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Silberfischchen Lepisma saccharinum

Silberfischchen
Ungefährlich Allergen Nützling

Taxonomische Klassifikation

Reich Tiere (Animalia)
Stamm Gliederfüßer (Arthropoda)
Klasse Insekten (Insecta)
Ordnung Fischchen (Zygentoma)
Familie Lepismatidae
Gattung Lepisma
Art Lepisma saccharinum
Wissenschaftlicher Name: Lepisma saccharinum Linnaeus, 1758
Akzeptierter Name
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Dane społeczności Silberkraft
Ostatnio 20.02.2026
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Einleitung

Das **Silberfischchen** (*Lepisma saccharinum*) ist ein flügelloses, primär nachtaktives Insekt aus der Ordnung der Fischchen (Zygentoma), das weltweit als synanthroper Kulturfolger in menschlichen Behausungen verbreitet ist.[1][2] Aufgrund seiner Ernährung von stärke- und zellulosehaltigen Stoffen wie Bucheinbänden, Tapetenkleister oder Textilien wird es oft als Materialschädling eingeordnet, stellt jedoch kein direktes Gesundheitsrisiko dar.[3][4] Der stromlinienförmige Körper ist mit silbrig glänzenden Schuppen bedeckt und verjüngt sich zu drei charakteristischen Schwanzanhängen am Hinterleib.[1] Es lässt sich von dem ähnlich aussehenden [Ofenfischchen](/pages/lexikon/ofenfischchen) (*Thermobia domestica*) durch den einheitlichen metallischen Glanz ohne Fleckenmuster sowie die Bevorzugung kühlerer, feuchter Umgebungen abgrenzen.[2][1]

Fakten (kompakt)

- *Lepisma saccharinum*, bekannt als Silberfischchen, ist ein kleines, flügelloses Insekt aus der Ordnung Zygentoma. - Silberfischchen haben einen tropfenförmigen Körper, der mit silbrigen Schuppen bedeckt ist. - Erwachsene Silberfischchen sind etwa 12–19 mm lang. - Sie besitzen zwei lange, sensible Antennen. - Silberfischchen sind nachtaktive Allesfresser. - Sie bevorzugen dunkle, feuchte Umgebungen mit einer Temperatur zwischen 22°C und 27°C und einer Luftfeuchtigkeit über 75%. - Silberfischchen ernähren sich von stärke- und zellulosehaltigen Materialien wie Buchbindungen, Tapetenkleister, Kleidung und Papierprodukten. - Weibliche Silberfischchen legen kleine Gelege von 7–12 Eiern in Ritzen. - Die Larven ähneln den adulten Tieren und durchlaufen eine ametabole Metamorphose. - Silberfischchen können bis zu vier Jahre alt werden und sich dabei 25–66 Mal häuten. - Die Begattung erfolgt indirekt durch einen vom Männchen abgelegten Spermatophor. - Silberfischchen sind weltweit verbreitet und leben oft in menschlichen Behausungen. - Effektive Bekämpfungsmethoden zielen auf die Reduzierung der Luftfeuchtigkeit und das Verschließen von Eintrittspforten ab.[1]

Namen & Einordnung (kurz)

Das Silberfischchen (*Lepisma saccharinum*) wurde 1758 von Carl von Linné wissenschaftlich erstbeschrieben. Das ursprünglich als *Lepisma saccharina* eingeführte Art-Epitheton wurde 2018 durch die International Commission on Zoological Nomenclature (ICZN) offiziell in die neutrale Form *saccharinum* korrigiert.[4] Die Art zählt zur Familie der Lepismatidae in der Ordnung Zygentoma, die historisch lange unter der heute als veraltet geltenden Bezeichnung Thysanura geführt wurde.[2][4] Der wissenschaftliche Name verweist auf die schuppige Körperoberfläche (griechisch *lepis*) sowie die Vorliebe für zuckerhaltige Nahrung (lateinisch *saccharum*).[1]

