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Wpis w leksykonie

szpinak Spinacia oleracea

szpinak

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Caryophyllales (Caryophyllales)
Rodzina Amaranthaceae
Rodzaj Spinacia
Gatunek Spinacia oleracea
Nazwa naukowa Spinacia oleracea L.
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Der **Spinat** (*Spinacia oleracea*) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), die weltweit als Blattgemüse kultiviert wird.[1][2] Die ursprünglich aus Südwestasien (Persien) stammende Art bildet eine Blattrosette aus, die aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen als Nahrungsmittel geschätzt wird. Taxonomisch wird die Kulturform von den wilden Verwandten *Spinacia turkestanica* und *Spinacia tetrandra* abgegrenzt.[1]

Analiza społeczności

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Ostatnio 28.04.2026
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Fakten (kompakt)

- Etymologisch leitet sich der Name über das Arabische *isbinakh* vom persischen Begriff *aspānāḵ* ab, der ein Gartengemüse mit dicken Blättern bezeichnet.[9] - In den englischen Sprachraum gelangte der Begriff im späten 14. Jahrhundert, während die Pflanze selbst im 17. Jahrhundert durch europäische Kolonisten Amerika erreichte. - Der Brennwert von rohem Spinat ist äußerst gering und liegt bei etwa 7 Kalorien pro Tasse. - Neben Vitaminen liefert die Pflanze spezifische Antioxidantien wie Lutein und Beta-Carotin, die die Augengesundheit und Knochenstärke unterstützen. - Krausblättrige Sorten (Savoy-Typen) zeichnen sich im Vergleich zu glatten Sorten oft durch einen natürlich geringeren Gehalt an Oxalsäure aus.[9] - Innerhalb der Art wird die Varietät *Spinacia oleracea* var. *spinosa* unterschieden, die als ursprüngliche Form stachelige Früchte besitzt, im Gegensatz zur stachellosen Kulturform var. *oleracea*.[9]

Name & Einordnung

Die Art trägt den wissenschaftlichen Namen *Spinacia oleracea* L., wobei das Autorenkürzel auf die Erstbeschreibung durch Carl von Linné verweist. Systematisch gehört Spinat zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), in welche die früher eigenständige Familie der Gänsefußgewächse (Chenopodiaceae) nach molekularbiologischen Untersuchungen des Angiosperm Phylogeny Group (APG) II-Systems im Jahr 2003 eingegliedert wurde. Die Gattung *Spinacia* umfasst neben der Kulturform auch wildverwandte Arten wie *Spinacia turkestanica* und *Spinacia tetrandra*.[2] Innerhalb von *Spinacia oleracea* werden taxonomische Varietäten unterschieden, darunter die stachelfrüchtige *S. oleracea* var. *spinosa* (Moench), die als ursprüngliche Form gilt, sowie die kultivierte *S. oleracea* var. *oleracea*. Etymologisch lässt sich der Name auf das persische Wort *aspānāḵ* zurückführen, was auf die Domestizierung im antiken Persien hindeutet. Über das Arabische *isbinakh* gelangte der Begriff als *spinagium* oder *spinachium* ins Mittellateinische und verbreitete sich entlang der Handelsrouten. Diese historische Wanderung spiegelt sich in den romanischen Bezeichnungen wie dem spanischen *espinacas*, dem französischen *épinards* und dem italienischen *spinaci* wider.[2] Im englischen Sprachraum entwickelte sich der Begriff im späten 14. Jahrhundert aus dem mittelenglischen *spinage* oder *spinach*.[2] In China, wo die Pflanze im 7. Jahrhundert eingeführt wurde, ist sie unter dem Namen *bōcài* bekannt.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Spinacia oleracea* wächst als kahle (glabre), einjährige krautige Pflanze, die zunächst eine dichte grundständige Blattrosette ausbildet. Die Pflanze verankert sich mit einer kurzen, verdickten Pfahlwurzel im Boden, wobei das Wurzelsystem insgesamt relativ flach bleibt. Die glatten, grünen Stängel wachsen aufrecht oder ausgebreitet und erreichen während der vegetativen Phase eine Höhe von bis zu 30 cm, bevor sie sich zur Blütezeit (Schossen) deutlich verlängern. Die einfachen Laubblätter sind breit, fleischig und besitzen einen glatten Rand (ganzrandig). Ihre Form variiert von eiförmig bis dreieckig oder pfeilförmig, oft mit einer geöhrten Basis, bei der sich am Übergang zum ausgeprägten Blattstiel charakteristische "Ohrläppchen" bilden. Die Blattspreiten messen in der Länge 2 bis 30 cm und in der Breite 1 bis 15 cm. Je nach Varietät ist die Blattoberfläche glatt und flach oder bei sogenannten Savoy-Typen stark gekräuselt. Spinat ist vorwiegend zweihäusig (diözisch), wobei männliche und weibliche Blüten auf getrennten Individuen in kleinen, unscheinbaren achselständigen Büscheln erscheinen. Die grünlich-gelben Blüten haben einen Durchmesser von 3 bis 4 mm und besitzen keine auffälligen Kronblätter, sondern bestehen aus 4 bis 5 Tepalen. Weibliche Blüten entwickeln sich zu trockenen, nicht aufspringenden Früchten (Utrikel), die in 5 bis 10 mm großen, klumpigen Clustern mit je 2 bis 4 Samen angeordnet sind.[1] Taxonomisch werden die kultivierte Form *Spinacia oleracea* var. *oleracea* mit glatten Samen und die Varietät *Spinacia oleracea* var. *spinosa* unterschieden, die als ursprünglicher Verwandter stachelige Fruchthüllen aufweist. Die Art teilt genetische Merkmale mit anderen Amaranthaceae wie *Beta vulgaris*, unterscheidet sich jedoch von wilden Verwandten wie *Spinacia turkestanica* durch spezifische Domestikationsmerkmale.[1]

