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Królestwo
Tiere (Animalia)
Typ
Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasa
Insekten (Insecta)
Rząd
Käfer (Coleoptera)
Rodzina
Curculionidae
Rodzaj
Otiorhynchus
Gatunek
Otiorhynchus ovatus
Nazwa naukowa
Otiorhynchus ovatus (Linnaeus, 1758)
Zaakceptowana nazwa
Einleitung
*Otiorhynchus ovatus*, bekannt als Erdbeerwurzelrüssler, ist eine Käferart aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae). Die flugunfähigen Käfer sind ursprünglich in Europa beheimatet, wurden aber weltweit eingeschleppt und gelten in Nordamerika als invasive Art.[1] *O. ovatus* befällt eine Vielzahl von Wirtspflanzen und kann als Schädling in Erdbeerfeldern, Baumschulen und im Zierpflanzenbau auftreten.[1]
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Fakten (kompakt)
- Adulte Erdbeerwurzelrüsselkäfer sind 5–6 mm lang und 2–3 mm breit. - Die Larven des Erdbeerwurzelrüsselkäfers sind beinlos, cremeweiß, C-förmig und bis zu 10 mm lang. - Die Larven haben einen hellbraunen Kopf und dunkler braune Mandibeln. - Weibliche Erdbeerwurzelrüsselkäfer legen 60–200 Eier im Boden in der Nähe von Pflanzenwurzeln. - Die Larven schlüpfen nach 14–16 Tagen. - *Otiorhynchus ovatus* wurde erstmals 1758 von Carl Linnaeus als *Curculio ovatus* beschrieben. - Ernst Friedrich Germar überführte die Art 1822 in die Gattung *Otiorhynchus*. - Die Larven des Erdbeerwurzelrüsselkäfers überwintern im Boden und fressen an den Wurzeln. - Die Verpuppung der Larven erfolgt im darauffolgenden Frühjahr. - Der Erdbeerwurzelrüsselkäfer befällt auch Laubbäume wie Ahorn und Birke. - Die Larven des Erdbeerwurzelrüsselkäfers können Wurzeln umgürten, was zu Welke, Wachstumsstörungen und Absterben der Pflanze führt. - Der Erdbeerwurzelrüsselkäfer ist im Allgemeinen weniger schädlich als der Gefurchte Dickmaulrüssler (*Otiorhynchus sulcatus*). - Der Artname *ovatus* kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „eiförmig“ oder „oval“.[3]
Name & Einordnung
Der Erdbeerwurzelrüsselkäfer, wissenschaftlich *Otiorhynchus ovatus*, ist ein Käfer aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae). Die Unterfamilie ist Entiminae, die Tribus Otiorhynchini und die Gattung *Otiorhynchus*. Die Art wurde erstmals 1758 von Carl Linnaeus als *Curculio ovatus* beschrieben. Später wurde sie von Ernst Friedrich Germar im Jahr 1822 in die Gattung *Otiorhynchus* überführt. Der Gattungsname *Otiorhynchus* leitet sich von den griechischen Wörtern *otis* (ὠτός) für „Ohr“ und *rhynchos* (ῥύγχος) für „Rüssel“ oder „Schnauze“ ab und bezieht sich auf das markante, verlängerte Rostrum der Käfer dieser Gattung. Das Artepitheton *ovatus* stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „eiförmig“ oder „oval“, was die Körperform des Käfers beschreibt. Im Deutschen ist er als Erdbeerwurzelrüsselkäfer bekannt. Auf Englisch wird er als Strawberry Root Weevil bezeichnet.[1]
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Erdbeerwurzelrüsselkäfer (*Otiorhynchus ovatus*) ist ein kleiner, flugunfähiger Käfer. Adulte Käfer erreichen eine Länge von 5 bis 6 mm und eine Breite von 2 bis 3 mm. Der Körper ist kompakt und oval geformt. Die Grundfärbung variiert von dunkelbraun bis schwarz, oft mit einem glänzenden Aussehen. Der Körper ist mit verstreuten, feinen, blass gelblich-braunen Schuppen bedeckt, was ein leicht gesprenkeltes Aussehen verleiht. Ein auffälliges Merkmal ist der kurze, breite Rüssel (Rostrum). Die geknieten Antennen sind nahe der Spitze des Rüssels eingelenkt und besitzen einen schaftartigen Basalteil (Scapus) und eine kompakte Keule an der Spitze, typisch für die Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae). Die Flügeldecken (Elytren) sind robust und bedecken den Hinterleib vollständig. Sie weisen deutliche Reihen kleiner Punkte auf, die bei der Bestimmung der Art helfen. Die Beine sind kurz, stämmig und rötlich-braun gefärbt. Die Schenkel (Femora) sind gezahnt, besonders die vorderen Schenkel weisen einen deutlichen Zahn auf, was eine Anpassung an die Fortbewegung auf Pflanzenoberflächen und im Boden darstellt. Die Mundwerkzeuge umfassen kräftige, kauende Mandibeln, die zum Fressen an Blättern geeignet sind.[2] Ein Sexualdimorphismus fehlt bei *O. ovatus*, da alle adulten Tiere Weibchen sind, die sich parthenogenetisch fortpflanzen. Die Eier von *Otiorhynchus ovatus* sind milchig-weiß, etwa oval und messen 0,4 bis 0,5 mm im Durchmesser. Sie werden einzeln im Boden in der Nähe von Wirtspflanzen abgelegt. Die Larven sind C-förmig, beinlos und haben einen cremeweißen Körper mit einer hellbraunen Kopfkapsel und dunkleren braunen Mandibeln. Sie erreichen eine Länge von bis zu 10 mm. Die Larven haben eine weiche, cremeweiße Körperdecke (Integument), die mit winzigen Haaren bedeckt ist, was eine Anpassung an das Leben im Untergrund darstellt. Die Puppe ist frei (exarat) und bildet sich in einer Erdhöhle im Boden. Sie ähnelt in ihrer Form dem adulten Käfer, ist aber blass, weich und cremeweiß gefärbt und etwa 5 mm lang.[2]
Beschreibung
Der Erdbeerwurzelrüsselkäfer (*Otiorhynchus ovatus*) ist ein kleiner, flugunfähiger Käfer aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae). Die Art ist ursprünglich in Europa beheimatet, wurde aber weit verbreitet nach Nordamerika eingeschleppt, wo sie als invasiv gilt.[1] *O. ovatus* zeichnet sich durch seine parthenogenetische Fortpflanzung aus, bei der sich alle Individuen asexuell vermehren und ausschließlich weiblich sind. Im natürlichen Lebensraum findet man den Erdbeerwurzelrüsselkäfer häufig in gemäßigten Zonen, insbesondere in landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Umgebungen wie Erdbeerfeldern, Baumschulen und Gewächshäusern. Er bevorzugt Standorte mit Bewässerung und angrenzenden Gräsern, Bäumen und Sträuchern. Die Käfer leben bodennah und sind nachtaktiv, tagsüber verstecken sie sich im Boden oder unter Pflanzenstreu.[1] Die Larven von *O. ovatus* sind beinlose, C-förmige Maden mit einem cremeweißen Körper und einem hellbraunen Kopf. Sie entwickeln sich in sechs bis sieben Stadien und erreichen eine Länge von bis zu 10 mm. Die Larven leben im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln. Die Art durchläuft einen einjährigen Lebenszyklus, wobei die meisten Individuen als Larven im Boden überwintern. Die Käfer schlüpfen im späten Frühjahr bis frühen Sommer, fressen nachts an den Blättern und legen 60 bis 200 Eier in den Boden in der Nähe von Pflanzenwurzeln. Die Larven schlüpfen nach 14 bis 16 Tagen, überwintern im Boden und verpuppen sich im folgenden Frühjahr.[1] Im Vergleich zum *Otiorhynchus sulcatus* (Gefurchter Dickmaulrüssler) ist *O. ovatus* im Allgemeinen weniger schädlich. Die Art kann jedoch erhebliche Schäden an Erdbeeren, Himbeeren, Cranberries, Luzerne, Klee und verschiedenen Holzgewächsen verursachen. Die Larven schädigen die Pflanzen durch Wurzelfraß, während die Käfer an den Blättern fressen und unregelmäßige Fraßstellen verursachen. Die Erstbeschreibung von *Otiorhynchus ovatus* erfolgte 1758 durch Carl Linnaeus unter dem ursprünglichen Binom *Curculio ovatus*. Ernst Friedrich Germar übertrug die Art später in die Gattung *Otiorhynchus*. Der Gattungsname *Otiorhynchus* leitet sich von den griechischen Wörtern *otis* (Ohr) und *rhynchos* (Rüssel) ab und bezieht sich auf den charakteristischen Rüssel der Käfer. Das Artepitheton *ovatus* stammt aus dem Lateinischen und bedeutet eiförmig oder oval, was die Körperform des Käfers beschreibt.[1]
