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Czarnooka Susan Thunbergia alata

Czarnooka Susan

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Lamiales (Lamiales)
Rodzina Acanthaceae
Rodzaj Thunbergia
Gatunek Thunbergia alata
Nazwa naukowa Thunbergia alata Bojer ex Sims
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Die Schwarzäugige Susanne (*Thunbergia alata*) ist eine ausdauernde, windende Kletterpflanze aus der Familie der Akanthusgewächse (Acanthaceae), die ursprünglich im tropischen Ostafrika bis zum östlichen Südafrika verbreitet ist.[1][2] Sie wird weltweit als Zierpflanze für Gärten und Hängekörbe genutzt, tritt jedoch in frostfreien Gebieten außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets teilweise als invasive Art auf.[3][2] Trotz der Namensähnlichkeit besteht keine Verwandtschaft zur nordamerikanischen Schwarzäugigen Susanne (*Rudbeckia hirta*) aus der Familie der Korbblütler.[4]

Fakten (kompakt)

- Das Art-Epitheton *alata* entstammt dem Lateinischen („geflügelt“) und verweist auf die charakteristisch geflügelten Blattstiele der Pflanze. - Die trompetenförmigen Blüten erreichen einen Durchmesser von etwa 3,8 bis 5 cm (1,5 bis 2 Zoll) und besitzen fünf ausgebreitete Lappen. - Die Pflanze bildet kleine, hellbraune Samenkapseln aus, deren Form an einen Vogelkopf erinnert und die netzartige Samen enthalten. - Zu den bekannten Zuchtsorten gehören 'African Sunset' mit creme- bis ziegelroten Blüten, 'Bright Eyes' mit weißen Blüten sowie 'Superstar Orange' mit besonders großen orangen Blüten. - Die Winterhärte der Art beschränkt sich auf die USDA-Klimazonen 10 bis 11. - Bei der Überwinterung in Innenräumen (besonders über 15 °C) besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge wie Spinnmilben, Weiße Fliegen und Schildläuse. - Die Gattung *Thunbergia* umfasst insgesamt etwa 150 Arten, die überwiegend in Afrika, Asien und Madagaskar verbreitet sind. - Taxonomisch wird die Art der Ordnung der Lippenblütlerartigen (Lamiales) zugeordnet. - Historische Synonyme für *Thunbergia alata* sind unter anderem *Endomelas alata*, *Thunbergia fuscata* und *Thunbergia bikamaensis*. - Für die Vermehrung wird eine Aussaat 6 bis 8 Wochen vor dem letzten Frost empfohlen, wobei die optimale Keimtemperatur bei etwa 15 °C (60 °F) liegt.[8]

Name & Einordnung

Der akzeptierte wissenschaftliche Name der Art lautet *Thunbergia alata* Bojer ex Sims.[1] Die Erstbeschreibung wurde im Jahr 1825 von John Sims im *Botanical Magazine* veröffentlicht und basierte auf Exemplaren, die Wenzel Bojer in Madagaskar gesammelt hatte.[1][4] Systematisch wird die Pflanze der Familie der Acanthaceae zugeordnet und steht dort in der Unterfamilie Thunbergioideae. Molekularbiologische Untersuchungen zeigen, dass die Gattung *Thunbergia* innerhalb dieser Unterfamilie eine Schwestergruppe zu den Gattungen *Mendoncia* und *Pseudocalyx* bildet. Der Gattungsname ehrt den schwedischen Botaniker und Mediziner Carl Peter Thunberg (1743–1828), einen Schüler von Carl Linnaeus. Das Art-Epitheton *alata* leitet sich vom lateinischen Wort *alatus* („geflügelt“) ab und bezieht sich auf die charakteristisch geflügelten Blattstiele der Pflanze. Zu den bekannten Synonymen zählen *Endomelas alata* (Bojer ex Sims) Raf., *Thunbergia fuscata* Lindau sowie *Thunbergia kamatembica* Mildbr.[1] Zwar wurden Varietätennamen wie *T. alata* var. *albiflora* für weißblühende Formen verwendet, aktuell werden jedoch keine formalen Unterarten anerkannt.[1] Der Trivialname „Schwarzäugige Susanne“ (englisch „Black-eyed Susan vine“) verweist auf das markante dunkle Zentrum der Blüte, das optisch an die nicht verwandte *Rudbeckia hirta* aus der Familie der Asteraceae erinnert.[2]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

