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Powojnik

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Ranunculales (Ranunculales)
Rodzina Ranunculaceae
Rodzaj Clematis
Gatunek Clematis montana
Nazwa naukowa Clematis montana Buch.-Ham. ex DC.
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

*Clematis montana* ist eine wüchsige, laubabwerfende Kletterpflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae), deren natürliches Verbreitungsgebiet sich von Afghanistan über den Himalaya bis nach China und Taiwan erstreckt.[1][2] Die Art, die historisch unter Synonymen wie *Anemone curta* oder *Clematis anemoniflora* beschrieben wurde, zeichnet sich durch ihre dreizähligen Blätter und eine reiche Blütenbildung aus.[1][3] Aufgrund ihrer im späten Frühling erscheinenden, oft nach Vanille duftenden Blüten wird sie weltweit als Zierpflanze kultiviert und dient Bestäubern wie Bienen und Schmetterlingen als Nahrungsquelle.[3]

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Ostatnio 22.04.2026
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Fakten (kompakt)

- Die taxonomische Einordnung stellt die Art in die Abteilung der Gefäßpflanzen (Tracheophyta) und die Klasse der Magnoliopsida. - Innerhalb der Gattung wird *Clematis montana* der Untersektion *Montanae* (Montana-Gruppe) zugeordnet, die sich durch früh blühende Arten mit ausgebreiteten weißen Kelchblättern auszeichnet. - Zu den historischen Synonymen zählen neben den bereits bekannten Namen auch *Clematis insulari-alpina* Hayata und *Clematis kuntziana* H.Lév. & Vaniot. - Die einzelnen Blüten weisen typischerweise einen Durchmesser von 4 bis 7 cm auf und besitzen gelbe Staubblätter. - Die Breite der einzelnen Blättchen variiert zwischen 1 und 5 cm. - In Bezug auf die Winterhärte ist die Pflanze für die USDA-Klimazonen 6 bis 9 geeignet. - Pflegemaßnahmen umfassen das Entfernen toter oder schwacher Triebe im späten Winter sowie einen leichten Rückschnitt direkt nach der Blüte, um das starke Wachstum zu kontrollieren.[12] - Neben den bekannten Kultivaren existieren auch großblumige Formen wie *f. grandiflora*.[12]

Name & Einordnung

Der gültige wissenschaftliche Name der Art lautet *Clematis montana* Buch.-Ham. ex DC.[1][3] Die Erstbeschreibung wurde im Jahr 1817 durch Augustin-Pyramus de Candolle veröffentlicht und basierte auf Exemplaren, die Francis Buchanan-Hamilton in den Bergregionen von Zentral-Nepal gesammelt hatte. Systematisch gehört die Pflanze zur Gattung der Waldreben (*Clematis*) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Der Gattungsname leitet sich vom altgriechischen Wort *klema* (κλῆμα) ab, was „Rebenzweig“ oder „Ranke“ bedeutet und auf die kletternde Wuchsform verweist. Das Art-Epitheton *montana* entstammt dem Lateinischen (*montanus*) und bedeutet „vom Berg“, eine Referenz auf die natürlichen Habitate in den asiatischen Höhenlagen. Innerhalb der Gattung wird die Art der „Montana-Gruppe“ (Subsektion Montanae) zugeordnet, welche sich durch Wüchsigkeit und eine frühe Blütezeit auszeichnet.[3] Zu den historischen Synonymen zählen unter anderem *Anemone curta* Wall. ex DC., *Clematis anemoniflora* D.Don sowie *Clematis insulari-alpina* Hayata.[1] Zwar werden keine Unterarten (Subspezies) unterschieden, jedoch existieren anerkannte Varietäten wie *Clematis montana* var. *rubens* oder var. *wilsonii*, die sich in Blütenfarbe und Morphologie differenzieren. Die Einführung der Art nach Europa erfolgte im Jahr 1831 aus dem indischen Himalaya.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Clematis montana ist eine starkwüchsige, laubabwerfende Liane, die Wuchshöhen von 7 bis 12 Metern erreicht.[3] Die zylindrischen Stängel weisen oft flache Längsrillen auf und sind zunächst fein behaart, verkahlen jedoch mit zunehmendem Alter.[2] Anders als Arten mit Haftwurzeln klettert diese Spezies, indem sie ihre Blattstiele um schmale Stützen windet.[3] Die gegenständig angeordneten Blätter sind dreizählig gefiedert und sitzen an 2,5 bis 9 cm langen Stielen. Die einzelnen Blättchen sind eiförmig bis rhombisch-eiförmig, 1,8 bis 7 cm lang und besitzen eine papierartige bis krautige Textur.[2] Ihre Ränder sind spärlich gezähnt oder ganzrandig, wobei der Austrieb im Frühjahr oft eine charakteristische bronze- oder purpurfarbene Tönung zeigt, bevor er dunkelgrün vergrünt.[3][2] Die 5 bis 7 cm großen Blüten bestehen aus vier blütenblattartigen Sepalen, die weiß bis blassrosa gefärbt sind und prominente gelbe Staubbeutel umschließen.[3] Sie verströmen einen süßlichen Vanilleduft und erscheinen in axillären Büscheln oder einzeln an den Trieben des Vorjahres.[3][2] Nach der Bestäubung entwickeln sich elliptische Achänen, die jeweils einen bis zu 4 cm langen, federartigen Griffel tragen.[2] Diese flauschigen Samenstände bleiben oft bis in den Herbst erhalten und dienen der Windausbreitung.[3] Zur Unterscheidung innerhalb der Art dient oft die Behaarung der Blütenstiele: Während die Typusvarietät var. montana kahle Stiele besitzt, sind diese bei der rosablühenden var. rubens behaart.[2][5] Eine Verwechslungsmöglichkeit besteht mit var. wilsonii, die jedoch durch größere Blüten bis 7,5 cm Durchmesser und eine spätere Blütezeit im Juli bis August abgegrenzt ist.[3]

