- Die Raupen des Braunen Bären erreichen eine Körperlänge von bis zu sechs Zentimetern und besitzen eine schwarze Grundfärbung mit weißen Warzen sowie auf dem Rücken schwarzbraune Haare mit grauen Spitzen, während die Haare an den Seiten und vorne rostrot gefärbt sind.
- Die Puppe von Arctia caja ist schwarzbraun gefärbt und weist abstehende Flügelscheiden sowie einen Kremaster auf, der Borsten mit kleinen Verdickungen am Ende besitzt.
- Die Verpuppung findet im darauffolgenden Jahr zwischen Juni und Juli in einem dichten, mit Haaren vermengten Gespinst am Boden zwischen Stängeln statt.
- Neben Kräutern und Sträuchern umfasst das Nahrungsspektrum der Raupen auch Laubbäume wie Silberweide (Salix alba), Ohrweide (Salix aurita), Salweide (Salix caprea) und Stieleiche (Quercus robur).
- In Deutschland steht der Braune Bär auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten auf der Vorwarnliste, während er in den Bundesländern Baden-Württemberg und im Saarland als gefährdet in Kategorie 3 eingestuft wird.
- In Österreich ist die Art in allen Landesteilen stark rückläufig.1
Niedźwiedź brunatny Arctia caja
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Klasyfikacja
Taksonomia
- Królestwo
- Animalia
- Typ
- Arthropoda
- Klasa
- Insecta
- Rząd
- Lepidoptera
- Rodzina
- Erebidae
- Rodzaj
- Arctia
Przegląd
Einleitung
Der Braune Bär (Arctia caja) ist ein nachtaktiver Schmetterling aus der Unterfamilie der Bärenspinner (Arctiinae). Die Art besiedelt ein breites Spektrum offener und bewaldeter Habitate in Europa, Asien sowie Nordamerika und wurde zum Schmetterling des Jahres 2021 gekürt.1 Als polyphager Herbivor ernährt sich die Raupe von zahlreichen Kräutern, Sträuchern und Bäumen, während die Falter eine Generation pro Jahr bilden.12
W skrócie
Fakten (kompakt)
Niedźwiedź brunatny: zdjęcia z prawdziwych obserwacji
Rozpoznawanie
Aussehen & Bestimmungsmerkmale
Der Braune Bär (Arctia caja) ist ein auffälliger Nachtfalter aus der Unterfamilie der Bärenspinner mit einer Flügelspannweite von 45 bis 65 Millimetern. Die Grundfärbung und Zeichnung der Vorderflügel variieren erheblich, sind jedoch typischerweise braun mit einem weißen, großmaschigen Netzmuster sowie länglichen Flecken am Vorderrand. In ihrer Ausprägung stark variable Exemplare können auch ein gänzlich fehlendes weißes Muster oder fast völlig weiße Vorderflügel aufweisen. Im Gegensatz dazu zeigen die Hinterflügel eine auffällige zinnoberrote Färbung, die von großen, schwarzen oder schwarz gerandeten blauen Punkten besetzt ist. Diese kontrastreiche Warnfärbung dient dazu, potenzielle Fressfeinde bei Gefahr durch plötzliches Zeigen der Hinterflügel zu irritieren. Die Eier sind an der Basis abgeflacht, weisen eine weiß bis grünliche Farbe auf und verfärben sich im Laufe ihrer Entwicklung gelblich. Kurz vor dem Schlupf der Raupe erscheint das Ei durch die durchscheinende Hülle hindurch dunkel. Die langhaarigen Raupen erreichen eine Körperlänge von bis zu 60 Millimetern und sind durch eine schwarze Grundfärbung mit weißen Warzen gekennzeichnet. Ihre Behaarung ist auf dem Rücken schwarzbraun mit grauen Spitzen ausgebildet, während sie an den Seiten und im vorderen Bereich rostrot gefärbt ist. Die schwarzbraune Puppe besitzt abstehende Flügelscheiden und weist einen Kremaster auf, der mit Borsten und kleinen Verdickungen am Ende versehen ist.1
Portret
Beschreibung