Beschreibung

Spinat (*Spinacia oleracea*) ist eine einjährige, krautige Pflanze aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae), die weltweit als bedeutendes Blattgemüse kultiviert wird.[1][2] Ursprünglich in Zentral- und Westasien beheimatet, stammt die Art vermutlich von wilden Vorfahren wie *Spinacia turkestanica* ab und wurde im antiken Persien domestiziert.[2] Im vegetativen Stadium bildet die Pflanze eine dichte basale Rosette aus fleischigen Blättern, die einer kurzen, dicken Pfahlwurzel entspringen und ein eher flaches Wurzelsystem bilden. Diese Blätter sind wechselständig angeordnet und variieren in ihrer Form von eiförmig bis dreieckig-pfeilförmig, wobei sie oft an der Basis geöhrte Ansätze aufweisen. Ein charakteristisches Merkmal der Art ist ihre Diözie (Zweihäusigkeit), bei der männliche und weibliche Blüten in der Regel auf getrennten Individuen entstehen, was die genetische Vielfalt durch Windbestäubung fördert. Während der Blütezeit elongiert der sonst gestauchte Haupttrieb und bildet einen bis zu 30 cm hohen oder höheren Blütenstand aus. Die unscheinbaren, grünlich-gelben Blüten besitzen keine auffälligen Kronblätter; männliche Blüten stehen in knäueligen Blütenständen, während weibliche Blüten in den Blattachseln sitzen und sich zu nussartigen Früchten entwickeln.[1] Historisch und taxonomisch werden zwei Hauptvarietäten unterschieden: *S. oleracea* var. *spinosa* mit stacheligen Früchten, die als ursprünglichere Form gilt, und die dornenlose Kulturform *S. oleracea* var. *oleracea*.[2] Der Lebenszyklus ist stark an kühle Jahreszeiten angepasst; Langtagbedingungen oder Hitze über 24°C lösen das sogenannte "Schossen" (Bolting) aus, den Übergang von der Blattproduktion zur Samenbildung. Anatomisch lassen sich die Sorten in glattblättrige Typen und den "Savoy"-Typ mit blasig gewellter Oberfläche unterteilen, was Einfluss auf Textur und Verarbeitungsqualität hat. Auf mikroskopischer und biochemischer Ebene zeichnet sich Spinat durch das Vorhandensein von Phytoecdysteroiden wie 20-Hydroxyecdyson aus, die potenziell der Abwehr von Fraßfeinden dienen. Zudem besitzt die Art spezifische genetische Resistenzmechanismen, wie die WOLF-Allele, die eine Immunität gegen verschiedene Rassen des Falschen Mehltaus (*Peronospora farinosa*) vermitteln können.[1] Im Vergleich zu nahen Verwandten wie der Rübe (*Beta vulgaris*) oder Quinoa (*Chenopodium quinoa*) zeigt Spinat eine ähnliche genetische Affinität innerhalb der Ordnung Caryophyllales, unterscheidet sich jedoch durch seine spezifische Anpassung als kurzlebiges Blattgemüse.[1][2] Die Keimung erfolgt hypogäisch, wobei sich die Keimpflanzen bei Temperaturen zwischen 7°C und 20°C optimal entwickeln und zunächst primäre Laubblätter ausbilden, bevor die Rosettenbildung einsetzt. Die Früchte der weiblichen Pflanzen bilden harte Cluster, die jeweils 2 bis 4 Samen enthalten und in der Natur als Ausbreitungseinheit dienen.[1]

