien, Puppen und Eier sind in der zitierten Literatur nicht detailliert morphologisch beschrieben, wobei bekannt ist, dass Weibchen pro Gelege nur zwei bis drei Eier ablegen.1
Portret
Beschreibung
Die Ameisenspringspinne (Myrmarachne formicaria) repräsentiert als Angehörige der Familie der Salticidae eine bemerkenswerte Webspinne, die 2019 zur Spinne des Jahres gekürt wurde. Die Art zeichnet sich durch eine ausgeprägte Myrmecomorphie aus, welche ihr ein ameisenähnliches Erscheinungsbild verleiht. Trotz dieser morphologischen Ähnlichkeit unterscheidet sich das Tier durch die spinnentypischen acht Beine und den in zwei Segmente gegliederten Körper grundlegend von echten Ameisen. Der langgestreckte und schlanke Körperbau wird durch eine partielle Verschmälerung zu einer stielartigen Wespentaille verstärkt. Eine optische Dreiteilung des Körpers, analog zu Insekten, wird dadurch erzeugt, dass der Vorderkörper nach der letzten Augenreihe abrupt an Höhe verliert und in diesem hinteren Bereich rotbraun statt schwarz gefärbt ist. Der Hinterkörper zeigt eine charakteristische Bicolorierung, bei der die vordere Hälfte braun und die hintere Hälfte schwarz erscheint. Im natürlichen Habitat bewegt sich die Art fort, indem sie lediglich auf drei Beinpaaren läuft, während das vorderste Beinpaar fühlerartig in die Luft erhoben wird. Durch diese Verhaltensweise und Anatomie wird der optische Eindruck eines Insekts imitiert, was die Spinne vor Fressfeinden schützt, da nur wenige spezialisierte Jäger Ameisen primär als Beute nutzen. Die Mimikry kompensiert dabei eine eher geringe Fortpflanzungsrate der Art. Männliche und weibliche Exemplare zeigen im Laufe ihres Lebens deutliche geschlechtsspezifische Ausprägungen. Bei den Weibchen sind die Endglieder des Pedipalpus dreieckig und abgeflacht, wodurch der Kiefer einer Ameise evoziert wird. Zudem weisen Weibchen extrem vergrößerte, nach vorne gerichtete, abgeplattete, gebogene und in der Mitte gezähnte Cheliceren mit einem metallischen Glanz auf. Im Gegensatz dazu sind die Pedipalpen der Männchen normal gebaut1, während ihre Cheliceren extrem verlängert sind und die Länge des vorderen Prosoma-Teils sowie annähernd die des gesamten Oberkörpers erreichen. Männliche Individuen klappen diese riesigen Cheliceren nach innen ein und nutzen sie für ritualisierte Kommentkämpfe sowie während der Balz. Die geographische Verbreitung der Art erstreckt sich über Mitteleuropa, wobei sie besonders in südlichen Teilen häufig ist, und reicht nach Osten über Sibirien bis nach China und Japan. Als Habitate besiedelt die Art sonnige Grashänge, feuchte Ufer, Feuchtwiesen, Obstgärten, Trockenrasen und Lößwände. Häufig ist sie in der Nähe von Ameisenbauten zu beobachten, beispielsweise an Buchenstümpfen von Totholz gemeinsam mit der Vierpunkt-Drüsenameise (Dolichoderus quadripunctatus) oder auf Terrassen. Bei ungünstiger Witterung suchen die Tiere Schutz in mit Gespinst ausgekleideten, zusammengerollten Blättern. Die Überwinterung erfolgt häufig in Schneckengehäusen, wobei sich oft mehrere Individuen in einem Gehäuse einfinden, welche vermutungsweise auch im Sommer als Unterschlupf dienen. Reife Exemplare lassen sich ganzjährig auffinden.1
Systematyka
Name & Einordnung
Die Ameisenspringspinne (Myrmarachne formicaria) ist eine Webspinne aus der Familie der Springspinnen (Salticidae).1 Der wissenschaftliche Name leitet sich von ihrer auffälligen morphologischen und verhaltensbiologischen Ähnlichkeit zu Ameisen ab. Neben dem Haupt-Trivialnamen Ameisenspringspinne ist im deutschen Sprachraum auch die Bezeichnung Großkiefer-Ameisenspringer gebräuchlich. Die Art wurde von der Arachnologischen Gesellschaft zur Spinne des Jahres 2019 gekürt.1 Belastbare Daten zu historischen Erstbeschreibern, Autorenkoffern, exakten Publikationsdaten sowie historischen Synonymen und früheren Gattungszuordnungen fehlen in der aktuellen Datenbasis vollständig. Internationale Trivialnamen oder regionale Varianten sind im Rahmen der vorliegenden Quellen ebenfalls nicht systematisch belegt.