Verhalten
Adulte *Otiorhynchus ovatus* sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber im Boden, in der Laubstreu oder an der Basis von Pflanzen. Die Käfer sind flugunfähig und können sich nur kriechend fortbewegen. Bei Störung zeigen sie ein "fallen-und-rollen"-Fluchtverhalten, indem sie von der Vegetation fallen und den Tod vortäuschen, um der Prädation zu entgehen. Die Ausbreitung erfolgt ausschließlich durch Kriechen, wobei sich die Individuen typischerweise nur wenige Meter von ihrem Ursprungsort entfernen. Allerdings können sie sich in feuchten Mikrohabitaten zu Ansammlungen zusammenfinden, um die Feuchtigkeit zu erhalten. Dieses gesellige Verhalten der adulten Käfer steht im Gegensatz zu den Einzelgänger-Gewohnheiten der Larven. Die Weibchen beginnen in der Regel 3 bis 9 Wochen nach dem Schlüpfen mit der Eiablage und legen die Eier einzeln oder in kleinen Gruppen in den Boden in der Nähe der Basis von Wirtspflanzen.[3]
Ökologie
*Otiorhynchus ovatus* ist bodenbewohnend und nachtaktiv und lebt oft in sandigen Böden mit Vegetation.[2] Entomopathogene Nematoden (z. B. *Heterorhabditis* und *Steinernema* spp.) und Pilze (z. B. *Isaria fumosorosea*, *Metarhizium anisopliae*) regulieren seine Populationen. Die Art bevorzugt kühle Klimazonen mit optimalen Temperaturen zwischen 21 °C und 27 °C für die Eiablage und Vermehrung der adulten Tiere, wobei die Aktivität oberhalb von 13 °C stattfindet. Sie verträgt Frost während der Überwinterung, zeigt aber bei extremer Kälte oder Hitze eine verminderte Aktivität. Eine hohe Bodenfeuchtigkeit, die durch Niederschläge und Bewässerung auf nahezu Feldkapazität gehalten wird, ist essenziell, da Austrocknung ein Sterblichkeitsfaktor für unreife Stadien sein kann, obwohl dies in bewirtschafteten Lebensräumen im Allgemeinen gering ist. Schattige, feuchte Mikrohabitate verbessern das Überleben, wobei adulte Tiere tagsüber unter Laub, Pflanzenkronen oder zwischen Pflanzenresten Schutz suchen und nachts aktiv werden. Die Larven bewohnen die oberen Bodenschichten, typischerweise in einer Tiefe von 1 bis 15 cm, und graben sich in der Nähe von Wurzeln in lehmigen Böden ein, die reich an organischen Stoffen sind, was geeignete Bedingungen für die Ernährung und Verpuppung bietet.[2] In natürlichen Gemeinschaften, wie z. B. Schieferhalden, kommen Populationen in flachen, nährstoffarmen Böden mit spärlicher Vegetation und freiliegendem Fels vor, was auf eine Anpassungsfähigkeit an trockenere Mikrohabitate innerhalb ihrer breiteren Präferenzen hindeutet. Adulte Tiere bevorzugen feuchte, geschützte Plätze wie Bodenstreu oder Pflanzenbasen, was durch die Larven, die in diesen Umgebungen Gänge graben, zur Bodenumwälzung beiträgt.[2]
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Erdbeerwurzelrüsselkäfer (*Otiorhynchus ovatus*) ist ein polyphager Schädling, der über 100 Pflanzenarten befällt, wobei er eine Vorliebe für Rosengewächse wie Erdbeeren (*Fragaria* spp.) und Himbeeren (*Rubus idaeus*) hat. Er schädigt auch Zierpflanzen wie Rhododendren (*Rhododendron* spp.), Eiben (*Taxus* spp.) und verschiedene Nadelbäume wie Hemlocktanne (*Tsuga* spp.) und Zeder (*Thuja* spp.). Weitere Wirtspflanzen sind Cranberries (*Vaccinium macrocarpon*), Luzerne (*Medicago sativa*) und Klee (*Trifolium* spp.). Die Larven schädigen die Pflanzen durch Wurzelfraß, indem sie feine Wurzeln fressen und manchmal größere Wurzeln oder Stängel