Aussehen & Bestimmungsmerkmale

Das Silberfischchen (*Lepisma saccharinum*) besitzt einen flügellosen, dorsoventral abgeflachten Körper, der tropfenförmig ist und sich nach hinten verjüngt. Adulte Tiere erreichen typischerweise eine Körperlänge von 12 bis 19 mm, exklusive der Antennen und Schwanzanhänge.[1] Die charakteristische silbergraue bis bläuliche Färbung entsteht durch feine, überlappende Schuppen, die dem Insekt seinen metallischen Glanz verleihen.[2] Am Hinterleibsende befinden sich drei lange, borstenartige Anhänge: zwei seitliche Cerci und ein mittleres Terminalfilum, die etwa die halbe Körperlänge erreichen. Der Kopf trägt zwei lange, fadenförmige Antennen, die als Tastorgane dienen und oft länger als der Körper selbst sind.[1] Da die Art eine ametabole Entwicklung durchläuft, ähneln die Nymphen den Adulten morphologisch stark, sind jedoch nach dem Schlüpfen zunächst nur etwa 1 bis 3 mm groß und weißlich.[4] Die typische Beschuppung und der damit verbundene Silberglanz bilden sich erst nach der dritten oder vierten Häutung aus.[2] *Lepisma saccharinum* lässt sich vom ähnlichen [Ofenfischchen](/pages/lexikon/ofenfischchen) (*Thermobia domestica*) durch die einheitliche Färbung unterscheiden, während letzteres gescheckt grau oder braun erscheint.[1] Das verwandte [Papierfischchen](/pages/lexikon/papierfischchen) (*[Ctenolepisma longicaudata](/pages/lexikon/papierfischchen)*) ist mit 15 bis 20 mm meist größer und weist deutlich längere Schwanzanhänge auf.[5] Im Gegensatz zu [Ohrwürmern](/pages/lexikon/ohrwurmer) besitzen Silberfischchen einen mittleren Schwanzfaden und sind deutlich größer als die nur 1 bis 2 mm messenden [Staubläuse](/pages/lexikon/staublause).[1]

Bedeutung, Schäden & Prävention

Als Material- und Vorratsschädlinge sind Silberfischchen (*Lepisma saccharinum*) weltweit in menschlichen Behausungen verbreitet, wo sie warme und feuchte Bedingungen bevorzugen.[2][1] Sie ernähren sich primär von stärke- und zellulosehaltigen Substanzen wie Buchbindungen, Tapetenkleister sowie Textilien aus Baumwolle, Leinen oder Seide.[1] Das typische Schadbild umfasst unregelmäßige Löcher, Schabestellen oder Einkerbungen an den befallenen Materialien.[2] Ein Befall lässt sich oft durch gelbliche Flecken, pfefferkornartige Kotpellets oder gehäutete Hüllen identifizieren.[1] Obwohl die Tiere keine Krankheiten übertragen, können ihre Häutungsreste und Körperfragmente als Allergene wirken und Atemwegsreizungen auslösen.[4] Eine effektive Prävention besteht vorrangig in der Senkung der relativen Luftfeuchtigkeit auf unter 50 Prozent, da die [Insekten](/pages/lexikon/insekten) auf hohe Feuchtigkeit angewiesen sind.[2] Ergänzend sollten Risse und Fugen versiegelt sowie stärkehaltige Vorräte in luftdichten Behältern gelagert werden.[1] Zur Bekämpfung werden Fraßköder mit Borsäure oder Kontaktinsektizide wie Pyrethroide in Verstecken eingesetzt.[2] Auch natürliche Repellents wie Zedernholz oder getrocknete Lorbeerblätter können eine abschreckende Wirkung erzielen.[4]

