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Święte zioło Santolina chamaecyparissus

Święte zioło

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Asterales (Asterales)
Rodzina Asteraceae
Rodzaj Santolina
Gatunek Santolina chamaecyparissus
Nazwa naukowa Santolina chamaecyparissus L.
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Das **Heiligenkraut** (*Santolina chamaecyparissus*) ist ein immergrüner, aromatischer Halbstrauch aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae), der ursprünglich in Südeuropa beheimatet ist.[1][2] Die Pflanze wächst typischerweise polsterbildend mit einer Höhe von 30 bis 60 Zentimetern und zeichnet sich durch fein zerteiltes, silbergraues Laub sowie gelbe, knopfartige Blütenköpfe aus. Neben der weiten Verbreitung als Zierpflanze für trockenheitsverträgliche Gärten wird *Santolina chamaecyparissus* aufgrund enthaltener ätherischer Öle traditionell in der Volksmedizin und wegen seiner antioxidativen Eigenschaften genutzt.[3]

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Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 21.05.2026
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Fakten (kompakt)

- Die phylogenetische Abspaltung der Gattung *Santolina* innerhalb der Tribus Anthemideae erfolgte vor etwa 10 Millionen Jahren. - Die evolutionäre Entwicklung der Pflanze steht im Zusammenhang mit klimatischen Verschiebungen der letzten 20 Millionen Jahre, die einen Wandel von subtropischen Bedingungen zu saisonalen Trockenperioden mit sich brachten. - Das Diversifizierungszentrum der Gattung, die insgesamt rund 26 Arten umfasst, befindet sich auf der Iberischen Halbinsel. - Taxonomisch wird *Santolina chamaecyparissus* der Unterklasse Asteridae, der Ordnung Asterales sowie der Subtribus Santolininae zugeordnet. - Biogeografische Muster und Fruchtmerkmale belegen eine enge Verwandtschaft zu den Gattungen *Anthemis* und *Ormenis*.[10] - Historische taxonomische Unklarheiten führten zu Synonymen wie *Santolina marchii* Arrigoni und *Santolina provincialis* Jord. & Fourr.[10] - Moderne Revisionen, unter anderem durch Carbajal et al. (2019), grenzen die Art genetisch und morphometrisch von wilden Verwandten wie *Santolina ericoides* und *Santolina villosa* ab. - Die Blütenköpfe weisen einen Durchmesser von etwa 1,3 cm auf und sitzen auf aufrechten Stielen (Pedunkel), die 10 bis 15 cm über das Laub hinausragen. - In der gärtnerischen Klassifizierung wird die Winterhärte der Pflanze den USDA-Klimazonen 6 bis 9 zugeordnet. - Neben der Sorte 'Nana' existieren weitere Kultivare wie 'Pretty Carol', die sich in Wuchsgröße und Blütenfarbe unterscheiden.[10]

