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nornica ruda Clethrionomys Glareolus

nornica ruda
Średnie ryzyko Może ugryźć Wektor choroby Uciążliwy Zagrożenie fizyczne

Taksonomia

Królestwo Tiere (Animalia)
Typ Chordatiere (Chordata)
Klasa Säugetiere (Mammalia)
Rząd Nagetiere (Rodentia)
Rodzina Cricetidae
Rodzaj Myodes
Gatunek Clethrionomys glareolus
Nazwa naukowa Clethrionomys glareolus (Schreber, 1780)

Einleitung

Die **Rötelmaus** (*Clethrionomys glareolus*, Synonym *Myodes glareolus*) ist eine in der Paläarktis heimische Nagetierart aus der Familie der Wühler (Cricetidae).[1][2] Sie zeichnet sich durch ein rotbraunes Rückenfell, eine grauweiße Unterseite sowie eine rundliche Schnauze aus und besiedelt bevorzugt Wälder und Hecken. Während sie eine wichtige Rolle im Ökosystem als Beutetier spielt, wird sie wirtschaftlich als Pflanzen- und Forstschädling sowie medizinisch als Reservoir für Hantaviren eingeordnet.[2][3]

Analiza społeczności

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Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 21.05.2026
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Name & Einordnung

Die Rötelmaus (*Clethrionomys glareolus*) wurde im Jahr 1780 von Johann Christian Daniel von Schreber wissenschaftlich erstbeschrieben. Ursprünglich ordnete Schreber die Art in seinem Werk „Die Säugethiere in Abbildungen nach der Natur“ unter dem Basionym *Mus glareolus* ein.[2] Im Laufe der taxonomischen Geschichte wurde die Spezies im 19. Jahrhundert zunächst zur Gattung *Evotomys* und später zu *Clethrionomys* gestellt, um sie aufgrund dentaler Merkmale von echten Mäusen abzugrenzen. Zeitweise fand der wissenschaftliche Name *Myodes glareolus* breite Verwendung, bis eine nomenklatorische Analyse im Jahr 2020 *Clethrionomys* als den prioritären und gültigen Gattungsnamen bestätigte. Der Gattungsname setzt sich aus den griechischen Begriffen *kleithrion* (Riegel) und *mys* (Maus) zusammen, was auf die riegelartige Struktur der oberen Schneidezähne anspielt. Das Artepitheton *glareolus* leitet sich als Diminutiv vom lateinischen *glarea* (Kies) ab und bedeutet „etwas kiesig“, was die Präferenz der Tiere für steinige Waldböden beschreibt.[2] Systematisch wird die Rötelmaus der Familie der Wühler (Cricetidae) und der Unterfamilie der Wühlmäuse (Arvicolinae) zugeordnet.[2][1] Es werden über das Verbreitungsgebiet hinweg 10 bis 13 Unterarten unterschieden, darunter die auf der walisischen Insel Skomer isolierte Form *Clethrionomys glareolus skomerensis*. Im englischen Sprachraum ist die Art als „Bank vole“ oder „Red-backed vole“ bekannt.[2] In der Schädlingsbekämpfung wird sie als Pflanzen- und Forstschädling klassifiziert.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Rötelmaus (*Clethrionomys glareolus*) ist ein kleiner, kompakter Nager mit einem mausartigen Erscheinungsbild, einer stumpfen, abgerundeten Schnauze und kleinen schwarzen Augen. Adulte Tiere erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 80 bis 121 mm sowie ein Körpergewicht zwischen 15 und 36 g. Die charakteristische Fellfärbung zeigt eine rostrote bis rotbraune Oberseite, die in Waldgebieten als Tarnung dient. Die Flanken sind oft grau durchsetzt, während die Unterseite grauweiß bis blass cremefarben gefärbt ist. Der Schwanz misst etwa 38 bis 76 mm, was etwas weniger als der halben Körperlänge entspricht.[3][2] Er weist ca. 80 Ringe auf und ist nur dünn behaart, sodass er fast nackt erscheint.[3] Die abgerundeten Ohren sind prominent ausgebildet und ragen leicht aus dem Fell hervor. Ein spezifisches Bestimmungsmerkmal ist das Gebiss mit bewurzelten prismatischen Backenzähnen bei erwachsenen Tieren, was sie von vielen anderen Wühlmäusen unterscheidet. Die oberen Schneidezähne weisen zudem einen markanten hinteren Lobus auf. Jungtiere unterscheiden sich von Adulten durch eine geringere Körpergröße von zunächst 7 bis 9 cm und eine vorwiegend graue, weniger leuchtende Fellfärbung. Das typische kastanienbraune Rückenfell bildet sich erst mit zunehmender Reife aus. Der Sexualdimorphismus ist gering ausgeprägt, wobei adulte Männchen tendenziell etwas größer und schwerer als Weibchen sind. Morphologisch lässt sich die Art durch die stumpfe Schnauze und die Zahnstruktur von echten Mäusen (*Mus*) abgrenzen.[2] Inselpopulationen wie die Skomer-Wühlmaus (*C. g. skomerensis*) können deutlich größer und dunkler gefärbt sein als die Festlandformen.[2]