Beschreibung

Clematis montana ist eine kräftige, laubabwerfende Liane aus der Familie der Hahnenfußgewächse (*Ranunculaceae*), die für ihr schnelles Wachstum und ihre reiche Blütenfülle bekannt ist.[1][3] Im Gegensatz zu Kletterpflanzen, die Haftwurzeln ausbilden, erklimmt diese Art vertikale Strukturen und Bäume, indem sie ihre Blattstiele (Petiolen) windend um schlanke Stützen schlingt. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet, das sich vom Himalaya über Afghanistan bis nach China und Taiwan erstreckt, besiedelt sie Höhenlagen zwischen 1.000 und 4.000 Metern.[2] Dort prägt sie das Erscheinungsbild von Bergwäldern und Flussufern, wo sie oft dichte vegetative Vorhänge über Sträuchern und Bäumen bildet.[6] Die zylindrischen Stämme sind in der Jugend fein behaart (puberulös) und verkahlen mit zunehmendem Alter, wobei sie Längen von 7 bis 12 Metern erreichen können.[3][4] Eine wesentliche anatomische Anpassung ist die Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen, welche die Phosphoraufnahme in den oft nährstoffarmen Böden der Hochgebirge optimiert.[7] Die gegenständig angeordneten, dreiteiligen Blätter treiben im Frühjahr häufig mit einer bronze- oder purpurfarbenen Tönung aus, bevor sie zu einem satten Grün vergrünen, was die Lichtabsorption in der frühen Wachstumsphase maximiert. Der Lebenszyklus der Pflanze ist durch eine spektakuläre Blüte im späten Frühjahr gekennzeichnet, bei der die Blüten am Holz des Vorjahres erscheinen. Diese Blüten besitzen keine echten Kronblätter, sondern vier blütenblattartige Kelchblätter (Sepalen), die typischerweise weiß bis rosa gefärbt sind und einen süßen Vanilleduft verströmen, um Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge anzulocken.[3] Nach der Befruchtung entwickeln sich die Fruchtstände zu auffälligen, fedrigen Büscheln aus Achänen; die bis zu 4 cm langen, behaarten Griffel dienen dabei als Flugorgan für die Windausbreitung (Anemochorie).[8][3] Chemisch schützt sich *Clematis montana* durch das Glykosid Ranunculin, das bei Gewebeverletzung in das hautreizende Protoanemonin umgewandelt wird und so Fressfeinde wie Säugetiere abschreckt.[9][3] Dennoch dient das dichte Laubwerk als wichtiger Lebensraum und Schutz für Vögel und Kleintiere in den montanen Ökosystemen.[3] Taxonomisch wird die Art innerhalb der Gattung der Montana-Gruppe zugeordnet, die sich durch Wuchskraft und frühsaisonale Blüte mit ausgebreiteten Sepalen von verwandten Gruppen abgrenzt.[1] Die Erstbeschreibung erfolgte 1817 durch Augustin Pyramus de Candolle basierend auf Exemplaren aus Nepal, wobei die Art eine hohe morphologische Variabilität aufweist, etwa in Form der rosablühenden *var. rubens* aus Westchina.[5]