*Thunbergia alata* ist eine krautige, windende Kletterpflanze, die in frostfreien Gebieten Wuchshöhen von 3 bis 6 Metern erreicht, während sie in gemäßigten Zonen als einjährige Pflanze meist 1 bis 3 Meter hoch wächst.[4][3] Die schlanken Stängel sind im Querschnitt vierkantig bis subquadratisch, oft zweifurchig und weisen eine Behaarung auf, die von spärlich bis dicht striegelhaarig oder borstig variiert.[3] Die gegenständig angeordneten, einfachen Laubblätter sind herzförmig bis pfeilförmig oder dreieckig-eiförmig und messen typischerweise 3 bis 8 cm in der Länge sowie 2 bis 6 cm in der Breite.[3][2] Ein charakteristisches Bestimmungsmerkmal sind die 0,5 bis 3 cm langen Blattstiele, die schmal geflügelt sind, worauf sich das Art-Epitheton *alata* (geflügelt) bezieht.[3][4] Die Blattspreite ist handförmig fünfnervig, oberseits matt dunkelgrün und spärlich behaart, während die Unterseite heller und stärker behaart erscheint.[3] Der Blattrand ist meist gezähnt oder gesägt, kann aber auch ganzrandig oder gewellt sein.[3][2] Die einzeln in den Blattachseln stehenden Blüten sitzen auf 1,5 bis 9 cm langen Blütenstielen und werden von zwei großen, grünen, eiförmigen Vorblättern (Bracteolen) umhüllt.[3] Die trichterförmige Krone hat einen Durchmesser von 3 bis 5 cm und besteht aus fünf ausgebreiteten, am Rand leicht eingekerbten Lappen.[3][2] Die Grundfärbung der Blütenblätter reicht von leuchtendem Orange über Gelb bis Weiß, wobei der Schlund meist ein markantes, dunkelviolettes bis schwarzes Zentrum bildet.[2] Der Kelch ist klein, fünfzipfelig und drüsig behaart, während das Androeceum vier didynamische Staubblätter mit behaarten, gespornten Staubbeuteln umfasst.[3] Die Frucht ist eine kapselförmige Spaltfrucht mit einer kugelförmigen Basis von 7 bis 9 mm Durchmesser und einem 10 bis 16 mm langen Schnabel, was ihr das Aussehen eines Vogelkopfes verleiht. Bei der Reife öffnet sich die insgesamt 1,5 bis 2 cm lange, behaarte Kapsel explosiv und gibt zwei bis vier Samen frei. Die dunkelbraunen Samen sind abgeflacht, rundlich mit einem Durchmesser von 3 bis 5 mm und weisen eine netzartige Oberflächenstruktur sowie flügelartige Auswüchse auf.[3][2] Morphologisch ähnelt die Blüte stark der Schwarzäugigen Susanne aus der Gattung *Rudbeckia* (*Rudbeckia hirta*), ist jedoch taxonomisch nicht verwandt.[4]

