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dok krwi Rumex sangwiniczny

dok krwi

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Caryophyllales (Caryophyllales)
Rodzina Polygonaceae
Rodzaj Rumex
Gatunek Rumex sanguineus
Nazwa naukowa Rumex sanguineus L.
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Der **Blutampfer** (*Rumex sanguineus*) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Gattung der Ampfer (*Rumex*) innerhalb der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae), deren ursprüngliches Verbreitungsgebiet sich von Europa über Nordafrika bis nach Westasien erstreckt.[1][2] Charakteristisch für die Art, insbesondere die im Gartenbau beliebte Varietät, sind die lanzettlichen Blätter mit markant rot bis violett gefärbten Adern, weshalb sie häufig als Zierpflanze oder Wildgemüse kultiviert wird.[3][4] In der botanischen Bestimmung kommt es gelegentlich zu Verwechslungen mit dem verwandten *Rumex conglomeratus* oder juvenilen Exemplaren von *Rumex obtusifolius*.[5]

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Ostatnio 16.06.2026
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Fakten (kompakt)

- Historische Synonyme für die Art umfassen *Lapathum sanguineum*, *Rumex condylodes* und *Rumex nemorosus*. - In Herbarien kommt es gelegentlich zu Verwechslungen mit *Rumex conglomeratus* oder unreifen Exemplaren des Stumpfblättrigen Ampfers (*Rumex obtusifolius*). - Taxonomisch wird die Pflanze dem Subgenus *Rumex* und der Sektion *Rumex* zugeordnet, was durch phylogenetische Studien zur Monophylie dieser Gruppe gestützt wird. - Die Art gilt in den USDA-Klimazonen 4 bis 8 als winterhart. - Eine gezielte Vermehrung ist sowohl durch Aussaat als auch durch vegetative Teilung möglich. - Es besteht die biologische Möglichkeit der Hybridisierung mit verwandten *Rumex*-Arten. - Zu den spezifischen Pflanzenkrankheiten zählen Rostpilze und Echter Mehltau, während Schnecken als Schädlinge auftreten können. - In der traditionellen Anwendung wurden Wurzelaufgüsse aufgrund ihrer adstringierenden Eigenschaften zur Behandlung von Blutungen genutzt. - Abkochungen der Blätter fanden historisch bei der Behandlung von Hauterkrankungen Verwendung. - Im französischen Sprachraum sind die Bezeichnungen *oseille sanguine* oder *patience sangu* geläufig. - Die systematische Einordnung erfolgt in die Klasse Equisetopsida und die Ordnung Caryophyllales.[8]

