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Wspólny kwiat Physostegia Virginia

Wspólny kwiat

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Lamiales (Lamiales)
Rodzina Lamiaceae
Rodzaj Physostegia
Gatunek Physostegia virginiana
Nazwa naukowa Physostegia virginiana (L.) Benth.
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Die **Gelenkblume** (*Physostegia virginiana*) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), die ursprünglich in den feuchten Wiesen und Prärien des östlichen und zentralen Nordamerikas beheimatet ist.[1][2] Ein charakteristisches Merkmal sind die gelenkartigen Blütenstiele, die es erlauben, die Einzelblüten mechanisch zu verschieben, woraufhin diese in der neuen Position verharren.[2] Wegen ihrer morphologischen Ähnlichkeit zu den Drachenköpfen (*Dracocephalum*) ist die Art im englischen Sprachraum auch als „False Dragonhead“ bekannt.[1]

Analiza społeczności

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Ostatnio 10.06.2026
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Fakten (kompakt)

- Der Gattungsname *Physostegia* leitet sich von den griechischen Begriffen *phýsa* (Blase) und *stégē* (Dach oder Bedeckung) ab, was auf den Kelch anspielt, der sich zur Fruchtreife blasenartig aufbläht. - Das Artepitheton *virginiana* bedeutet „aus Virginia“ und verweist auf die Region, in der europäische Botaniker die Pflanze erstmals dokumentierten. - Neben „False Dragonhead“ ist die Art im englischen Sprachraum auch unter dem Trivialnamen „Virginia lions-heart“ bekannt. - Die Morphologie der zweilippigen Blüten erinnert an das geöffnete Maul eines Löwenmäulchens (*Antirrhinum*). - Taxonomisch wird die Art innerhalb der Unterfamilie Nepetoideae spezifisch der Tribus Mentheae zugeordnet.[8] - Es werden zwei Unterarten unterschieden: *Physostegia virginiana* subsp. *virginiana* und *Physostegia virginiana* subsp. *praemorsa*.[8] - Ein bekanntes Synonym für die Art ist *Physostegia virginiana* var. *speciosa* (Sweet) Gray. - Die Pflanze bevorzugt Standorte mit einem neutralen bis leicht alkalischen pH-Wert des Bodens. - *Physostegia virginiana* ist winterhart und wird den USDA-Klimazonen 3 bis 9 zugeordnet. - Das natürliche Farbspektrum der Blüten umfasst Rosa- und Lavendeltöne sowie gelegentlich weiße Varianten.[8]