Beschreibung

Thunbergia alata ist eine krautige, windende Kletterpflanze aus der Familie der Acanthaceae, die in frostfreien tropischen Gebieten als immergrüne Staude wächst.[4][1] Im Gegensatz zu vielen anderen Kletterpflanzen bildet sie keine Ranken aus, sondern klettert ausschließlich durch die schlingende Bewegung ihrer schlanken Stängel, die im Querschnitt vierkantig bis subquadratisch und oft behaart sind.[3][2] In ihrem natürlichen Lebensraum in Ost- und Südafrika erreicht die Art Wuchshöhen von drei bis sechs Metern, während sie in gemäßigten Klimazonen meist einjährig kultiviert wird und deutlich kleiner bleibt.[4] Ein charakteristisches anatomisches Merkmal, das sich im Artnamen alata (geflügelt) widerspiegelt, sind die schmal geflügelten Blattstiele, die den gegenständig angeordneten, herz- bis pfeilförmigen Blättern entspringen. Die Pflanze verfügt über ein faseriges Wurzelsystem, das einer verholzenden Basis entspringt, aus der sie nach Rückschnitten oder Frostschäden in milden Klimaten wieder kräftig austreiben kann.[3][2] Die trichterförmigen Blüten sind funktional an die Bestäubung durch Insekten (Entomophilie) angepasst und weisen im Schlund UV-reflektierende Muster auf, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, aber Bestäuber wie Bienen gezielt zum Nektar leiten. Um Selbstbestäubung zu vermeiden und die genetische Vielfalt durch Fremdbestäubung zu fördern, nutzt die Art Mechanismen wie Protandrie (Vormännlichkeit) und Herkogamie, bei der der Griffel die Staubblätter räumlich überragt.[2] Nach der Befruchtung bildet sich eine schnabelförmige Kapselfrucht, deren spezifische Form oft mit einem Vogelkopf verglichen wird.[4] Diese Kapseln nutzen einen explosiven Mechanismus (Autochorie), bei dem die Samen durch plötzliches Aufreißen der Fruchtklappen bis zu drei Meter weit geschleudert werden, was die lokale Ausbreitung sichert.[3][6] Die Samen selbst besitzen eine netzartige Oberfläche und teilweise flügelartige Auswüchse oder hygroskopische Haare, die die Verankerung im Boden begünstigen.[4][2] Wissenschaftlich erstbeschrieben wurde die Art im Jahr 1825 durch John Sims, basierend auf Exemplaren, die der Botaniker Wenzel Bojer in Madagaskar sammelte.[1][2] Obwohl der Trivialname „Schwarzäugige Susanne“ eine Ähnlichkeit zu Rudbeckia hirta suggeriert, besteht keine nähere Verwandtschaft zu diesen nordamerikanischen Korbblütlern.[5][2] Phylogenetisch gehört Thunbergia alata zur Unterfamilie Thunbergioideae und unterscheidet sich durch spezifische Frucht- und Blütenmerkmale sowie ihre Kletterweise deutlich von anderen Acanthaceae-Gattungen wie Justicia.[2] In geeigneten Habitaten zeigt die Art ein invasives Potenzial, da sie durch ihr schnelles vegetatives Wachstum und die hohe Samenproduktion einheimische Vegetation überwuchern kann.[2][6]

Verhalten

Das Kletterverhalten von *Thunbergia alata* zeichnet sich durch windende Stängel aus, die ohne Ranken an Stützen emporwachsen oder sich kriechend am Boden ausbreiten.[4] Durch rasches vegetatives Wachstum ist die Art in der Lage, benachbarte Vegetation zu überwuchern und so den Zugang zu Lichtressourcen zu dominieren.[3] Zur Anlockung von Bestäubern wie Bienen, Schmetterlingen und Kolibris produzieren die Blüten reichhaltigen Nektar. Spezielle UV-reflektierende Muster im Blütenschlund, die für das menschliche Auge unsichtbar sind, leiten Insekten gezielt zu den Fortpflanzungsorganen. Obwohl die Pflanze selbstkompatibel ist, fördern Mechanismen wie Protandrie und Herkogamie (räumliche Trennung von Narbe und Staubblättern) die Fremdbestäubung. Feldbeobachtungen dokumentieren Interaktionen mit Insekten wie *Bombus atratus* und *Apis mellifera*, die beim Blütenbesuch die reproduktiven Organe berühren. Die Samenverbreitung erfolgt primär durch Autochorie, indem die reifen Kapselfrüchte explosiv aufreißen (lokulizide Dehiszenz).[2] Dabei werden die Samen mechanisch bis zu drei Meter weit von der Mutterpflanze weggeschleudert.[2][6] Im Wurzelbereich geht *Thunbergia alata* eine enge symbiotische Beziehung mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, um die Nährstoffaufnahme zu optimieren.[2]