Tryb życia
Biologie & Lebenszyklus
Die Biologie der Ameisenspringspinne (Myrmarachne formicaria) ist stark durch myrmecomorphe Anpassungen und eine vergleichsweise geringe Reproduktionsrate geprägt. Jedes weibliche Exemplar legt lediglich zwei bis drei Eier ab. Um diese geringe Fertilität auszugleichen, schützt die Nachahmung von Ameisen (Mimikry) die Tiere effektiv vor Fressfeinden, da nur wenige spezialisierte Jäger Ameisen als Nahrung nutzen. Adulte wie auch larvale Stadien ernähren sich als carnivore Polyphagen von kleinen Tieren, die aktiv im Sprung überwältigt werden. Die Männchen setzen ihre extrem vergrößerten Cheliceren für ritualisierte Kommentkämpfe ein, bei denen Kontrahenten unbeschädigt bleiben, sowie während der Balz. Bei ungünstiger Witterung suchen die Spinnen Schutz in gespinstausgekleideten, zusammengerollten Blättern. Ausgewachsene Tiere überwintern häufig, wobei sich oft mehrere Individuen in Schneckengehäusen einfinden. Diese Gehäuse werden mutmaßlich auch im Sommer als temporäre Unterschlüpfe genutzt. Häufig sind die Spinnen in der Nähe von Ameisenbauten oder an Buchenstümpfen zu beobachten, an denen beispielsweise die Vierpunkt-Drüsenameise (Dolichoderus quadripunctatus) vorkommt. Reife Tiere lassen sich im Jahresverlauf durchgehend finden. Belastbare physiologische Detaildaten zu spezifischen Entwicklungsstadien, Larvenstadien oder exakten Temperatur-Optima fehlen in der aktuellen Datenlage.1
Tryb życia
Verhalten
Myrmarachne formicaria zeigt ausgeprägte Verhaltensweisen der Batesianischen Mimikry, indem sie durch ihre Morphologie und Fortbewegung Ameisen täuschend ähnlich nachahmt. Dabei läuft die Art typischerweise auf drei Beinpaaren, während das vorderste Beinpaar frei in der Luft gehalten wird und als Fühlerersatz dient. Diese motorische Anpassung erweckt den optischen Eindruck von Insektenfühlern und schützt die Spinnen effektiv vor Fressfeinden. Zum Beutefang nutzt sie die für Springspinnen typische Jagdstrategie, bei der kleine Tiere im direkten Sprung überwältigt werden. Männliche Exemplare setzen ihre extrem vergrößerten Cheliceren für ritualisierte Kommentkämpfe ein, bei denen die Kontrahenten durch nach innen geklappte Kiefer unversehrt bleiben. Diese vergrößerten Cheliceren dienen zudem der Balz gegenüber Weibchen. Bei ungünstiger Witterung zieht sich die Art in ein mit Gespinst ausgekleidetes, zusammengerolltes Blatt zurück. Zur Überwinterung nutzen ausgewachsenen Tiere häufig Schneckengehäuse, wobei oft mehrere Individuen gemeinsam Unterschlupf finden.1
Tryb życia
Ökologie
Myrmarachne formicaria besiedelt eine große Bandbreite von Habitaten, die von feuchten Ufern, Feuchtwiesen und Obstgärten bis hin zu Trockenrasen und Lößwänden reichen. Als bevorzugte Aufenthaltsorte gelten sonnige Grashänge. Zudem ist die Art an Buchenstümpfen sowie auf Terrassen in der Nähe von Ameisenbauten nachzuweisen. Die ökologische Nische der Art ist durch eine ausgeprägte Ameisenmimikry gekennzeichnet. Durch diese Nachahmung von Ameisen erhöht sich die Überlebenschance der Spinne, da nur wenige spezialisierte Jäger Ameisen primär als Nahrungsquelle nutzen. Die Art lebt häufig gemeinsam mit Ameisen und wurde unter anderem an Totholz in Gesellschaft der Vierpunkt-Drüsenameise (Dolichoderus quadripunctatus) beobachtet. Die Fortpflanzungsrate der Tiere ist eher gering, wobei jedes Weibchen nur zwei bis drei Eier legt.1 Als Karnivore ernährt sich die polyphage Spinne von kleinen Tieren, die sie im Sprung überwältigt.12 Bei ungünstiger Witterung suchen die Spinnen Schutz in mit Gespinst ausgekleideten, zusammengerollten Blättern. Ausgewachsene Tiere überwintern oft in Schneckengehäusen, wobei nicht selten mehrere Exemplare ein Gehäuse nutzen.1
Występowanie
Vorkommen & Lebensraum