Name & Einordnung

Der gültige wissenschaftliche Name lautet *Santolina chamaecyparissus* L., wobei die Erstveröffentlichung durch Carl von Linné im Jahr 1753 im zweiten Band der *Species Plantarum* erfolgte.[1] Etymologisch setzt sich der Gattungsname *Santolina* aus den lateinischen Begriffen *sanctus* (heilig) und *linum* (Flachs) zusammen, was auf traditionelle Anwendungen oder die faserige Struktur verweist. Das Art-Epitheton *chamaecyparissus* leitet sich aus dem Griechischen ab (*chamai* für Zwerg/Boden und *kyparissos* für Zypresse) und alludiert auf den niedrigen Wuchs sowie das zypressenartige Laub.[4] Im deutschsprachigen Raum ist die Art als Heiligenkraut bekannt, während international Trivialnamen wie "Lavender cotton" oder "Cotton lavender" gebräuchlich sind.[2][3] Taxonomisch gehört die Pflanze zur Tribus Anthemideae und wird heute oft als pentaploider Hybrid (2n=45) betrachtet, der primär in Kultur vorkommt und sich von wilden Verwandten unterscheidet.[5] Der *Santolina chamaecyparissus*-Komplex umfasst etwa 14 eng verwandte Taxa, was historisch zu zahlreichen Synonymen wie *Santolina marchii* Arrigoni oder *Santolina provincialis* Jord. & Fourr. führte. Phylogenetische Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich die Gattung vor etwa 10 Millionen Jahren diversifizierte, mit einem Zentrum auf der Iberischen Halbinsel. Die Art steht in naher Verwandtschaft zu anderen mediterranen Korbblütlern wie *Anthemis*, mit denen sie biogeographische Muster teilt.[5]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Santolina chamaecyparissus wächst als immergrüner Halbstrauch mit einem kompakten, hügelförmigen Habitus, der Wuchshöhen von 30 bis 60 cm und Breiten bis zu 90 cm erreicht.[3][6] Die Pflanze bildet eine dichte, verholzte Basis mit aufrechten oder aufsteigenden Zweigen, die dem Strauch seine rundliche Form verleihen.[4] Die Stängel sind zunächst grau-grün und dicht weiß-filzig behaart (tomentos), was ihnen eine wollige Textur verleiht, verfärben sich jedoch mit zunehmendem Alter und sekundärem Dickenwachstum bräunlich. Die wechselständig angeordneten, dicht stehenden Blätter sind 1 bis 4 cm lang und fein gefiedert (pinnatisect) mit linearen Segmenten von bis zu 2 mm Länge.[8][2] Sie zeichnen sich durch eine charakteristische silber-graue bis grau-grüne Färbung aus und sind ebenfalls mit dichten, wolligen Trichomen bedeckt, die als Verdunstungsschutz dienen.[7] Beim Zerreiben verströmen die Blätter aufgrund eingebetteter Öldrüsen einen intensiven, aromatischen Duft, der an Kampfer erinnert.[9][5] Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis August, wobei zahlreiche leuchtend gelbe, knopfartige Blütenköpfchen (Capitula) gebildet werden.[2] Diese körbchenförmigen Blütenstände haben einen Durchmesser von 0,5 bis 2 cm und stehen einzeln am Ende von 10 bis 15 cm langen, aufrechten Stielen, die deutlich über das Laub hinausragen.[8][2] Es handelt sich um reine Röhrenblütenstände, die aus über 50 zwittrigen Einzelblüten bestehen, während Zungenblüten vollständig fehlen.[4] Die Hülle (Involucrum) ist gekielt und besteht aus Tragblättern mit abgerundeten, gefransten inneren Spitzen. Nach der Befruchtung entwickeln sich 2,5 bis 3 mm lange, fünfrippige Achänen (Cypselae), die kahl und gelegentlich an den Kanten schmal geflügelt sind.[8] Das Heiligenkraut gehört zu einem komplexen Artenkreis (*S. chamaecyparissus*-Komplex) und kann leicht mit verwandten Taxa verwechselt werden, wobei die kultivierte Form oft pentaploid und steril ist.[5] Eine Unterscheidung erfolgt oft über die Wuchsform und Blattmerkmale; so ist beispielsweise *Santolina magonica* kleiner und kompakter, während *Santolina etrusca* grünere Blätter aufweist.[5][2]

Beschreibung

*Santolina chamaecyparissus* ist ein immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Korbblütler (*Asteraceae*), der sich durch seinen kompakten, kugelförmigen Wuchs und intensiven aromatischen Duft auszeichnet.[3][6] Heimisch im westlichen Mittelmeerraum, prägt die Art mit ihren dichten, silbergrauen Polstern das Erscheinungsbild trockener Felslandschaften und Macchie-Formationen.[1][2] Im natürlichen Habitat erreicht die Pflanze typischerweise Wuchshöhen von 30 bis 60 cm und bildet eine verholzte Basis, aus der zahlreiche aufrechte Zweige entspringen, die im Alter vergrauen.[8][2] Eine zentrale anatomische Anpassung an das aride Klima ist das dichte Indument (Behaarung) der Blätter, das mikroskopisch als filzartiges Geflecht aus weißen Trichomen erkennbar ist.[7] Diese wollige Behaarung verleiht der Pflanze nicht nur ihre charakteristische Farbe, sondern minimiert die Transpiration und schützt das Gewebe vor intensiver Sonneneinstrahlung.[2] Die fein zerteilten, fiederteiligen Blätter erinnern in ihrer Textur an Zypressenschuppen, was sich im Artnamen *chamaecyparissus* („Zwergzypresse“) widerspiegelt.[2][3] Eingebettete Öldrüsen produzieren flüchtige Verbindungen wie Kampfer, die als chemische Abwehr gegen Herbivoren dienen und der Pflanze beim Zerreiben einen strengen Geruch verleihen.[9][2] Während der Blütezeit im Hochsommer bildet die Art leuchtend gelbe, knopfartige Blütenköpfchen aus, die an langen Stielen 10 bis 15 cm über das Laub ragen.[4] Diese Köpfchen bestehen untypischerweise ausschließlich aus Röhrenblüten ohne Zungenblüten und werden von Insekten bestäubt.[3][8] Biologisch ist die heute verbreitete Form oft pentaploid (2n=45) und weitgehend steril, was auf einen hybriden Ursprung hindeutet.[5][2] Die Vermehrung erfolgt in der Natur über Achänen, die durch Schwerkraft oder Wind verbreitet werden, wobei die Samen Licht zur Keimung benötigen.[2] Im Vergleich zu verwandten Arten des *Santolina*-Komplexes, der etwa 14 Taxa umfasst, unterscheidet sich *S. chamaecyparissus* oft durch den höheren Ploidiegrad und die spezifische Blattform von wilden Verwandten wie *Santolina magonica*.[1][9] Historisch wurde die Art bereits 1753 von Carl von Linné in *Species Plantarum* beschrieben, wobei die taxonomische Abgrenzung erst durch moderne molekulare Daten präzisiert wurde.[2][5] Das Wurzelsystem ist an nährstoffarme, kalkhaltige Böden angepasst und geht Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, um die Nährstoffaufnahme unter Stressbedingungen zu optimieren.[9][5]

