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Wollziest Stachys Byzantina

Wollziest

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Lamiales (Lamiales)
Rodzina Lamiaceae
Rodzaj Stachys
Gatunek Stachys byzantina
Nazwa naukowa Stachys byzantina K.Koch
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Der **Wollziest** (*Stachys byzantina*) ist eine ausdauernde, teppichbildende Staude aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), die ursprünglich in der Türkei, Armenien und dem Iran verbreitet ist.[1][2] Die Art wird taxonomisch auch unter den Synonymen *Stachys lanata* und *Stachys olympica* geführt und zeichnet sich durch ihre dichte, silbergrau-wollige Behaarung aus, die den Blättern eine weiche Textur verleiht.[1][3] Aufgrund ihrer Trockenheitstoleranz und des dekorativen Laubs wird sie weltweit als Zierpflanze und Bodendecker kultiviert.[2]

Analiza społeczności

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Ostatnio 27.04.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Pflanze gedeiht in den USDA-Winterhärtezonen 4 bis 8. - Die Gattung *Stachys* umfasst insgesamt über 300 Arten, die in Europa, Asien und dem Mittelmeerraum verbreitet sind. - *Stachys byzantina* weist eine moderate Toleranz gegenüber Salz auf. - Bei hoher Luftfeuchtigkeit oder unzureichender Drainage ist die Art anfällig für Krankheiten wie Wurzelfäule und Blattflecken. - Für das Wachstum werden Böden mit einem pH-Wert zwischen 6,0 und 8,0 bevorzugt. - Die vegetative Vermehrung lässt sich im Frühjahr einfach durch Teilung oder Stecklinge durchführen. - Die ersten wissenschaftlich dokumentierten Exemplare, die zur Namensgebung führten, wurden in der Nähe von Konstantinopel (dem heutigen Istanbul) gesammelt. - Neben dem Namen "Lamb's ear" ist im englischen Sprachraum auch die Bezeichnung "woolly hedgenettle" (wollige Heckennessel) gebräuchlich. - Aufgrund der besonderen haptischen Textur findet die Staude häufig Verwendung in speziellen Sinnesgärten (Sensory Gardens).[8]