umgürten. Dies führt zu einer reduzierten Wasser- und Nährstoffaufnahme, Welken, Wachstumsstörungen und schließlich zum Absterben der Pflanze, insbesondere bei Containerpflanzen oder Baumschulware. Junge Pflanzen und Sämlinge sind besonders gefährdet, wobei ein Befall von mehr als 2-3 Larven pro Pflanze oft wirtschaftliche Schwellenwerte für ein Eingreifen im Gartenbau auslöst. Die adulten Käfer verursachen Blattschäden, indem sie während der nächtlichen Fraßaktivität charakteristische U-förmige oder eckige Kerben entlang der Blattränder und Nadeln erzeugen. Dies beeinträchtigt vor allem die Ästhetik von Zierpflanzen, kann aber auch die Photosynthesekapazität und die allgemeine Pflanzenvitalität verringern. In Baumschulen macht diese Kerbung die Pflanzen unverkäuflich und trägt zu kosmetischen und vermarktbaren Verlusten bei, ohne dass es in der Regel zu direkten Mortalität kommt. Das integrierte Schädlingsmanagement (IPM) für *Otiorhynchus ovatus* stützt sich auf die Überwachung, um Populationen frühzeitig zu erkennen, und kombiniert kulturelle, biologische und chemische Methoden, um die Anzahl zu unterdrücken und gleichzeitig die Umweltbelastung zu minimieren. Kulturelle Maßnahmen unterbrechen den Lebenszyklus des Käfers und reduzieren geeignete Lebensräume. Die Fruchtfolge mit Nicht-Wirtspflanzen verhindert den Larvenbefall im Boden, während die Bodensolarisation – das Abdecken des feuchten Bodens mit klarer Plastikfolie im Sommer – die Temperaturen erhöht, um überwinternde Eier und Larven abzutöten. Das Entfernen von Pflanzenresten und Unkräutern beseitigt die Versteckmöglichkeiten für adulte Käfer und alternative Wirte, und Barriere-Methoden wie Fallgrubenfallen mit Seifenwasser fangen flugunfähige adulte Käfer ab, wenn sie zwischen den Pflanzen umherkriechen. Biologische Bekämpfungsmaßnahmen zielen auf gefährdete Larvenstadien im Boden ab. Entomopathogene Nematoden, insbesondere *Heterorhabditis bacteriophora*, werden als Bodentränke im späten Frühjahr oder Herbst ausgebracht, wenn der Boden feucht ist und die Temperaturen 12 °C übersteigen. Diese Nematoden dringen über natürliche Öffnungen in die Larven ein und setzen Bakterien frei, die eine Septikämie verursachen und innerhalb von 48 Stunden zum Tod führen, wodurch in Feldversuchen eine Mortalität von bis zu 90 % erreicht wird.[2] Räuberische Laufkäfer (Carabidae), wie z. B. *Pterostichus*-Arten, fressen Käfereier und junge Larven; ihre Erhaltung durch reduzierte Bodenbearbeitung und Mulchen fördert die natürliche Unterdrückung in mehrjährigen Kulturen. Chemische Bekämpfungsmaßnahmen werden gezielt eingesetzt und auf die Lebensstadien abgestimmt, um die Wirksamkeit zu gewährleisten. Bei adulten Käfern, die im späten Frühjahr schlüpfen, zielen Blattapplikationen von Carbaryl auf den Fraß an den Blättern ab, wobei die Ausbringung in der Dämmerung erfolgt, um Bestäuber zu schonen, und eine 70-80%ige Reduktion erreicht wird, wenn die Abdeckung gründlich ist. Bodenapplikationen von Imidacloprid als Tränke im frühen Frühjahr bekämpfen Larven, die sich von Wurzeln ernähren, und bieten einen systemischen Schutz für 4-6 Wochen. Chlorpyrifos wurde früher in ähnlicher Weise eingesetzt, ist aber heute in vielen Gebieten aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Toxizität eingeschränkt oder verboten. Die Überwachung leitet die Entscheidungsfindung in IPM-Programmen. Unter dem Laubwerk platzierte Klopfschirme stoßen nachts adulte Käfer zur Zählung ab; die Schwellenwerte variieren je nach Kulturpflanze, rechtfertigen aber Maßnahmen auf der Grundlage der beobachteten Befallsstärke und der Schadenssymptome in Baumschulen oder Erdbeeren.[2] Die Integration dieser Praktiken – wie z. B. Nematoden gefolgt von gezielten Insektiziden – kann den Gesamtverbrauch von Pestiziden in bewirtschafteten Systemen reduzieren.[2]