Name & Einordnung

Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Physostegia virginiana* (L.) Benth., wobei das Basionym *Dracocephalum virginianum* L. ist. Die Pflanze wird taxonomisch der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) sowie der Unterfamilie Nepetoideae zugeordnet. Die Erstbeschreibung erfolgte 1753 durch Carl von Linné in seinem Werk *Species Plantarum*, der die Art aufgrund ihrer Blütenmorphologie zunächst zu den Drachenköpfen (*Dracocephalum*) stellte. Im Jahr 1834 klassifizierte George Bentham die Art in die Gattung *Physostegia* um, da er distinkte Merkmale wie die Struktur des Kelches erkannte. Der Gattungsname *Physostegia* leitet sich aus den griechischen Wörtern *phýsa* (Blase) und *stégē* (Dach oder Bedeckung) ab und verweist auf den sich während der Fruchtreife blasenartig aufblähenden Kelch. Das Art-Epitheton *virginiana* ist ein lateinisches Adjektiv, das „aus Virginia“ bedeutet und den Ort der ersten dokumentierten Aufsammlungen im östlichen Nordamerika referenziert.[2] Im Deutschen ist der Trivialname Gelenkblume gebräuchlich.[1] Dieser Name bezieht sich, ebenso wie die englische Bezeichnung „obedient plant“, auf die Besonderheit der Einzelblüten, die sich dank eines Gelenks am Blütenstiel seitlich verschieben lassen und in der neuen Position verharren. Ein weiterer englischer Name, „false dragonhead“, deutet auf die oberflächliche Ähnlichkeit zur Gattung *Dracocephalum* und zu Löwenmäulchen (*Antirrhinum*) hin.[2] Neben der Nominatform werden zwei Unterarten unterschieden: *Physostegia virginiana* subsp. *virginiana* und *Physostegia virginiana* subsp. *praemorsa*.[2] Zu den weiteren Synonymen zählt unter anderem *Physostegia virginiana* var. *speciosa* (Sweet) Gray.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Physostegia virginiana* ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 0,6 bis 1,5 Metern erreicht und durch unterirdische Rhizome oft dichte Kolonien bildet.[2][1] Die aufrechten Stängel sind im Querschnitt vierkantig, steif und meist kahl oder nur spärlich behaart. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind einfach, lanzettlich bis verkehrteiförmig und messen 5 bis 18 cm in der Länge sowie 1 bis 4 cm in der Breite.[2] Ihre Ränder sind scharf gezähnt, wobei die Blätter sitzend oder kurz gestielt sind und zur Spitze hin kleiner werden.[1][2] Der Blütenstand ist eine dichte, endständige Ähre oder Traube, die bis zu 30 cm lang wird und oft vierreihig angeordnete Blüten aufweist. Die röhrenförmigen, zweilippigen Blüten erreichen eine Länge von 2,5 bis 3,5 cm und ähneln in ihrer Form den Blüten von Löwenmäulchen (*Antirrhinum*). Die Färbung der Krone reicht von Blassrosa über Lavendel bis Purpur, wobei die dreilappige Unterlippe oft dunklere Flecken oder Linien als Saftmale trägt.[2] Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal sind die gelenkigen Blütenstiele, die es erlauben, die Blüten seitlich zu verschieben, woraufhin sie in der neuen Position verharren.[2][1] Der Kelch ist röhren- bis glockenförmig, drüsig behaart und schwillt während der Fruchtreife leicht an. Als Früchte werden trockene Spaltfrüchte gebildet, die in vier kleine Nüsschen zerfallen. Diese Nüsschen sind 2 bis 4 mm lang, eiförmig bis ellipsoid, braun gefärbt und besitzen eine fein genarbte Oberfläche. Jedes Nüsschen enthält einen einzelnen, dreieckigen schwarzen Samen mit scharfen Kanten.[2] Morphologisch lassen sich zwei Unterarten unterscheiden, wobei *P. virginiana* subsp. *virginiana* rhizombildend mit kleineren Blüten wächst, während *P. virginiana* subsp. *praemorsa* horstbildend ist und größere Blüten hervorbringt.[2]

Beschreibung

Physostegia virginiana ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (*Lamiaceae*), die für ihre charakteristischen, aufrechten Blütenstände bekannt ist.[1] Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über das östliche und zentrale Nordamerika, wo die Art bevorzugt feuchte Wiesen, Uferböschungen, Prärien und Waldränder besiedelt.[2][1] Im Habitat bildet die Pflanze durch unterirdische Rhizome und Ausläufer oft dichte, vielstängelige Kolonien, die eine Höhe von 0,6 bis 1,5 Metern erreichen können.[2] Diese vegetative Ausbreitungsstrategie ermöglicht es der Gelenkblume, in feuchten bis nassen Böden dominant aufzutreten und zur Stabilisierung von Uferzonen beizutragen.[4] Ein einzigartiges anatomisches Merkmal, das der Art ihren deutschen Namen sowie den englischen Namen "obedient plant" verleiht, ist die spezielle Mechanik der Einzelblüten.[3] Die Blütenstiele (Pedicels) besitzen eine scharnierartige Struktur, die es erlaubt, die Blüten seitlich zu verschieben, woraufhin diese in der neuen Position verharren, ohne zurückzufedern.[1] Diese physiologische Anpassung ist innerhalb der Pflanzenwelt ungewöhnlich und dient als wichtiges Erkennungsmerkmal im Feld.[3] Die röhrenförmigen, zweilippigen Blüten erinnern morphologisch stark an Löwenmäulchen (*Antirrhinum*) oder die Gattung *Dracocephalum*.[1] Historisch führte diese Ähnlichkeit dazu, dass Carl von Linné die Art 1753 zunächst als *Dracocephalum virginianum* beschrieb, bevor sie 1834 von George Bentham aufgrund abweichender Kelchstrukturen in die Gattung *Physostegia* überführt wurde.[5] Der Gattungsname leitet sich von der blasenartigen Aufblähung des Kelchs während der Fruchtreife ab, der die heranreifenden Nüsschen umschließt.[1] Innerhalb der Art existieren deutliche ökologische Variationen: Während die Nominatform *P. virginiana* subsp. *virginiana* rhizombildend in feuchteren Habitaten wächst, zeichnet sich *P. virginiana* subsp. *praemorsa* durch einen horstigen Wuchs ohne weitreichende Ausläufer aus und besiedelt trockenere Präriegebiete.[3] Die Blütezeit erstreckt sich vom Spätsommer bis in den Herbst, wobei sich die Blüten am ährigen Blütenstand progressiv von unten nach oben öffnen.[2] Nach der Bestäubung, die primär durch Hummeln und Kolibris erfolgt, bilden sich trockene Spaltfrüchte, die in vier kleine, dreieckige Nüsschen zerfallen.[1][3] Trotz ihrer Attraktivität für Bestäuber weist die Gelenkblume eine chemische Resistenz gegen Fraßfeinde auf; spezifische Inhaltsstoffe machen sie für Hirsche und Kaninchen weitgehend unattraktiv.[6]