Arctia caja repräsentiert als Angehöriger der Bärenspinner eine morphologisch und ökologisch hoch spezialisierte Schmetterlingsart, die im Jahr 2021 zum Schmetterling des Jahres gekürt wurde. Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 45 bis 65 Millimetern, wobei ihre Grundfärbung und Zeichnung erheblich variieren können. Typischerweise zeigen die Vorderflügel ein braunes, von einem weißen großmaschigen Netzmuster durchzogenes Design mit länglichen Flecken am Vorderrand, wenngleich dieses Muster stark reduziert sein oder fast ganz fehlen kann. Im Gegensatz dazu sind die Hinterflügel in einem auffälligen Zinnoberrot gehalten und tragen große, schwarz oder schwarz gerandete blaue Punkte. Diese kontrastreiche Färbung erfüllt eine doppelte Funktion als Aposematismus und Schrecktracht gegenüber Fressfeinden. In Ruhestellung verdecken die braunen Vorderflügel zunächst die leuchtenden Hinterflügel, die bei Annäherung eines Predators durch plötzliches Aufklappen zur Verwirrung eingesetzt werden. Zudem besitzen die Falter giftige Hämolymphe, deren genaue toxikologische Wirkung jedoch noch nicht vollständig aufgeklärt ist. Der Entwicklungszyklus beginnt mit dem an der Basis abgeflachten Ei, dessen Farbe sich von weißlich-grün über gelblich bis hin zu einer dunklen Transparenz kurz vor dem Schlupf verändert. Die polyphagen Larven schlüpfen im August und können eine Körperlänge von bis zu sechs Zentimetern erreichen. Sie zeichnen sich durch eine schwarze Grundfärbung mit weißen Warzen sowie eine dichte Behaarung aus, die auf dem Rücken schwarzbraun mit grauen Spitzen und an den Flanken sowie im vorderen Bereich rostrot gefärbt ist. Bei Bedrohung zeigen die Raupen ein artspezifisches Schutzverhalten, indem sie sich passiv totstellen. Die Überwinterung erfolgt als Larve am Boden an geschützten Stellen. Zwischen Juni und Juli des Folgejahres verpuppen sich die Raupen in einem dichten Gespinst, das mit ihren eigenen Haaren vermischt ist und sich am Boden zwischen Pflanzenstängeln befindet. Die Umwandlung führt zu einer schwarzbraunen Puppe mit abstehenden Flügelscheiden, deren Kremaster endständige Borsten mit kleinen Verdickungen aufweist. Die Faltergeneration fliegt schließlich univoltin von Juli bis September aus. Aufgrund ihrer nachtaktiven Lebensweise und der heimlichen Aufenthaltsorte im breiten Habitatspektrum, das von Wäldern über feuchte Biotope bis hin zu Offenlandschaften reicht, werden die adulten Tiere im Freiland selten direkt angetroffen. An künstlichen Lichtquellen, die sie magisch anziehen, lassen sie sich hingegen regelmäßig nachweisen.1 Belastbare morphologische Detaildaten zur mikroskopischen Unterscheidung von Nahverwandten innerhalb der Gattung gehen aus den vorliegenden Primärdaten nicht hervor.
Systematyka
Name & Einordnung
Der Braune Bär (Arctia caja) ist ein Schmetterling aus der Familie der Erebidae und gehört zur Unterfamilie der Bärenspinner.1 Der wissenschaftliche Artname wurde durch Linnaeus geprägt, wobei die Art historisch zu verschiedenen Gattungen gestellt wurde. Als deutscher Trivialname ist der Braune Bär etabliert, welcher im Jahr 2021 zum Schmetterling des Jahres gekürt wurde.1 Internationale Bezeichnungen wie der englische Trivialname beziehen sich ebenfalls auf die charakteristische Färbung der Falter. Die Typuslokalität ist in der historischen Literatur nicht exakt angegeben, wird jedoch allgemein für Europa verzeichnet.2 Belastbare Daten zu weiteren historischen Synonymen oder detaillierten etymologischen Belegen der Gattung Arctia liegen im Rahmen der Standardquellen nicht systematisch vor. Die systematische Zuordnung unterlag historischen Revisionen, wobei die Art heute in die Familie der Erebidae eingeordnet wird.1 Regionale Varianten der Trivialnamen sind im deutschsprachigen Raum gebräuchlich, wobei der Hauptname flächendeckend verwendet wird. Die Einordnung als Bioindikator unterstreicht die ökologische Bedeutung der Art.1
Tryb życia
Biologie & Lebenszyklus