Wirtschaftliche Bedeutung
Der Erdbeerwurzelrüsselkäfer (*Otiorhynchus ovatus*) ist ein polyphager Schädling, der über 100 Pflanzenarten befällt, wobei er Rosengewächse wie Erdbeeren (*Fragaria* spp.) und Himbeeren (*Rubus idaeus*) bevorzugt. Er befällt auch Zierpflanzen wie Rhododendren (*Rhododendron* spp.), Eiben (*Taxus* spp.) und verschiedene Nadelbäume wie Hemlocktanne (*Tsuga* spp.) und Zeder (*Thuja* spp.). Zu den weiteren Wirtspflanzen gehören Cranberries (*Vaccinium macrocarpon*), Luzerne (*Medicago sativa*) und Klee (*Trifolium* spp.). Die Larven schädigen die Pflanzen durch Wurzelfraß, indem die beinlosen, weißen Larven feine Wurzeln fressen und manchmal größere Wurzeln oder Stängel umgürten. Dies führt zu einer reduzierten Wasser- und Nährstoffaufnahme, Welken, Wachstumsstörungen und schließlich zum Absterben der Pflanze, insbesondere bei Topfpflanzen oder Baumschulware. Diese unterirdische Aktivität kann in Erdbeerplantagen und anderen Kulturen zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen. Junge Pflanzen und Sämlinge sind besonders gefährdet, und ein Befall von mehr als 2-3 Larven pro Pflanze überschreitet oft die wirtschaftlichen Schwellenwerte für ein Eingreifen im Gartenbau. Adulte Käfer verursachen Blattschäden, indem sie während der nächtlichen Fraßaktivität charakteristische U-förmige oder eckige Kerben entlang der Blattränder und Nadeln verursachen. Dies beeinträchtigt vor allem die Ästhetik von Zierpflanzen, kann aber auch die Photosynthesekapazität und die allgemeine Pflanzenvitalität beeinträchtigen. In Baumschulen macht ein solcher Kerbenfraß die Pflanzen unverkäuflich und trägt zu kosmetischen und wirtschaftlichen Verlusten bei, ohne dass es in der Regel zu direkten Mortalität kommt. Während der Schaden durch die adulten Käfer weniger schwerwiegend ist als die Wurzelschäden durch die Larven, dient er als sichtbarer Indikator für einen Befall während der Sommermonate.[1]
Biologie & Lebenszyklus
*Otiorhynchus ovatus*, bekannt als Erdbeerwurzelrüssler, weist einen univoltinen Lebenszyklus auf, was bedeutet, dass es eine Generation pro Jahr gibt. Die Mehrheit der Individuen überwintert als Larve im Boden. Der Lebenszyklus beginnt mit dem Schlüpfen der adulten Käfer im späten Frühjahr, typischerweise von Mitte Mai bis Anfang Juli in gemäßigten Regionen. Die Weibchen ernähren sich etwa 4–5 Wochen lang von Blättern, bevor sie mit der Eiablage beginnen. Die Eiablage erfolgt von Juli bis August (oder bis Anfang September), wobei jedes Weibchen über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten Hunderte von Eiern produzieren kann. Einige Weibchen legen ihre Eier bis zu 10 Monate lang. Die Eier schlüpfen nach 14–16 Tagen zu beinlosen, cremefarbenen Larven mit braunen Köpfen, die sofort beginnen, sich von Pflanzenwurzeln zu ernähren. Die Larven fressen aktiv von Spätsommer bis Frühherbst an den Wurzeln, gehen dann in eine Diapause über und überwintern tief im Boden, um kalten Temperaturen zu entgehen. Im Frühjahr setzen sie ihre Entwicklung fort, sobald der Boden auftaut. Das Larvenstadium ist mit bis zu 10 Monaten das längste, in dem die Larven mehrere Stadien durchlaufen und unterirdische Schäden verursachen können. Die Verpuppung findet im späten Frühjahr bis Frühsommer (April–Juni) statt, wobei in der Nähe der Bodenoberfläche Erdhöhlen entstehen. Die adulten Käfer schlüpfen kurz darauf, um den Kreislauf zu vollenden. Die Lebensdauer der adulten Käfer beträgt im Allgemeinen 1–2 Monate, in denen sie nachtaktiv und flugunfähig bleiben und sich tagsüber in Streu oder im Boden verstecken. Ein kleiner Teil kann jedoch länger bis in den Herbst überleben. Der Zeitpunkt dieser Stadien kann je nach Breitengrad und lokalem Klima leicht variieren, wobei nördliche Populationen aufgrund kühlerer Bedingungen möglicherweise ein verzögertes Schlüpfen aufweisen.