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Rukola Eruca sativa

Rukola

Taksonomia

Królestwo Pflanzen (Plantae)
Typ Tracheophyta (Tracheophyta)
Klasa Magnoliopsida (Magnoliopsida)
Rząd Brassicales (Brassicales)
Rodzina Brassicaceae
Rodzaj Eruca
Gatunek Eruca sativa
Nazwa naukowa Eruca sativa Hill
Zaakceptowana nazwa

Einleitung

Die **Garten-Senfrauke** (*Eruca sativa*, Synonym: *Eruca vesicaria* subsp. *sativa*), auch **Ölrauke** oder **Rucola** genannt, ist eine einjährige Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).[1][2] Diese ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Pflanze wird wegen ihres durch Glucosinolate verursachten scharfen Geschmacks weltweit als Blattgemüse in Salaten verzehrt.[1][3] Sie ist von der ebenfalls als Rucola gehandelten Wilden Rauke (*Diplotaxis tenuifolia*) abzugrenzen, die im Gegensatz zu *Eruca sativa* gelb blüht und kleinere Blätter aufweist.[1]

Analiza społeczności

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Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 01.06.2026
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Fakten (kompakt)

- Die Chromosomenzahl der Art beträgt 2n = 22. - Die Samen der Pflanze weisen ein Tausendkorngewicht von 2 Gramm auf. - Die Früchte bilden 20 bis 35 Millimeter lange, leicht zusammengedrückte Schoten, die in einem 5 bis 9 Millimeter langen, abgeflachten Schnabel enden. - Historische, heute kaum noch gebräuchliche Trivialnamen im deutschsprachigen Raum sind Ernockel, Gerheb, Irich, Rockelen sowie „weis zam Senff“.[1] - Das flüchtige Aromaprofil verändert sich signifikant während der Ontogenese: In den Blättern dominieren Aldehyde wie 2-Hexenal (apfelartiger Geruch), während in der reproduktiven Phase Alkohole wie *cis*-3-Hexen-1-ol (blattartiger Geruch) überwiegen. - Spezifische chemische Marker für das Microgreen-Stadium sind Glucoraphanin, Glucoiberverin, Glucoerucin und 1,4-Dimethoxyglucobrassicin, deren Konzentrationen höher sind als in reifen Pflanzen. - Ein antioxidativer Schutzmechanismus der Pflanze basiert auf der Fähigkeit ihrer glucosinolatreichen Fraktionen zur Chelatbildung von Eisen(II)-Ionen (Fe²⁺).[3] - In der landwirtschaftlichen Forschung werden Extrakte aus *Eruca sativa* entwickelt, um als Biostimulanzien die Resistenz anderer Nutzpflanzen gegen Pathogene wie *Xylella fastidiosa* zu induzieren. - Zur Optimierung der Saatgutqualität werden Verfahren patentiert, die eine UV-Bestrahlung der Samen mit einer Behandlung durch Wachstumsregulatoren wie Forchlorfenuron kombinieren.[5]