Name & Einordnung

Der wissenschaftliche Name der Art lautet *Rumex sanguineus* L., wobei die formale Erstbeschreibung durch Carl von Linné in seinem Werk *Species Plantarum* im Jahr 1753 erfolgte.[4] Der Gattungsname *Rumex* leitet sich vom klassischen lateinischen Begriff für Ampfer ab, der vermutlich auf das Wort *rumo* (saugen) zurückgeht und auf den antiken Brauch anspielt, die Blätter zur Durststillung zu lutschen. Das Artepitheton *sanguineus* entstammt dem Lateinischen (*sanguis* für Blut) und bezieht sich auf die markanten roten oder purpurnen Blattadern der Pflanze. Im deutschsprachigen Raum ist die Art als Blutampfer bekannt, was eine direkte Übersetzung der lateinischen Bezeichnung darstellt. Internationale Trivialnamen greifen diese Färbung ebenfalls auf, darunter im Englischen „bloody dock“, „red-veined dock“ oder „wood dock“ sowie im Französischen „oseille sanguine“.[3] Innerhalb der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) wird *Rumex sanguineus* in die Untergattung *Rumex* und die gleichnamige Sektion gestellt, was durch phylogenetische Studien zur Monophylie dieser Gruppe gestützt wird.[5] Taxonomisch werden zwei Hauptvarietäten unterschieden: die weit verbreitete, wild vorkommende *var. viridis* mit grünen Adern und die seltener wild anzutreffende *var. sanguineus*, die aufgrund ihrer roten Pigmentierung häufig kultiviert wird. Historische Synonyme umfassen unter anderem *Lapathum sanguineum* (L.) Lam., *Rumex condylodes* M.Bieb. und *Rumex nemorosus* Schrad. ex Willd., wobei in der modernen Taxonomie keine primären Synonyme anerkannt sind.[4][5] In Herbarien und bei Bestandsaufnahmen kam es historisch häufig zu Verwechslungen mit *Rumex conglomeratus* oder unreifen Exemplaren von *Rumex obtusifolius*.[5] Linné grenzte die Art bereits in seiner ursprünglichen Diagnose anhand ihrer zwittrigen Blüten und der einzigartigen Aderung von anderen Vertretern der Gattung ab.[4]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Rumex sanguineus ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern erreicht und eine grundständige Blattrosette bildet.[5][2] Sie wächst aus einer tiefen Pfahlwurzel beziehungsweise einem spindelförmigen, vertikalen Wurzelstock.[5][3] Die aufrechten Stängel sind oft rot oder purpurn überlaufen, im oberen Bereich verzweigt und meist kahl. Die lanzettlichen bis länglich-lanzettlichen Laubblätter messen 10 bis 30 Zentimeter in der Länge und 2,5 bis 6 Zentimeter in der Breite. Sie besitzen einen ganzrandigen bis leicht gewellten Rand, eine abgerundete bis herzförmige Basis sowie eine spitze Spitze.[5] Charakteristisch für die Art, insbesondere bei der Varietät sanguineus, ist die auffällige rot bis purpur gefärbte Aderung der mittelgrünen Blätter.[5][2] Während die Blattspreiten meist kahl sind, können die Adern auf der Unterseite leicht papillös sein. Der endständige, rispige Blütenstand nimmt die oberen zwei Drittel des Stängels ein und besteht aus lockeren, unterbrochenen Zweigen mit 10 bis 20 Blüten pro Quirl.[5] Die kleinen, sternförmigen Blüten haben einen Durchmesser von 3 bis 5 Millimetern und verfärben sich während der Reife von blassgrün zu rotbraun.[5][2] Die inneren Perigonblätter (Tepalen) sind länglich-lanzettlich, 2 bis 3 Millimeter lang, wobei oft eines davon eine prominente Schwiele (Tuberkel) trägt. Die Früchte sind dunkel rotbraune bis schwarze Achänen mit einer Größe von etwa 1,5 bis 2 Millimetern.[5] Es werden zwei Hauptvarietäten unterschieden: Die in Europa weit verbreitete, natürliche Form var. viridis besitzt rein grüne Blätter und Stängel.[5] Die seltener wild vorkommende var. sanguineus zeichnet sich durch leuchtend rote bis purpurne Blattadern und oft rötlich überlaufene Stängel aus. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen vor allem mit Rumex conglomeratus sowie mit unreifen Exemplaren von Rumex obtusifolius.[5]

