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Karaluch amerykański Periplaneta amerykańska

Karaluch amerykański
Mittleres Risiko Allergen Lästling Krankheitsüberträger Physische Gefahr

Taxonomische Klassifikation

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Schaben (Blattodea)
Familie Blattidae
Gattung Periplaneta
Art Periplaneta americana
Wissenschaftlicher Name: Periplaneta americana (Linnaeus, 1758)
Akzeptierter Name
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Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 20.02.2026
Buenos Aires 33 dni temu
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Einleitung

Die Amerikanische [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) (*Periplaneta americana*) ist eine ursprünglich aus Afrika stammende Art aus der Familie der Blattidae, die heute als bedeutender Hygieneschädling weltweit verbreitet ist.[1] Mit einer Körperlänge von bis zu 5,3 cm zählt sie zu den größten peridomestischen [Schaben](/pages/lexikon/deutsche-schabe) und besiedelt bevorzugt warme, feuchte Habitate wie Kanalisationen oder gewerbliche Lebensmittelbereiche. Im englischen Sprachraum sind Trivialnamen wie „waterbug“ oder „palmetto bug“ geläufig, die auf ihre ökologischen Präferenzen hinweisen.[2] Von der häufigen Deutschen [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) (*[Blattella germanica](/pages/lexikon/deutsche-schabe)*) lässt sie sich primär durch ihre deutlich größere Statur und die rotbraune Färbung mit gelbem Rand am Pronotum abgrenzen.[1]

Fakten (kompakt)

- Die Amerikanische [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) (*Periplaneta americana*) ist die größte der häufigen peridomestischen Schabenarten. - Adulte Exemplare erreichen durchschnittlich eine Länge von 4 cm. - Die Körperfarbe ist rötlich-braun mit einem blassgelben oder braunen Band entlang des Pronotums. - Adulte Tiere besitzen voll entwickelte Flügel, wobei die der Männchen etwas über das Abdomen hinausragen. - Ursprünglich stammt die Art aus Afrika und wurde um 1625 in Amerika eingeführt. - *Periplaneta americana* ist ein Allesfresser und nachtaktiv. - Sie bevorzugt warme, feuchte und dunkle Umgebungen wie Keller und Abwasserkanäle. - Unter optimalen Bedingungen dauert der Lebenszyklus von Ei bis zum adulten Tier etwa 600 Tage. - Adulte Tiere können bis zu 15 Monate leben. - Weibchen produzieren etwa 800 Nachkommen pro Jahr. - Die Entwicklung erfolgt über eine unvollständige Metamorphose (Hemimetabolie) mit den Stadien Ei, Nymphe und Adultus. - Nymphen durchlaufen 6–14 Stadien (Instars) bis zur Reife. - Die Art ist ein bedeutender Schädling in warmen Klimazonen weltweit. - *Periplaneta americana* kann Bakterien, Protozoen und Viren übertragen und so Krankheiten wie Gastroenteritis verbreiten. - Fossilienfunde deuten darauf hin, dass [Schaben](/pages/lexikon/deutsche-schabe) dieser Art seit über 300 Millionen Jahren existieren.[2]

Namen & Einordnung (kurz)