Name & Einordnung

Der gültige wissenschaftliche Name der Art lautet *Stachys byzantina*, wobei die formale Erstbeschreibung durch den deutschen Botaniker Karl Heinrich Emil Koch im Jahr 1849 erfolgte. Diese Beschreibung wurde in Band 21 der Zeitschrift *Linnaea* veröffentlicht und basierte auf der Untersuchung von Pflanzenmaterial aus dem östlichen Mittelmeerraum und dem Kaukasus.[1] Der Gattungsname *Stachys* leitet sich vom altgriechischen Wort *stákhus* (σταχύς) ab, was „Ähre“ oder „Spitze“ bedeutet und sich auf die dichten, ährenartigen Blütenstände der Gattung bezieht. Das Art-Epitheton *byzantina* ist eine Latinisierung von „Byzanz“ und verweist auf die historische Verbindung zur Region um Konstantinopel (heute Istanbul), wo Exemplare der Pflanze gesammelt wurden.[2] Zu den relevanten Synonymen zählen *Stachys olympica* Poir. sowie der ältere Name *Stachys lanata* Jacq., der auf die charakteristische wollige Behaarung der Blätter anspielt. Systematisch wird die Art der Gattung *Stachys* (Ziest) innerhalb der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) zugeordnet, die weltweit etwa 300 Arten umfasst.[3] Phylogenetisch gehört *Stachys byzantina* zu einer ostmediterranen Klade und ist eng mit anderen wolligen Ziest-Arten des Nahen Ostens verwandt, mit denen sie chemotaxonomische Merkmale teilt.[4] Im internationalen Sprachraum, insbesondere im Englischen, sind Trivialnamen wie „lamb's ear“ (Lamm-Ohr) oder „woolly hedgenettle“ verbreitet, welche die weiche Textur der Blätter beschreiben. Bereits im Jahr 1782, und damit vor der wissenschaftlichen Benennung durch Koch, wurde die Pflanze in England in die westliche Gartenkultur eingeführt.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Stachys byzantina wächst als ausdauernde, krautige Pflanze, die durch kriechende Ausläufer dichte, teppichartige Matten bildet. Die Wuchshöhe des Laubes beträgt typischerweise 15 bis 30 cm, während die aufrechten Blütenstängel eine Höhe von bis zu 50 oder 60 cm erreichen können. Die Stängel sind vierkantig, verzweigt und weisen oft eine Zickzack-Form auf, wobei sie ebenso wie die Blätter dicht graufilzig behaart sind. Die gegenständig angeordneten Blätter stehen in basalen Rosetten und variieren in der Form von eiförmig bis lanzettlich oder länglich-elliptisch. Sie erreichen eine Länge von 5 bis 15 cm sowie eine Breite von 3 bis 6 cm und besitzen bis zu 5 cm lange Blattstiele. Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal ist die dichte Bedeckung mit weißen, filzigen Trichomen auf beiden Blattseiten, die der Pflanze eine weiche, samtige Textur und eine silbergraue Grundfärbung verleiht. Die Blattränder sind gekerbt, und die dicke Behaarung dient physiologisch der Reduzierung von Wasserverlusten. Der Blütenstand ist eine aufrechte, endständige Ähre, die aus dichten Scheinquirlen (Verticillastern) mit je 6 bis 10 Blüten besteht. Die einzelnen Blüten sind etwa 1 cm lang und besitzen die für Lippenblütler typische zweilippige, röhrenförmige Krone. Die Oberlippe ist helmförmig und flach dreilappig, während die Unterlippe ausgebreitet und ebenfalls dreilappig ist. Die Blütenfärbung reicht von hellviolett bis rosaviolett, wobei die Außenseite behaart ist und das Innere oft eine Musterung aufweist. Als Früchte werden trockene Spaltfrüchte gebildet, die in vier eiförmige bis längliche Teilfrüchte (Klausen) zerfallen. Diese Samen sind etwa 2 mm lang, braun gefärbt und unbehaart. Das Wurzelsystem ist faserig und flachgründig, was die schnelle vegetative Ausbreitung über an den Knoten wurzelnde Stolonen begünstigt. Kulturformen können in der Morphologie abweichen, wie etwa die Sorte 'Big Ears' mit deutlich größeren, bis zu 30 cm langen Blättern. Andere Sorten wie 'Silver Carpet' bleiben niedriger und bilden selten oder gar keine Blütenstände aus, wodurch das Erscheinungsbild kompakter bleibt.[2]

Beschreibung

Stachys byzantina ist ein ausdauernder, krautiger Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), der sich durch einen teppichbildenden Wuchs und eine markante, silbergraue Behaarung auszeichnet.[2][1] Ursprünglich in den felsigen Hängen, offenen Wäldern und dem Buschland des Kaukasus, der Türkei und des Irans beheimatet, hat die Art spezifische anatomische Anpassungen an aride, gemäßigte Biome entwickelt.[3][2] Das auffälligste Merkmal ist der dichte Besatz mit weißen, wolligen Trichomen (Pflanzenhaaren) auf Blättern und Stängeln, der physiologisch dazu dient, die Transpiration zu reduzieren und das Gewebe vor intensiver Sonneneinstrahlung sowie Trockenheit zu schützen.[2][4] Diese filzige Textur wirkt zudem als mechanische Barriere gegen Fraßfeinde wie Rehe und Kaninchen, da sie für Herbivoren unattraktiv ist.[4] Im natürlichen Habitat breitet sich der Wollziest primär vegetativ über kriechende Ausläufer (Stolonen) aus, die an den Knoten wurzeln und so dichte Kolonien bilden, welche zur Bodenstabilisierung in erosionsgefährdeten Lagen beitragen.[3][2] Anatomisch zeigt die Pflanze den für die Familie typischen vierkantigen Stängelquerschnitt, wobei die aufrechten Blütenstängel oft eine charakteristische Zickzack-Form aufweisen.[4][3] Der Lebenszyklus beginnt mit der Keimung aus kleinen Nüsschen, die als Lichtkeimer auf offenen Bodenstellen innerhalb von drei bis fünf Wochen auflaufen. Jungpflanzen entwickeln rasch die typische Pubeszenz, wobei die Art in milden Klimazonen wintergrün bleibt, während sie in kälteren Regionen oberirdisch teilweise zurückfriert.[2] Während der reproduktiven Phase im Frühsommer treibt die Pflanze aufrechte Infloreszenzen, die in Scheinquirlen (Verticillastern) angeordnete, purpur-rosa Blüten tragen. Diese zygomorphen Blüten sind anatomisch auf die Bestäubung durch Hymenopteren spezialisiert, insbesondere Hummeln und Wollbienen (*Anthidium* sp.), wobei letztere die Pflanzenhaare auch aktiv für den Nestbau sammeln.[2] Nach der Befruchtung zerfällt der Fruchtknoten in vier eiförmige, braune Klausen (Nüsschen), die ohne spezielle Flugorgane primär durch die Schwerkraft oder Wind über kurze Distanzen verbreitet werden.[2][4] Chemisch unterscheidet sich die Art durch ein spezifisches Profil an ätherischen Ölen und Flavonoiden, die antimikrobielle Eigenschaften besitzen und historisch für Wundauflagen genutzt wurden.[4] Die wissenschaftliche Erstbeschreibung erfolgte 1849 durch den Botaniker Karl Heinrich Emil Koch, der den Artnamen *byzantina* wählte, um auf das historische Verbreitungsgebiet im Raum des ehemaligen Byzantinischen Reiches zu verweisen.[2] Im Vergleich zu anderen Vertretern der Gattung *Stachys* hebt sich *S. byzantina* durch die Intensität des filzigen Induments ab, das deutlich dichter und weicher ist als bei verwandten Ziest-Arten.[4]