Beschreibung

*Rumex sanguineus* ist eine ausdauernde, krautige Pflanze aus der Familie der Knöterichgewächse (*Polygonaceae*), die sich durch eine kräftige, grundständige Blattrosette und ein tiefreichendes Wurzelsystem auszeichnet.[2][5] Im natürlichen Lebensraum, der vorwiegend feuchte Wälder, Gräben und Uferbereiche umfasst, bildet die Art dichte Horste, aus denen im späten Frühjahr aufrechte, verzweigte Blütenstängel bis zu einer Höhe von 100 Zentimetern emporwachsen.[3] Ein wesentliches Merkmal der Art ist der Dimorphismus zwischen den Varietäten: Die in Europa weit verbreitete Wildform *var. viridis* besitzt rein grüne Blätter und Stängel, während die oft kultivierte *var. sanguineus* durch ihre markante, blutrote bis violette Aderung auffällt.[3][4] Diese Pigmentierung, auf die sich das Artepitheton *sanguineus* (blutig) bezieht, ist genetisch fixiert, kann jedoch durch Umweltfaktoren wie Lichtintensität modifiziert werden.[4] Anatomisch ist die Pflanze an wechselfeuchte Standorte angepasst; ihre spindelförmige, vertikale Pfahlwurzel ermöglicht die Erschließung tieferer Bodenschichten und trägt zur Stabilisierung an Böschungen bei.[3][4] Die Fortpflanzung erfolgt über zwittrige (hermaphroditische) Blüten, die in lockeren, unterbrochenen Quirlen in den oberen zwei Dritteln des Stängels angeordnet sind.[4] Im Gegensatz zu insektenbestäubten Pflanzen sind die Blüten unscheinbar, zunächst grün und später rotbraun, da sie primär auf Windbestäubung (Anemophilie) ausgelegt sind. Ein mikroskopisches Unterscheidungsmerkmal zu verwandten Arten ist das Vorhandensein einer markanten Schwiele (Tuberkel) auf meist nur einem der inneren Perigonblätter der Frucht.[3] Die daraus entstehenden dunkel rotbraunen bis schwarzen Achänen reifen von Juli bis September und nutzen den Wind sowie Tiere (Zoochorie) als Ausbreitungsvektoren.[2][4] Chemisch schützt sich *Rumex sanguineus* durch die Einlagerung von Calciumoxalat-Kristallen (Oxalsäure) im Gewebe, was die Palatabilität für viele Herbivoren herabsetzt, wenngleich spezialisierte Insekten und Schnecken dennoch Fraßschäden verursachen können.[4][7] Historisch wurde die Art 1753 von Carl von Linné in *Species Plantarum* formal beschrieben, wobei er sie bereits damals anhand der Blattmerkmale von anderen Ampfer-Arten abgrenzte.[4][1] In der Feldbotanik besteht oft Verwechslungsgefahr mit *Rumex conglomeratus* oder juvenilen Stadien von *Rumex obtusifolius*, wobei *R. sanguineus* typischerweise schlankere, lanzettliche Blätter ohne die für andere Arten typischen geigenförmigen Einschnürungen aufweist.[2][3] Die Art überdauert den Winter als Hemikryptophyt, wobei sie in milden Klimazonen wintergrün bleiben kann, in kälteren Regionen (USDA-Zonen 4–8) jedoch oberirdisch abstirbt und im Frühjahr aus dem Rhizom neu austreibt.[4]

Verhalten

Als passive Abwehrstrategie gegen Fressfeinde nutzt *Rumex sanguineus* chemische Verbindungen, insbesondere hohe Konzentrationen an Oxalsäure, welche die Schmackhaftigkeit für Herbivoren wie Kaninchen und Insekten herabsetzen.[3][2] Diese antinutritiven Substanzen bilden Calciumoxalate, die als Fraßschutz fungieren und übermäßige Schäden durch Beweidung begrenzen, während sie dennoch moderate Interaktionen zulassen.[4] Hinsichtlich der Fortpflanzungsbiologie verlässt sich die Art primär auf Windbestäubung (Anemophilie), zeigt jedoch interaktives Verhalten durch die Anlockung von generalistischen Insekten wie Bienen, die die Blüten besuchen. In Kontaktzonen interagiert die Pflanze genetisch mit verwandten Arten und hybridisiert, beispielsweise mit *Rumex conglomeratus*, was fertile Nachkommen hervorbringt. Das Ausbreitungsverhalten der Samen erfolgt multimodal durch den Wind sowie durch Zoochorie, da Vögel die Samen als Nahrungsquelle nutzen und in neue Habitate transportieren.[3] Als Reaktion auf abiotische Umweltreize passt *Rumex sanguineus* seine Pigmentierung an, wobei sich die rötliche Färbung der Blattadern unter intensiver Sonneneinstrahlung verstärkt.[4]