Verhalten

Das Wachstumsverhalten von *Spinacia oleracea* ist stark durch Photoperiodismus geprägt, wobei die Pflanze als Langtagpflanze auf Tageslichtdauern von über 14 Stunden mit dem Übergang in die reproduktive Phase reagiert. Dieses als „Schießen“ (Bolting) bezeichnete Verhalten wird zusätzlich durch Temperaturen über 24 °C stimuliert, was zu einer raschen Streckung des zentralen Blütenstängels führt.[1][3] In gemäßigten Klimazonen zeigt die Art oft ein zweijähriges Verhalten, indem sie als bodennahe Rosette überwintert und eine Vernalisationsphase bei 5–10 °C benötigt, um im Folgejahr Samen zu bilden.[4] Die Fortpflanzungsstrategie basiert auf Diözie, wobei männliche und weibliche Blüten auf getrennten Individuen wachsen, was eine obligate Fremdbefruchtung durch Windbestäubung erzwingt und die genetische Diversität fördert.[6] Zur chemischen Abwehr und Stressbewältigung akkumuliert die Pflanze signifikante Mengen an Oxalaten, die als Fraßschutz gegen Herbivoren fungieren können. In der Interaktion mit Pathogenpopulationen zeigt *Spinacia oleracea* spezifische genetische Abwehrmechanismen, bei denen WOLF-Allele die Erkennung des Falschen Mehltaus (*Peronospora farinosa*) ermöglichen und Resistenzreaktionen auslösen. Diese molekulare Interaktion erlaubt es der Pflanze, spezifische Proteinmotive des Erregers zu identifizieren und eine Infektion durch verschiedene Rassen des Pilzes zu verhindern. Darüber hinaus synthetisiert Spinat Phytoecdysteroide wie 20-Hydroxyecdyson, die hormonelle Funktionen erfüllen und in der pflanzlichen Abwehr gegen Insektenfraß wirksam sind.[1]

