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Chrząszcz japoński Popillia japońska

Chrząszcz japoński
Nieszkodliwy Gatunek inwazyjny Alergizujący Toksyczny Pożyteczny

Taksonomia

Królestwo Tiere (Animalia)
Typ Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasa Insekten (Insecta)
Rząd Käfer (Coleoptera)
Rodzina Scarabaeidae
Rodzaj Popillia
Gatunek Popillia japonica
Nazwa naukowa Popillia japonica Newman, 1838
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Der **Japankäfer** (*Popillia japonica*) ist eine Käferart aus der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae), die ursprünglich im japanischen Archipel beheimatet ist und in Nordamerika sowie Teilen Europas als invasiver Agrar- und Forstschädling auftritt.[1] Die adulten Tiere zeichnen sich durch einen metallisch grünen Körper mit kupferbraunen Flügeldecken aus und verursachen durch Skelettierfraß an über 300 Pflanzenarten sowie durch den Wurzelfraß der Larven erhebliche ökonomische Schäden. Von verwechselbaren Arten lässt sich *Popillia japonica* eindeutig durch zwölf weiße Haarbüschel unterscheiden, die als fünf Paare seitlich am Abdomen und zwei weitere am Körperende angeordnet sind.[2]

Analiza społeczności

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Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 08.06.2026
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Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Popillia japonica* (Newman, 1841). Die Erstbeschreibung erfolgte durch den britischen Entomologen Edward Newman auf Basis von in Japan gesammelten Exemplaren und wurde im *The Entomological Magazine* publiziert. Während ältere Quellen teils das Jahr 1838 angeben, gilt 1841 als das valide Publikationsjahr. Systematisch wird der Käfer der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) und innerhalb dieser der Unterfamilie Rutelinae sowie der Tribus Anomalini zugeordnet. Die Gattung *Popillia* Dejean, 1821 umfasst etwa 324 Arten mit Verbreitungsschwerpunkt in Ostasien, wobei *Popillia japonica* als eine der wenigen invasiven Spezies bekannt ist. Phylogenetische Analysen des mitochondrialen Genoms bestätigen die Monophylie der Art und zeigen eine enge Verwandtschaft zu Gattungen wie *Protaetia* und *Rhopaea*. In der Literatur sind diverse Synonyme verzeichnet, darunter *Aserica japonica* (Motschulsky), *Autoserica japonica*, *Maladera japonica*, *Serica japonica* sowie *Popillia plicatipennis* (Burmeister). Es werden aktuell keine Unterarten unterschieden, da beobachtete Variationen primär auf Umweltanpassungen zurückgeführt werden. Im deutschsprachigen Raum ist die Bezeichnung „Japankäfer“ etabliert[1], international wird meist der englische Name „Japanese beetle“ verwendet.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Der adulte *Popillia japonica* ist ein breit ovaler Käfer mit einer Körperlänge von 8 bis 11 mm und einer Breite von 5 bis 7 mm. Er zeichnet sich durch einen metallisch grünen Kopf und Thorax sowie kupferbraune Flügeldecken (Elytren) mit irisierendem Glanz aus.[1] Ein entscheidendes diagnostisches Merkmal sind die 12 Büschel weißer Haare am Abdomen: fünf befinden sich an jeder Seite und zwei weitere am Körperende.[1][2] Diese spezifische Behaarung unterscheidet die Art von ähnlichen Blatthornkäfern.[2] Ein Sexualdimorphismus zeigt sich in der Größe, wobei Weibchen meist größer sind und einen kräftigeren Körperbau als die Männchen aufweisen. Die Larven, bekannt als Engerlinge, haben einen C-förmigen, cremeweißen Körper mit einer braunen Kopfkapsel und drei Brustbeinpaaren. Im ausgewachsenen Stadium erreichen sie eine Länge von bis zu 25 bis 30 mm.[1] Auf der Unterseite des letzten Hinterleibssegments weisen die Larven ein charakteristisches Rastermuster auf, das aus zwei Reihen kurzer Dornen besteht, die ein V bilden.[3] Dieses V-förmige Muster dient der Abgrenzung zu Engerlingen heimischer Skarabäus-Arten.[1][3] Die Puppen sind exarat (freie Gliedmaßen), rotbraun gefärbt und etwa 14 mm lang. Sie ähneln der adulten Form, wobei Flügel und Beine jedoch gegen den Körper gefaltet sind. Die Eier sind oval, weiß bis cremefarben und haben einen Durchmesser von etwa 1,5 mm. Nach der Ablage im Boden nehmen sie Wasser auf und werden zunehmend kugelförmig.[1]