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Ameisenspringspinne (Myrmarachne formicaria) erstreckt sich über die gesamte paläarktische Region.2 Nach Osten hin reicht das Vorkommen über Sibirien bis nach China und Japan. Innerhalb Europas ist die Art vor allem in Mitteleuropa und hier speziell in den südlichen Regionen heimisch.1 Aktuelle Beobachtungsdaten belegen zudem Vorkommen in weiteren europäischen Randgebieten wie dem Galichitsa-Gebirge.2 Die Art besiedelt eine große Bandbreite unterschiedlicher Habitate, wobei sonnige Grashänge zu den bevorzugten Aufenthaltsorten gehören. Zu den weiteren natürlichen Lebensräumen zählen feuchte Ufer, Feuchtwiesen, Obstgärten sowie Trockenrasen und Lößwände. Darüber hinaus wird Myrmarachne formicaria regelmäßig an Totholz wie Buchenstümpfen angetroffen, an denen auch die Vierpunkt-Drüsenameise (Dolichoderus quadripunctatus) vorkommt. Als Kulturfolger besiedelt die Spinne zudem vom Menschen geschaffene Strukturen und ist beispielsweise auf Terrassen in der Nähe von Ameisenbauten zu beobachten.1 Belastbare systematische Daten zur genauen Vertikalverbreitung oder Höhenstufen fehlen bisher in der wissenschaftlichen Literatur. Die räumliche Verteilung ist eng an das Vorkommen von Ameisen gekoppelt, deren Gesellschaften sie im Rahmen ihrer Mimikry aufsucht. In den besiedelten Lebensräumen tritt die Art meist in geringer Individuendichte auf, was durch die niedrige Fortpflanzungsrate bedingt ist.1 Flächendeckende Beobachtungen bestätigen das Vorkommen in offenen bis halboffenen Biotopen mit entsprechender Sonneneinstrahlung. Die Bindung an wärmebegünstigte Standorte prägt die Verbreitungsmuster in den nördlicheren Arealen ihres mitteleuropäischen Verbreitungsgebietes.1
Występowanie
Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech
Obserwacje
Analiza społeczności
Sezonowość
Saisonalität & Aktivität
Reife Exemplare von Myrmarachne formicaria sind im Jahresverlauf grundsätzlich ganzjährig auffindbar. Bei ungünstiger Witterung suchen die Spinnen Schutz in einem mit Gespinst ausgekleideten, zusammengerollten Blatt. Die Überwinterung erfolgt vor allem im ausgewachsenen Stadium. Dabei nutzen die Tiere häufig Schneckengehäuse als Unterschlupf, wobei nicht selten mehrere Individuen gemeinsam darin zu finden sind. Es wird angenommen, dass diese Gehäuse von den Spinnen ergänzend auch im Sommer als Versteck aufgesucht werden.1 Das öffentliche Interesse an der Art zeigt in den Monaten Februar und November erhöhte Peaks im Jahresverlauf. Belastbare quantitative Daten zur genauen Generationenfolge pro Jahr oder spezifischen Temperaturabhängigkeiten der Aktivität fehlen jedoch weitgehend in der Literatur.1
Sezonowość
Sezonowość i trend popytowy
Na podstawie Silberkraft TrendIndex – naszego własnego modelu na podstawie danych wyszukiwania i obserwacji naturalnych
Działalność sezonowa
rozwój na przestrzeni lat
W praktyce
Bedeutung, Schäden & Prävention
Die Ameisenspringspinne (Myrmarachne formicaria) ist weder als Schädling noch als Lästling einzustufen, sondern gilt als harmloser Nützling im Ökosystem. Ein Schadpotenzial oder typische Schadbilder an Vorräten, Pflanzen oder Gebäuden existieren nicht, da die Art ausschließlich zoophag lebt. Medizinische oder gesundheitliche Relevanzen sind für den Menschen nicht bekannt, da die Tiere nicht als Vektoren fungieren und Gifte für den Menschen irrelevant sind. Befallsanzeichen im Sinne eines Schädlingsbefalls treten nicht auf, da die Art synanthrop kaum in Erscheinung tritt, sondern naturnahe Habitate wie Trockenrasen, Ufer oder sonnige Grashänge bevorzugt. Gelegentlich werden Exemplare auf Terrassen in der Nähe von Ameisenbauten oder an Totholz beobachtet, wo sie gemeinsam mit Ameisen vorkommen. Präventionsmaßnahmen sind aufgrund der ökologischen Harmlosigkeit nicht erforderlich. Auch Monitoring-Methoden, spezifische Fallen oder chemische Bekämpfungsmaßnahmen sind für Myrmarachne formicaria nicht etabliert, da Eingriffe durch Schädlingsbekämpfung unbegründet sind. Integrierte Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen (IPM) entfallen ebenfalls, da die Spinne keine wirtschaftlichen Schäden verursacht. Rechtliche Aspekte wie Quarantänevorschriften oder Meldepflichten existieren für diese europäische Art nicht; sie wurde lediglich von der Arachnologischen Gesellschaft zur Spinne des Jahres 2019 gekürt. Belastbare Daten zu eventuellen Hausmitteln oder spezifischen Regulierungsmaßnahmen fehlen, da die Art als absolut unproblematisch gilt.1
Źródła
Źródła i odniesienia
- de.wikipedia.org/wiki/Ameisenspringspinne
- gbif.org/species/2175367
- Literaturzusammenfassung: Myrmarachne formicaria