Ökologie

Die ökologische Nische von *Spinacia oleracea* und ihren wilden Verwandten wie *Spinacia turkestanica* liegt ursprünglich in den ariden und semi-ariden Regionen Zentral- und Westasiens.[3][2] Als einjährige Pflanze ist sie an kühle Jahreszeiten angepasst und präferiert Temperaturen zwischen 15 °C und 20 °C.[3] Mikroklimatisch toleriert Spinat leichten Frost bis etwa -9 °C, reagiert jedoch auf Langtagbedingungen (über 14 Stunden Licht) oder Hitze über 24 °C mit dem vorzeitigen Übergang in die generative Phase (Bolting).[2][1] Edaphisch benötigt die Art fruchtbare, gut durchlässige Lehmböden und zeigt eine ausgeprägte Intoleranz gegenüber sauren Substraten unter einem pH-Wert von 6,0.[1] Die Fortpflanzungsbiologie ist überwiegend durch Diözie (Getrenntgeschlechtigkeit) gekennzeichnet, wobei männliche und weibliche Blüten auf separaten Individuen wachsen. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind (Anemophilie), was die genetische Diversität innerhalb der Populationen durch obligate Fremdbefruchtung fördert.[4] In der Interaktion mit Pathogenen stellt der Falsche Mehltau (*Peronospora farinosa*) den bedeutendsten natürlichen Feind dar, der in zahlreichen physiologischen Rassen auftritt. Zur Abwehr dieses Oomyceten haben Spinatpopulationen spezifische Resistenzgene entwickelt, die molekularbiologisch als WOLF-Allele identifiziert wurden und Proteine zur Pathogenerkennung kodieren. Darüber hinaus verfügt die Pflanze über Gene wie CYP85 zur Biosynthese von 20-Hydroxyecdyson, einem Phytoecdysteroid, das in der chemischen Abwehr gegen Insektenfraß wirksam ist.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Spinacia oleracea ist eine global bedeutende Nutzpflanze, deren Weltproduktion im Jahr 2023 rund 34,11 Millionen Tonnen erreichte, wobei China den Markt dominiert.[2] Ernährungsphysiologisch gilt Spinat aufgrund seiner hohen Dichte an Vitamin K, A, C und Folat als wertvoll, besitzt jedoch durch enthaltene Oxalate und Nitrate medizinische Relevanz.[1][2] Hohe Oxalatkonzentrationen können die Mineralstoffaufnahme hemmen und bei Risikogruppen die Bildung von Nierensteinen begünstigen, während Nitrate potenziell zu Nitrosaminen umgewandelt werden können.[2][3] Hygienisch ist die Pflanze anfällig für bakterielle Kontaminationen wie E. coli, weshalb gründliches Waschen oder Blanchieren vor dem Verzehr essenziell ist.[5] Ein primäres physiologisches Schadbild im Anbau ist das vorzeitige Schießen (Bolting), das durch Temperaturen über 24 °C oder lange Tage ausgelöst wird und die Blätter bitter sowie ungenießbar macht. Um diesem abiotischen Stress vorzubeugen, erfolgt der Anbau bevorzugt in kühlen Jahreszeiten, unterstützt durch gleichmäßige Bewässerung zur Vermeidung von Trockenstress. Bewässerungssysteme wie die Tropfbewässerung werden empfohlen, um das Blattwerk trocken zu halten und so den Infektionsdruck durch Pilzkrankheiten zu minimieren. Der bedeutendste biotische Schädling ist der Falsche Mehltau (Peronospora farinosa), der massive Ertragseinbußen verursachen kann. Im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes und der biologischen Bekämpfung werden resistente Sorten eingesetzt, die spezifische WOLF-Allele zur Immunität gegen verschiedene Rassen des Erregers tragen. Diese genetischen Marker ermöglichen die Züchtung von Pflanzen, die spezifische Proteine zur Erkennung und Abwehr des Pathogens synthetisieren.[1] Nach der Ernte kommen physikalische Verfahren wie das Hydrocooling zum Einsatz, bei dem das Erntegut mit Eiswasser gekühlt wird, um die Haltbarkeit zu verlängern und Nährstoffe zu schonen.[2] Verarbeitungsprozesse wie das Blanchieren reduzieren den Oxalatgehalt um bis zu 80 % und deaktivieren Enzyme, was die gesundheitliche Verträglichkeit verbessert.[8]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die weltweite Produktion von *Spinacia oleracea* erreichte im Jahr 2023 ein Volumen von rund 34,11 Millionen Tonnen, wobei China den Markt dominiert. In den USA, dem zweitgrößten Erzeuger, verzeichnete die Produktion 2024 einen Rückgang um 27 % aufgrund verringerter Erträge.[2] Wirtschaftlich besonders relevant ist die Differenzierung in glattblättrige Sorten für die mechanische Ernte und krause Typen für den Frischmarkt. Ein entscheidender Kostenfaktor im Anbau ist der Schutz vor Pathogenen, insbesondere dem Falschen Mehltau (*Peronospora farinosa*), der als einer der wirtschaftlich bedeutendsten Schaderreger gilt. Zur Sicherung der Erträge konzentriert sich die Pflanzenzüchtung auf die Entwicklung resistenter Linien, etwa durch die Einkreuzung spezifischer WOLF-Allele zur Abwehr verschiedener Erregerrassen.[1] Diese biologischen Innovationen sind essenziell, da der wachsende Markt für Bio- und Babyspinat nur begrenzte chemische Bekämpfungsmöglichkeiten zulässt.[2] Historisch wurde die wirtschaftliche Nachfrage maßgeblich durch kulturelle Einflüsse geprägt; so führte die Popularität der Figur Popeye in den 1930er Jahren zu einer Absatzsteigerung von 33 % in den USA.[1] Aktuell bedrohen jedoch Klimawandel und extreme Wetterereignisse die Produktionsstabilität und erhöhen den Druck durch Schädlinge und Krankheiten.[7]