Verhalten

Das Verhalten von *Santolina chamaecyparissus* ist durch spezialisierte Anpassungen an aride Lebensräume und komplexe interspezifische Interaktionen geprägt. Als heliophile Art richtet sie ihr Wachstum strikt nach hoher Lichtintensität aus, wobei Beschattung zu einer vitalitätsmindernden Vergeilung führt.[3] Zur Feindabwehr nutzt die Pflanze eine chemische Verteidigungsstrategie, indem sie flüchtige, campherhaltige Verbindungen freisetzt, die Herbivoren wie Rehe und Kaninchen effektiv abschrecken.[3][6] Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken zudem als antimikrobielle Barriere, die das Gewächs vor bakteriellem und pilzlichem Befall schützt und in der Patentliteratur als natürliches Konservierungsmittel beschrieben wird.[3] Im Wurzelbereich geht die Art aktive Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen wie *Rhizophagus intraradices* und *Glomus lamellosum* ein, um Nährstoffstress in kargen Böden zu kompensieren.[2] Als Anpassung an Trockenstress reguliert die Pflanze ihren Wasserhaushalt physiologisch durch eine dichte, filzige Behaarung der Blätter, welche die Transpiration minimiert und die Blatttemperatur durch Reflexion senkt. Während der Blütezeit erfolgt eine gezielte Anlockung von Bestäubern, insbesondere Bienen und Schmetterlingen, durch visuelle und olfaktorische Reize der gelben Blütenköpfe. Trotz der starken chemischen Abwehr dient die Pflanze spezifischen Insekten wie der Baumwoll-Lavendel-Blattlaus (*Coloradoa bournieri*) als Wirt, was auf spezialisierte Anpassungen dieser Parasiten hindeutet. Durch ihre dichte, polsterbildende Wuchsform dominiert *Santolina chamaecyparissus* ihren direkten Standort und unterdrückt durch Beschattung und Raumkonkurrenz effektiv das Wachstum benachbarter Unkräuter.[3]

Ökologie

In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet ist *Santolina chamaecyparissus* eng mit mediterranen Buschlandformationen wie Maquis, Garrigue und Matorral assoziiert, wo sie offene, aride Landschaften besiedelt.[2] Die Art bevorzugt trockene, gut durchlässige und oft kalkhaltige Substrate mit neutralem bis alkalischem pH-Wert.[3] Als Anpassung an xerophytische Bedingungen minimieren die schmalen, gefiederten Blätter die Transpirationsfläche, während eine dichte Behaarung (Tomentum) vor Wasserverlust und intensiver Sonneneinstrahlung schützt. Während der Blütezeit im Sommer ziehen die knopfartigen Blütenköpfe diverse Insekten an, insbesondere Bienen und Schmetterlinge, die als Bestäuber fungieren und Nektar sowie Pollen nutzen.[2] Im Wurzelbereich geht die Pflanze mutualistische Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen wie *Rhizophagus intraradices* und *Glomus lamellosum* ein. Diese Interaktionen verbessern die Aufnahme von Phosphor und Stickstoff, was die Stressresistenz auf nährstoffarmen Böden erhöht.[9] Aufgrund aromatischer flüchtiger Verbindungen im Laub ist das Heiligenkraut für Weidetiere wie Rehe und Kaninchen weitgehend ungenießbar (chemische Abwehr).[6] Zu den spezifischen natürlichen Feinden zählt die Blattlaus *Coloradoa bournieri* (Cotton lavender aphid), die an den Blättern saugt.[3] Unter feuchten Bodenbedingungen besteht zudem eine Anfälligkeit gegenüber dem Oomyceten *Phytophthora tentaculata*, der Wurzel- und Stängelfäule verursacht.[6]