Beschreibung

Der Japankäfer (*Popillia japonica*) ist ein zur Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) gehörender Käfer, der ursprünglich auf den japanischen Hauptinseln heimisch ist und sich als bedeutender invasiver Schädling in Nordamerika sowie Teilen Europas etabliert hat.[1] Innerhalb der Tribus Anomalini zeichnet sich die Art durch ihren metallisch grünen Kopf und Thorax sowie kupferbraune Flügeldecken aus, wobei der Körper eine breit ovale Form mit einer Länge von 8 bis 11 mm aufweist.[2] Ein entscheidendes Bestimmungsmerkmal im Feld sind die zwölf weißen Haarbüschel entlang des Abdomens, von denen sich je fünf an den Seiten und zwei am Körperende befinden, was eine Abgrenzung zu ähnlichen heimischen Arten ermöglicht.[1][2] Es besteht ein Sexualdimorphismus, bei dem die Weibchen im Vergleich zu den etwas kleineren Männchen meist größer sind und einen kräftigeren Körperbau besitzen.[2] Die als Engerlinge bekannten Larven sind C-förmig gekrümmt, cremeweiß gefärbt und besitzen eine braune Kopfkapsel sowie drei Beinpaare am Thorax. Diese unterirdisch lebenden Stadien erreichen im ausgewachsenen Zustand eine Länge von bis zu 30 mm und ernähren sich vorwiegend von Pflanzenwurzeln und organischem Material im Boden.[1] Zur mikroskopischen Unterscheidung von anderen Scarabaeiden-Larven dient das Rastermuster auf der Unterseite des letzten Abdominalsegments, das aus zwei Reihen kurzer, V-förmig angeordneter Dornen besteht.[2] Der Lebenszyklus umfasst eine vollständige Metamorphose über die Stadien Ei, Larve, Puppe und Imago. In den meisten gemäßigten Klimazonen ist die Art univoltin und bildet eine Generation pro Jahr, während die Entwicklung in kühleren Regionen zwei Jahre beanspruchen kann. Die adulten Käfer schlüpfen im späten Juni oder frühen Juli aus dem Boden und sind etwa 30 bis 45 Tage lang aktiv, um zu fressen und sich zu paaren. Weibchen graben sich zur Eiablage 5 bis 20 cm tief in feuchte Böden ein und legen dort über ihre Lebensspanne bis zu 60 Eier in Clustern ab. Die Larven durchlaufen drei Stadien (Instare), wobei das dritte Larvenstadium tief im Boden überwintert und im Frühjahr vor der Verpuppung erneut frisst.[1] Die Puppen sind exarat, was bedeutet, dass ihre Gliedmaßen frei vom Körper abstehen, und weisen eine rotbraune Färbung auf.[2] Historisch wurde die Art 1841 durch den Entomologen Edward Newman basierend auf japanischen Exemplaren erstbeschrieben. Genetische Analysen bestätigen eine geringe Diversität in invasiven Populationen, was auf einen einzigen Ursprung der Einschleppung nach Nordamerika hindeutet.[1]