Die Art wird wissenschaftlich als *Periplaneta americana* (Linnaeus, 1758) geführt, wobei das Basionym der Erstbeschreibung *Blatta americana* lautet.[1] Sie gehört zur Familie der Blattidae, die sich taxonomisch von anderen Gruppen wie der Familie Ectobiidae abgrenzt.[3] Der Artzusatz *americana* bezieht sich historisch auf den Fundort der ersten wissenschaftlich beschriebenen Exemplare, obwohl der tatsächliche Ursprung der Spezies in Afrika liegt.[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Amerikanische [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) (*Periplaneta americana*) ist die größte der häufigen peridomestischen Schabenarten, wobei adulte Tiere typischerweise eine Körperlänge von 34 bis 53 mm erreichen. Die Grundfärbung ist rotbraun, charakterisiert durch ein markantes blassgelbes oder hellbraunes Band, das den Rand des Pronotums (Halsschild) säumt.[2] Adulte Exemplare besitzen voll entwickelte Flügel, die das Abdomen bedecken, wenngleich die Flugfähigkeit oft auf kurze Distanzen oder Gleitflüge beschränkt ist.[1] Ein Sexualdimorphismus zeigt sich in der Flügellänge: Während die Flügel der Männchen 4 bis 8 mm über die Hinterleibsspitze hinausragen, sind die der Weibchen kürzer und erreichen das Ende des Abdomens nicht.[3][1] Zudem lassen sich Männchen durch Cerci aus 18 bis 19 Segmenten sowie das Vorhandensein von Styli unterscheiden, wohingegen Weibchen keine Styli und Cerci mit nur 13 bis 14 Segmenten aufweisen.[3] Die flügellosen Nymphen erscheinen nach dem Schlupf zunächst graubraun und wechseln in späteren Entwicklungsstadien zu einer rotbraunen Färbung, wobei sie eine Größe von 1 bis 2 cm messen.[2][1] *P. americana* lässt sich deutlich von der viel kleineren Deutschen [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) (*[Blattella germanica](/pages/lexikon/deutsche-schabe)*, 13–16 mm) abgrenzen, die hellbraun ist und zwei dunkle Längsstreifen auf dem Pronotum trägt.[2][1] Im Gegensatz zur Orientalischen [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) (*[Blatta orientalis](/pages/lexikon/orientalische-schabe)*), die einheitlich dunkelbraun bis schwarz gefärbt ist und nur Stummelflügel (Männchen) besitzt oder flügellos ist (Weibchen), wirkt die Amerikanische Schabe heller und verfügt über voll ausgebildete Flügel.[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Amerikanische [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) (*Periplaneta americana*) gilt weltweit als bedeutender Hygieneschädling, der Nahrungsmittel und Oberflächen mit pathogenen Bakterien wie *Salmonella* und *Escherichia coli* sowie Viren kontaminiert.[1][2] Neben der mechanischen Übertragung von Krankheitserregern lösen ihre Exkremente und Häutungsreste bei Menschen allergische Reaktionen wie Asthma und Rhinitis aus.[1][6] Als Materialschädling verursacht die Art Fraßschäden an Papier, Leder, Bucheinbänden und Verpackungsmaterialien.[2] In technischen Anlagen kann der Befall von elektrischen Leitungen in schweren Fällen zu Kurzschlüssen und Bränden führen.[1] Die Bekämpfung erfolgt vorrangig durch Integriertes Schädlingsmanagement (IPM), das bauliche und hygienische Maßnahmen kombiniert.[2] Zur Prävention ist das Abdichten von Rissen in Wänden und um Rohrleitungen sowie der konsequente Entzug von Nahrungs- und Wasserquellen essenziell.[3][2] Da die Art auf hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen ist, wirkt die Absenkung der Raumfeuchte auf unter 50 % limitierend auf die Population.[2][1] Physikalische Bekämpfungsmethoden umfassen den Einsatz von Klebefallen zum Monitoring sowie Wärmebehandlungen, bei denen Temperaturen über 48 °C adulte Tiere abtöten.[3][2] Ergänzend werden biologische Gegenspieler wie die Schlupfwespe *Evania appendigaster* oder chemische Köder eingesetzt, wobei Resistenzbildungen gegen Kontaktinsektizide bekannt sind.[1][6]