Biologie & Lebenszyklus

Spinacia oleracea ist eine einjährige, seltener zweijährige krautige Pflanze, die eine basale Blattrosette aus einer kurzen, verdickten Pfahlwurzel mit flachem Wurzelsystem bildet.[1][3] Die Fortpflanzungsbiologie ist primär diözisch geprägt, wobei männliche und weibliche Blüten auf getrennten Individuen stehen, was die Fremdbestäubung durch Wind begünstigt. Die unscheinbaren, grün-gelben Blüten entwickeln sich nach der Befruchtung zu nussartigen Früchten, die in Clustern angeordnet sind und jeweils 2–4 Samen enthalten.[4] Die Ontogenese beginnt mit der Keimung, die bei Bodentemperaturen von 7–20 °C optimal verläuft und 3–10 Tage beansprucht, sich bei Kälte jedoch auf bis zu drei Wochen verlängern kann.[1] Daran schließt sich eine vegetative Phase von 40 bis 50 Tagen an, in der die Biomasseproduktion der Blätter im Vordergrund steht.[5] Der Übergang zur reproduktiven Phase, das sogenannte Schossen, wird physiologisch durch Langtagbedingungen (über 14 Stunden Licht) oder Hitzestress (über 24 °C) ausgelöst, wodurch sich der Haupttrieb stark verlängert.[2] Für eine erfolgreiche Samenproduktion ist oft eine Vernalisation erforderlich, bei der Jungpflanzen über 1–5 Wochen Temperaturen von 5–10 °C ausgesetzt sind; ohne diesen Kältereiz bleibt die Pflanze oft vegetativ oder blüht ohne Samenansatz.[5] Hinsichtlich der Nährstoffanforderungen benötigt die Art stickstoffreiche, gut drainierte Lehmböden mit einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5, da sie empfindlich auf Bodenversauerung reagiert.[1] Zu den bedeutendsten natürlichen Feinden und Mortalitätsfaktoren zählt der Falsche Mehltau (*Peronospora farinosa*), gegen den spezifische Resistenzgene wie die alpha-WOLF-Allele (z. B. alpha-WOLF 8) identifiziert wurden. Biochemisch ist die Biosynthese von 20-Hydroxyecdyson mittels des CYP85-Gens belegt, was auf physiologische Abwehrmechanismen hindeutet.[1]