Verhalten

Die adulten Käfer sind tagaktiv und zeigen ihre höchste Aktivität an warmen, sonnigen Tagen ab 21 °C, während sie schattige Bereiche weitgehend meiden.[1][2] Ausbreitungsflüge finden typischerweise am Morgen statt, wobei die Käfer Distanzen von bis zu 5 km zurücklegen können, während Flüge zur Nahrungssuche meist kürzere Strecken umfassen. Die Orientierung erfolgt durch ein komplexes Zusammenspiel von visuellen Reizen und dem Geruchssinn, wobei spezialisierte Rezeptoren auf den Antennen Pheromone und Pflanzenstoffe über weite Entfernungen wahrnehmen.[1] Ein zentrales Verhaltenselement ist die Bildung von Fressgemeinschaften (Aggregationen) auf Wirtspflanzen, die durch pflanzliche Volatile aus bereits beschädigten Blättern sowie eigene Aggregationspheromone gesteuert werden. Diese chemischen Signale locken Artgenossen beiderlei Geschlechts an, was die Effizienz der Nahrungssuche steigert und zur typischen Skelettierung der Blätter führt.[1][2] Das Paarungsverhalten wird durch das weibliche Sexualpheromon Japonilure initiiert, das unmittelbar nach dem Schlupf freigesetzt wird und Männchen in Schwärmen anlockt. *Popillia japonica* verfolgt dabei eine polygame Fortpflanzungsstrategie, bei der Paarungen häufig direkt auf der Bodenoberfläche oder an niedriger Vegetation stattfinden.[1] Die im Boden lebenden Larven zeigen eine negative Phototaxis und bewegen sich aktiv in den oberen 10 bis 15 cm des Erdreichs, um an Wurzeln zu fressen.[1][2] Bei ungünstigen Umweltbedingungen wie Trockenheit oder sinkenden Temperaturen passen die Larven ihr Verhalten an, indem sie vertikal in tiefere Bodenschichten migrieren, um Austrocknung oder Erfrieren zu entgehen.[1][3]