Verhalten

Das Ausbreitungsverhalten von *Stachys byzantina* ist durch klonales Wachstum geprägt, bei dem kriechende Ausläufer (Stolonen) gebildet werden, die an den Knoten wurzeln und dichte, mattenartige Kolonien formen.[3][2] Diese vegetative Strategie ermöglicht der Pflanze eine rasche Besiedlung von Habitaten und trägt zur Bodenstabilisierung in ariden Umgebungen bei.[1] Als passive Abwehrreaktion gegen Fressfeinde dient die dichte, wollige Behaarung der Blätter, welche den Fraß durch Insekten sowie Wirbeltiere wie Rehe und Kaninchen hemmt.[4] Auf chemischer Ebene produziert die Art sekundäre Pflanzenstoffe wie Tannine und ätherische Öle (z. B. 1,8-Cineol, Linalool), die antimikrobielle Wirkungen entfalten und potenziell der Insektenabwehr dienen.[4] Während der Blütezeit interagiert *Stachys byzantina* aktiv mit der Fauna, indem sie Nektar für Bestäuber wie Honigbienen, Hummeln und Schmetterlinge bereitstellt. Eine spezialisierte Interaktion besteht mit Wollbienen, die das Pflanzenmaterial nicht nur als Nahrungsquelle nutzen, sondern die Pflanzenhaare auch für den Nestbau verwenden. Physiologisch reagiert die Pflanze auf Trockenstress durch ihre tomentose Blattoberfläche, die Luft einschließt und so die Transpiration minimiert. Hinsichtlich der Orientierung zum Licht bevorzugt die Art volle Sonneneinstrahlung, toleriert jedoch Halbschatten, wobei Lichtmangel die Abtrocknung der Blätter verlangsamen und die Anfälligkeit für Krankheiten erhöhen kann.[2]