Name & Einordnung

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Pflanze lautet *Eruca vesicaria* subsp. *sativa* (Mill.) Thell., wobei sie in der botanischen Literatur vielfach noch als eigenständige Art *Eruca sativa* Mill. geführt wird.[4][3] Die Erstveröffentlichung unter dem Basionym *Eruca sativa* erfolgte im Jahr 1768 durch Philip Miller. Im Jahr 1919 stufte Albert Thellung das Taxon als Unterart der Senfrauke (*Eruca vesicaria*) ein. Zu den dokumentierten Synonymen zählen *Brassica eruca* L., *Brassica erucoides* Roxb. sowie *Eruca longirostris* Uechtr.[5] Im deutschsprachigen Raum sind neben Garten-Senfrauke die Trivialnamen Ölrauke, Senfkohl, Raukenkohl oder verkürzt Rauke gebräuchlich.[4] Historische, teils mittelhochdeutsche Bezeichnungen umfassen Varianten wie Ernockel, Eruckh, Gerheb, Gernol sowie „weis zam Senff“.[6] Die heute im Handel dominierende Bezeichnung Rucola wurde aus dem Italienischen entlehnt.[4] Dieser Name führt häufig zu Verwechslungen mit dem Schmalblättrigen Doppelsamen (*Diplotaxis tenuifolia*), der im Handel ebenfalls als Rucola oder „Wilde Rauke“ angeboten wird. Im englischen Sprachraum wird die Pflanze als „Rocket“ oder „Arugula“ bezeichnet.[3]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Die Garten-Senfrauke (*Eruca sativa*) wächst als einjährige, seltener zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimetern.[4][9] Ihr aufrechter Stängel ist meist verzweigt, kantig gestreift und zumindest im unteren Teil rauflaumig behaart, seltener auch kahl. Die wechselständig angeordneten Stängelblätter sind deutlich kleiner als die Grundblätter und umfassen den Stängel mit ihrem Blattgrund nicht. Charakteristisch für die Laubblätter ist die buchtig fiederteilige Form mit zwei bis vier Fiederabschnitten auf jeder Seite, die meist ganzrandig oder gezähnt sind. Den Abschluss des Blattes bildet ein einzelner Endabschnitt, der gegenüber den seitlichen Fiedern deutlich vergrößert ist. Die Blattoberfläche ist meist kahl, weist jedoch gelegentlich einzelne Haare auf. Beim Zerreiben entwickeln die Blätter einen intensiven Geruch, der als würzig-aromatisch bis eigenartig unangenehm beschrieben wird. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis in den Spätsommer, wobei die Blüten in einem lockeren, traubigen Blütenstand stehen. Die 3 bis 8 Millimeter langen Blütenstiele sind deutlich kürzer als der Blütenkelch. Die zwittrige, vierzählige Blüte ist gut 1 bis 3 Zentimeter lang und besitzt dunkel braunviolette, schmal-eiförmige Kelchblätter. Die vier genagelten Kronblätter sind weiß mit einer gelblichen Tönung und durchzogen von deutlichen, braunvioletten Adern.[9] Die Chromosomenzahl der Art beträgt 2n = 22.[4] Aus den Blüten entwickeln sich dem Stängel anliegende, leicht zusammengedrückte Schoten von 20 bis 35 Millimetern Länge und 3 bis 5 Millimetern Dicke. Diese Früchte besitzen am Ende einen 5 bis 9 Millimeter langen, abgeflachten Schnabel. Die Samen weisen ein Tausendkorngewicht von etwa 2 Gramm auf.[9] Eine Verwechslungsgefahr besteht mit dem Schmalblättrigen Doppelsamen (*Diplotaxis tenuifolia*), der ebenfalls als Rucola gehandelt wird. Im Gegensatz zu *Eruca sativa* blüht *Diplotaxis* jedoch gelb und besitzt kleinere Blätter mit schmäleren Fiedern ohne vergrößerten Endfieder.[10]

Beschreibung

Die Garten-Senfrauke (*Eruca sativa*, auch *Eruca vesicaria* subsp. *sativa*) ist eine einjährige, seltener zweijährige krautige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Sie erreicht Wuchshöhen von 15 bis 50 Zentimetern und bildet einen aufrechten, meist verzweigten Stängel, der im unteren Bereich oft rauflaumig behaart und kantig gestreift ist, während er weiter oben eher kahl erscheint. Die Pflanze entwickelt eine grundständige Blattrosette mit buchtig fiederteiligen Laubblättern, die durch einen vergrößerten Endabschnitt gekennzeichnet sind, während die wechselständigen Stängelblätter deutlich kleiner bleiben.[11] Ein wesentliches physiologisches Merkmal ist das Glucosinolat-Myrosinase-System, das bei Gewebeverletzung Isothiocyanate freisetzt und als chemische Abwehr gegen biotische Stressfaktoren wie Fressfeinde dient.[3] Dieser Prozess verursacht den charakteristischen, intensiven Geruch beim Zerreiben der Blätter, der als würzig-aromatisch bis eigenartig unangenehm wahrgenommen wird.[11] Die Entwicklung verläuft über das Keimlingsstadium (Microgreens) mit zwei ausgebreiteten Keimblättern (Cotyledonen) bis zur Ausbildung der ersten echten Laubblätter. In dieser frühen Phase akkumuliert die Pflanze biosynthetische Vorläuferstoffe und weist besonders hohe Konzentrationen an Glucosinolaten auf, während reifere Blätter verstärkt Abbauprodukte zeigen.[3] In der Blütezeit von Mai bis Spätsommer bildet die Art lockere, traubige Blütenstände aus. Die zwittrigen, vierzähligen Blüten unterscheiden sich durch ihre weißliche Färbung mit dunkelvioletten Adern deutlich von den gelb blühenden Verwandten der Gattung *Diplotaxis*. Die Kelchblätter sind dunkel braunviolett, schmal-eiförmig und besitzen an ihrem stumpfen Ende oft einen undeutlichen weißen Hautrand. Aus den Blüten entwickeln sich 20 bis 35 Millimeter lange, leicht zusammengedrückte Schoten mit einem markanten, abgeflachten Schnabel von 5 bis 9 Millimetern Länge. Die darin enthaltenen Samen besitzen ein Tausendkorngewicht von etwa 2 Gramm und werden auch zur Ölgewinnung genutzt. Im Gegensatz zur oft verwechselten Schmalblättrigen Doppelsame (*Diplotaxis tenuifolia*) sind die Fiederabschnitte der Blätter bei *Eruca sativa* breiter und der Endlappen ist dominant vergrößert. Genetisch ist die Art durch einen diploiden Chromosomensatz von 2n = 22 charakterisiert.[11]