Ökologie

In seinem natürlichen Verbreitungsgebiet besiedelt *Thunbergia alata* bevorzugt Waldränder, Flussufer und Buschland in saisonal trockenen tropischen Biomen, wobei die Art dichte Unterholzbereiche meidet und offene Sukzessionsflächen nutzt.[4] Die Pflanze gedeiht auf feuchten, gut durchlässigen Böden mit hohem Humus- oder Sandanteil und benötigt für optimales Wachstum Standorte mit voller Sonne bis Halbschatten.[4][2] Das Wurzelsystem zeigt eine hohe Assoziation mit arbuskulären Mykorrhizapilzen, was die Nährstoffaufnahme in verschiedenen Substraten begünstigt. Die Bestäubung erfolgt entomophil, wobei die Blüten durch ultraviolette Muster, die den Weg zum Nektar weisen, Insekten wie Bienen und Schmetterlinge anlocken. In Studien in den Anden wurden unter anderem die heimische Hummelart *Bombus atratus* sowie die eingeführte Honigbiene (*Apis mellifera*) als Bestäuber identifiziert, die direkten Kontakt zu Narbe und Staubbeuteln haben. Um die Fremdbestäubung zu fördern, nutzt die Pflanze Herkogamie, bei der der Griffel die Staubblätter überragt, ist jedoch prinzipiell selbstkompatibel.[2] Die Samenverbreitung geschieht primär durch Autochorie, indem die Kapselfrüchte bei Reife explosiv aufplatzen und die Samen zwei bis drei Meter weit schleudern.[3][2] In eingeführten Gebieten tritt *Thunbergia alata* oft als invasive Art auf, die durch rasches Wachstum und vegetative Ausbreitung einheimische Pflanzen überwuchert und verdrängt.[2][6] Durch die Bildung dichter Matten konkurriert sie aggressiv um Licht und Raum, was zu einer Veränderung der lokalen Gemeinschaftsstrukturen und einer Reduktion der Biodiversität führt. Diese Invasivität wird durch eine persistente Bodensamenbank unterstützt, die Dichten von bis zu 1.480 Samen pro Quadratmeter erreichen kann und Keimraten von bis zu 100 % aufweist.[2] Zu den natürlichen Antagonisten zählen generalistische Schädlinge wie Spinnmilben, Weiße Fliegen und Schildläuse, die die Pflanzen besonders unter Stress schwächen können.[4][2]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Thunbergia alata wird weltweit als Zierpflanze geschätzt, gilt jedoch in vielen tropischen und subtropischen Regionen außerhalb ihres Heimatgebiets als invasive Art.[4][1] In Kolumbien zählt sie zu den zehn problematischsten Unkräutern, und auch in Australien (Queensland) sowie auf Hawaii wird sie als Umweltunkraut („environmental weed“) klassifiziert. Das Schadpotenzial resultiert aus dem aggressiven Wuchsverhalten, bei dem die Ranken native Vegetation überwuchern und durch Licht- sowie Raumkonkurrenz verdrängen.[3][2] In sensiblen Ökosystemen wie den Andenwäldern können dichte Bestände die lokale Biodiversität signifikant reduzieren und Gemeinschaftsstrukturen verändern.[2] Die Ausbreitung erfolgt lokal durch explosive Kapselfrüchte, die Samen bis zu drei Meter weit schleudern, sowie vegetativ über bewurzelnde Stängelfragmente. Ein hohes reproduktives Potenzial erschwert die Bekämpfung, da Boden-Samenbanken Dichten von über 1.400 Samen pro Quadratmeter erreichen können und eine Keimrate von bis zu 100 % aufweisen.[2] Zur Prävention in Risikogebieten ist die korrekte Entsorgung von Gartenabfällen entscheidend, da Pflanzenreste in der Natur leicht anwachsen und neue Populationen bilden.[3] In Queensland unterliegt die Art rechtlichen Managementvorgaben, um eine weitere Ausbreitung in Naturschutzgebiete zu verhindern.[2] Als Kulturpflanze ist *Thunbergia alata* selbst anfällig für Schädlinge wie Spinnmilben, Weiße Fliegen und Schildläuse, insbesondere bei warmer Überwinterung in Innenräumen.[4][2] Trotz des invasiven Charakters in warmen Klimazonen fungiert sie in gemäßigten Gärten als Nützling, der Bienen, Schmetterlinge und Kolibris mit reichhaltigem Nektar versorgt.[4]