Ökologie

Als ausdauernde krautige Pflanze besiedelt *Rumex sanguineus* vorwiegend feuchte, halbschattige Mikrohabitate wie Waldränder, Gräben und Teichufer.[3][2] Die Art gilt als Zeigerpflanze für feuchte, neutrale bis basenreiche Böden und toleriert pH-Werte von leicht sauer bis alkalisch. Mit ihrem tiefreichenden Pfahlwurzelsystem trägt die Pflanze zur Bodenstabilisierung bei und mindert Erosion an gestörten Standorten. Obwohl die Bestäubung primär durch den Wind (Anemophilie) erfolgt, besuchen generalistische Insekten wie Bienen die unscheinbaren Blüten, um Pollen oder Nektar aufzunehmen. Die Ausbreitung der Samen geschieht überwiegend durch den Wind sowie durch Zoochorie, da die Früchte Vögeln als Nahrungsquelle dienen.[3] Der hohe Gehalt an Oxalsäure fungiert als chemische Abwehr gegen übermäßigen Fraßdruck durch Herbivoren, indem er die Schmackhaftigkeit mindert und Calciumoxalate bildet. Dennoch nutzen Säugetiere wie Kaninchen sowie verschiedene Insekten die Blätter als Nahrung. Zu den natürlichen Gegenspielern zählen Nacktschnecken sowie pilzliche Erreger wie Rostpilze und Echter Mehltau, die gelegentlich die Blätter befallen.[4] In ihrem Verbreitungsgebiet kann die Art mit *Rumex conglomeratus* hybridisieren und fertile Nachkommen bilden, was ihre ökologische Anpassungsfähigkeit erhöht.[3] Der Lebenszyklus folgt einem temperaten Muster mit einer Blütezeit von Juni bis August und einer Samenkeimung im darauffolgenden Frühjahr nach einer saisonalen Dormanz.[3][4]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Obwohl *Rumex sanguineus* primär als Zier- und Nutzpflanze kultiviert wird, tritt die Art in gestörten Habitaten oder an Ackerrändern auch als unbedeutendes Ruderalunkraut auf.[2][3] In seinem nativen Verbreitungsgebiet gilt der Blutampfer meist nicht als problematischer Schädling, kann sich jedoch an feuchten Standorten durch Selbstaussaat aggressiv ausbreiten. Außerhalb Europas, etwa in Nordamerika, ist die Pflanze verwildert und erfordert ein Monitoring auf potenzielles invasives Verhalten, da sie leicht aus Kulturen entweicht.[3][5] Gesundheitlich relevant ist der natürliche Gehalt an Oxalsäure, der bei direktem Hautkontakt Reizungen und bei übermäßigem Verzehr Magenbeschwerden auslösen kann.[2] Aufgrund der chemischen Bindung von Calcium durch Oxalate besteht bei hohem Konsum das Risiko von Nierensteinen oder Mineralstoffmangel, weshalb Personen mit Gicht oder Rheuma Vorsicht walten lassen sollten.[3] Als Wirtspflanze ist *Rumex sanguineus* gelegentlich anfällig für Schneckenfraß sowie Pilzerkrankungen wie Rost und Echten Mehltau, die typische Schadbilder auf den Blättern hinterlassen.[2][3] Die pflanzeneigene chemische Abwehr durch Oxalsäure begrenzt jedoch oft den Fraßdruck durch Herbivoren.[4] Zur präventiven Bestandsregulierung im Gartenbau wird das frühzeitige Entfernen der Blütenstände empfohlen, um die Samenbildung und eine ungewollte Ausbreitung zu verhindern.[3] Die mechanische Bekämpfung etablierter Pflanzen wird durch die tiefe Pfahlwurzel erschwert, da diese eine vollständige Entfernung des Wurzelstocks erfordert, um einen Wiederaustrieb zu vermeiden.[2] Ökologisch übernimmt die Art durch ihr Wurzelsystem eine nützliche Funktion bei der Bodenstabilisierung an feuchten Rändern und dient Vögeln sowie Insekten als Nahrungsquelle.[4]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Bedeutung von *Rumex sanguineus* liegt primär im Zierpflanzenbau, wo die Art aufgrund ihres markanten Laubes kommerziell in Gärtnereien vermarktet wird.[3][2] Ergänzend existiert ein Nischenmarkt für den Anbau als kulinarisches Kraut, wobei Samen und Jungpflanzen für den Verzehr junger Blätter gehandelt werden.[4][3] In landwirtschaftlichen Kontexten tritt die Pflanze gelegentlich als Unkraut in der Nähe von Ackerflächen auf, wird jedoch meist als ruderales Beikraut von geringerer Relevanz eingestuft.[3] Ein potenzielles wirtschaftliches Risiko besteht in eingeführten Gebieten wie Nordamerika, wo die Art durch aggressive Selbstaussaat invasives Potenzial zeigt und Kontrollmaßnahmen in bewirtschafteten Flächen erfordern kann. Der hohe Gehalt an Oxalsäure fungiert als chemische Abwehr gegen Fraßfeinde, was die Futterqualität für Weidetiere mindert und bei übermäßigem Verzehr zu gesundheitlichen Problemen führen kann.[4][3] Im gartenbaulichen Anbau entstehen Bewirtschaftungskosten durch die Anfälligkeit gegenüber Schädlingen wie Schnecken sowie Pilzerkrankungen wie Rost und Mehltau. Pharmakologische Untersuchungen deuten zudem auf ein zukünftiges Potenzial in der Entwicklung von Arzneimitteln hin, basierend auf antioxidativen und wundheilenden Eigenschaften der Inhaltsstoffe.[3]