Vorkommen & Lebensraum

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der wilden Vorfahren des Spinats (*Spinacia oleracea*) liegt in Zentral- und Westasien.[2][3] Speziell erstreckt sich das natürliche Areal der wilden Verwandten *Spinacia tetrandra* und *Spinacia turkestanica* über Transkaukasien, Kurdistan und die Gebiete um das Kaspische Meer bis zum indischen Subkontinent.[2] Diese Wildformen besiedeln primär aride und semiaride Habitate wie die Steppen von Usbekistan und Turkmenistan oder das iranische Plateau.[3] Vom Domestikationszentrum im antiken Persien breitete sich die Pflanze im 7. Jahrhundert über Nepal ostwärts nach China und zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert nach Japan aus.[3] Die Einführung nach Europa erfolgte über arabische Händler zunächst im 9. Jahrhundert nach Sizilien und später auf die Iberische Halbinsel.[3] Bis zum 12. bis 13. Jahrhundert war der Anbau in Südfrankreich belegt, bevor die Art im 14. Jahrhundert England erreichte.[3] Europäische Kolonisten brachten die Pflanze schließlich im 17. und 18. Jahrhundert nach Amerika.[3] Heute wird Spinat weltweit als Kulturpflanze in verschiedenen Klimazonen angebaut, wobei der Schwerpunkt der Produktion in Asien liegt. Zu den global größten Produzenten zählen China, die USA, die Türkei, Japan und Indien.[2] Als Kulturpflanze bevorzugt *Spinacia oleracea* kühle Standorte mit moderaten Temperaturen zwischen 15 °C und 20 °C. Sie gedeiht am besten auf fruchtbaren, gut drainierten und lehmigen Böden, die reich an organischer Substanz sind. Ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5 ist für das Wachstum ideal, während saure Böden unter 6,0 die Entwicklung hemmen können. Die Art ist an kühle Jahreszeiten angepasst und toleriert leichte Fröste bis -9 °C, neigt jedoch bei Langtagsbedingungen und Hitze über 24 °C zum vorzeitigen Schossen. Aufgrund der kompakten Wuchsform als Rosette eignet sich die Pflanze auch für den Anbau in Gefäßen auf begrenztem Raum.[1]

Saisonalität & Aktivität

Spinat (*Spinacia oleracea*) ist primär eine einjährige Pflanze, die an kühle Jahreszeiten angepasst ist, in gemäßigten Klimazonen jedoch auch zweijähriges Verhalten zeigen kann.[3] Das vegetative Wachstum verläuft optimal bei Tagestemperaturen zwischen 15 °C und 20 °C, während Hitze über 24 °C die Blattproduktion hemmt und die Qualität mindert.[1] Als Langtagpflanze wechselt *Spinacia oleracea* in die reproduktive Phase (Schossen), sobald die Tageslänge 14 Stunden überschreitet oder Hitzestress auftritt.[3][1] Der Lebenszyklus umfasst zunächst ein vegetatives Rosettenstadium, das unter idealen Bedingungen in 40 bis 50 Tagen die Erntereife erreicht, gefolgt von der Streckung des Blütenstängels. Bei zweijähriger Kultur oder Herbstaussaat überwintert die Pflanze als Rosette und benötigt eine Vernalisation bei 5–10 °C über mehrere Wochen, um im folgenden Frühjahr Samen zu bilden.[3] Junge Pflanzen weisen eine hohe Kältetoleranz auf und können Temperaturen bis zu -9 °C ohne signifikante Schäden überstehen. Aufgrund der kurzen Entwicklungszeit sind im Frühjahr und Herbst mehrere Generationen oder Folgesaaten möglich, solange die Temperaturen moderat bleiben.[1] Das öffentliche Suchinteresse in Deutschland spiegelt diese biologische Saisonalität wider, mit Höchstwerten in den kühlen Monaten Januar und März sowie Tiefstständen im Hochsommer (Juli und August).

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Rendsburg-Eckernförde, DE-SH, Deutschland

    27.09.2025

  • Norderstedt, Schleswig-Holstein, Deutschland

    15.06.2025

  • Potsdam, Brandenburg, Deutschland

    22.05.2025

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

US-11332755-B2 Biological Nadany

Verfahren zur Modifizierung des Resistenzprofils von Spinacia oleracea gegen Falschen Mehltau

Rijk Zwaan Zaadteelt EN Zaadhandel BV (2020)

Znaczenie: 9/10

Streszczenie

Beschrieben wird eine Methode, um das Resistenzprofil von Spinat gegen Peronospora farinosa gezielt zu verändern. Dies geschieht durch die Einführung oder Modifikation von WOLF-Allelen im Genom der Pflanze. Das Patent umfasst auch Methoden zur Selektion und Identifizierung neuer Resistenzgene. Es ist hochrelevant für die Anpassung von Spinat an sich verändernde Pathogen-Populationen.