Ökologie

Die ökologische Nische von *Popillia japonica* umfasst in der Adultphase sonnenexponierte, offene Habitate wie Wiesen, Rasenflächen und Agrarlandschaften, wobei schattige Bereiche weitgehend gemieden werden.[1] Die Larven (Engerlinge) fungieren als bodenbewohnende Destruenten und Wurzelhresser, die organisches Material sowie die Wurzeln von Gräsern und Kräutern in einer Tiefe von etwa 10 bis 15 cm konsumieren.[2] Adulte Käfer sind hochgradig polyphag und nutzen über 300 Pflanzenarten als Wirt, mit einer ausgeprägten Präferenz für Vertreter der Familien Rosaceae und Fabaceae.[1] Diese Fraßtätigkeit führt zur Skelettierung von Blättern und Beeinträchtigung von Blüten, während der Wurzelfraß der Engerlinge die Wasseraufnahme der Wirtspflanzen stört und zum Absterben von Rasenflächen führen kann.[3] Abiotische Faktoren wie die Bodenfeuchtigkeit sind essenziell für die Entwicklung der Eier, während Larven vertikal im Boden migrieren, um Frost oder Austrocknung zu entgehen. Im natürlichen Verbreitungsgebiet regulieren spezialisierte Parasitoide wie die Wespe *Tiphia vernalis* und die Fliege *Istocheta aldrichi* die Populationen, indem sie Larven beziehungsweise Adulte parasitieren.[2] Zu den natürlichen Feinden in Invasionsgebieten zählen generalistische Prädatoren wie Ameisen, die Eier und junge Larven fressen, sowie Vögel (z. B. Stare) und Säugetiere wie Skunks und Maulwürfe, die Engerlinge ausgraben.[1] Zudem befallen entomopathogene Nematoden (z. B. *Steinernema scarabaei*) und das Bakterium *Paenibacillus popilliae* (Erreger der Milchkrankheit) die Larven im Boden, was eine wichtige Rolle in der natürlichen Bestandskontrolle spielt.[2][3] Als invasive Art konkurriert *Popillia japonica* mit einheimischen Bestäubern um florale Ressourcen und verdrängt native Skarabäiden aus deren Habitaten.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Der Japankäfer (*Popillia japonica*) gilt in Nordamerika und Teilen Europas als hochgradig destruktiver invasiver Schädling, der in den USA jährliche Schäden von mehreren hundert Millionen Dollar in Landwirtschaft und Gartenbau verursacht. Adulte Käfer skelettieren Blätter, indem sie das Gewebe zwischen den Adern fressen, und schädigen Blüten sowie Früchte von über 300 Pflanzenarten, darunter Rosen, Weinreben und Mais. Die im Boden lebenden Larven (Engerlinge) fressen an den Wurzeln von Gräsern, was zu welken, braunen Rasenflächen führt, die sich bei starkem Befall wie loser Teppich abheben lassen. Aufgrund des hohen Ausbreitungsrisikos ist der Käfer in nicht befallenen Gebieten als Quarantäneschädling eingestuft, was strenge Überwachungsprogramme und Transportbeschränkungen für Pflanzenmaterial erfordert. Zur Überwachung werden Fallen mit Pheromonen und floralen Lockstoffen eingesetzt, wobei diese in Privatgärten oft kontraproduktiv wirken können, da sie mehr Käfer anlocken als fangen. Präventive Maßnahmen umfassen die Belüftung von Rasenflächen zur Stärkung der Wurzeln, den Anbau resistenter Pflanzen sowie das Abdecken wertvoller Kulturen mit feinmaschigen Netzen. Eine effektive physikalische Bekämpfungsmethode ist das manuelle Absammeln der Käfer in den kühlen Morgenstunden, gefolgt von der Entsorgung in Seifenwasser.[1] Biologische Bekämpfungsstrategien nutzen Pathogene wie das Bakterium *Paenibacillus popilliae* (Milchy-Krankheit) oder entomopathogene Nematoden (*Heterorhabditis bacteriophora*, *Steinernema scarabaei*), die gezielt die Larven im Boden infizieren.[1][3] Auch spezifische Stämme von *Bacillus thuringiensis* (z. B. CryET29-Toxine) zeigen insektizide Wirkung gegen die Engerlinge und wurden für biotechnologische Anwendungen isoliert.[3] Zusätzlich wurden natürliche Feinde wie die Wespe *Tiphia vernalis* oder die Fliege *Istocheta aldrichi* eingeführt, um die Populationen langfristig zu regulieren.[1] Chemische Interventionen beinhalten den Einsatz von Neonicotinoiden wie Imidacloprid gegen Larven oder Pyrethroiden gegen Adulte, wobei Resistenzmanagement und Bienenschutz strikt beachtet werden müssen.[1][3] Ein integriertes Schädlingsmanagement (IPM) kombiniert diese biologischen, kulturellen und chemischen Ansätze, um den Befallsdruck nachhaltig zu senken und ökologische Auswirkungen zu minimieren.[1]

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Japankäfer gilt in Nordamerika als bedeutender Schädling, der durch Fraßschäden und notwendige Bekämpfungsmaßnahmen jährliche wirtschaftliche Verluste von geschätzt über 450 Millionen US-Dollar allein in den Vereinigten Staaten verursacht. Die Schäden betreffen diverse Sektoren, insbesondere die Landwirtschaft, den kommerziellen Gartenbau sowie die Pflege von Rasenflächen und Golfplätzen. In der Rasenwirtschaft durchtrennen die Larven (Engerlinge) die Graswurzeln, was zu großflächigem Absterben führt und kostspielige Nachsaaten oder Rollrasenverlegungen erfordert; allein die Kosten für Sanierungsmaßnahmen im Rasenbereich werden auf etwa 450 bis 460 Millionen Dollar beziffert.[1] Adulte Käfer skelettieren die Blätter von über 300 Pflanzenarten und fressen an Blüten sowie Früchten, was bei Kulturen wie Mais, Sojabohnen, Trauben und Äpfeln zu signifikanten Ertragseinbußen führen kann.[1][3] Im Maisanbau stört der Fraß an den Seidenfäden die Bestäubung, während bei Sojabohnen massive Entlaubung auftreten kann, wenngleich die Ertragsfolgen je nach Wachstumsstadium variieren.[6][1] Die Zierpflanzenbranche leidet unter ästhetischen Qualitätsminderungen, die hochpreisige Pflanzen wie Rosen oder Linden unverkäuflich machen können.[1][3] Als Quarantäneschädling löst *Popillia japonica* zudem strenge regulatorische Maßnahmen aus, die Inspektionen und Zertifizierungen von Baumschulware erfordern, um die Verschleppung im zwischenstaatlichen Handel zu verhindern.[1] Die wirtschaftliche Relevanz spiegelt sich auch in der patentrechtlich geschützten Entwicklung spezifischer chemischer und biologischer Bekämpfungsmittel wider, wie etwa spezieller *Bacillus thuringiensis*-Toxine oder nematodenbasierter Biopestizide.[3] Während die Art in ihrer Heimat Japan aufgrund natürlicher Feinde kein ökonomischer Schädling ist, bedroht ihre Ausbreitung in neue Gebiete wie den Westen der USA oder Teile Europas zunehmend die Ernährungssicherheit und Biodiversität.[1]