Verhalten

Das Verhalten von *Eruca sativa* äußert sich primär durch physiologische Anpassungen und chemische Abwehrmechanismen gegenüber Umweltreizen und Fressfeinden. Als Reaktion auf Gewebeschäden, etwa durch Fraßfeinde, wird das Glucosinolat-Myrosinase-System aktiviert, welches Isothiocyanate und Nitrile freisetzt. Diese Metaboliten entfalten eine antimikrobielle Wirkung und dienen der Abwehr von Herbivoren. Die Pflanze zeigt dabei eine dynamische Modulation ihres Stoffwechsels: Während des Keimlingsstadiums akkumulieren sich Glucosinolate verstärkt, um das fleischige Junggewebe vor bodenbürtigen Pathogenen und Parasiten zu schützen. Im Verlauf des Wachstums verschieben sich die biosynthetischen Pfade, was auf eine spezifische Anpassung der Verteidigungsstrategien in verschiedenen Entwicklungsstadien hindeutet.[3] Beim Zerreiben der Blätter entsteht durch diese chemischen Prozesse ein intensiver Geruch, der als eigenartig bis unangenehm wahrgenommen werden kann.[12]

Ökologie

Die ökologische Strategie von *Eruca sativa* basiert maßgeblich auf chemischen Abwehrmechanismen durch Sekundärmetabolite. Zur Verteidigung gegen biotische Stressfaktoren wie Herbivoren nutzt die Pflanze das Glucosinolat-Myrosinase-System, das bei Gewebeverletzungen toxische Isothiocyanate und Nitrile freisetzt. Diese Stoffwechselprodukte entfalten antimikrobielle Wirkungen und dienen der Abwehr von Fressfeinden. Insbesondere in frühen Entwicklungsstadien akkumulieren Keimlinge hohe Konzentrationen an Glucosinolaten, um das fleischige Junggewebe vor bodenbürtigen Pathogenen und Parasiten zu schützen. Im Verlauf der Ontogenese verschiebt sich das chemische Profil hin zu Abbauprodukten, was eine dynamische Anpassung an wechselnde Umweltbedingungen darstellt.[3] Als Habitat bevorzugt die Art nährstoffreiche Sand- oder Lehmböden und besiedelt als Ruderalpflanze häufig Wegränder und Schuttplätze.[4] Die in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffe zeigen zudem acarizide Eigenschaften und wirken letal auf Milben der Gattung *Demodex*. Darüber hinaus besitzen Extrakte von *Eruca sativa* das Potenzial, in anderen Pflanzenarten Resistenzen gegen schwerwiegende bakterielle Phytopathogene wie *Xylella fastidiosa* oder *Xanthomonas* zu induzieren.[5]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Die Garten-Senfrauke (*Eruca sativa*) wird nicht nur als Nahrungsmittel, sondern auch aufgrund ihrer sekundären Pflanzenstoffe als funktionale Pflanze betrachtet. In der traditionellen Medizin werden ihr harntreibende, verdauungsfördernde und entzündungshemmende Wirkungen zugeschrieben. Gegenüber Schädlingen und Krankheitserregern besitzt die Art effektive chemische Abwehrmechanismen, die auf dem Glucosinolat-Myrosinase-System basieren. Bei mechanischer Verletzung des Gewebes, etwa durch Fraßfeinde, werden Glucosinolate in Isothiocyanate umgewandelt, die antimikrobielle und anti-herbivore Eigenschaften aufweisen. Diese biochemische Reaktion dient insbesondere dem Schutz fleischiger junger Keimlinge vor bodenbürtigen Parasiten und Pathogenen, die Pflanzen in diesem Entwicklungsstadium häufig attackieren.[3] Im Bereich der Pflanzenkrankheiten ist der Falsche Mehltau (*Hyaloperonospora parasitica*) von Bedeutung, weshalb Resistenzen gegen diesen Erreger in verwandten Zuchtlinien wie *Diplotaxis tenuifolia* patentiert wurden. Zur Prävention von Anbaurisiken und zur Steigerung der Samenqualität kommen technische Verfahren zum Einsatz, die UV-Bestrahlung mit chemischen Wachstumsregulatoren kombinieren. Über den Eigenschutz hinaus wird *Eruca sativa* im integrierten Pflanzenschutz als Wirkstoffquelle genutzt. Extrakte der Pflanze können die systemische Abwehr anderer Nutzpflanzen stimulieren und werden zur biologischen Bekämpfung gefährlicher Bakterien wie *Xylella fastidiosa* eingesetzt. Eine direkte medizinische Relevanz als Akarizid zeigt das aus den Samen gewonnene Öl der Garten-Senfrauke. Es ist Bestandteil von pharmazeutischen Zusammensetzungen, die spezifisch zur Behandlung von Infektionen durch *Demodex*-Milben beim Menschen entwickelt wurden.[5]