Biologie & Lebenszyklus

Rumex sanguineus ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die einen mehrjährigen Lebenszyklus durchläuft und aus einer tiefen Pfahlwurzel oder einem vertikalen Wurzelstock wächst.[5][2] Die vegetative Entwicklung beginnt mit der Bildung einer basalen Blattrosette, aus der im späten Frühjahr bis Frühsommer aufrechte, verzweigte Blütenstängel hervorgehen.[3] Diese Stängel erreichen Höhen von 30 bis 100 cm und tragen im oberen Bereich lockere Blütenstände. Die Blütezeit erstreckt sich in der nördlichen Hemisphäre von Juni bis August.[4] Die Art bildet zwittrige Blüten aus, die primär durch den Wind bestäubt werden (Anemophilie). Obwohl die Blüten unscheinbar sind, werden sie gelegentlich von generalistischen Insekten wie Bienen besucht, die Nektar oder Pollen sammeln.[3] Die Samen reifen von Juli bis September und bleiben aufgrund ihrer Langlebigkeit über mehrere Jahre keimfähig.[3][4] Die Ausbreitung der Früchte (Achänen) erfolgt vorwiegend durch den Wind, wird jedoch auch durch Vögel unterstützt (Zoochorie).[7] Rumex sanguineus sät sich reichlich selbst aus, wobei die Samen meist im darauffolgenden Frühjahr keimen.[4] Genetisch ist die Pflanze in der Lage, mit verwandten Arten wie Rumex conglomeratus zu hybridisieren und fertile Nachkommen zu erzeugen.[2] Physiologisch zeigt die Art eine Anpassung an gemäßigte Klimazonen und ist in den USDA-Zonen 4 bis 8 winterhart. In milden Wintern verhält sich das Laub immergrün, während die oberirdischen Teile in kälteren Perioden absterben und die Pflanze im Frühjahr aus dem Wurzelstock regeneriert. Als chemische Verteidigung gegen Fraßfeinde lagert die Pflanze Oxalsäure ein, welche die Schmackhaftigkeit reduziert und als Fraßschutz dient. Trotz dieser Abwehrstoffe fressen Säugetiere wie Kaninchen sowie verschiedene Insekten an den Blättern.[4] Zu den spezifischen Schädlingen zählen Nacktschnecken, während die Pflanze auch für Pilzkrankheiten wie Rost und Echten Mehltau anfällig sein kann.[3][4]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Rumex sanguineus* umfasst weite Teile Europas, Nordafrika sowie Westasien. In Europa erstreckt sich das Areal von Spanien und Großbritannien im Westen bis nach Südskandinavien, Russland und die Ukraine im Osten. Die asiatischen Vorkommen schließen die Türkei, die Kaukasusregion sowie den nördlichen Iran ein.[1] In den gemäßigten Zonen Mitteleuropas, einschließlich Deutschland, ist die Art weit verbreitet und häufig anzutreffen.[1][3] Im Gegensatz dazu sind die Bestände in mediterranen Ländern wie Italien oder Griechenland seltener.[1] Als Neophyt wurde *Rumex sanguineus* in Nordamerika eingeschleppt, wo er insbesondere in den östlichen USA sowie in kanadischen Provinzen wie Ontario und British Columbia eingebürgert ist.[5] Weitere adventive Vorkommen sind aus den gemäßigten Regionen Australiens und vereinzelt aus dem südlichen Afrika bekannt.[1] Die Ausbreitung außerhalb des nativen Areals ist primär auf Verwilderungen aus der Zierpflanzen- und Landwirtschaft zurückzuführen.[5][3] Die Art bevorzugt feuchte, mäßig nährstoffreiche und gut durchlässige Böden in halbschattigen bis sonnigen Lagen. Hinsichtlich der Bodentextur zeigt sich die Pflanze tolerant gegenüber Sand, Lehm und schwerem Ton, solange keine Staunässe herrscht und der pH-Wert nicht stark sauer ist.[3] Zu den typischen natürlichen Habitaten zählen lichte Wälder, schattige Flussufer sowie Teichränder.[3][5] Als Ruderalpflanze besiedelt der Blutampfer zudem häufig gestörte Standorte wie Gräben, Wegränder, Brachflächen und Wiesen in der Nähe von Ackerland.[3] Dabei ist die grünblättrige Wildform (*var. viridis*) vorwiegend in natürlichen Waldhabitaten zu finden.[5] Die rotadrige Varietät (*var. sanguineus*) tritt seltener wild auf und ist meist auf Verwilderungen aus Gärten zurückzuführen.[5] Klimatisch ist die Pflanze an gemäßigte Zonen angepasst und toleriert Wintertemperaturen entsprechend den USDA-Klimazonen 4 bis 8.[3]