Wirtschaftliche Bedeutung

*Thunbergia alata* besitzt primär eine positive wirtschaftliche Bedeutung als weltweit gehandelte Zierpflanze für den Gartenbau.[4][1] Seit der Einführung in den europäischen Markt um 1825 entstanden zahlreiche kommerzielle Sorten wie die 'Susie'- oder 'A-Peel'-Serien, die für den Zierpflanzenhandel produziert werden.[2] Dem gegenüber stehen signifikante negative Auswirkungen in Gebieten, in denen die Art als invasiv eingestuft wird.[7] In Kolumbien zählt die Pflanze zu den zehn problematischsten invasiven Arten, da sie durch ihr schnelles Wachstum landwirtschaftliche Flächen und natürliche Ökosysteme überwuchern kann. Besonders in den Andenwäldern verdrängt sie die native Vegetation, was langfristig die Biodiversität und forstwirtschaftliche Ressourcen gefährdet.[2] In Queensland (Australien) wird *Thunbergia alata* als Umweltunkraut geführt, dessen Ausbreitung behördlich überwacht werden muss, um Schäden an der lokalen Flora zu verhindern.[2][6] Die Bekämpfung verursacht Kosten, da die Pflanze Infrastrukturen wie Straßenränder und Wasserwege besiedelt und dort entfernt werden muss.[3][7] In der kommerziellen Produktion ist zudem die Anfälligkeit für Schädlinge wie Spinnmilben, Weiße Fliegen und Schildläuse relevant, die Pflanzenschutzmaßnahmen in Gewächshäusern erforderlich machen.[4][2] Obwohl sie Bestäuber wie Bienen anzieht, überwiegen in Nicht-Ursprungsgebieten oft die ökologischen und ökonomischen Risiken durch Verwilderung.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzungsbiologie von *Thunbergia alata* ist durch Entomophilie geprägt, wobei Bienen und Schmetterlinge als primäre Bestäuber fungieren. Feldstudien in den Anden dokumentierten über 2000 Blütenbesuche durch verschiedene Insektenarten wie *Bombus atratus* und *Apis mellifera*, die beim Nektarsammeln die Reproduktionsorgane kontaktieren. Obwohl die Art selbstkompatibel ist, fördern morphologische Mechanismen wie Herkogamie und Protandrie die Fremdbestäubung, indem der Griffel die Staubblätter räumlich überragt.[2] Für das menschliche Auge unsichtbare UV-Muster im Blütenschlund leiten die Bestäuber gezielt zu den Nektarien.[4] Nach der Befruchtung entwickeln sich kapselförmige Früchte, die bei Reife durch lokulizide Dehiszenz explosiv aufplatzen und die Samen bis zu drei Meter weit schleudern (Autochorie). Jede Kapsel enthält typischerweise zwei bis vier dunkelbraune, netzartige Samen, die oft flügelartige Auswüchse aufweisen.[3] Die Keimung erfolgt unter feuchten Bedingungen bei Temperaturen zwischen 18 und 24 °C meist innerhalb von 10 bis 21 Tagen.[4] In invasiven Populationen kann sich eine persistente Samenbank im Boden etablieren, wobei Dichten von fast 1500 Samen pro Quadratmeter und Keimraten von bis zu 100 % nachgewiesen wurden. In frostfreien tropischen Habitaten wächst *Thunbergia alata* als immergrüne, ausdauernde Staude, die ganzjährig blüht und fruchtet.[2] In gemäßigten Klimazonen verhält sich die Pflanze aufgrund ihrer Frostempfindlichkeit wie eine Einjährige, stirbt bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ab oder regeneriert in milderen Wintern aus dem verholzten Wurzelstock.[2][1] Die vegetative Ausbreitung wird zusätzlich durch die Bewurzelung von Stängeln bei Bodenkontakt begünstigt, was zu einer lokalen klonalen Expansion führt. Das Wurzelsystem weist eine hohe Assoziation mit arbuskulären Mykorrhizapilzen auf, welche die Nährstoffaufnahme unterstützen.[2] Zu den biotischen Stressfaktoren zählen Spinnmilben, Weiße Fliegen und Schildläuse, die besonders in Innenräumen oder bei warmen Überwinterungstemperaturen auftreten können.[4]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Thunbergia alata* umfasst tropische und subtropische Regionen in Ost-, Zentral- und Südafrika sowie Madagaskar. Es erstreckt sich von Sierra Leone im Westen bis Somalia im Osten und südwärts bis nach Südafrika, wo die Art unter anderem in den Provinzen KwaZulu-Natal und Limpopo heimisch ist. In diesen Habitaten besiedelt die Pflanze bevorzugt Waldränder, Flussufer und Buschland in saisonal trockenen Biomen. Die vertikale Verbreitung reicht in den Ursprungsgebieten vom Meeresspiegel bis auf etwa 2.000 Meter Höhe, wobei Lagen unter 1.800 Metern dominieren. Die Art meidet dichte Waldunterwüchse und sucht stattdessen offene, sonnige bis halbschattige Bereiche, um mittels ihrer windenden Triebe Licht zu erreichen.[1] Nachdem Samen um 1825 erstmals von Mauritius nach Europa gesandt wurden, verbreitete sich die Art weltweit als Zierpflanze.[2] Heute ist *Thunbergia alata* in vielen Regionen eingebürgert, darunter in Mittel- und Südamerika, Asien, Australien sowie auf pazifischen Inseln wie Hawaii. Vorkommen sind beispielsweise aus Mexiko, Brasilien, Indien, China und Queensland dokumentiert.[1] In den Einwanderungsgebieten besiedelt die Kletterpflanze häufig gestörte Standorte wie Straßenränder, Brachflächen und Küstendünen. In Kolumbien dringt sie als invasive Spezies sogar in andine Wälder in Höhenlagen zwischen 500 und 2.500 Metern vor. In gemäßigten Klimazonen wie Mitteleuropa ist die Art nicht winterhart und wird überwiegend als einjährige Gartenpflanze kultiviert, da sie Frost nicht toleriert. Globale Biodiversitätsdatenbanken verzeichnen über 15.000 georeferenzierte Fundpunkte, die mehrheitlich aus Beobachtungen nach 1950 stammen.[2]