Biologie & Lebenszyklus

Der Japankäfer (*Popillia japonica*) durchläuft eine vollständige Metamorphose (Holometabolie) über die Stadien Ei, Larve, Puppe und Imago. In den meisten gemäßigten Klimazonen ist die Art univoltin und bildet eine Generation pro Jahr, wobei sich die Entwicklung in kühleren nördlichen Regionen über zwei Jahre erstrecken kann.[1] Die Adulten schlüpfen temperaturabhängig ab Ende Juni bis Anfang Juli aus dem Boden und erreichen eine Lebensdauer von 30 bis 45 Tagen.[2] Das Paarungsverhalten wird durch das von Weibchen abgegebene Sexualpheromon Japonilure initiiert, welches Männchen zur Kopulation anlockt. Zur Eiablage graben sich die Weibchen 5 bis 20 cm tief in feuchte Böden ein und deponieren Cluster von 10 bis 30 Eiern, wobei die totale Fertilität bei bis zu 60 Eiern pro Weibchen liegt. Die Embryonalentwicklung dauert bei optimalen Temperaturen von 27 bis 32 °C etwa 8 bis 9 Tage, setzt jedoch ausreichende Bodenfeuchtigkeit für das Quellen der Eier voraus. Die als Engerlinge bekannten Larven durchlaufen drei Stadien (Instare), wachsen auf bis zu 30 mm heran und nehmen eine charakteristische C-förmige Körperhaltung ein. Während sich die Larven unspezifisch von Pflanzenwurzeln (vorwiegend Gräser) und organischem Material ernähren, sind die Imagines extrem polyphag und fressen an über 300 Pflanzenarten. Das dritte Larvenstadium tritt bei Bodentemperaturen unter 15 °C in eine Diapause ein und überwintert tief im Boden unterhalb der Frostgrenze. Im Frühjahr wandern die Larven bei Erwärmung wieder aufwärts, fressen für 4 bis 6 Wochen und verpuppen sich anschließend für 1 bis 3 Wochen in einer Erdhöhle. Adulte Käfer bilden oft Fressgemeinschaften, die durch Aggregationspheromone und pflanzliche Volatile beschädigter Blätter koordiniert werden.[1] Zu den natürlichen Feinden zählen Parasitoide wie die Wespe *Tiphia vernalis*, die spezifisch Larven parasitiert, sowie die Tachinide *Istocheta aldrichi*, die Adulttiere befällt.[2] Physiologisch sind die Larven anfällig für Pathogene wie das Bakterium *Paenibacillus popilliae* (Milchkrankheit) und entomopathogene Nematoden.[1] Spezifische Nematodenarten wie *Steinernema scarabaei* nutzen symbiotische Bakterien, um die Engerlinge im Boden zu infizieren und abzutöten.[3]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von *Popillia japonica* umfasst den japanischen Archipel (Honshu, Hokkaido, Kyushu, Shikoku) sowie Teile des östlichen Russlands und die Kurilen. In diesen nativen Regionen besiedelt die Art gemäßigte Grasländer, Waldränder und Wiesen bis in Höhenlagen von etwa 1500 Metern. Die weltweite Ausbreitung begann mit der versehentlichen Einschleppung in New Jersey (USA) im Jahr 1916, vermutlich durch Larven in importierter Baumschulware.[1] Heute ist der Käfer in Nordamerika weit verbreitet und kommt in über 30 US-Bundesstaaten östlich des Mississippi sowie in den kanadischen Provinzen Ontario und Quebec vor.[1][2] Seit den 2020er Jahren expandiert das Areal verstärkt nach Westen, mit steigenden Nachweisen in Staaten wie Washington, Oregon und Kalifornien.[2][5] In Europa etablierte sich der Käfer zunächst in den 1970er Jahren auf den Azoren, gefolgt vom ersten Festlandnachweis nahe Mailand (Italien) im Jahr 2014.[1] Die Ausbreitung setzte sich in den Alpenraum fort, mit bestätigten Populationen in der Schweiz und einem Nachweis in Österreich im Jahr 2025.[1][2] In den eingeschleppten Gebieten bevorzugt *Popillia japonica* sonnige, offene Habitate mit feuchten, gut durchlässigen Böden, die reich an organischem Material sind.[2] Er ist daher häufig in anthropogen geprägten Landschaften wie Rasenflächen, Golfplätzen, Parks und landwirtschaftlichen Nutzflächen anzutreffen.[2][3] Die Larven (Engerlinge) leben unterirdisch im Wurzelbereich von Gräsern und benötigen eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit für ihre Entwicklung.[3] Adulte Käfer meiden schattige Waldinnenbereiche und aggregieren zur Nahrungsaufnahme und Paarung auf sonnenexponiertem Blattwerk.[2] Die Art gedeiht vorwiegend in gemäßigten Klimazonen, wobei steigende Temperaturen und mildere Winter die weitere geografische Expansion begünstigen.[1]