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Garten-Senfrauke (*Eruca sativa*) wird im Erwerbsgartenbau als Kulturpflanze angebaut und im Handel, oft gemeinsam mit der Schmalblättrigen Doppelsame (*Diplotaxis tenuifolia*), unter der Bezeichnung Rucola vermarktet. Während die Nutzung als Salatpflanze in Mitteleuropa dominiert, besitzen die Samen in anderen Regionen, insbesondere in Indien, eine wirtschaftliche Relevanz für die Gewinnung von Öl, das vorwiegend industriellen Zwecken dient.[1] Eine zunehmende wirtschaftliche Bedeutung erlangt die Pflanze im Bereich der funktionellen Lebensmittel, wobei insbesondere Microgreens aufgrund ihres hohen Gehalts an gesundheitsfördernden Phytochemikalien und Nährstoffen kultiviert werden.[3] Jenseits der Nahrungsmittelproduktion wird *Eruca sativa* als Quelle für Wirkstoffe im biologischen Pflanzenschutz erschlossen; so beschreiben Patente die Nutzung von Extrakten zur Stimulierung der pflanzlichen Abwehr gegen wirtschaftlich bedeutende Pathogene wie *Xylella* und *Phytoplasma*. Zudem findet das aus der Pflanze gewonnene Öl in der pharmazeutischen Industrie Anwendung als Akarizid zur Behandlung von Infektionen durch *Demodex*-Milben.[5] Die in den Geweben enthaltenen Glucosinolate und deren Abbauprodukte, wie Isothiocyanate, tragen zur natürlichen Resistenz gegen Fressfeinde und mikrobielle Erreger bei, was für die Stabilität der Bestände relevant ist.[3] Zur Steigerung der landwirtschaftlichen Effizienz wurden spezifische Zuchtverfahren entwickelt, die durch chemische Behandlung der Samen die Keimfähigkeit und das Wachstum der Sämlinge verbessern.[5]

Biologie & Lebenszyklus

Die Garten-Senfrauke (*Eruca sativa*) wächst als einjährige, seltener als zweijährige krautige Pflanze.[1] Der Lebenszyklus unterteilt sich in die Stadien Microgreen, vegetative Phase und reproduktive Phase. Unter kontrollierten Bedingungen entwickeln sich Microgreens mit entfalteten Keimblättern und ersten echten Laubblättern innerhalb von 14 Tagen nach der Keimung. Das vegetative Stadium mit voll entwickelten Blättern wird etwa 35 Tage nach der Keimung erreicht, während der Übergang zur reproduktiven Phase mit der Bildung von Blütenstandsachsen und dem Beginn der Anthese nach etwa 73 Tagen erfolgt.[3] Die Blütezeit erstreckt sich in Mitteleuropa von Mai bis in den Spätsommer. Die Art besitzt einen Chromosomensatz von 2n = 22. Sie bevorzugt nährstoffreiche Sand- oder Lehmböden.[1] Physiologisch nutzt *Eruca sativa* das Glucosinolat-Myrosinase-System als chemische Abwehr gegen biotische Stressfaktoren. Bei Gewebeverletzung werden Glucosinolate enzymatisch in bioaktive Isothiocyanate umgewandelt, die antimikrobielle und anti-herbivore Wirkungen entfalten. Die Konzentration dieser Abwehrstoffe ist im Keimlingsstadium am höchsten, sinkt während des vegetativen Wachstums und steigt zur Blütezeit erneut an, wobei spezifische Verbindungen wie Neoglucobrassicin akkumulieren.[3] Extrakte der Pflanze zeigen Potenzial zur Stimulierung der Pflanzenabwehr gegen bakterielle Pathogene wie *Xylella fastidiosa*. Das aus den Samen gewonnene Öl besitzt akarizide Eigenschaften und wird zur Bekämpfung von *Demodex*-Milben eingesetzt.[5]