Beschreibung

Die Rötelmaus (*Clethrionomys glareolus*) ist ein kleiner Vertreter der Wühler (Cricetidae), der sich durch einen kompakten Körperbau, eine stumpfe Schnauze und kleine, rundliche Ohren auszeichnet, die leicht aus dem Fell hervorragen.[2][1] Charakteristisch für das Erscheinungsbild ist das rötlich-braune bis fuchsrote Fell der Oberseite, das der Art ihren deutschen Namen verleiht, während die Flanken gräulich und die Unterseite weißlich bis grauweiß gefärbt sind.[2][3] Im Gegensatz zu vielen anderen Wühlmäusen besitzt sie einen verhältnismäßig langen Schwanz, der etwa ein Drittel bis die Hälfte der Kopf-Rumpf-Länge einnimmt und mit ca. 80 Ringen versehen ist.[2][3] Der Schwanz erscheint dabei dünn behaart und fast nackt.[3] Ein wichtiges anatomisches Unterscheidungsmerkmal zu verwandten Gattungen wie *Microtus* sind die bewurzelten Molaren der erwachsenen Tiere, die flache Kronen zum Zermahlen von Pflanzennahrung aufweisen. Der wissenschaftliche Gattungsname *Clethrionomys* verweist auf die Form der oberen Schneidezähne, die einen hinteren Lappen besitzen, der an einen Riegel erinnert, während das Art-Epitheton *glareolus* (Kies) auf eine Bevorzugung steiniger Waldböden hindeutet. Jungtiere unterscheiden sich optisch deutlich von den Adulten, da sie zunächst ein graues Jugendkleid tragen und die typische rötliche Färbung erst mit zunehmendem Alter entwickeln.[2] Die Neugeborenen kommen nackt und blind zur Welt, wobei sich die Augen erst nach etwa 9 bis 12 Tagen öffnen.[2][3] Im Winter bildet die Art ein dichteres Winterfell aus, das die Thermoregulation in den gemäßigten und borealen Lebensräumen unterstützt. Geografisch variiert die Körpergröße gemäß der Bergmannschen Regel, wobei Populationen im Norden oft bis zu 25 % schwerer sind als ihre südlichen Artgenossen.[2] Eine bemerkenswerte Inselform ist die Skomer-Wühlmaus (*C. g. skomerensis*), die aufgrund ihrer Isolation auf der Insel Skomer größer und dunkler gefärbt ist als die Festlandtiere. Physiologisch ist die Rötelmaus an eine herbivore Ernährung angepasst, indem sie Zellulose durch Enddarmfermentation im Blinddarm (Caecum) aufschließt.[2] Ihre Fortbewegung ist vielseitig; sie bewegt sich nicht nur laufend am Boden, sondern klettert auch geschickt in Sträuchern und im Geäst.[3] Historisch wurde die Art taxonomisch oft verschoben, wobei neuere Analysen aus dem Jahr 2020 *Clethrionomys* gegenüber *Myodes* als den gültigen Gattungsnamen bestätigten.[2]

Verhalten

Das Aktivitätsmuster von *Clethrionomys glareolus* ist polyphasisch mit Schwerpunkten in der Dämmerung, kann sich jedoch je nach Jahreszeit und Feinddruck auch in die Nacht oder den Tag verschieben. Im Gegensatz zu vielen anderen Wühlmäusen klettert die Art geschickt auf Sträucher und niedrige Äste, um Nahrungsquellen wie Flechten zu erreichen. Zur Orientierung und zum Schutz legen die Tiere ausgedehnte Tunnelsysteme an, die bis zu 0,5 Meter tief reichen und über mehrere Ausgänge verfügen.[2][3] Das Sozialverhalten ist durch eine ausgeprägte Territorialität gekennzeichnet, bei der adulte Weibchen exklusive Reviere gegen Eindringlinge verteidigen.[1] Männchen nutzen größere Streifgebiete, die sich mit denen mehrerer Weibchen überlappen, und markieren ihren Besitzanspruch sowie ihren Dominanzstatus durch Urin und Kot.[2][1] Während der Fortpflanzungszeit leben die Tiere weitgehend solitär, bilden jedoch im Winter kleine Gemeinschaften von zwei bis fünf Individuen, um durch gegenseitiges Wärmen die Thermoregulation zu unterstützen.[1] Bei der Wahrnehmung von Raubtiergerüchen reagieren Rötelmäuse oft mit dem Erstarren („Freezing“) oder flüchten blitzschnell in dichte Vegetation.[2] Untersuchungen zum Erkundungsverhalten zeigen, dass mutigere Individuen eine verbesserte räumliche Orientierung aufweisen, was die Kolonisierung neuer Lebensräume begünstigt.[3]