Ökologie

In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet besiedelt *Stachys byzantina* felsige Hänge, trockene Grasländer und Buschland, wobei die Art an aride Bedingungen angepasst ist.[5][1] Die Pflanze bevorzugt gut durchlässige, oft kalkhaltige Böden mit geringer Fertilität und toleriert periodische Trockenheit durch ihre wasserspeichernde, tomentose Behaarung.[5] Durch die Bildung dichter Matten mittels kriechender Stolonen trägt der Wollziest zur Bodenstabilisierung in erosionsgefährdeten Lagen bei.[3] Während der Blütezeit fungiert die Art als Nahrungsquelle für diverse Bestäuber, darunter Honigbienen, Hummeln und Schmetterlinge. Besonders spezialisierte Wildbienen wie die Wollbiene nutzen die Pflanze, wobei Hummeln die nektarreichen Blüten als Weide bevorzugen.[2] Die dichte, wollige Behaarung der Blätter wirkt als mechanische Barriere gegen Herbivoren und macht die Pflanze weitgehend resistent gegen Fraß durch Rehe und Kaninchen.[4][5] Trotz dieser Abwehr können bei Trockenheit Spinnmilben oder an Neuaustrieben Blattläuse auftreten, während in feuchten Mikroklimata Schneckenfraß möglich ist.[2] Die Art ist anfällig für Wurzelfäule und Blattfleckenkrankheiten, wenn das Mikroklima zu feucht ist oder die Bodendrainage fehlt.[7] Außerhalb des nativen Areals kann *Stachys byzantina* in gestörten Habitaten verwildern und gelegentlich mit der nativen Vegetation um Ressourcen konkurrieren, gilt jedoch selten als aggressiv invasiv.[2][4]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Ökologisch wird *Stachys byzantina* primär als Nützling eingestuft, da die Blüten diverse Bestäuber wie Hummeln und spezialisierte Wollbienen anziehen.[2] Obwohl die Art meist als Zierpflanze dient, besitzt sie ein gewisses Ausbreitungspotenzial durch Selbstaussaat und Stolonen, weshalb sie in manchen Regionen als lästig oder unkrautartig gilt, jedoch selten als invasiv.[4][3] Medizinisch ist die Pflanze relevant, da Extrakte in Studien antibakterielle Wirkungen gegen Erreger wie *Staphylococcus aureus* zeigten und traditionell als antiseptische Wundauflagen genutzt wurden. Aufgrund der dichten Behaarung ist der Wollziest weitgehend resistent gegen Fraßschäden durch Wildtiere wie Rehe und Kaninchen.[4] Zu den gelegentlichen Schädlingen zählen Blattläuse und Spinnmilben, die besonders bei Trockenstress auftreten und Blattverformungen verursachen, sowie Schnecken in feuchten Lagen.[2] Das primäre Schadbild an der Pflanze selbst ist Wurzelfäule, die durch stauende Nässe oder schlechte Drainage entsteht, sowie echter Mehltau bei hoher Luftfeuchtigkeit.[7][5] Als präventive Maßnahme ist die Wahl eines gut durchlässigen Standorts entscheidend, wobei Überkopfberegnung vermieden werden sollte, um Pilzinfektionen vorzubeugen.[5] Zur physikalischen Bekämpfung der unerwünschten Ausbreitung wird das Entfernen verblühter Stängel (Deadheading) empfohlen, bevor die Samenreife eintritt. Bei starkem Schädlingsbefall können insektizide Seifen als chemische Option im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes eingesetzt werden, wobei oft das Entfernen befallener Blätter ausreicht.[2] Toxikologische Untersuchungen bestätigen, dass *Stachys byzantina* für Haustiere und Menschen ungiftig ist und keine Zytotoxizität gegenüber Hautzellen aufweist.[2][4]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die primäre wirtschaftliche Bedeutung von *Stachys byzantina* liegt im Zierpflanzenbau, wo die Art seit dem 19. Jahrhundert weltweit als pflegeleichter Bodendecker gehandelt wird.[4][2] Aufgrund ihrer hohen Trockenstresstoleranz wird die Pflanze häufig im Xeriscaping und in öffentlichen Grünanlagen eingesetzt, was zur Reduktion von Bewässerungskosten beiträgt.[2][3] Die kommerzielle Vermehrung umfasst diverse Sorten wie 'Big Ears' oder die sterile Form 'Silver Carpet', die für spezifische gestalterische Anforderungen im Landschaftsbau gezüchtet wurden.[2][4] Außerhalb von Gärten gilt *Stachys byzantina* in Teilen Nordamerikas, Europas und Australiens als eingebürgert und kann in gestörten Habitaten wie Straßenrändern oder Weideland verwildern.[2][3] Obwohl die Art gelegentlich als unkrautartig bezeichnet wird, wird sie selten als hochgradig invasiv eingestuft und verursacht keine massiven Schäden in der Land- oder Forstwirtschaft. In Regionen wie dem Südosten der USA wird ihre Ausbreitung jedoch beobachtet, um potenzielle ökologische Verdrängungseffekte gegenüber der einheimischen Vegetation frühzeitig zu erkennen.[4] Als Nützlingspflanze bietet sie Nahrung für diverse Bestäuber, darunter Honigbienen und spezialisierte Arten wie die Wollbiene (*Anthidium manicatum*), was die lokale Biodiversität in Agrarlandschaften stützen kann.[2] Pharmazeutische Forschungen untersuchen Extrakte der Pflanze auf entzündungshemmende und antimikrobielle Wirkstoffe für die Wundheilung, wobei bisher keine großtechnische medizinische Nutzung etabliert ist.[4]