Verhalten

Im Gegensatz zu Kletterpflanzen mit Haftwurzeln zeigt *Clematis montana* ein spezifisches Kletterverhalten, indem sie ihre Blattstiele (Petiolen) aktiv um schlanke Stützen wie Zweige oder Drähte windet. Diese thigmotrope Anpassung ermöglicht es der Liane, in ihren heimischen Bergwäldern Bäume zu erklimmen, wobei neue Triebe jährlich mehrere Meter wachsen können.[3] Die Pflanze orientiert sich phototrop zum Licht und gedeiht in voller Sonne bis Halbschatten, während sie physiologisch darauf angewiesen ist, dass der Wurzelbereich kühl und beschattet bleibt. Als saisonale Verhaltensanpassung wirft die Art im Herbst ihr Laub ab und tritt in eine winterliche Ruhephase ein, um Energie zu konservieren.[4] Zur Anlockung von Bestäubern setzt *Clematis montana* auf chemische Signale in Form eines süßen, vanilleartigen Blütendufts. Diese olfaktorische Kommunikation zieht primär Insekten wie Bienen und Schmetterlinge an, die für die Bestäubung essenziell sind.[3] Als Abwehrverhalten gegen Fressfeinde nutzt die Pflanze einen chemischen Mechanismus, bei dem das Glykosid Ranunculin bei Gewebeverletzung in das hautreizende Toxin Protoanemonin umgewandelt wird. Diese chemische Verteidigung schützt die Pflanze effektiv vor starkem Wildverbiss und macht sie für viele Herbivoren unattraktiv.[9] Im Bodenbereich interagiert *Clematis montana* symbiotisch mit arbuskulären Mykorrhizapilzen, was die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, in nährstoffarmen Böden verbessert.[7] Die Ausbreitung der Samen erfolgt passiv durch den Wind (Anemochorie), wobei die fedrigen Griffel an den Achänen als Flugapparat fungieren und den Transport über Distanzen ermöglichen.[2]