Biologie & Lebenszyklus

Das Silberfischchen (*Lepisma saccharinum*) vollzieht eine ametabole Metamorphose, bei der die schlüpfenden Nymphen den adulten Tieren bereits stark ähneln, ohne ein Larven- oder Puppenstadium zu durchlaufen. Die Eier werden in Spalten abgelegt und entwickeln sich je nach Wärme in 20 bis 40 Tagen bis zum Schlupf.[2] Im Laufe ihres Lebens durchlaufen die Tiere 45 bis 60 Häutungen, wobei sich die charakteristischen silbernen Schuppen erst nach der dritten oder vierten Häutung bilden. Die Geschlechtsreife tritt unter günstigen Bedingungen nach 3 bis 4 Monaten ein, die gesamte Entwicklung kann jedoch temperaturabhängig bis zu drei Jahre dauern. Im Gegensatz zu den meisten [Insekten](/pages/lexikon/insekten) häutet sich *Lepisma saccharinum* auch als Adulttier periodisch weiter, was eine Lebensspanne von bis zu vier Jahren ermöglicht.[1] Die Fortpflanzung erfolgt durch indirekte Spermaübertragung, bei der das Männchen nach einem Paarungstanz eine mit Seide ausgekleidete Spermatophore ablegt, die vom Weibchen aufgenommen wird.[4] Weibchen legen Gelege von 7 bis 12 Eiern in geschützte Verstecke und produzieren im Laufe ihres Lebens bis zu 100 Nachkommen.[2] Die nachtaktiven Omnivoren ernähren sich vorwiegend von stärke- und zuckerhaltigen Substanzen sowie zellulosehaltigen Materialien.[1] Zum Nahrungsspektrum gehören unter anderem Buchbindungen, Tapetenkleister, Papierprodukte sowie Naturfasern wie Baumwolle, Leinen oder Seide.[4] Die Verdauung der Zellulose wird dabei durch körpereigene Enzyme sowie symbiotische Mikroorganismen im Darm unterstützt. Die Art ist äußerst widerstandsfähig und kann bei Verfügbarkeit von Wasser über 300 Tage ohne Nahrung überleben.[2]

Vorkommen und Aktuelle Sichtungen in Deutschland

  • Germany

    15.01.2026

  • Brandenburg, Deutschland

    25.12.2026

  • Zum Unterdorf, Leuna, Saxony-Anhalt, Deutschland

    13.12.2025

  • Munich, Bavaria, Deutschland

    10.12.2025

  • Germany

    10.12.2025

Daten: iNaturalist

Vorkommen & Lebensraum

Das Silberfischchen (*Lepisma saccharinum*) weist eine kosmopolitische Verbreitung auf und wurde durch menschliche Aktivitäten in nahezu alle Regionen der Welt, mit Ausnahme polarer Gebiete wie der Antarktis, eingeschleppt. Ursprünglich stammt die Art aus tropischen und gemäßigten Zonen, insbesondere dem Mittelmeerraum und Südeuropa, wo sie in natürlichen Habitaten wie Wäldern vorkommt. Aufgrund ihrer synanthropen Lebensweise hat sie sich weltweit in städtischen Umgebungen etabliert, wobei Schwerpunkte in Europa, Nordamerika, Asien und Australien liegen. In Innenräumen bevorzugen die Tiere dunkle, feuchte Umgebungen mit Temperaturen zwischen 21 und 29 °C sowie einer relativen Luftfeuchtigkeit von über 75 %. Typische Rückzugsorte sind Badezimmer, Keller, Dachböden und Spalten hinter Tapeten, die Schutz vor Austrocknung bieten. In der freien Natur besiedeln sie Laubstreu, Bereiche unter Baumrinde, Felsspalten oder Nester von [Ameisen](/pages/lexikon/ameisen) und Termiten. Die Verbreitung erfolgt häufig passiv durch den Transport von Gütern, wodurch sich Populationen unabhängig von natürlichen Ausbreitungsmechanismen ansiedeln können.[1]

Saisonalität & Aktivität

Silberfischchen (*Lepisma saccharinum*) sind strikt nachtaktive [Insekten](/pages/lexikon/insekten), die das Tageslicht meiden und sich bevorzugt in dunklen Spalten aufhalten.[1] Da sie als Kulturfolger in beheizten Gebäuden leben, sind sie keiner natürlichen Winterruhe unterworfen und ganzjährig aktiv.[2] Analysen des öffentlichen Interesses zeigen jedoch eine ausgeprägte Saisonalität mit Spitzenwerten in den Sommermonaten Juli und August. Im Gegensatz dazu sinkt die Aufmerksamkeit in den Wintermonaten November und Dezember auf die niedrigsten Werte ab. Dieser sommerliche Anstieg korreliert mit den biologischen Anforderungen der Art, die Temperaturen zwischen 21 und 29 °C sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt. Langfristig lässt sich zudem ein leicht steigender Trend in der Wahrnehmung dieser [Insekten](/pages/lexikon/insekten) beobachten. Durch ihre Fähigkeit, bis zu 300 Tage ohne Nahrung zu überleben, können Populationen auch in Phasen geringer Ressourcenverfügbarkeit lange unbemerkt persistieren.[1]