Biologie & Lebenszyklus

Stachys byzantina ist ein ausdauernder, krautiger Halbstrauch, der einen hemikryptophytischen Lebenszyklus durchläuft und Überdauerungsknospen an der Erdoberfläche bildet.[5][1] Die Fortpflanzung erfolgt sowohl sexuell über Samenbildung als auch vegetativ durch kriechende, an den Knoten wurzelnde Stolonen, was zur Bildung dichter Matten führt.[4][3] Die Blütezeit erstreckt sich in gemäßigten Breiten von Mai bis Juli, wobei die zwittrigen Lippenblüten in verticillastren (scheinquirligen) Ähren angeordnet sind.[2][4] Zur Bestäubung ist die Pflanze auf Insekten angewiesen, wobei sie besonders von Honigbienen, Hummeln und Wollbienen (*Anthidium*) frequentiert wird, die den Nektar sammeln.[2][6] Nach erfolgreicher Befruchtung entwickeln sich die Fruchtknoten im Herbst zu trockenen Spaltfrüchten, die in vier kleine, eiförmige und etwa 2 mm lange Nüsschen zerfallen.[2][1] Die Ausbreitung der Samen erfolgt barochor (durch Schwerkraft) oder anemochor (durch Wind) über kurze Distanzen, da sie keine speziellen Flugvorrichtungen besitzen.[4] Für die Keimung benötigen die Samen als Lichtkeimer eine oberflächliche Ablage auf dem Substrat sowie Temperaturen zwischen 18 und 21 °C, wobei die Keimdauer 21 bis 35 Tage beträgt.[2] Physiologisch ist *Stachys byzantina* durch eine dichte, weiß-wollige Behaarung (Tomentum) an Blättern und Stängeln ausgezeichnet, welche die Transpiration minimiert und eine hohe Trockenheitstoleranz ermöglicht.[1][5] Die Pflanze ist winterhart bis ca. -34 °C (USDA-Zone 4) und verhält sich in milden Klimaten immergrün, während sie in kälteren Regionen eine winterliche Ruhephase mit oberirdischem Rückzug einlegt.[4][3] Ernährungsphysiologisch ist der Wollziest an nährstoffarme Substrate angepasst und präferiert gut durchlässige, sandige bis lehmige Böden mit einem pH-Wert von 6,0 bis 8,0.[5][4] Zu den natürlichen Feinden zählen Blattläuse und Spinnmilben, die besonders bei Trockenstress auftreten, sowie Schnecken in feuchten Milieus. Krankheitsbedingte Mortalität wird primär durch Wurzelfäule bei Staunässe oder durch Pilzinfektionen wie Echten Mehltau bei hoher Luftfeuchtigkeit verursacht.[2][7] Herbivore Säugetiere wie Rehe und Kaninchen meiden die Pflanze weitgehend aufgrund der unangenehmen Blatttextur.[4]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Stachys byzantina* umfasst den östlichen Mittelmeerraum und die Kaukasusregion, einschließlich der nördlichen Türkei, Armenien, Aserbaidschan und dem nördlichen Iran.[1] In diesen Ursprungsgebieten besiedelt die Art vorwiegend felsige Hänge, offene Wälder sowie trockenes Grasland und Buschland.[2] Die Pflanzen bevorzugen gut durchlässige, felsige oder sandige Böden und gedeihen oft auf trockenen, kalkhaltigen Hängen bei voller Sonneneinstrahlung.[3] Durch ihre dichte Behaarung ist die Staude an aride Bedingungen angepasst und toleriert nährstoffarme Substrate sowie periodische Trockenheit. Die Einführung in die westliche Gartenkultur erfolgte 1782 in England, wo die Art erstmals 1854 als verwildert dokumentiert wurde.[2] Heute ist *Stachys byzantina* in vielen gemäßigten Regionen weltweit als Neophyt eingebürgert. In Europa finden sich etablierte Bestände unter anderem in Großbritannien, Frankreich, Spanien sowie im deutschsprachigen Raum in Deutschland und Österreich.[3] In Nordamerika kommt die Pflanze zerstreut in diversen US-Bundesstaaten wie Kalifornien, New York und Virginia sowie in kanadischen Provinzen wie Ontario und British Columbia vor.[4] Auch auf der Südhalbkugel hat sich die Art etabliert, beispielsweise in Südaustralien und Neuseeland, wo sie seit 1904 nachgewiesen ist.[4][2] Außerhalb der Gärten besiedelt der Wollziest typischerweise gestörte Standorte wie Straßenränder, Brachflächen, Rasenflächen oder Bereiche mit Gartenabraum.[2] Die lokale Ausbreitung erfolgt häufig vegetativ durch kriechende Ausläufer, die dichte Matten bilden und so den Boden stabilisieren.[3] Obwohl die Art gelegentlich als unkrautartig gilt, wird sie selten als stark invasiv eingestuft, steht jedoch in Regionen wie dem Südosten der USA unter Beobachtung.[4] Das Vorkommen konzentriert sich auf das gemäßigte Biom, wobei die Pflanze in den USDA-Klimazonen 4 bis 8 winterhart ist.[2]