Biologie & Lebenszyklus

Die Amerikanische [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) (*Periplaneta americana*) durchläuft eine hemimetabole Entwicklung, die aus den Stadien Ei, Nymphe und Adultus besteht, ohne ein Puppenstadium zu beinhalten. Die Fortpflanzung erfolgt durch die Ablage einer rotbraunen, taschenförmigen Ootheken, die durchschnittlich 14 bis 16 Eier enthält und in geschützten Spalten platziert wird.[2][3] Die Inkubationszeit der Eier variiert temperaturabhängig zwischen 29 und 58 Tagen, wobei das Optimum bei etwa 29 °C liegt.[3] Nach dem Schlüpfen durchlaufen die flügellosen Nymphen 6 bis 14 Häutungsstadien (Instars), bevor sie die Geschlechtsreife erreichen.[2][3] Die gesamte Entwicklungsdauer vom Ei bis zum Adulttier ist stark umweltabhängig und beträgt bei 20 °C durchschnittlich etwa 600 Tage, kann jedoch zwischen 168 und 786 Tagen schwanken.[3] Adulte Weibchen leben unter optimalen Bedingungen bis zu 450 Tage und produzieren in dieser Zeit etwa 58 Eikapseln.[2][3] Die Paarung wird chemisch durch das Sexualpheromon Periplanon-B initiiert, wobei Weibchen bei fehlenden Männchen fakultativ zur Parthenogenese fähig sind.[1] *Periplaneta americana* ernährt sich omnivor von verrottendem organischem Material, Stärke und Zucker. Das breite Nahrungsspektrum umfasst auch ungewöhnliche Substrate wie Leder, Haare, Papier, Buchbindungen und Kot. Dank physiologischer Anpassungen können die Tiere bis zu einen Monat ohne Wasser und zwei bis drei Monate ohne Nahrung überleben.[2]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Universität Regensburg, Regensburg, Bayern, Deutschland

    02.09.2025

  • Wiesbaden, Hesse, Deutschland

    20.05.2025

  • Zoo-Flora, 50735 Nippes, Deutschland

    13.04.2025

  • Deutschland

    28.03.2025

  • Baden-Württemberg, Deutschland

    13.11.2024

Daten: iNaturalist

Vorkommen & Lebensraum

Ursprünglich in Subsahara-Afrika und dem Nahen Osten beheimatet, hat *Periplaneta americana* durch den globalen Schiffsverkehr eine kosmopolitische Verbreitung erlangt. Die Art bevorzugt tropische und subtropische Klimazonen mit warmen Temperaturen zwischen 25 und 30 °C sowie einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit von 60 bis 90 %. In gemäßigten Breiten besiedelt sie vorwiegend geschützte, feuchte Innenbereiche wie Kanalisationen, Keller, Dampftunnel und gewerbliche Lebensmittelbetriebe.[2][1] Als thigmotaktisches und lichtscheues Insekt sucht die [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) tagsüber Zuflucht in dunklen Spalten und Hohlräumen, um Entdeckung zu vermeiden.[1] In klimatisch begünstigten Regionen kommen Populationen auch im Freiland vor, beispielsweise in Laubstreu, hohlen Bäumen oder Höhlen. Die Art ist hochgradig an synanthropes Leben angepasst, wobei Populationen in städtischen Abwassersystemen Dichten von über 5.000 Individuen erreichen können.[2] Jüngste Analysen deuten darauf hin, dass die Klimaerwärmung die Ausbreitung in kühlere Breiten begünstigt, da steigende Temperaturen das Überleben in menschlichen Strukturen erleichtern.[3]

Saisonalität & Aktivität

Die Amerikanische [Schabe](/pages/lexikon/deutsche-schabe) (*Periplaneta americana*) ist primär nachtaktiv und photonegativ, weshalb die Tiere tagsüber in dunklen, feuchten Verstecken ruhen und nachts auf Nahrungssuche gehen. Da die Art Temperaturen zwischen 25 und 30 °C bevorzugt, ist ihre Entwicklung und Mobilität eng an warme Umweltbedingungen gekoppelt.[2] Analysen des öffentlichen Interesses in Deutschland spiegeln diese biologische Abhängigkeit wider und zeigen ein ausgeprägtes saisonales Muster mit Spitzenwerten im Juni und Juli. Im Gegensatz dazu sinkt die Nachfrage nach Informationen in den kühleren Monaten Februar und März auf ein Minimum ab.[1] Neben der Temperatur beeinflussen auch Niederschläge das Auftreten; so können Starkregenereignisse Populationen aus der Kanalisation in Gebäude treiben und die sichtbare Aktivität in Innenräumen plötzlich erhöhen.[4] Langfristig begünstigt die klimatische Erwärmung eine Ausdehnung der Aktivitätsphasen und Überlebensraten in höhere Breitengrade.[5]