Ökologie

Clematis montana besiedelt in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet im Himalaya und Ostasien montane Lebensräume in Höhenlagen zwischen 1.000 und 4.000 Metern.[2] Die Art bevorzugt feuchte, gut durchlässige Böden in Mischwäldern, Gebüschen und entlang von Wasserläufen, wo sie oft im Halbschatten unter dem Kronendach wächst.[6] Als kräftige Liane nutzt C. montana Bäume und Sträucher als Stützstruktur, indem sie ihre Blattstiele um Äste windet, um Höhen von bis zu 12 Metern zu erreichen und in das Kronendach aufzusteigen. Im Ökosystem fungiert die Pflanze als Nahrungsquelle für Bestäuber, wobei die nektarreichen Blüten im späten Frühjahr insbesondere Bienen und Schmetterlinge anziehen.[3] Die Ausbreitung der Samen erfolgt primär durch den Wind (Anemochorie), begünstigt durch fedrige Griffel an den Achänen, oder seltener durch Anhaftung an Tierfellen.[8] Zur Optimierung der Nährstoffaufnahme, speziell von Phosphor in oligotrophen Hochgebirgsböden, geht die Pflanze eine Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein.[7] Chemisch schützt sich C. montana durch das Glykosid Ranunculin, das bei Verletzung in das reizende Protoanemonin umgewandelt wird und so den Fraßdruck durch Herbivoren mindert.[9] Dennoch dient die Pflanze als Wirt für verschiedene Organismen, darunter Blattläuse und Raupen der Achateule, sowie für pilzliche Pathogene wie Calophoma clematidina.[5][3] Außerhalb des nativen Areals kann die Art in gestörten Habitaten dichte Dickichte bilden und durch ihre Wuchskraft langsamer wachsende Vegetation verdrängen.[3]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Clematis montana fungiert ökologisch primär als Nützling, indem sie Vögeln dichte Nistplätze bietet und Bestäubern wie Bienen und Schmetterlingen Nektar liefert. Außerhalb ihres nativen Areals gilt sie meist als unproblematisch, kann jedoch auf gestörten Flächen invasives Potenzial zeigen und heimische Vegetation verdrängen, wie Beobachtungen in Neuseeland belegen.[3] Medizinisch relevant ist der Gehalt an Ranunculin in allen Pflanzenteilen, das bei Verletzung des Gewebes zu Protoanemonin reagiert und bei Hautkontakt schwere Dermatitis oder Blasenbildung auslöst.[9] Die orale Aufnahme führt bei Menschen und Haustieren zu gastrointestinalen Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Diarrhö; auch für Weidetiere wie Pferde ist die Pflanze giftig.[3] Zu den häufigsten Schädlingen zählen Blattläuse, deren Honigtau Rußtaupilze begünstigt, sowie Schnecken, die unregelmäßige Fraßspuren und Schleim hinterlassen. Ohrwürmer fressen typische Kerben in Blütenblätter und können durch Fallen aus gerolltem Zeitungspapier überwacht und abgesammelt werden. Gegen Raupenbefall, der zur Entlaubung führen kann, werden biologische Mittel auf Basis von Bacillus thuringiensis (Bt) eingesetzt.[5] Die Clematis-Welke (Calophoma clematidina) verursacht ein plötzliches Absterben und Schwarzfärben der Triebe, wobei C. montana widerstandsfähiger ist als großblumige Hybriden. Zur Bekämpfung der Welke müssen befallene Triebe bis ins gesunde Gewebe zurückgeschnitten und hygienisch entsorgt werden, da Fungizide hierbei oft wirkungslos sind. Echter Mehltau (Erysiphe spp.) tritt als weißer Belag bei schlechter Luftzirkulation auf und kann mit schwefelhaltigen Fungiziden behandelt werden. Präventive Maßnahmen umfassen das Vermeiden von Überkopfberegnung sowie regelmäßige Auslichtungsschnitte zur Verbesserung der Belüftung im Bestand.[3] Aktuelle Forschungen entwickeln Screening-Verfahren für antagonistische Pilze, um neue biologische Bekämpfungsstrategien gegen Blattfleckenkrankheiten bereitzustellen.[4] Aus Arbeitsschutzgründen ist das Tragen von Handschuhen beim Rückschnitt zwingend erforderlich, um Hautreizungen durch Pflanzensäfte zu vermeiden.[9]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die primäre wirtschaftliche Bedeutung von *Clematis montana* liegt im Zierpflanzenbau, wo zahlreiche Kultivare der Montana-Gruppe weltweit gehandelt werden.[3] Als reichblühende Nektarquelle fungiert die Art zudem als Nützling, der Bestäuber wie Bienen und Schmetterlinge fördert.[1] In der Forst- und Landschaftspflege kann *C. montana* außerhalb ihres nativen Areals, etwa in Neuseeland, zum Problem werden, da sie in gestörten Habitaten Dickichte bildet und heimische Vegetation verdrängt.[3] Für die Viehwirtschaft besteht ein Risiko durch den Inhaltsstoff Protoanemonin, der bei Weidetieren wie Pferden Mundreizungen und gastrointestinale Beschwerden auslöst.