Verhalten

Das auffälligste Verhalten von *Physostegia virginiana* manifestiert sich in der mechanischen Flexibilität der Blütenstände.[1] Werden die Einzelblüten seitlich verschoben, verbleiben sie dank spezieller Gelenke an den Blütenstielen (Pedicels) in der neuen Position, anstatt in die Ausgangslage zurückzufedern.[1][3] Dieses Phänomen führte zum Trivialnamen „Gelenkblume“ und wird im Englischen als „obedience“ (Gehorsamkeit) interpretiert.[3] In Bezug auf das Raumverhalten zeigt die Art eine aggressive Ausbreitungsstrategie durch das Wachstum unterirdischer Rhizome und Stolonen.[2] Durch diese klonale Expansion bildet sie dichte Kolonien, die es ihr ermöglichen, feuchte Habitate effizient zu besiedeln und Uferböschungen zu stabilisieren.[4] Die reproduktive Interaktion mit der Fauna erfolgt über die röhrenförmigen Blüten, die sich am Blütenstand sequenziell von unten nach oben öffnen. Diese Morphologie fördert gezielt den Besuch von langrüsseligen Bestäubern wie Hummeln (*Bombus*) und Kolibris, die Nektar und Pollen sammeln.[2] Als passiven Abwehrmechanismus produziert *Physostegia virginiana* chemische Verbindungen, die sie weitgehend resistent gegen den Fraß durch Säugetiere wie Hirsche und Kaninchen machen.[1] Die Ausbreitung der Samen erfolgt nach der Reife primär durch Schwerkraft (Barochorie), wobei Windunterstützung den Radius über kurze Distanzen erweitern kann.[2]

