- Das Wirtsspektrum von Trichothecium roseum umfasst weltweit etwa 222 verschiedene Pflanzenarten.
- Die zweizelligen Konidien weisen eine Größe von 15–20 × 7,5–10 μm auf, wobei die apikale Zelle größer ist als die gekrümmte Basalzelle.17
- Neben seiner Rolle als Pflanzenpathogen agiert der Pilz als Mykoparasit, der das Stroma von Dibotryon morbosum (Erreger der Schwarzknotenkrankheit) sowie den Weizenmehltau Blumeria graminis f. sp. tritici parasitiert.1718
- Genomanalysen des Stammes ZM-Tr2021 identifizierten spezifische Lichtrezeptoren, darunter Blaulichtrezeptoren (CRY-DASH, PHOTOLYASE, ENVY) und Grünlichtrezeptoren (OPSIN 1 und 2), die unter Weißlicht hochreguliert werden.18
- In der medizinischen Forschung zeigt der isolierte Sekundärmetabolit Trichothecinol A Potenzial als anti-metastatischer Wirkstoff, indem er die Migration von Krebszellen hemmt.
- Ein weiterer Metabolit, Trichothecinol B, weist eine moderate antifungale Aktivität gegen Cryptococcus albidus und Saccharomyces cerevisiae auf.
- Die Behandlung des Pilzes mit Colchicin führt zu einer Erhöhung der Anzahl der Zellkerne in den Konidien sowie zu gesteigerten biosynthetischen Aktivitäten.17
- In Korea wurde T. roseum zusammen mit Acremonium acutatum als Ursache für weiße Flecken auf der Oberfläche von Trauben identifiziert, die jedoch nicht in das Gewebe eindringen.17
- Biotechnologische Verfahren nutzen optimierte Fermentationsprozesse des Pilzes, um die Ausbeute an Trichothecenen um 200 % zu steigern und diese als Herbizid gegen breitblättrige Unkräuter einzusetzen.
- Aus dem Stamm MLF 12 isolierte Sesquiterpen-Derivate vom Cyclonerodiol-Typ zeigen hemmende Wirkungen gegen Pflanzenpathogene wie Valsa mali.19