Ökologie

Die Rötelmaus (*Clethrionomys glareolus*) fungiert im Ökosystem als Omnivore und Samenverbreiter, der sich primär von Blättern, Samen, Früchten, Pilzen und gelegentlich Insekten oder kleinen Wirbellosen ernährt. Im Winter verschiebt sich das Nahrungsspektrum hin zu Rindenfraß, Wurzeln und angelegten Vorräten, wobei in nördlichen Populationen auch Baumflechten konsumiert werden.[2][3] Die Art präferiert Laub- und Mischwälder mit dichtem Unterwuchs wie Farnen und Brombeeren sowie Hecken, die Deckung bieten.[2][1] Sie meidet offene Felder und benötigt Habitate, die nicht zu trocken sind, wobei feuchte Waldgebiete und Uferzonen bevorzugt werden. Nester werden in unterirdischen, mit Moos und Gras ausgekleideten Bauen, unter Baumwurzeln oder in dichter Vegetation angelegt.[2][3] Als zentrales Beutetier wird *Clethrionomys glareolus* von Säugetieren wie dem Rotfuchs (*Vulpes vulpes*), Hermelin (*Mustela erminea*) und Mauswiesel (*Mustela nivalis*) gejagt. Zu den aviären Prädatoren zählen der Waldkauz (*Strix aluco*), Turmfalke (*Falco tinnunculus*) und Sperlingskauz (*Glaucidium passerinum*). Um das Prädationsrisiko zu minimieren, nutzen die Tiere Baue als Refugien und zeigen bei Wahrnehmung von Räubergerüchen eine reduzierte Mobilität. Interspezifische Konkurrenz besteht beispielsweise in Irland, wo heimische Waldmäuse die Abundanz eingeführter Rötelmauspopulationen unterdrücken können.[2] Die Art dient als Reservoirwirt für Pathogene wie das Puumala-Orthohantavirus und *Borrelia afzelii*, die unter anderem durch den Holzbock (*Ixodes ricinus*) übertragen werden.[2][3][4] Zudem beherbergen die Tiere Endoparasiten wie den Helminthen *Heligmosomoides glareoli* und Protozoen wie *Sarcocystis myodes*.[2][4]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Obwohl *Clethrionomys glareolus* ökologisch als Beutetier und Samenverbreiter fungiert, wird die Art in der Land- und Forstwirtschaft als Pflanzen- und Forstschädling klassifiziert.[3][2] Gesundheitlich ist die Rötelmaus von hoher Relevanz, da sie als primäres Reservoir für das Puumala-Orthohantavirus dient, welches beim Menschen die Nephropathia epidemica auslösen kann. Die Übertragung erfolgt meist über aerosolisierte Ausscheidungen wie Urin, Kot oder Speichel, insbesondere wenn Menschen Habitate wie Holzlager oder Hütten stören.[2] Zudem fungiert der Nager als Wirt für *Borrelia afzelii* (Lyme-Borreliose) und das Kuhpockenvirus. Das typische Schadbild in Kulturen umfasst den Fraß an Samen, Wurzeln, Knospen sowie der Rinde junger Bäume.[3][2] Besonders bei zyklischen Massenvermehrungen können signifikante Verluste an Getreide, Gemüse und forstlichen Setzlingen auftreten.[2] Im Winter suchen die Tiere vermehrt Schutz in Gebäuden oder Strohmieten, was das Konfliktpotenzial im menschlichen Umfeld erhöht.[3] Zur Bestandsregulierung werden Habitatmodifikationen, Fallen und der Einsatz von Rodentiziden genutzt. Historisch wurden spezifische Giftköder entwickelt, um Schäden in der Landwirtschaft durch gezielte Reduktion der Populationen zu begrenzen. Moderne Ansätze des integrierten Schädlingsmanagements (IPM) zielen darauf ab, den Einsatz breit wirksamer Chemikalien zu minimieren, um natürliche Räuber-Beute-Dynamiken zu erhalten. Präventive Maßnahmen umfassen die bauliche Sicherung von Gebäuden und die Reduktion von Versteckmöglichkeiten im siedlungsnahen Bereich.[2]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Rötelmaus (*Clethrionomys glareolus*) wird als relevanter Pflanzen- und Forstschädling eingestuft.[3] Wirtschaftliche Schäden entstehen primär durch den Fraß an Samen, Wurzeln, Knospen und der Rinde junger Bäume.[3][2] Besonders in der Forstwirtschaft sowie im Ackerbau können die Tiere an Getreide, Gemüse und Baumsetzlingen Verluste verursachen. In Phasen hoher Populationsdichte kommt es gelegentlich zu massiven Ausbrüchen, die signifikante Ertragseinbußen zur Folge haben. Historisch wurden zur Eindämmung der Populationen in gefährdeten Gebieten spezifische Giftköder entwickelt und patentiert, um Schäden in Land- und Forstwirtschaft zu begrenzen. Zu den gängigen Managementmaßnahmen zählen heute neben dem Einsatz von Rodentiziden auch Habitatmodifikationen und der Einsatz von Fallen.[2] Über die direkten Fraßschäden hinaus verursacht die Art als Reservoir für das Puumala-Hantavirus und Borreliose relevante gesundheitsökonomische Kosten.[3][2] Trotz ihrer Einordnung als Schädling erfüllt die Rötelmaus durch Samenverbreitung und Nährstoffrecycling auch wichtige ökologische Funktionen im Naturhaushalt.[2]