Der Braune Bär (Arctia caja) bildet in seinem gesamten Verbreitungsgebiet eine Generation pro Jahr aus. Die Falter fliegen überwiegend nachtaktiv von Juli bis September. Die Eiablage erfolgt ab Juli in Form großer, grünlichweißer Gelege an den Blattunterseiten der Wirtspflanzen. Die Eier sind an der Basis abgeflacht, anfangs weiß bis grünlich und verfärben sich im Laufe der Entwicklung gelblich. Kurz vor dem Schlupf erscheinen sie dunkel, da sich die heranwachsende Larve durch die durchscheinende Eihülle abzeichnet. Im August schlüpfen schließlich die Raupen. Als polyphage Herbivoren ernähren sich die Larven von einer Vielzahl verschiedener Kräuter wie dem Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa), dem Stumpfblättrigen Ampfer (Rumex obtusifolius) und der Großen Brennnessel (Urtica dioica). Darüber hinaus fressen sie an Sträuchern wie Himbeere (Rubus idaeus) und Brombeeren (Rubus fruticosus aggr.) sowie an verschiedenen Laubbäumen wie der Silberweide (Salix alba) und der Stieleiche (Quercus robur). Die langhaarige Raupe erreicht eine Körperlänge von bis zu sechs Zentimetern und besitzt eine schwarze Grundfärbung mit weißen Warzen. Ihre Behaarung ist auf dem Rücken schwarzbraun mit grauen Spitzen, während sie an den Seiten und am vorderen Körperbereich rostrot gefärbt ist. Bei Gefahr stellen sich die Raupen tot. Zur Überwinterung suchen die Larven geschützte Stellen am Boden auf. Im darauffolgenden Jahr verpuppen sie sich von Juni bis Juli in einem dichten, mit Haaren vermengten Gespinst am Boden zwischen Pflanzengängeln. Die Puppe ist schwarzbraun gefärbt und weist abstehende Flügelscheiden auf. Aus dieser schlüpfen die adulten Falter im Anschluss von Juli bis August.1 Adulte Falter nehmen keine Nahrung mehr zu sich.2
Tryb życia
Verhalten
Der Braune Bär (Arctia caja) zeigt eine überwiegend nachtaktive Lebensweise, weshalb die Falter tagsüber selten zu beobachten sind. Gegenüber künstlichen Lichtquellen weisen die Falter eine positive Phototaxis auf und fliegen diese stets an. Zur Abwehr von Fressfeinden nutzen die Falter eine Kombination aus auffälligen Warnfarben und Verhaltensanpassungen, wobei die zinnoberroten Hinterflügel mit schwarzen oder blaugerandeten Punkten plötzlich zur Schreckhaftigkeit bei Vögeln wie Meisen eingesetzt werden. Begleitet wird dieses visuelle Abwehrverhalten von einer giftigen Hämolymphe, deren genaue toxische Wirkung jedoch noch nicht vollständig geklärt ist. Bei Gefahr zeigen zudem die Raupen ein ausgeprägtes Abwehrverhalten und stellen sich tot. Für die Überwinterung ziehen sich die Raupen an geschützte Stellen am Boden zurück.1
Tryb życia
Ökologie
Der Braune Bär (Arctia caja) besiedelt ein breites Spektrum an Habitaten und kommt in Wäldern, auf feuchten Waldwiesen, in Nieder- und Hochmooren sowie in gebüschreichen offenen Landschaften vor. Im Gebirge ist die Art bis in Höhenlagen von 2.000 Metern anzutreffen. Als polyphager Herbivore ernährt sich die Raupe von einer Vielzahl verschiedener Kräuter wie Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa), Stumpfblättrigem Ampfer (Rumex obtusifolius), der Großen Brennnessel (Urtica dioica) und dem Mädesüß (Filipendula ulmaria). Zusätzlich umfasst das Nahrungsspektrum Sträucher wie die Himbeere (Rubus idaeus) und Brombeeren (Rubus fruticosus aggr.) sowie verschiedene Laubbäume.1 Die Falter nehmen hingegen keine Nahrung mehr zu sich.2 Zum Schutz vor Fressfeinden wie Meisen nutzen die Tiere toxische Hämolymphe sowie eine auffällige Warnfärbung, bei der die roten Hinterflügel plötzlich zur Abschreckung präsentiert werden. Die Raupen überwintern am Boden an geschützten Stellen und verpuppen sich im folgenden Jahr zwischen Juni und Juli in einem dichten, mit Haaren vermengten Gespinst. Aufgrund ihrer Empfindlichkeit gilt die Art als hochempfindlicher Bioindikator für naturnahe Biozönosen.1
Występowanie
Vorkommen & Lebensraum