Saisonalität & Aktivität

Rumex sanguineus ist eine ausdauernde krautige Pflanze, deren Aktivitätsphasen eng an den jahreszeitlichen Verlauf gemäßigter Klimazonen gekoppelt sind.[5] Der vegetative Austrieb der basalen Blattrosette erfolgt im späten Frühjahr aus dem überwinternden Wurzelstock.[3] Die Blütezeit erstreckt sich in der nördlichen Hemisphäre von Juni bis August, wobei die Pflanzen in dieser Phase aufrechte, verzweigte Blütenstände entwickeln.[5] Die Reifung der Samen findet anschließend im Zeitraum von Juli bis September statt. Nach der Samenreife werden die Früchte im Herbst verbreitet, wobei die Keimung primär im darauffolgenden Frühjahr erfolgt. Bezüglich der Überwinterung ist die Art in den USDA-Klimazonen 4 bis 8 winterhart und toleriert moderate Frostperioden. In Regionen mit milden Wintern kann das Laub immergrün bleiben, während die oberirdischen Pflanzenteile in kälteren Gebieten absterben und die Pflanze im Frühjahr regeneriert.[3] Das öffentliche Interesse an der Pflanze korreliert mit diesem phänologischen Rhythmus und zeigt deutliche Spitzenwerte in den Monaten April und Mai. Während der winterlichen Ruhephase im Dezember und Januar fällt die Aufmerksamkeit hingegen auf ein Minimum ab.[6]

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Eimsbüttel, Deutschland

    27.12.2025

  • Deutschland

    12.12.2025

  • Deutschland

    19.10.2025

  • Königswinter, 53639 Königswinter, Deutschland

    13.10.2025

  • Steenbarg, Rastorf, Schleswig-Holstein, Deutschland

    28.09.2025

Daten: iNaturalist

Źródła i odniesienia

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:310740-2
  2. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/rumex-sanguineus/
  3. https://hort.extension.wisc.edu/articles/bloody-dock-rumex-sanguineus/
  4. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?taxonid=285456
  5. http://floranorthamerica.org/Rumex_sanguineus
  6. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  7. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.0906-7590.2008.05206.x
  8. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)