US-11202421-B2 Biological Nadany

Peronospora-Resistenz in Spinacia oleracea

Rijk Zwaan Zaadteelt EN Zaadhandel BV, Rijk Zwaan Zaadteelt EN Zaadhandek B V (2019)

Znaczenie: 9/10

Streszczenie

Das Patent identifiziert das Allel alpha-WOLF 8, welches Spinatpflanzen Resistenz gegen den Falschen Mehltau (Peronospora farinosa) verleiht. Es beschreibt spezifische Proteinmotive (CC-NBS-LRR), die für die Erkennung des Pathogens verantwortlich sind. Homozygote Pflanzen zeigen vollständige Resistenz gegen mehrere Rassen des Erregers. Dies ist eine direkte biologische Methode zur Bekämpfung eines spezifischen Hauptschädlings im Spinatanbau.

US-11203766-B2 Biological Nadany

Peronospora-Resistenz in Spinacia oleracea

Ruk Zwaan Zaadteelt EN Zaadhandel B V, Rijk Zwaan Zaadteelt EN Zaadhandel BV (2019)

Znaczenie: 9/10

Streszczenie

Ähnlich wie das vorherige Patent beschreibt dieses das Allel alpha-WOLF 15 für Resistenz gegen Peronospora farinosa. Es bietet ein breites Resistenzspektrum gegen zahlreiche Rassen des Falschen Mehltaus (u.a. pfs:1-6, 8, 9, 11-16). Die Erfindung ermöglicht die gezielte Züchtung resistenter Spinatsorten mittels genetischer Marker. Es stellt eine effektive biologische Bekämpfungsmethode durch Immunität dar.

US-10674688-B2 Biological Nadany

Peronospora-Resistenz in Spinacia oleracea

Rijk Zwaan Zaadteelt EN Zaadhandel BV (2017)

Znaczenie: 9/10

Streszczenie

Dieses Patent bezieht sich ebenfalls auf das Allel alpha-WOLF 8 zur Vermittlung von Resistenz gegen Falschen Mehltau. Es definiert die genetischen Sequenzen und die daraus resultierende Resistenz gegen spezifische Rassen wie Pfs:1, Pfs:2 und Pfs:6. Die Innovation liegt in der Bereitstellung genetischer Ressourcen für die Züchtung gesunder Pflanzen. Es ist eine direkte Maßnahme gegen den wirtschaftlich bedeutendsten Schaderreger bei Spinat.

EP-3075238-B1 Biological Nadany

Verfahren zur Herstellung einer transgenen Pflanze mit erhöhtem 20-Hydroxyecdyson-Gehalt unter Verwendung des Spinacia oleracea-abgeleiteten CYP85-Gens

Woojung Bio Inc. (2014)

Znaczenie: 5/10

Streszczenie

Die Erfindung betrifft transgene Pflanzen, die durch ein Spinat-Gen (CYP85) einen erhöhten Gehalt an 20-Hydroxyecdyson aufweisen. Ecdysone sind Hormone, die oft eine Rolle in der pflanzlichen Abwehr gegen Insekten spielen. Das Patent liefert Erkenntnisse zur Biosynthese dieser Stoffe in Spinat. Es ist relevant für die Entwicklung biologischer Abwehrmechanismen in Pflanzen.

Źródła i odniesienia

  1. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/spinacia-oleracea/
  2. https://www.gbif.org/species/3083647
  3. https://hort.extension.wisc.edu/articles/spinach-spinacia-oleracea/
  4. https://web.ics.purdue.edu/~drhodes/hort410/spina/sp00001.htm
  5. https://agresearchmag.ars.usda.gov/2007/oct/spinach/
  6. https://missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?kempercode=e819
  7. https://www.mdpi.com/2071-1050/15/21/15395
  8. https://now.tufts.edu/2024/09/30/benefits-raw-versus-cooked-vegetables
  9. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)