[9][11] Dies erfordert im Weidemanagement Schutzmaßnahmen, um Vergiftungen und damit verbundene tierärztliche Kosten zu vermeiden.[11] Im kommerziellen Anbau mindern Schädlinge wie Blattläuse oder Schnecken den Verkaufswert durch optische Schäden an den Blättern. Obwohl die Art widerstandsfähiger gegen die Clematis-Welke ist als viele Hybriden, verursachen Pilzerkrankungen wie Echter Mehltau (*Erysiphe* spp.) Qualitätsverluste in der Produktion.[3][6] Die Relevanz von Krankheitsresistenzen zeigt sich in der Entwicklung patentierter Verfahren zur biologischen Bekämpfung von Blattfleckenkrankheiten mittels antagonistischer Pilze.[4]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzung von *Clematis montana* erfolgt sexuell durch Bestäubung, wobei die nektarreichen, nach Vanille duftenden Blüten vor allem Bienen und Schmetterlinge anlocken.[3] Nach der Befruchtung bildet die Pflanze nussartige Schließfrüchte (Achänen), die mit bis zu 4 cm langen, fedrigen Griffeln versehen sind.[2] Diese plumosen Anhänge ermöglichen eine effektive Windausbreitung (Anemochorie) der Samen über felsiges Terrain in den nativen Gebirgsregionen.[2][3] Die Samen besitzen eine physiologische Dormanz und benötigen zur Keimung eine Kältestratifikation von 4 bis 6 Wochen, um die Keimhemmung zu brechen. Unter optimalen Bedingungen bei 15–20 °C erfolgt die Keimung anschließend innerhalb von 3 bis 4 Wochen, wobei die Samen im Boden 1 bis 2 Jahre lebensfähig bleiben können.[6] Vegetativ kann sich die Pflanze durch Absenker vermehren, wenn bodennahe Triebe Wurzeln schlagen.[10] Als sommergrüne Liane klettert *C. montana* nicht mit Haftwurzeln, sondern windet ihre Blattstiele (Petiolen) um Stützen, um Höhen von 7 bis 12 Metern zu erreichen.[6][3] Das Wachstum ist viguros mit jährlichen Trieblängen von mehreren Metern, bevor die Pflanze im Herbst das Laub abwirft und in eine Winterruhe übergeht.[4][3] Die Wurzeln gehen eine Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen ein, welche die Nährstoffaufnahme, insbesondere von Phosphor, in den oft nährstoffarmen Böden der Hochgebirge verbessert.[7] Zu den natürlichen Feinden zählen Herbivoren wie Blattläuse, Schnecken sowie Raupen der Achateule (*Phlogophora meticulosa*), die an jungen Trieben und Blüten fressen.[5] Physiologisch schützt sich die Pflanze gegen Fraßfeinde durch das Glykosid Ranunculin, das bei Gewebeverletzung in das hautreizende Toxin Protoanemonin umgewandelt wird.[9][3] Obwohl *C. montana* robuster als viele großblumige Hybriden ist, kann sie von der Clematis-Welke (*Calophoma clematidina*) oder Echtem Mehltau (*Erysiphe* spp.) befallen werden.[3][6] Staunässe begünstigt zudem Wurzelfäule durch *Phytophthora*-Arten, was einen signifikanten Mortalitätsfaktor darstellt.[4]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet von *Clematis montana* erstreckt sich über die Himalaya-Region sowie die gebirgigen Teile Zentral- und Ostasiens.[2][1] Es reicht von Afghanistan über Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan und Myanmar bis nach China und Taiwan. In China besiedelt die Art zahlreiche Provinzen, darunter Sichuan, Yunnan, Tibet und Hubei. Die vertikale Verbreitung liegt in diesen Ursprungsgebieten typischerweise zwischen 1.000 und 4.000 Metern über dem Meeresspiegel. *Clematis montana* bewohnt dort vorwiegend feuchte, gut durchlässige Hänge in Mischwäldern, an Waldrändern und in Gebüschformationen. Auch in felsigen Bereichen und entlang von Bachläufen ist die Pflanze anzutreffen, wobei sie oft den Halbschatten unter dem Kronendach toleriert. In diesen montanen Wäldern nutzt die Liane Bäume und Sträucher als Kletterhilfen, um Höhen von bis zu 12 Metern zu erreichen. Die Art ist an das gemäßigte Biom angepasst, insbesondere an kühl-gemäßigte bis subtropische Bergklimate mit saisonalen Monsunregen.[2] Die erste Einführung nach Europa erfolgte im Jahr 1831 mit Exemplaren aus dem indischen Himalaya.[3] Seit dem frühen 19. Jahrhundert wurde die Spezies auch in Nordamerika und Neuseeland eingeführt, wo sie heute weit verbreitet kultiviert wird. In einigen dieser Regionen hat sich *Clematis montana* außerhalb von Gärten etabliert; so wurde sie in Neuseeland bereits 1968 als eingebürgert dokumentiert. In Europa wächst sie umfangreich in Gärten der gemäßigten Zone und verwildert gelegentlich. Außerhalb des nativen Areals gilt sie meist als nicht invasiv, kann sich jedoch an gestörten Standorten aggressiv ausbreiten und Dickichte bilden.[3]