Wissenschaftliche Forschung & Patente

DE-202018000469-U1 Chemical Unbekannt

Parasitol-Spray Parasiten-Spray, Insektizid mit repellierender Wirkung

Abshof Georg, Abshof Kanuengnit (2018)

Relevanz: 6/10

Zusammenfassung

Das Patent beschreibt ein Insektizid-Spray ('Parasitol') mit repellierender Wirkung gegen eine sehr breite Palette von Schädlingen, inklusive Silberfischchen. Die Innovation liegt in der Abfüllung ohne Treibgas in Pumpsprühflaschen verschiedener Größen. Es handelt sich um ein Breitbandmittel zur Vernichtung und Abwehr. Die Relevanz ist gegeben, jedoch ist es weniger spezifisch auf die Biologie des Silberfischchens zugeschnitten als reine Ködersysteme.

DE-202018000465-U1 Chemical Unbekannt

Parasitol-Textilhygiene Parasiten-Spray, Insektizid mit repellierender Wirkung

Abshof Georg, Abshof Kanuengnit (2018)

Relevanz: 6/10

Zusammenfassung

Ähnlich dem vorangegangenen Patent handelt es sich hier um ein Spray zur Textilhygiene. Es dient der Vernichtung von Milben, Silberfischchen und anderen Lästlingen auf textilen Oberflächen. Auch hier wird auf Treibgase verzichtet und stattdessen auf Pumpsysteme gesetzt. Es ist praktisch anwendbar für den Schutz von Kleidung und Wohntextilien vor Fraßschäden oder Besiedlung.

DE-202016001288-U1 Mechanical Unbekannt

Insekten-Köderleiste zur Bekämpfung von kriechenden Insekten wie z.B. Silberfischchen, Schaben, Ameisen usw. Erweiterbar in der Länge mit drei getrennten Kammern für Ködergele und/oder Flüssigkeiten mit Klappdeckel

Angelkort Schädlingsbekämpfung GmbH (2016)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Das Gebrauchsmuster beschreibt eine modulare Köderleiste zur Bekämpfung von kriechenden Insekten wie Silberfischchen. Die Kernidee ist eine Bodenplatte mit mehreren Kammern, die mit Ködergelen oder Flüssigkeiten befüllt werden können. Durch die flache und erweiterbare Bauweise lässt sich die Falle diskret an Laufwegen der Schädlinge platzieren. Die Trennung der Kammern ermöglicht den gleichzeitigen Einsatz verschiedener Lockstoffe.

DE-202010006058-U1 Mechanical Unbekannt

Köderbehältnis für Insekten, insbesondere für Ameisen, Silberfischchen o.dgl.

Aris Handels GmbH (2010)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Diese Erfindung betrifft eine Köderdose, die speziell für Ameisen und Silberfischchen konzipiert ist. Die Besonderheit liegt im Material der Gehäusewand, das bedruckbar ist (z.B. Karton). Dies ermöglicht es, die Falle optisch an die Umgebung anzupassen oder mit Warnhinweisen/Markenbranding zu versehen, während sie im Inneren den Wirkstoff bereitstellt. Es verbindet funktionale Schädlingsbekämpfung mit ästhetischen oder informativen Aspekten.

DE-20100437-U1 Biological Unbekannt

Biologisches Tötungsmittel für Ameisen und Silberfischchen

Klose Norbert (2001)

Relevanz: 8/10

Zusammenfassung

Dieses Gebrauchsmuster schützt ein spezifisches biologisches Mittel zur Abtötung von Ameisen und Silberfischchen. Im Gegensatz zu synthetischen Insektiziden wird hier ein biologischer Wirkansatz verfolgt. Die hohe Relevanz ergibt sich aus der expliziten Ausrichtung auf Silberfischchen und dem Trend zu umweltfreundlicheren Bekämpfungsmethoden im Haushalt.

Quellen & Referenzen

  1. https://edis.ifas.ufl.edu/publication/IN1211
  2. https://genent.cals.ncsu.edu/insect-identification/order-zygentoma/
  3. http://www.extento.hawaii.edu/kbase/urban/site/silverfish.htm
  4. https://www.nps.gov/subjects/museums/upload/MHI_Ch5_BiologicalInfestations.pdf
  5. https://www.fhi.no/globalassets/dokumenterfiler/rapporter/2019/long-tailed-silverfish-ctenolepisma-longicaudata---biology-and-control.pdf