Biologie & Lebenszyklus

Die Fortpflanzung der Rötelmaus (*Clethrionomys glareolus*) erfolgt in einem polygynen Paarungssystem, wobei sich die Reviere der Männchen oft mit denen mehrerer Weibchen überlappen.[2] Die Paarungszeit erstreckt sich regulär von April bis September (IV–IX), kann jedoch bei günstigen klimatischen Bedingungen und gutem Nahrungsangebot bereits im Februar beginnen.[3][2] Der Eisprung wird bei den Weibchen durch die Paarung induziert.[2] Nach einer Tragzeit von durchschnittlich 21 Tagen (Spanne 18 bis 24 Tage) bringt das Weibchen in einem unterirdischen Nest 3 bis 4 Würfe pro Jahr zur Welt.[3][2] Die Wurfgröße variiert meist zwischen 4 und 8 Jungtieren, kann aber maximal bis zu 10 betragen.[2] Die Jungen sind bei der Geburt blind und nackt (Nesthocker); ihre Augen öffnen sich nach etwa 9 bis 12 Tagen.[3][2] Die Säugezeit dauert zwischen 17 und 25 Tagen, wobei die Entwöhnung etwa zeitgleich mit der Aufnahme fester Nahrung stattfindet. Die Geschlechtsreife tritt bei Weibchen bereits nach etwa 7 Wochen ein, während Männchen etwa 10 Wochen benötigen.[2] Andere Quellen geben die Zeit bis zur Geschlechtsreife pauschal mit 3,5 Monaten an.[3] Die Lebensdauer beträgt in freier Wildbahn meist 6 bis 18 Monate, wobei nur wenige Tiere älter als zwei Jahre werden, während in Gefangenschaft ein Alter von über 42 Monaten erreicht werden kann. *Clethrionomys glareolus* ernährt sich omnivor mit einem Schwerpunkt auf pflanzlicher Kost wie Samen, Früchten, Wurzeln, Knospen, junger Rinde, Moos und Pilzen.[3][2] Tierische Nahrung, darunter Insekten, Würmer und kleine Wirbeltiere, macht je nach Verfügbarkeit 1 bis 16 % der Diät aus. Im Winter, in dem kein Winterschlaf gehalten wird, greifen die Tiere auf Rinde und angelegte Nahrungsvorräte zurück. Zur Thermoregulation bilden Rötelmäuse in der kalten Jahreszeit oft soziale Gruppen in Gemeinschaftsnestern und nutzen subniveale (unter dem Schnee liegende) Gänge. Zu den natürlichen Fressfeinden zählen Rotfuchs, Hermelin, Mauswiesel sowie verschiedene Eulenarten.[2] Die Art dient zudem als Reservoir für Borreliose (Übertragung durch Zecken) und das Puumala-Hantavirus.[3][2]