Ökologie

Als bedeutende Nektarquelle im Spätsommer unterstützt *Physostegia virginiana* diverse Bestäuberpopulationen, insbesondere wenn andere florale Ressourcen limitiert sind.[1] Zu den primären Besuchern zählen langzüngige Bienenarten, Hummeln sowie Schmetterlinge und Rubinkehlkolibris, welche die tubulären Blüten nutzen. Gegenüber Herbivoren zeigt die Art eine ausgeprägte Resistenz; chemische Abwehrstoffe der Familie *Lamiaceae* schützen sie weitgehend vor dem Fraß durch Hirsche und Kaninchen.[2] Ihr bevorzugtes Habitat umfasst feuchte bis nasse Standorte wie Wiesen, Prärien, Waldränder und Uferböschungen mit neutralen bis leicht alkalischen Böden (pH 6,0–7,0).[1] Ökologisch fungiert die Pflanze als Bodenstabilisator, da ihr rhizomatöses Wurzelsystem in Uferzonen Erosion verhindert. In Feuchtgebieten tritt sie als konkurrenzstarker Besiedler auf, der sich gegenüber invasiven Arten wie dem Blutweiderich behaupten kann und daher in Renaturierungsprojekten geschätzt wird.[4] Die ökologischen Nischen der Unterarten differieren deutlich: Während *P. virginiana* subsp. *virginiana* in nördlichen, nassen Habitaten koloniebildend wächst, besiedelt *P. virginiana* subsp. *praemorsa* als horstbildende Pflanze trockenere Hochlandprärien im Süden.[3] Die Samenverbreitung erfolgt nach der Blütezeit von Juli bis Oktober hauptsächlich durch Schwerkraft und über kurze Distanzen durch Wind.[2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Physostegia virginiana gilt primär als Nützling, der Bestäuber wie Hummeln, Schmetterlinge und Kolibris anzieht und in natürlichen Ökosystemen zur Bodenstabilisierung beiträgt. Ein Schadpotenzial besteht lediglich im Gartenbau durch den aggressiven Ausbreitungsdrang über Rhizome und Ausläufer, wodurch benachbarte Pflanzen verdrängt werden können.[1] Die Art wird in ihrem nativen Verbreitungsgebiet nicht als invasiv klassifiziert, sondern als konkurrenzstarker Besiedler feuchter Standorte geschätzt.[1][3] Die Pflanze selbst ist widerstandsfähig, kann jedoch gelegentlich von Rostpilzen, Blattläusen oder Spinnmilben befallen werden, insbesondere unter feuchten Bedingungen. Gegenüber Wildverbiss durch Rehe und Kaninchen zeigt sie aufgrund enthaltener chemischer Verbindungen eine hohe Resistenz. Medizinisch relevant ist die Pflanze in der dermatologischen Forschung, wo Extrakte aufgrund antimikrobieller Wirkung gegen *Propionibacterium acnes* zur Aknebehandlung patentiert wurden. Historisch nutzten indigene Gruppen wie die Algonquin die Pflanze zur Linderung von Hautausschlägen durch Giftefeu (*Toxicodendron* spp.). Als präventive Maßnahme im Zierpflanzenbau empfiehlt sich der Einbau von Wurzelsperren oder festen Beeteinfassungen, um den unterirdischen Ausbreitungsdrang einzudämmen. Eine regelmäßige Teilung der Wurzelstöcke alle zwei bis vier Jahre dient der Verjüngung und Bestandskontrolle. Unerwünschte Ausläufer lassen sich physikalisch durch Ausgraben der Rhizome oder manuelles Ausreißen der Triebe effektiv bekämpfen. Zur Vermeidung von Pilzkrankheiten sollten verblühte Stängel im Spätwinter zurückgeschnitten und eine ausreichende Luftzirkulation gewährleistet werden.[1] Es bestehen keine Quarantänebestimmungen oder Meldepflichten, da die Art global als sicher (G5) eingestuft ist.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die primäre wirtschaftliche Bedeutung von *Physostegia virginiana* liegt im Zierpflanzenbau und der ökologischen Landschaftsgestaltung.[1] Aufgrund ihrer langen Blütezeit und vertikalen Wuchsform wird die Art sowie diverse Zuchtsorten (z. B. 'Vivid' oder 'Alba') breit im Gartenhandel für Staudenbeete und Regengärten vermarktet.[2] Zusätzlich findet die Pflanze gelegentlich Verwendung als Schnittblume in der Floristik, da die Blütenstände ihre Form gut halten.[7] Im Bereich des technischen Landschaftsbaus und der Renaturierung wird sie gezielt zur Erosionskontrolle an Ufern und in Regenwasserrückhaltebecken eingesetzt, da ihr Rhizomsystem den Boden effektiv stabilisiert und Wasser filtert.[4][1] Sie dient dabei oft als einheimische Alternative zu invasiven Arten wie dem Blutweiderich in Feuchtgebieten.[3] Neuere wirtschaftliche Potenziale zeigen sich im pharmazeutischen und kosmetischen Sektor durch die Patentierung von Pflanzenextrakten. Diese werden aufgrund ihrer antimikrobiellen Aktivität gegen *Propionibacterium acnes* in dermatologischen Zusammensetzungen zur Behandlung von Akne und Hautentzündungen verarbeitet.[1] Historisch nutzten indigene Gruppen wie die Algonquin die Pflanze medizinisch, eine moderne kommerzielle Nutzung als Nahrungsmittel existiert jedoch nicht.[7] Obwohl die Art in Gärten durch Ausläuferbildung wuchern kann, verursacht sie keine nennenswerten Schäden in der Land- oder Forstwirtschaft und gilt als resistent gegen Wildverbiss durch Rehe.[1][5]