[2] Die Fortpflanzung erfolgt parthenogenetisch, d. h. ausschließlich durch Weibchen, die unbefruchtete Eier legen, aus denen sich lebensfähige Nachkommen entwickeln können.[2] *O. ovatus* pflanzt sich ausschließlich durch obligate Parthenogenese fort, einer Form der Thelytokie, bei der sich unbefruchtete Eier zu weiblichen Nachkommen entwickeln. Diese Fortpflanzungsstrategie macht die Partnersuche oder Balzverhalten überflüssig, so dass die Weibchen unabhängig lebensfähige Nachkommen produzieren können. Die Weibchen beginnen typischerweise 3 bis 9 Wochen nach dem Schlüpfen mit der Eiablage und legen die Eier einzeln oder in kleinen Gruppen in den Boden in der Nähe der Basis von Wirtspflanzen, wobei die Lebenszeitfertilität je nach Qualität der Wirtspflanze und den Umweltbedingungen zwischen etwa 60 und 150 Eiern pro Weibchen liegt. Die Eier werden von Mitte Juni bis September in gemäßigten Regionen abgelegt, oft in feuchtem Boden, um die Entwicklung zu erleichtern, die bei optimalen Temperaturen um die 21–27 °C etwa 10 bis 14 Tage dauert, bis sie schlüpfen. Die Larven durchlaufen 6-7 Stadien während ihrer Entwicklung. Adulte Käfer zeigen ein nachtaktives Verhalten, kommen hauptsächlich 1 bis 7 Stunden nach Sonnenuntergang zur Nahrungsaufnahme auf das Laub und ziehen sich tagsüber zurück, um sich im Boden, in der Laubstreu oder an der Basis von Pflanzen zu verstecken. Bei Störung zeigen sie eine Drop-and-Roll-Fluchtreaktion, fallen von der Vegetation und täuschen den Tod vor, um der Prädation zu entgehen. Da sie keine funktionsfähigen Flügel haben, erfolgt die Ausbreitung ausschließlich durch Krabbeln, wobei sich die Individuen typischerweise innerhalb weniger Meter von ihrem Ursprung aufhalten, sich aber in feuchten Mikrohabitaten zu Gruppen zusammenfinden können, um die Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten. Diese gesellige Tendenz bei adulten Käfern steht im Gegensatz zu den Einzelgänger-Gewohnheiten der Larven.[2]
Vorkommen & Lebensraum
*Otiorhynchus ovatus*, bekannt als Erdbeerwurzelrüssler, stammt ursprünglich aus Europa. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Skandinavien im Norden bis zum Mittelmeerraum im Süden und ostwärts bis zum Kaukasus und Teilen von Kleinasien und Mittelasien. Durch den internationalen Handel mit befallenem Pflanzenmaterial wurde die Art in verschiedene Regionen außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets eingeschleppt.[1] In Nordamerika wurde *O. ovatus* erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten nachgewiesen, später auch in Kanada. Mittlerweile ist er in Kanada weit verbreitet, besonders in den gemäßigten Zonen und im südlichen Teil der borealen Zone, einschließlich British Columbia, Ontario, Quebec und sogar im Yukon und den Nordwest-Territorien. In den Vereinigten Staaten gibt es etablierte Populationen im pazifischen Nordwesten (Oregon und Washington) sowie in östlichen Gebieten wie Massachusetts und den Laubwaldregionen um die Großen Seen.