Vorkommen & Lebensraum

Die ursprüngliche Heimat der Garten-Senfrauke (*Eruca sativa*) liegt im Mittelmeerraum, wo sie bereits in römischer Zeit genutzt wurde. In Mitteleuropa tritt die Art heute primär als Kulturpflanze in Erscheinung, die in Privatgärten und im kleineren Umfang im Erwerbsgartenbau angebaut wird. Von diesen Standorten verwildert sie selten und ist dann vorwiegend an ruderalen Plätzen anzutreffen. Zu diesen typischen Lebensräumen zählen Ödland, Wegränder sowie Schuttplätze. Gelegentlich gelangt sie zudem als Verunreinigung in Saatgut unbeabsichtigt auf Äcker. Die Pflanze bevorzugt für ihr Wachstum nährstoffreiche Sand- oder Lehmböden. In Mitteleuropa gilt ihr Vorkommen als Wildpflanze bisher weitgehend als unbeständig. Für die Schweiz werden jedoch bereits etablierte Bestände im Rhonetal durch die *Flora Helvetica* verzeichnet.[4] Weltweit wird *Eruca sativa* aufgrund ihres geschätzten Geschmacks weithin kultiviert. Moderne landwirtschaftliche Methoden ermöglichen dabei inzwischen auch den Anbau in kontrollierten Innenräumen abseits klassischer Ackerflächen.[8]

Saisonalität & Aktivität

Die Garten-Senfrauke (*Eruca sativa*) wächst als einjährige, seltener auch als zweijährige krautige Pflanze. Ihre Blütezeit erstreckt sich in der Regel vom Mai bis in den Spätsommer.[1] In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die Art sowohl unter simulierten Winter-Frühjahrs-Bedingungen bei 10 bis 16 °C als auch unter Sommerbedingungen bei 26 bis 30 °C kultivierbar ist, wobei sich die Stoffwechselprofile je nach Entwicklungsstadium und Umweltbedingungen dynamisch verändern. Während der Entwicklung vom Keimling bis zur reproduktiven Phase wurde beobachtet, dass die Gesamtkonzentration an Glucosinolaten während des vegetativen Wachstums tendenziell abnimmt, jedoch während der Blütezeit bei ausgewählten Verbindungen wieder ansteigt.[3] Für die kulinarische Nutzung werden die grundständigen Blätter üblicherweise vor dem Austrieb des Stängels geerntet.[1] Das öffentliche Suchinteresse verzeichnet saisonale Spitzenwerte in den Monaten Mai und Juni, was zeitlich mit dem Beginn der Hauptblütezeit und der Erntesaison korreliert.[7]

Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech

  • Am Mühlberg, Großostheim, Bayern, Deutschland

    25.05.2025

  • Rüdesheim am Rhein, Hessen, Deutschland

    08.05.2025

  • Munic, Baviera, Deutschland

    30.07.2024

  • Deutschland

    02.07.2014

  • Deutschland

    07.05.2014

Daten: iNaturalist

Badania naukowe i patenty

US-2020128833-A1 Biological Nieznany

Verwendung eines Extrakts aus einem Teil einer Rucola-Pflanze zur Stimulierung der Pflanzenabwehr sowie zugehörige Zusammensetzung und Verfahren

Martinez Barbreau Christelle (2019)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Dies ist das US-Pendant zum Patent WO-2018234690. Es beschreibt die Verwendung von Rucola-Extrakten zur Induktion von Resistenzen in Nutzpflanzen gegen Pathogene wie Xylella und Phytoplasma. Die Methode bietet einen biologischen Ansatz zur Bekämpfung schwerer Pflanzenkrankheiten durch Inhaltsstoffe der Rucola-Pflanze.