Bedeutung, Schäden & Prävention

*Santolina chamaecyparissus* wird primär als Nützling im Gartenbau klassifiziert, da die Blüten Bestäuber wie Bienen anziehen, während das aromatische Laub Fraßfeinde wie Rehe und Kaninchen abwehrt.[3][2] Ein Schadpotenzial geht weniger von der Pflanze selbst aus, sondern entsteht durch ihre Anfälligkeit für Pathogene bei unsachgemäßer Pflege, insbesondere bei Staunässe.[2] Der relevanteste Schaderreger ist der bodenbürtige Oomycet *Phytophthora tentaculata*, der Wurzel- und Stängelfäule verursacht und zum Absterben der Pflanze führen kann. Typische Befallsanzeichen sind verfaulte Wurzeln, Läsionen an der Stängelbasis und ein allgemeiner Vitalitätsverlust.[6] Gelegentlich treten artspezifische Schädlinge wie die Blattlaus *Coloradoa bournieri* auf, die an den Blättern saugt und Verformungen verursacht, jedoch selten bestandsgefährdend ist.[3] In medizinischer Hinsicht ist zu beachten, dass der Kontakt bei empfindlichen Personen allergische Hautreaktionen auslösen kann, da die Art zur Familie der Asteraceae gehört. Für Haustiere wie Hunde und Katzen ist die Pflanze aufgrund enthaltener Verbindungen wie Linalool leicht giftig und kann bei Verzehr Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen. Präventive Maßnahmen im Management konzentrieren sich auf kulturelle Aspekte, vor allem die Gewährleistung durchlässiger, sandiger Böden zur Vermeidung von Wurzelfäule. Eine Überkopf-Bewässerung sollte unterlassen werden, um die Etablierung von Pilzkrankheiten durch langanhaltende Blattfeuchte zu verhindern. Als physikalische Pflegemaßnahme ist ein jährlicher Rückschnitt nach der Blüte essenziell, um ein Verkahlen zu verhindern und die kompakte Form zu erhalten.[2] Chemische Bekämpfungsmittel sind im Hausgarten meist unnötig, da die Pflanze durch ihre ätherischen Öle eine natürliche Resistenz gegen viele Insekten aufweist.[3] Vielmehr wird *Santolina chamaecyparissus* selbst zur biologischen Abwehr genutzt, etwa als getrocknetes Kraut zur Mottenabwehr in Kleiderschränken.[5] Neuere Patentanmeldungen beschreiben zudem die Nutzung von Extrakten als natürliches Konservierungsmittel mit bakteriziden und fungiziden Eigenschaften.[3]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die wirtschaftliche Hauptbedeutung von *Santolina chamaecyparissus* liegt im Gartenbau, wo die Art weltweit als Zierpflanze gehandelt wird.[3] Besonders Sorten wie 'Nana' sind für trockenheitsresistente Landschaftsgestaltungen (Xeriscape) kommerziell relevant und wurden für ihren gärtnerischen Wert ausgezeichnet.[2] Aufgrund enthaltener ätherischer Öle fungiert die Pflanze als natürliches Repellent, das im ökologischen Anbau zur Abwehr von Schadinsekten eingesetzt wird.[5] Getrocknete Pflanzenteile finden kommerzielle Verwendung in Duftsäckchen und Potpourris, die traditionell zum Schutz von Textilien vor Motten sowie in der Lagerhaltung gegen Vorratsschädlinge dienen.[2] In der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie gewinnt die Art durch Patentanmeldungen an Relevanz, die ihre Extrakte als natürliche Konservierungsmittel mit antioxidativer und fungizider Wirkung beschreiben.[3] Wirtschaftliche Schäden in der Produktion entstehen primär durch den bodenbürtigen Erreger *Phytophthora tentaculata*, der in Baumschulen zu Wurzelfäule und signifikanten Pflanzenausfällen führen kann. Entsprechende Ausbrüche in kommerziellen Beständen wurden unter anderem in Spanien, dem Vereinigten Königreich und Kalifornien dokumentiert.[6] Ergänzend existiert ein Nischenmarkt für das ätherische Öl der Pflanze, das in der Aromatherapie und für parapharmazeutische Produkte verarbeitet wird.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Santolina chamaecyparissus reproduziert sich sexuell durch die Bildung von diskoiden Blütenköpfchen, die ausschließlich aus über 50 zwittrigen Röhrenblüten bestehen und keine Zungenblüten aufweisen.