Saisonalität & Aktivität

Die saisonale Aktivität von *Stachys byzantina* wird maßgeblich durch die klimatischen Bedingungen der gemäßigten Breiten gesteuert. In den meisten Verbreitungsgebieten beginnt die generative Phase im späten Frühjahr, wobei die Hauptblütezeit primär von Mai bis Juli andauert.[5][3] Während dieser Monate bilden die Pflanzen aufrechte Infloreszenzen, die im Sommer reichlich Nektar produzieren und tagsüber bestäubende Insekten wie Bienen und Schmetterlinge anlocken.[2] Die Reifung der Samen in den Nüsschen erfolgt anschließend im Herbst, bevor die Pflanze in die winterliche Ruhephase übergeht.[5] Das Verhalten des Laubes im Jahresverlauf variiert stark je nach Temperatur: In milden Klimazonen bleibt *Stachys byzantina* immergrün, während sie in kälteren Regionen halbimmergrün ist oder das oberirdische Laub vollständig verliert.[5][3] Die Art ist bis etwa -34 °C winterhart, wobei strenger Frost oft zu einer sichtbaren Abnutzung oder dem Absterben der Blätter führt.[5][2] In solchen Fällen erfolgt der Neuaustrieb der silbrig-behaarten Blätter zuverlässig im folgenden Frühjahr aus dem überwinternden Wurzelstock.[2] Das vegetative Wachstum und die klonale Ausbreitung über Ausläufer sind besonders im Frühjahr und Herbst intensiv, wenn moderate Temperaturen vorherrschen und die Pflanze nicht unter Hitzestress leidet.[4]

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • B'heim, Colonel-Kleinmann-Weg, 55128 Mainz, Germany

    15.12.2025

  • Wurmlingen, Baden-Württemberg, Deutschland

    04.12.2025

  • Klinikum, 38440 Wolfsburg, Deutschland

    30.11.2025

  • Naturpark Stromberg-Heuchelberg, Cleebronn, Baden-Württemberg, Deutschland

    17.11.2025

  • Deutschland

    16.11.2025

Daten: iNaturalist

Źródła i odniesienia

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:459393-1
  2. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?taxonid=281603
  3. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/stachys-byzantina/
  4. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11597018/
  5. http://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?taxonid=281603
  6. https://fsus.ncbg.unc.edu/cust/2024/main.php?pg=show-taxon-detail.php&taxonid=5461
  7. https://pnwhandbooks.org/plantdisease/host-disease/lambs-ear-stachys-byzantina-powdery-mildew
  8. Literaturzusammenfassung: Stachys byzantina