3D-Mikroskop Ansicht: Karaluch amerykański

Periplaneta amerykańska — Interaktive 3D-Ansicht

ℹ️ Lizenz & Quelle

Model: Fallout Recreation: Radroach Lifecycle | Creator: emijar | Source: https://sketchfab.com/3d-models/none-8eecd75675124b4ab8048f885d34b0b0 | License: CC BY 4.0

Bedienung: Mausrad zum Zoomen • Klicken & Ziehen zum Rotieren

Wissenschaftliche Forschung & Patente

CN-110551720-B Biological Erteilt

Auf dem Dsx-Gen von Periplaneta americana basierende dsRNA, Herstellungsverfahren, kodierendes Gen und Anwendung

(2019)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Das Patent nutzt RNA-Interferenz (dsRNA), um das Dsx-Gen (Double-sex Gen) der Amerikanischen Schabe gezielt auszuschalten. Dies führt zu einer Hemmung der Eiproduktion und Eierstockreifung bei Weibchen. Es ist eine hochspezifische genetische Methode zur Sterilisation und langfristigen Populationskontrolle.

CN-110468131-B Biological Erteilt

Auf dem Orco-Gen von Periplaneta americana basierende dsRNA, kodierendes Gen, Herstellungsverfahren und Anwendung

(2019)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Hier wird dsRNA verwendet, um das Orco-Gen (Olfactory receptor co-receptor) zu blockieren, was den Geruchssinn der Schaben ausschaltet. Da Männchen auf Pheromone angewiesen sind, um Weibchen zu finden, unterbindet dies effektiv die Paarung. Diese Methode greift tief in die Biologie und das Verhalten ein, um die Vermehrung zu stoppen.

US-9456601-B2 Chemical Erteilt

Pestizide auf Basis von vicinalen Diolen

Ectopharma Ltd. (2014)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Beschreibt den Einsatz von vicinalen Diolen als Wirkstoff zur Bekämpfung von Ektoparasiten und Schaben, einschließlich Periplaneta americana. Die Substanz wird direkt am Befallsort ausgebracht. Es handelt sich um eine chemische Bekämpfungsmethode, die eine Alternative zu herkömmlichen Neurotoxinen bietet.

US-5427784-A Biological Erteilt

Vorrichtung mit Pilzen zur biologischen Bekämpfung von Insekten

Ecoscience Corporation (1992)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Eine Infektionskammer, die entomopathogene Pilze wie Metarhizium anisopliae oder Beauveria bassiana enthält, um Schaben (inkl. P. americana) zu infizieren. Die Insekten kontaminieren sich in der Kammer und tragen die tödlichen Sporen weiter. Dies ist eine effektive biologische Bekämpfungsmethode, die spezifisch auf das Verhalten und die Biologie der Schädlinge abzielt.

US-4627981-A Behavioral Erteilt

Lockstoff- und Fraßstimulanz-Zubereitungen für Periplaneta americana L.

Taisho Pharma Company Ltd. (1985)

Relevanz: 10/10

Zusammenfassung

Dieses Patent beschreibt spezifische chemische Verbindungen (z.B. Tetralol-Derivate, Naphthol), die als hochwirksame Lockstoffe und Fraßstimulanzien für die Amerikanische Schabe dienen. Die Methode nutzt das Verhalten der Tiere, um sie an einen bestimmten Ort zu locken, was für Fallen oder Giftköder essenziell ist. Es ist eine direkte und spezifische Methode zur Kontrolle der Population.

Quellen & Referenzen

  1. https://www.cabidigitallibrary.org/doi/full/10.1079/cabicompendium.39662
  2. https://edis.ifas.ufl.edu/publication/IN298
  3. https://genent.cals.ncsu.edu/insect-identification/order-blattodea/
  4. https://www.pestworld.org/news-hub/pest-articles/cities-facing-increased-cockroaches-in-2025/
  5. https://resjournals.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/mve.12797
  6. https://e-aair.org/pdf/10.4168/aair.2012.4.5.264