Saisonalität & Aktivität

Als sommergrüne Kletterpflanze durchläuft *Clematis montana* einen ausgeprägten saisonalen Zyklus, der mit dem Abwurf des Laubes im Herbst und einer Ruhephase (Dormanz) über die Wintermonate endet.[3] Die Aktivität beginnt im Frühjahr mit dem Austrieb der Blätter, die zunächst oft bronzefarben oder violett getönt erscheinen, bevor sie zu einem dunklen Grün reifen.[3][4] Die primäre Blütezeit erstreckt sich über drei bis vier Wochen im späten Frühling, wobei die Pflanze eine Fülle an Blüten hervorbringt.[3] Eine phänologische Ausnahme bildet die Varietät *var. wilsonii*, deren Blütezeit deutlich später liegt und erst in den Monaten Juli bis August stattfindet. Da die Art zur Schnittgruppe 1 gehört, werden die Blütenknospen bereits in der vorangegangenen Vegetationsperiode am alten Holz angelegt. Nach der Bestäubung entwickeln sich fedrige Samenstände, die bis in den Herbst an der Pflanze verbleiben und einen dekorativen Aspekt bieten. Die Art ist in den USDA-Klimazonen 6 bis 9 winterhart, wobei junge Pflanzen bei strengen Temperaturen Schutz im Wurzelbereich benötigen.[3] Das öffentliche Interesse an der Pflanze korreliert stark mit der Vegetationsperiode und erreicht in den Monaten April und Mai seinen jährlichen Höchststand.

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Lembruch Seeschlösschen, 49459 Lembruch, Deutschland

    02.10.2025

  • Plaaz-Wendorf, 18276 Plaaz, Deutschland

    07.06.2025

  • Berlin, DE-BE-BR, Deutschland

    17.05.2025

  • Deutschland

    08.05.2025

  • Mettmann, North Rhine-Westphalia, Deutschland

    28.04.2025

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

CN-108504578-A Biological Nieznany

Ein Screening-Verfahren fuer antagonistische Pilze gegen die Clematis-Blattfleckenkrankheit

Jiangsu Polytechnic College Agriculture & Forestry (2018)

Znaczenie: 9/10

Streszczenie

Das Patent stellt eine Methode vor, um Pilze zu isolieren, die als natuerliche Gegenspieler (Antagonisten) gegen die Blattfleckenkrankheit bei Clematis wirken. Es wird ein spezifisches Verdünnungs- und Kulturverfahren auf LB- und PDA-Medien beschrieben. Dies ist eine direkte biologische Pflanzenschutzmethode, um Clematis vor pathogenem Pilzbefall zu schuetzen.

CN-106417400-A Biological Nieznany

Forst-Insektizid und dessen Herstellungsverfahren

Huang Feibi (2016)

Znaczenie: 5/10

Streszczenie

Ein Insektizid fuer die Forstwirtschaft, das Clematis chinensis als einen der Wirkstoffe enthaelt. Es kombiniert pflanzliche Insektizide mit Naehrstoffen, um Schaedlinge zu bekaempfen und gleichzeitig das Pflanzenwachstum zu foerdern. Hier wird Clematis als Mittel zur Schaedlingsbekaempfung eingesetzt.

Źródła i odniesienia

  1. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:709900-1
  2. http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&taxon_id=200007684
  3. https://www.worldfloraonline.org/taxon/wfo-0000610296
  4. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/clematis-montana/
  5. https://landscapeplants.oregonstate.edu/plants/clematis-montana-var-rubens
  6. https://floranorthamerica.org/Clematis
  7. https://mycorrhizae.com/wp-content/uploads/2017/03/Mycorrhizal-Status-of-Families-and-Genera-v1.6.pdf
  8. http://www.redhousegarden.com/2011/08/walk-on-weird-side-clematis-seed-heads.html
  9. https://poisonousplants.cvmbs.colostate.edu/plant/136
  10. https://clematis-westphal.de/en/propagation-of-clematis/
  11. https://wagwalking.com/condition/clematis-poisoning
  12. Literaturzusammenfassung: Clematis montana