Der Braune Bär (Arctia caja) ist holarktisch verbreitet und besiedelt in Eurasien und Nordamerika ein weites Spektrum klimatischer Zonen. Im natürlichen Verbreitungsgebiet erstreckt sich das Vorkommen in Europa von den gemäßigten Regionen bis nach Lappland sowie ostwärts über Asien bis nach Indien. In Asien ist die Art unter anderem aus dem Nordwest-Himalaya, Kaschmir und Assam dokumentiert. Die Vertikalverbreitung reicht im Gebirge bis in eine Höhe von 2.000 m. In den Alpen und Vorarlberg wurden Nachweise beispielsweise in Höhenlagen zwischen 1.476 m und 1.880 m erbracht. Deutschland und der DACH-Raum gehören zum geschlossenen Areal, wobei die Art in Österreich in allen Landesteilen stark rückläufig ist. Als Lebensräume besiedelt Arctia caja vor allem gehölzreiche offene Landschaften sowie diverse Waldstrukturen einschließlich Außensäumen, Schneisen und Lichtungen. Darüber hinaus umfasst das Habitatsspektrum Feuchtwiesen, Hoch- und Niedermoore, Magerrasen sowie extensiv genutztes Kulturland wie Gärten und Parkanlagen. Die polyphagen Raupen ernähren sich von zahlreichen Kräutern wie Brennnesseln und Ampferarten sowie von Sträuchern und Laubbäumen. Ergänzenden Beobachtungsdaten zufolge werden zudem Habitate wie Dünen, Frischmoore und Grasländer genutzt. Kulturlandschaften ohne naturnahe Strukturen werden hingegen weitgehend gemieden, weshalb die Art als Kulturflüchter gilt.1
Występowanie
Występowanie i aktualne obserwacje w Niemczech
Obserwacje
Analiza społeczności
Sezonowość
Saisonalität & Aktivität
Arctia caja bildet im Jahresverlauf eine einzelne Generation pro Jahr aus. Die Falter fliegen in Mitteleuropa von Juli bis September. Aufgrund ihrer nachtaktiven Lebensweise werden die imaginalen Tiere tagsüber kaum angetroffen, fliegen jedoch regelmäßig künstliche Lichtquellen an. Die Eiablage erfolgt ab Juli auf den Blattunterseiten der Wirtspflanzen. Im August schlüpfen die Raupen, welche sich polyphag von zahlreichen Kräutern, Sträubern und Laubbäumen ernähren. Bei Gefahr zeigen die Raupen ein Totstellverhalten. Die Überwinterung erfolgt als Larve am Boden an geschützten Stellen. Im darauffolgenden Jahr verpuppen sich die Raupen zwischen Juni und Juli in einem dichten, mit Haaren vermengten Gespinst am Boden zwischen Stängeln.1 Das öffentliche Suchinteresse an der Art zeigt in den Monaten Juni und August deutliche Peaks.3 Belastbare Messdaten zur exakten Temperaturabhängigkeit der Flugaktivität fehlen.1
Sezonowość
Sezonowość i trend popytowy
Na podstawie Silberkraft TrendIndex – naszego własnego modelu na podstawie danych wyszukiwania i obserwacji naturalnych
Działalność sezonowa
rozwój na przestrzeni lat
W praktyce
Bedeutung, Schäden & Prävention
Der Braune Bär (Arctia caja) ist weder als Schädlich noch als Lästling einzustufen, sondern gilt als hochempfindlicher Bioindikator für naturnahe Biozönosen und Kulturflüchter. Da die Art in Beständen rückläufig ist und unter besonderem gesetzlichen Schutz steht, sind keine Bekämpfungsmaßnahmen oder Präventionsstrategien zur Schadabwehr erforderlich. Belastbare Daten zu wirtschaftlichen Schäden in der Land- oder Forstwirtschaft durch die polyphagen Raupen fehlen, da Massenvermehrungen nicht auftreten. Die Raupen ernähren sich von diversen Kräutern, Sträuchern und Bäumen, verursachen jedoch keine relevanten Ernteausfälle. Als Abwehrmechanismus besitzt die Art giftige Hämolymphe, deren genaue toxikologische Wirkung auf den Menschen noch nicht vollständig geklärt ist. Aufgrund der Lebensweise als nachtaktiver Falter und der Seltenheit in besiedelten Gebieten ist ein Kontakt mit Menschen unwahrscheinlich. Monitoring-Daten basieren primär auf faunistischen Kartierungen und dem Nachweis an Lichtquellen im natürlichen Habitat. Gesetzlich unterliegt Arctia caja in Deutschland dem besonderen Artenschutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz. In mehreren deutschen Bundesländern sowie in Österreich ist die Art stark gefährdet oder in den Beständen rückläufig.1
Źródła