[8] Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis August, wobei die Bestäubung entomophil durch Insekten wie Bienen und Schmetterlinge erfolgt.[3] Nach der Befruchtung entwickeln sich etwa 2,5 bis 3 mm lange, fünfkantige Achänenfrüchte (Cypselae) ohne Pappus, die lokal durch Schwerkraft oder Wind verbreitet werden.[6] Die Art gilt als pentaploider Hybrid (2n=45), weshalb viele kultivierte Formen steril sind oder nur unregelmäßig keimfähige Samen produzieren.[5] Keimfähige Samen benötigen als Lichtkeimer eine Exposition an der Oberfläche und keimen bei einem Optimum von 20 °C innerhalb von 14 bis 30 Tagen. Die ontogenetische Entwicklung führt von der Keimpflanze zu einem verholzenden, immergrünen Halbstrauch mit einer typischen Lebensdauer von fünf bis sieben Jahren. Im Alter verliert die Pflanze oft ihre kompakte Form und verkahlt von der Basis her, was die Vitalität einschränkt.[2] Physiologisch ist S. chamaecyparissus hochgradig an Trockenstress angepasst, indem filzige Trichome auf den Blättern den Wasserverlust durch Transpiration minimieren.[2] Die Pflanze toleriert Kälte bis ca. -10 °C (USDA-Zone 7), reagiert jedoch empfindlich auf winterliche Nässe, die physiologischen Stress verursacht.[2] Zur Nährstoffoptimierung in kargen Böden geht das Wurzelsystem Symbiosen mit arbuskulären Mykorrhizapilzen wie Rhizophagus intraradices und Glomus lamellosum ein.[9] Chemische Abwehrmechanismen durch ätherische Öle schützen effektiv vor den meisten generalistischen Herbivoren wie Kaninchen oder Rehen.[5] Dennoch treten spezifische Schädlinge auf, darunter die Blattlaus Coloradoa bournieri, die an den Trieben saugt und Deformationen verursachen kann.[3] Unter feuchten Bedingungen kann der bodenbürtige Oomycet Phytophthora tentaculata das Wurzelsystem befallen und Fäulnis verursachen.[6] Gelegentlich werden Pflanzen auch von Spinnmilben oder Mottenschildläusen besiedelt, insbesondere in geschützten Kulturen mit geringer Luftzirkulation.[2]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Santolina chamaecyparissus* liegt im zentralen Mittelmeerraum und konzentriert sich auf Italien sowie die nordwestliche Balkanhalbinsel.[1][2] Historisch wurden viele Wildpopulationen dieser Art zugeordnet, die heute jedoch oft als eigenständige Taxa innerhalb eines komplexen Artenschwarms von etwa 14 Spezies klassifiziert werden.[5] Verwandte endemische Arten besiedeln spezifische Regionen, wie etwa *Santolina magonica* auf den Balearen oder *Santolina decumbens* in der Provence.[1] Als Zierpflanze ist das Heiligenkraut seit dem Jahr 1596 in Kultur und wurde weit über sein ursprüngliches Areal hinaus verbreitet.[3] In vielen Teilen des Mittelmeerraums und in anderen Regionen mit vergleichbarem Klima ist die Art heute als Neophyt eingebürgert.[1] Typische natürliche Habitate umfassen trockene, offene Landschaften mit hoher Sonneneinstrahlung.[6] Die Pflanze bevorzugt gut durchlässige, nährstoffarme Böden mit sandiger oder felsiger Struktur, die Staunässe verhindern.[4] Hinsichtlich des pH-Wertes werden neutrale bis alkalische Substrate bevorzugt, wie sie häufig auf Kalksteinvorkommen zu finden sind.[6] Vegetationskundlich ist *Santolina chamaecyparissus* eng mit mediterranen Buschformationen assoziiert.[7] Sie wächst charakteristischerweise in der Macchie, Garigue und im Matorral gemeinsam mit anderen trockenheitsresistenten Sträuchern.[1] Die Art toleriert Salz- und Küstenbedingungen, was ihre Eignung für maritime Standorte unterstreicht.[3] Aufgrund ihrer Frosthärte bis ca. -10 °C (USDA-Zone 7) kann sie auch in gemäßigten Breiten im Freiland überdauern, sofern Schutz vor Winternässe besteht.[4] In Nordamerika sind Vorkommen unter anderem in Kalifornien dokumentiert, wo die Art in Gärten und Baumschulen zu finden ist. Die vertikale Verbreitung erstreckt sich primär auf sonnenexponierte Hänge und felsige Areale, die den natürlichen Entwässerungsbedürfnissen der Pflanze entsprechen.[6]