Biologie & Lebenszyklus

*Physostegia virginiana* ist eine ausdauernde krautige Pflanze, deren Lebenszyklus durch das Überwintern von unterirdischen Rhizomen geprägt ist, aus denen jährlich neue Triebe hervorgehen. Die Blütezeit erstreckt sich vom Hochsommer bis in den frühen Herbst, wobei sich die Blütenstände in den Monaten Juli bis Oktober sequenziell von unten nach oben öffnen. Die Bestäubung erfolgt primär durch langrüsselige Insekten wie Hummeln sowie durch Kolibris, die den Nektar aus den röhrenförmigen Blüten aufnehmen. Nach der erfolgreichen Befruchtung bilden sich trockene Spaltfrüchte, die in vier kleine, dreieckige Nüsschen zerfallen. Diese Samen werden vorwiegend durch die Schwerkraft oder über kurze Distanzen durch den Wind verbreitet. Für die Keimung benötigen die Samen eine Kälteperiode (Stratifikation) von etwa 60 Tagen unter feuchten Bedingungen, um die natürliche Dormanz zu brechen.[2] Neben der sexuellen Fortpflanzung vermehrt sich die Art intensiv vegetativ über unterirdische Ausläufer (Stolonen), wodurch dichte klonale Kolonien entstehen.[1] Das physiologische Optimum liegt an feuchten bis nassen Standorten mit einem neutralen bis leicht alkalischen Boden-pH (6,0–7,0), wobei die Pflanze auch zeitweilige Überflutungen toleriert. *Physostegia virginiana* ist kältetolerant bis in die USDA-Klimazone 3 und wirft im Winter ihr Laub ab, während das Wurzelsystem im Boden überdauert.[2] Chemische Abwehrstoffe, die für die Familie der Lippenblütler typisch sind, schützen die Pflanze weitgehend vor Fraßschäden durch Säugetiere wie Rehe und Kaninchen.[1] Zu den natürlichen Antagonisten und Mortalitätsfaktoren zählen Pilzinfektionen wie Rostpilze sowie wirbellose Schädlinge wie Blattläuse und Spinnmilben, die besonders unter Stressbedingungen auftreten. In Uferzonen stabilisiert das aggressive Wurzelwachstum den Boden und hilft, Erosion zu verhindern, während die Pflanze als Nektarquelle eine wichtige ökologische Rolle für Bestäuberpopulationen spielt.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Physostegia virginiana* erstreckt sich über das östliche und zentrale Nordamerika.[2][1] Es reicht von Quebec, Ontario und Manitoba in Kanada südwärts bis nach Texas, Florida und in den mexikanischen Bundesstaat Coahuila.[2][3] Die Art kommt primär östlich der Great Plains vor und fehlt weitgehend im äußersten Westen der USA. Als Lebensraum bevorzugt die Gelenkblume feuchte bis nasse Standorte, darunter Flussufer, Feuchtwiesen und Sickerflächen. Auch an Waldrändern, in Lichtungen sowie in feuchten Gebüschen ist die Pflanze anzutreffen.[2] Die ökologischen Ansprüche variieren je nach Unterart: Während *subsp. virginiana* vorwiegend nördliche, nassere Habitate wie Sümpfe besiedelt, findet sich *subsp. praemorsa* eher in südlichen Regionen auf trockeneren Hochgrasprärien.[3] Bezüglich der Bodenbeschaffenheit toleriert die Art Lehm- bis Sandböden, wobei ein neutraler bis leicht alkalischer pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 optimal ist. *Physostegia virginiana* benötigt Standorte in voller Sonne bis im Halbschatten mit mindestens vier bis sechs Stunden direkter Sonneneinstrahlung. Obwohl die Pflanze periodische Überflutungen verträgt, ist sie gegenüber langanhaltender Trockenheit empfindlich. In natürlichen Ökosystemen spielt sie eine Rolle bei der Stabilisierung von Uferzonen, da ihre Rhizome der Bodenerosion entgegenwirken. Außerhalb des nativen Areals wird die Art weltweit als Zierpflanze kultiviert und verwildert gelegentlich aus Gärten. Solche Gartenflüchtlinge etablieren sich jedoch selten invasiv, sondern fügen sich meist in bestehende Pflanzengesellschaften ein. Die klimatische Toleranz reicht von kühlen nördlichen Prärien bis zu wärmeren südlichen Auenlandschaften, was den USDA-Winterhärtezonen 3 bis 9 entspricht.[2] Global gilt der Bestand als gesichert, wobei Randpopulationen in Gebieten wie Vermont als gefährdet eingestuft sind.[3]