[1] Weitere Einschleppungen erfolgten in Ozeanien, wo *O. ovatus* in Neuseeland und Australien vorkommt. In Asien, außerhalb der natürlichen Vorkommen in Kleinasien und Mittelasien, kommt er im südlichen Sachalin (Russland) vor. Die Ausbreitung des Rüsselkäfers erfolgt passiv durch kontaminiertes Pflanzenmaterial, was eine allmähliche Ausdehnung in neue landwirtschaftliche und Baumschulgebiete ermöglicht. *Otiorhynchus ovatus* bevorzugt gemäßigte Umgebungen, insbesondere landwirtschaftliche und gartenbauliche Gebiete wie Beerenfelder, Pfefferminzplantagen, Baumschulen und Gewächshäuser. Dort findet man ihn oft in der Nähe von bewässerten Kulturen, die von Gräsern, Bäumen und Sträuchern gesäumt sind. Diese Habitate weisen typischerweise gut durchlässige Böden mit organischem Material auf, einschließlich sandiger Lehmböden und unterschiedlicher Texturen. Die Art bevorzugt kühle Klimate mit optimalen Temperaturen zwischen 21 °C und 27 °C für die Eiablage und Fortpflanzung der adulten Tiere. Hohe Bodenfeuchtigkeit, die durch Niederschlag und Bewässerung aufrechterhalten wird, ist essenziell, da Austrocknung ein Sterblichkeitsfaktor für unreife Stadien sein kann. Schattige, feuchte Mikrohabitate verbessern das Überleben, wobei sich die adulten Tiere tagsüber unter Laub, Pflanzenkronen oder Detritus verstecken und nachts aktiv werden. Die Larven bewohnen die oberen Bodenschichten, typischerweise 1–15 cm tief, und graben sich in der Nähe von Wurzeln in lehmigen Böden mit hohem organischen Gehalt ein.[1]
Saisonalität & Aktivität
*Otiorhynchus ovatus*, auch bekannt als Erdbeerwurzelrüssler, hat einen univoltinen Lebenszyklus, das heißt, es wird eine Generation pro Jahr produziert. Die Mehrheit der Individuen überwintert als Larve im Boden. Die adulten Käfer erscheinen im späten Frühjahr, typischerweise von Mitte Mai bis Anfang Juli in gemäßigten Regionen. Nach dem Schlüpfen fressen die Weibchen 4–5 Wochen lang an den Blättern, bevor sie mit der Eiablage beginnen. Die Eiablage erfolgt von Juli bis August (oder bis Anfang September) im Boden. Jedes Weibchen kann über einen Zeitraum von etwa zwei Monaten Hunderte von Eiern produzieren, wobei einige die Eiablage bis zu 10 Monate verlängern können. Die Larven schlüpfen nach 14–16 Tagen und beginnen sofort, an Pflanzenwurzeln zu fressen. Die Larven fressen aktiv von Spätsommer bis Frühherbst an den Wurzeln, bevor sie in eine Diapause eintreten und tief im Boden überwintern, um kalten Temperaturen zu entgehen. Im Frühjahr, wenn der Boden auftaut, setzen sie ihre Entwicklung fort. Das Larvenstadium ist mit bis zu 10 Monaten das längste. Die Verpuppung findet im späten Frühjahr bis Frühsommer (April–Juni) statt, wobei in der Nähe der Bodenoberfläche Erdhöhlen gebildet werden. Kurz darauf schlüpfen die adulten Käfer, um den Kreislauf zu vollenden. Die Lebensdauer der adulten Käfer beträgt in der Regel 1–2 Monate, in denen sie nachtaktiv sind und sich tagsüber in der Streu oder im Boden verstecken. Ein kleiner Teil kann jedoch länger bis in den Herbst überleben. Die Aktivität der adulten Käfer findet hauptsächlich 1 bis 7 Stunden nach Sonnenuntergang statt. Die Suchanfragen für den Erdbeerwurzelrüssler zeigen die höchste Aktivität im April und August.[1]
Źródła i odniesienia
- https://www.cabidigitallibrary.org/doi/full/10.1079/cabicompendium.38064
- https://tidcf.nrcan.gc.ca/en/insects/factsheet/1801
- Literaturzusammenfassung: Otiorhynchus ovatus
- https://ohioline.osu.edu/factsheet/ENT-49
- https://extension.psu.edu/black-vine-weevil
- http://www.smithlab.ca/uploads/1/2/0/5/120564888/1995_brandt_et_al._can_ent.pdf
- https://pnwhandbooks.org/insect/small-fruit/strawberry/strawberry-root-weevil
- https://fruit.wisc.edu/2017/05/26/strawberry-root-weevil-and-black-vine-weevil/
- https://hortsense.cahnrs.wsu.edu/fact-sheet/strawberry-root-weevils/