Vorkommen & Lebensraum

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Rötelmaus (*Clethrionomys glareolus*) erstreckt sich über die westliche Paläarktis von den Britischen Inseln und Nordspanien bis nach Westsibirien und zum Baikalsee. In Nord-Süd-Richtung reicht das Vorkommen von Skandinavien bis nach Norditalien, in den Balkan und nach Nordkasachstan, wobei baumlose Tundra und Island gemieden werden. Vertikal ist die Art bis in Höhenlagen von 2.400 Metern anzutreffen, insbesondere in Gebirgsregionen. Eingeschleppte Populationen existieren im südwestlichen Irland sowie als isolierte Unterart auf der Insel Skomer vor Wales. Als Lebensraum bevorzugt *Clethrionomys glareolus* Laub- und Mischwälder, die über einen dichten Unterwuchs aus Farnen oder Brombeeren verfügen. Auch Hecken, Gebüsche und Uferzonen werden besiedelt, sofern ausreichend Deckung durch Totholz, Moos oder Felsen vorhanden ist.[2] Generell ist die Art überall dort zu finden, wo es nicht zu trocken ist und dichter Bodenbewuchs Schutz bietet.[3] Offene Felder und reines Grasland werden hingegen weitgehend gemieden, da die Populationsdichte dort im Vergleich zu Waldgebieten deutlich geringer ist.[2] Im Winter suchen die Tiere vermehrt Schutz in Strohmieten oder dringen in Gebäude ein. Zur Unterkunft legen sie Baue mit zwei Eingängen an, die bis zu 0,5 Meter tief in den Boden reichen.[3] Während die Rötelmaus im Mittelmeerraum feuchte Wälder als Refugium bevorzugt, besiedelt sie in nördlichen Breiten auch boreale Nadelwälder. Die heutige Verbreitung resultiert aus der nacheiszeitlichen Wiederbesiedlung aus Refugien in Südeuropa und den Karpaten.[2]

Saisonalität & Aktivität

Die Rötelmaus (*Clethrionomys glareolus*) ist ganzjährig aktiv und hält keinen Winterschlaf. Ihre Aktivitätsmuster sind polyphasisch, wobei sie überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv ist.[3][2] Im Winter verschiebt sich der Rhythmus, sodass die Tiere auch tagsüber auf Nahrungssuche gehen.[3] In dieser Jahreszeit nutzen sie verstärkt den Schutz von Gebäuden, Strohmieten oder Gängen unter der Schneedecke, um Kälte und Prädation zu entgehen.[3][2] Die Tiere zeigen im Winter generell eine reduzierte Oberflächenaktivität, um Energie zu sparen.[2] Die reguläre Fortpflanzungszeit erstreckt sich von April bis September, kann jedoch bis in den Oktober andauern. Unter günstigen klimatischen Bedingungen und bei ausreichendem Nahrungsangebot ist eine Paarung bereits ab Februar möglich.[3] In Jahren mit besonders hohem Nahrungsangebot, sogenannten Mastjahren, kann sich die Brutaktivität sogar bis in den Winter ausdehnen.[2] Pro Jahr bringen die Weibchen in der Regel drei bis vier Würfe zur Welt.[3]

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Deutschland

    19.01.2026

  • Deutschland

    16.01.2026

  • Deutschland

    16.01.2026

  • Deutschland

    16.01.2026

  • Deutschland

    15.01.2026

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

CH-386172-A Chemical Nieznany

Giftköder für Erdmäuse (Microtus agrestis) und Rötelmäuse (Clethrionomys glareolus)

Boehringer Sohn Ingelheim (1960)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Dieses Patent beschreibt die Entwicklung und Zusammensetzung eines spezifischen Giftköders zur Bekämpfung von Rötelmäusen und Erdmäusen. Die Kernidee besteht darin, einen chemischen Wirkstoff in eine für diese Nagetiere attraktive Futtermatrix einzubinden, um eine zuverlässige Aufnahme zu gewährleisten. Das Mittel zielt darauf ab, Schäden in der Land- und Forstwirtschaft durch eine effektive Reduktion der Populationen zu verhindern. Die Formulierung ist so gestaltet, dass sie gezielt gegen Clethrionomys glareolus wirkt und praktisch im Feld ausgebracht werden kann. Damit stellt es eine direkte chemische Bekämpfungsmethode dar.

Źródła i odniesienia

  1. https://www.gbif.org/species/2439140
  2. https://animaldiversity.org/accounts/Myodes_glareolus/
  3. https://content.behrs-online.de/wissen/document-view/kom_qm-schaedlingsbekaempfer_schaedlingsbekaempfer_011_08_01_01_02/print
  4. https://parasitesandvectors.biomedcentral.com/articles/10.1186/s13071-025-06690-6