Saisonalität & Aktivität

In frostfreien tropischen Regionen wächst *Thunbergia alata* als immergrüne, ausdauernde Pflanze, während sie in gemäßigten Klimazonen als einjährige Art kultiviert wird.[4][2] Im natürlichen Habitat blüht die Art ganzjährig und bringt mehrfach im Jahresverlauf Blüten hervor. In kühleren Regionen erstreckt sich die Blütezeit vom Hochsommer bis zum ersten Frost, wobei der florale Höhepunkt meist im Spätsommer liegt.[4] Die physiologische Aktivität ist stark temperaturabhängig, wobei das optimale Wachstum zwischen 18 °C und 30 °C stattfindet.[2] Nachttemperaturen unter 10 °C hemmen die Vitalität, und die Pflanze toleriert keinen Frost.[2][5] Die Bestäubung erfolgt tagsüber durch Insekten (Entomophilie), wobei Bienen und Schmetterlinge durch UV-Muster auf den Blütenblättern zum Nektar geleitet werden. Zur Überwinterung in temperierten Zonen müssen Topfpflanzen in Innenräume verbracht werden, da sie Temperaturen über 15 °C benötigen.[2] Der Reproduktionszyklus endet mit der Reifung der Kapselfrüchte, die bei Trockenheit explosiv aufspringen und die Samen durch Autochorie fortschleudern.[3] Ergänzend zeigt sich ein erhöhtes öffentliches Suchinteresse im Februar, was zeitlich mit der Phase der Vorkultur im Haus zusammenfällt.[4]

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Karolinenviertel, 20357 Hamburg, Deutschland

    29.08.2025

  • Tübingen, DE-BW, Deutschland

    24.08.2025

  • Berlin, Deutschland

    20.08.2025

  • Deutschland

    18.08.2025

  • Deutschland

    15.08.2025

Daten: iNaturalist

Źródła i odniesienia

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:56177-1
  2. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?kempercode=a552
  3. https://keyserver.lucidcentral.org/weeds/data/media/Html/thunbergia_alata.htm
  4. https://hort.extension.wisc.edu/articles/black-eyed-susan-vine-thunbergia-alata/
  5. https://extension.msstate.edu/news/southern-gardening/2023/tropical-vines-can-add-big-flowering-displays
  6. https://weeds.brisbane.qld.gov.au/weeds/black-eyed-susan
  7. http://www.hear.org/pier/species/thunbergia_alata.htm
  8. Literaturzusammenfassung (mit Bibliographie, siehe Primärquellenliste)