Saisonalität & Aktivität

*Santolina chamaecyparissus* ist ein immergrüner Halbstrauch, der sein Laub ganzjährig behält und physiologisch an saisonale Trockenperioden angepasst ist.[3][6] Die reproduktive Aktivität der Art konzentriert sich auf den Sommer, wobei die Blütezeit typischerweise von Juli bis August andauert.[4] Während dieser Phase bildet die Pflanze zahlreiche gelbe Blütenköpfe, die bestäubende Insekten wie Bienen und Schmetterlinge anziehen.[7] Die Keimung der Samen verläuft temperaturabhängig und benötigt etwa 14 bis 30 Tage bei 20 °C.[2] Als frostharte Art toleriert das Heiligenkraut Temperaturen bis ca. -10 °C (USDA-Zonen 6–9) und überwintert in milden Klimaten im Freiland. Kritischer als Kälte ist für die Überwinterung jedoch winterliche Staunässe, weshalb ein durchlässiger Boden essenziell ist. In der Kulturpraxis erfolgt oft nach der Blüte im Spätsommer ein leichter Rückschnitt, gefolgt von einem stärkeren Schnitt im zeitigen Frühjahr zur Entfernung abgestorbener Pflanzenteile. Die generelle Lebensdauer der Individuen ist begrenzt, da die Pflanzen meist nach 5 bis 7 Jahren verholzen und an Vitalität verlieren.[2] Ergänzend zeigt das öffentliche Suchinteresse an der Pflanze eine klare Saisonalität mit Spitzenwerten in den Monaten Mai und Juni, was mit der Hauptpflanzzeit vor der Sommerblüte korreliert.

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Augsburg, Bavaria, Deutschland

    23.07.2025

  • Schloß Belvedere, Weimar, Thüringen, Deutschland

    13.07.2025

  • Prenzlau, 17291 Prenzlau, Deutschland

    12.07.2025

  • Deutschland

    26.06.2025

  • Augustusburg

    09.06.2026

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

US-2017151299-A1 Biological Nieznany

Extrakte aus Santolina chamaecyparissus, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung

Naturex, Soc Francaise D'Ingenierie Appliquee Aux Cosmetiques, Centre National DE LA Rech Scient - Cnrs, Agence Conseil Pour LA Phytotherapie ET L'Aromatherapie, University of Nice Sophia Antipolis (2015)

Znaczenie: 9/10

Streszczenie

Dieses Patent beschreibt die Gewinnung und Verwendung eines Extrakts aus Santolina chamaecyparissus (Heiligenkraut). Die Kernidee liegt in der Nutzung der antioxidativen, bakteriziden und fungiziden Eigenschaften der Pflanze als natuerliches Konservierungsmittel. Das Verfahren umfasst spezifische Extraktionsmethoden, um die wirksamen Bestandteile zu isolieren. Die Erfindung ist besonders relevant fuer die Entwicklung natuerlicher Alternativen zu synthetischen Konservierungsstoffen in kosmetischen oder pharmazeutischen Zusammensetzungen. Es werden konkrete Anwendungen zur Hemmung von Mikroorganismen und zur Stabilisierung von Produkten dargelegt.

Źródła i odniesienia

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:241927-1
  2. https://www.gbif.org/species/3125933
  3. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/santolina-chamaecyparissus/
  4. http://www.missouribotanicalgarden.org/plantfinder/PlantFinderDetails.aspx?taxonid=277227
  5. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/tax.12429
  6. https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/santolina-chamaecyparissus
  7. https://ecologia-mediterranea.univ-avignon.fr/wp-content/uploads/sites/25/2017/07/Ecologia_mediterranea_2010-36_1_.pdf
  8. http://floranorthamerica.org/Santolina
  9. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/10412905.2000.9712173
  10. Literaturzusammenfassung: Santolina chamaecyparissus