WO-2018234690-A1 Biological Nieznany

Verwendung eines Extrakts aus einem Teil einer Rucola-Pflanze zur Stimulierung der Pflanzenabwehr sowie zugehörige Zusammensetzung und Verfahren

Martinez Barbreau Christelle (2018)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Das Patent beschreibt die Nutzung von Extrakten aus Rucola-Pflanzen (Eruca, Diplotaxis etc.) als Biostimulanz oder Pflanzenschutzmittel. Der Extrakt stärkt die Abwehrkräfte anderer Pflanzen gegen schwerwiegende bakterielle und pilzliche Erreger wie Xylella fastidiosa oder Xanthomonas. Dies ist eine innovative Nutzung von Rucola als Wirkstoffquelle für den biologischen Pflanzenschutz bei Bäumen und Nutzpflanzen.

CN-106304890-A Chemical Nieznany

Zuchtverfahren für Eruca sativa Samen

Chuzhou Hengsheng Agriculture Technology Company Ltd. (2016)

Znaczenie: 7/10

Streszczenie

Die Erfindung beschreibt eine Methode zur Verbesserung der Keimfähigkeit und des Wachstums von Rucola-Samen. Dabei werden die Samen zunächst UV-Bestrahlung ausgesetzt und anschließend in einer chemischen Lösung eingeweicht, die Forchlorfenuron, Indolbuttersäure und Diethylaminoethylhexanoat enthält. Dies führt zu einer signifikant erhöhten Keimrate und robusteren Sämlingen. Das Verfahren ist für den landwirtschaftlichen Anbau von Rucola von direkter Relevanz.

EP-3010331-A1 Biological Nieznany

Resistenz gegen Hyaloperonospora parasitica in Diplotaxis tenuifolia

Rijk Zwaan Zaadteelt EN Zaadhandel BV (2014)

Znaczenie: 9/10

Streszczenie

Die Erfindung betrifft eine neue Rucola-Pflanze der Art Diplotaxis tenuifolia, die genetische Determinanten für eine Resistenz gegen den Falschen Mehltau (Hyaloperonospora parasitica) trägt. Es werden spezifische Isolate des Erregers genannt, gegen die die Pflanze immun ist. Dies ist hochinnovativ für den Pflanzenschutz, da es den Einsatz von Fungiziden im Rucola-Anbau reduzieren kann. Das Patent umfasst auch das Saatgut und Vermehrungsmaterial.

US-10357526-B2 Biological Nadany

Zusammensetzungen zur Behandlung von Infektionen durch Demodex-Milben

Procaps S A, Procaps SA (2014)

Znaczenie: 8/10

Streszczenie

Dieses Patent nutzt Eruca sativa Öl als Wirkstoff zur Bekämpfung von Demodex-Milben beim Menschen. Es werden Zusammensetzungen (Lösungen, Emulsionen) beschrieben, die topisch angewendet werden, um Infektionen der Haut und Augenlider zu behandeln. Dies ist eine direkte Anwendung der Pflanze als Akarizid (Mittel gegen Milben) und daher hochrelevant als Bekämpfungsmethode.

Źródła i odniesienia

  1. Wikipedia: Garten-Senfrauke (OCR-Scan)
  2. https://www.gbif.org/species/7474861
  3. https://doi.org/10.3390/foods14234148
  4. Oberdorfer, E.: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001.
  5. USDA, ARS, National Genetic Resources Program. Germplasm Resources Information Network (GRIN). Beltsville, Maryland.
  6. Pritzel, G. A.; Jessen, C.: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Philipp Cohen, Hannover 1882.
  7. Zeitreihen-Analyse: Suchinteresse (aggregiert)
  8. Monzillo, F. et al.: Evolution of Secondary Metabolites in Eruca sativa from the Microgreen to the Reproductive Stage. Foods 2025, 14, 4148. https://doi.org/10.3390/foods14234148
  9. Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. Band 3. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2000, ISBN 3-440-08048-X
  10. Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (Hrsg.): Rucola – die Rauke. Merkblatt Band 2168, S. 1–2
  11. Oberdorfer, E. (2001). Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart.
  12. Wikipedia OCR Page 2