Saisonalität & Aktivität

Der Japankäfer (*Popillia japonica*) ist in gemäßigten Klimazonen überwiegend univoltin und bildet eine Generation pro Jahr aus, wobei die Entwicklung in kühleren nördlichen Regionen zwei Jahre beanspruchen kann.[1][2] Die adulten Käfer schlüpfen abhängig von der Bodenerwärmung ab Ende Juni oder Anfang Juli, wobei die Hauptflugzeit und maximale Populationsdichte in den Monaten Juli und August liegen.[3][2] Die Imagines sind tagaktiv und entfalten ihre größte Mobilität an sonnigen Tagen bei Temperaturen über 21 °C, während sie bewölkte oder kühle Bedingungen sowie schattige Bereiche meiden.[4] Unter diesen optimalen Bedingungen bilden sie durch Pheromone gesteuerte Fressgemeinschaften auf der Vegetation und führen morgendliche Dispersionsflüge durch, um neue Nahrungs- oder Eiablageplätze zu erschließen.[4][2] Nach der Eiablage im Sommer schlüpfen die Larven innerhalb von ein bis zwei Wochen und durchlaufen bis zum Herbst drei Stadien, in denen sie intensiv an Pflanzenwurzeln fressen.[3] Zur Überwinterung graben sich die Larven des dritten Stadiums bei sinkenden Bodentemperaturen unter 15 °C etwa 10 bis 20 cm tief in den Boden ein, um unterhalb der Frostgrenze in eine Diapause einzutreten.[4][1] Im Frühjahr, sobald die Bodentemperatur dauerhaft 10 °C überschreitet, wandern die Larven wieder in obere Bodenschichten, fressen vier bis sechs Wochen und verpuppen sich anschließend im späten Frühjahr.[1][3] Das öffentliche Suchinteresse spiegelt diese biologische Saisonalität wider und zeigt deutliche Spitzenwerte im Hochsommer (Juli und August), die mit dem sichtbaren Massenauftreten der Adulten korrelieren.[3][2]

Badania naukowe i patenty

US-2015208658-A1 Chemical Nieznany

Verfahren zur Bekämpfung von Bodenschädlingen

Syngenta Participations AG (2013)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Das Patent beschreibt chemische Verbindungen (Formel I) zur Behandlung von Pflanzen und Saatgut gegen bodenbewohnende Schädlinge. Es wird eine breite Palette von Schädlingen abgedeckt, wobei Engerlinge des Japankäfers (Popillia japonica) spezifisch als Zielgruppe genannt werden. Die Innovation liegt in der chemischen Struktur der Wirkstoffe. Es handelt sich um eine klassische chemische Bekämpfungsmethode.