Saisonalität & Aktivität

Physostegia virginiana ist eine ausdauernde, laubabwerfende Staude, deren Vegetationszyklus durch das jährliche Austreiben aus überwinternden Rhizomen bestimmt wird.[1] Die Blütezeit erstreckt sich im natürlichen Verbreitungsgebiet vom Hochsommer bis in den frühen Herbst, typischerweise von Juli bis Oktober. Innerhalb der ährigen Blütenstände öffnen sich die Einzelblüten sukzessive von unten nach oben. Bei bestimmten Kulturformen kann die Anthese variieren und bereits im Juni einsetzen, wobei sie oft bis in den September andauert. Während dieser reproduktiven Phase ist die Pflanze tagsüber aktiv und wird von Bestäubern wie Hummeln und Kolibris angeflogen.[2] Nach der Samenreife stirbt die oberirdische Biomasse im Winter ab, während die Pflanze im Boden überdauert.[1] Die Samen benötigen zur Keimung oft eine Kälteperiode (Stratifikation) von etwa 60 Tagen, was eine Anpassung an den saisonalen Temperaturverlauf darstellt.[2] Das öffentliche Suchinteresse korreliert mit dieser phänologischen Entwicklung und zeigt Spitzenwerte in den Monaten Juli und August, parallel zur Hauptblütezeit.

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Rimsting, Bayern, Deutschland

    04.10.2025

  • Am Holm, Norddeich, Schleswig-Holstein, Deutschland

    17.08.2025

  • Hamburg

    25.07.2026

  • Deutschland

    22.09.2024

  • Deutschland

    19.09.2024

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

KR-20150112444-A Biological Nieznany

Kosmetische Zusammensetzung zur Verbesserung von Akne, Hautreinigungsmittel und Kosmetika

Bokwangkorea Company Ltd. (2014)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Dieses Patent beschreibt die Verwendung eines Extrakts aus Physostegia virginiana (Gelenkblume) als Wirkstoff in kosmetischen Zusammensetzungen. Die Kernidee ist die Nutzung der antimikrobiellen Aktivität der Pflanze gegen Propionibacterium acnes, den Hauptverursacher von Akne. Der Extrakt (0,001-35 Gew.-%) wirkt entzündungshemmend und verbessert das Hautbild bei zu Akne neigender Haut. Die Methode gilt als sicher, verursacht keine Resistenzen und ist für die Langzeitanwendung geeignet.

KR-101636817-B1 Biological Nadany

Pharmazeutische Zusammensetzung zur Vorbeugung und Behandlung von Akne, äußerliches Hautpräparat und Verfahren zur Herstellung eines Extrakts aus Physostegia virginiana

(2014)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Das Patent schützt eine pharmazeutische Zusammensetzung sowie das spezifische Herstellungsverfahren eines Extrakts aus der Gelenkblume. Es handelt sich um ein äußerlich anzuwendendes Präparat zur Prophylaxe und Therapie von Akne. Die Innovation liegt in der Bereitstellung eines effektiven pflanzlichen Mittels, das spezifisch gegen Akne-Bakterien wirkt. Es erweitert die Anwendungsmöglichkeiten von Physostegia virginiana im medizinisch-dermatologischen Bereich.

Źródła i odniesienia

  1. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/physostegia-virginiana/
  2. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?kempercode=g620
  3. https://explorer.natureserve.org/Taxon/ELEMENT_GLOBAL.2.136757/Physostegia_virginiana
  4. https://bwsr.state.mn.us/sites/default/files/2018-12/July%25202015%2520Featured%2520Plant.pdf
  5. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:30043311-2
  6. https://newmoonnursery.com/nursery-plants/physostegia-virginiana/
  7. http://www.namethatplant.net/plantdetail.shtml?plant=485
  8. Literaturzusammenfassung: Physostegia virginiana