CA-2879794-C Chemical Nadany

Verfahren zur Bekämpfung von Bodenschädlingen

Syngenta Participations AG (2013)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Ähnlich wie das vorherige Patent, befasst sich dieses Dokument mit der Anwendung spezifischer chemischer Formeln zum Schutz von Nutzpflanzen. Der Japankäfer wird als Beispiel für zu bekämpfende weiße Engerlinge (White Grubs) aufgeführt. Die Methode beinhaltet das Ausbringen der Substanz auf den Standort oder das Vermehrungsmaterial. Es ist eine breitenwirksame chemische Lösung für Bodeninsekten.

US-7641913-B2 Biological Nadany

Isolierte Spezies von Steinernematiden-Nematoden und Verfahren zur Engerlingsbekämpfung damit

University of Rutgers (2004)

Znaczenie: 10/10

Streszczenie

Das Patent stellt eine isolierte Nematodenart (Steinernema scarabaei) vor, die entomopathogen auf Larven von Scarabäuskäfern wirkt. Es wird spezifisch die Wirksamkeit gegen Engerlinge des Japankäfers (Popillia japonica) hervorgehoben. Die Methode umfasst biopestizide Zusammensetzungen, teilweise in Kombination mit Insektiziden wie Imidacloprid. Dies ist eine gezielte biologische Bekämpfungsmethode für das Larvenstadium im Boden.

CA-2267667-C Biological Nadany

Bacillus thuringiensis CryET29-Zusammensetzungen, toxisch für Käfer und Ctenocephalides-Arten

Ecogen Inc. (1997)

Znaczenie: 10/10

Streszczenie

Vorgestellt wird ein neuartiges Delta-Endotoxin (CryET29) aus Bacillus thuringiensis. Dieses Protein zeigt insektizide Aktivität gegen Coleopteren, einschließlich des Japankäfers. Das Patent umfasst sowohl das Protein selbst als auch die DNA-Segmente für den Einsatz in transgenen Pflanzen. Es ist eine hochspezifische biotechnologische Lösung zur Schädlingsresistenz.

US-5554534-A Biological Nadany

Bacillus thuringiensis-Toxine mit Wirksamkeit gegen Scarabäus-Schädlinge

Mycogen Corporation (1994)

Znaczenie: 10/10

Streszczenie

Es werden spezifische Isolate von Bacillus thuringiensis (z.B. PS86B1) beschrieben, die toxisch gegen Scarabäus-Schädlinge wirken. Das Patent nennt explizit den Japankäfer als Zielorganismus. Die Erfindung ermöglicht die Nutzung dieser Isolate oder der entsprechenden Gene (in transgenen Wirten) zur biologischen Kontrolle. Dies bietet eine Alternative zu chemischen Insektiziden.

Źródła i odniesienia

  1. https://www.invasivespeciesinfo.gov/terrestrial/invertebrates/japanese-beetle
  2. https://portal.ct.gov/caes/fact-sheets/entomology/the-japanese-beetle-popillia-japonica-newman-scarabaeidae-coleoptera
  3. https://extension.umn.edu/yard-and-garden-insects/japanese-beetles
  4. https://webdoc.agsci.colostate.edu/bspm/JapaneseBeetle/PotterHeld2002.pdf
  5. https://www.cdfa.ca.gov/plant/jb/project_decisions/2023.html
  6. https://lgpress.clemson.edu/publication/japanese-beetle-as-a-pest-of-field-corn/